Sportmuffel - Sportfan

    • Sportmuffel - Sportfan

      Hallo Zusammen,

      mal eine Frage an alle Operierten.

      Wie hat sich nach der OP und Gewichtsabnahme das Verhältnis zum Sport verändert?

      Ich fahre trotz meiner vielen Kilos gerne Rad und würde sehr gerne mehr laufen, aber nach einer paar Minuten ist leider Schluß, weil mein Rücken dann nicht mehr mitmacht.

      Wart ihr vorher eher Sportmuffel und seid nun Sportfans oder war Sport schon immer das was Dir Spaß machte, aber aufgrund des hohen Gewichtes schlecht möglich?

      Hier lese ich oft, dass viele nach dem Gewichtsverlust eine große Sportlust aufkam, war das bedingt damit alles in Form kommt oder einfach die Lust an der Bewegung?

      Freue mich auf die Antworten :)
    • :hallo1:

      also, bei mir war es schon immer so, dass ich mich gerne bewegt habe, aber mein Körper gestreikt hat. Keine Luft mehr bekommen, Rücken und Kniee haben wehgetan usw. Jetzt mit 57 kg weniger auf den Rippen, genieße ich jede Form von Bewegung. Manchmal denke ich, ich bin nicht "kaputtzukriegen" :zwinkert: Zur Zeit gehe ich 1x wöchentlich zur Wassergymnastik (30 min) und direkt im Anschluss habe ich Aquaspinning (30 min), dann 2 x wöchentlich jeweils 1 Std. Zumbatanzen und 4 x wöchentlich mit dem Rad zur Arbeit (tägliche Strecke 20 km). Das Wichtigste für mich, es muss Spass machen! Was nützt mir ein Fitnessstudio, wenn ich mich dahin quälen muss? Jetzt am kommenden Samstag habe ich mich für einen Inliner-Anfänger-Kurs angemeldet (wie falle ich am besten auf die Nase, ohne mich zu verletzten... oder so ähnlich... :hyper: )

      Der Sport hat für mich auch therapeutische Wirkung. Wenn ich früher (vor der OP) gefrustet war, habe ich gegessen, wenn ich jetzt schlechte Launa habe, mache ich Sport, bzw. durch den Sport habe ich gar nicht mehr so schlechte Laune. Ohne Sport, hätte ich auch große Probleme mein Gewicht zu halten.

      Bewahre Dir Deine Freude an der Bewegung, egal welcher Art sie auch sein mag! Jeder Schritt zählt und macht zufrieden!

      LG
      hosta
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      Dez. 2010: 130,1 kg
      OP-Gewicht am 24.08.2011: 121 kg
      leben und leben lassen.....
    • War in jungen Jahren aktive Schwimmerin und Reiterin und musst zwangsläufig viel Radln, weil kein Geld für Mofa,
      Moped oder später Auto.
      Mit Höchstgewicht nur noch schwimmen und, ausser im Sommer, walken. Spazieren gehen immer, auch wenn die Strecken kürzer und Berge gemieden wurden.

      SPASS hat mir Bewegung die letzten 10 Jahre nicht mehr gemacht, es war eine "Pflichtübung" ... für Gesundheit,
      verbunden mit der Hoffnung Abzunehmen oder wenigstens Gewicht einigermaßen in Schranken zu halten.
      Letzteres hat nicht wirklich funktioniert.

      Heute bewege ich mich mit Begeisterung .. ausdauernd, darf auch mal anstrengen, Wanderungen dürfen gerne lange sein und steil bergauf gehen. ABER quälen mag ich mich immer noch nicht ( Kein Sportstudio!!!, Keine Muckibud, kein Joggen!, Radltouren, ausser im flachland, mit Pedelec!).
      LG wanda
      Op 03/11 - Größe 174 cm - Maximalgewicht 143 kg - Abnahme über 14 Monate ziemlich konstant.
      : :kaffee10: : Ziel- Lauf - Wunschgewicht erreicht / Halten seit 06/12 - mit "Schwankungen".

      "Humor ist der Knopf, der verhindert, daß der Kragen platzt". Ringelnatz
    • Meine OP ist gute 10 Wochen her. Mit 135 Kilo habe ich zuvor immer zugesehen, dass ich wenig Wegstrecke zurücklegen musste, bin teils mit Stapeln in den Armen die Treppen runter in den Keller, damit ich ja auch nur einmal gehen muss. Durch die Arthrosen in fast jedem Gelenk und Muskelrheuma hatte ich einen sehr kleinen Wirkradius.

      Jetzt mit 113 Kilo meide ich nicht mehr Wege, sondern parke bewusst auch mal weiter weg vom Laden, damit ich bis dahin ein wenig laufen muss. Bewegung fällt mir leichter, ich benötige nicht mehr so viele Pausen.

      Ob ich sportlicher oder gar süchtig nach Bewegung geworden bin, mag ich nicht sagen. Ich habe auch schon vor der OP Reha-Wassergymnastik gemacht, war schwimmen und bin geradelt. Aber jetzt halte ich besser durch. Nach 15 Minuten Minitrampolin-schwingen bekomme ich keine Schnappatmung mehr. Höhenmeter mit dem Fahrrad zu überwinden ist keine Hürde, die ich mir nicht zutraue - ich mach es einfach. Und wenn es klappt, isses gut, und wenn nicht, isses auch nicht wild.

      Durch die Abnahme fällt mir Bewegung leichter, aber ich habe auch noch mehr Schmerzen als vor der OP wenn ich dann zur Ruhe komme. Vielleicht, weil meine Grenzen jetzt weiter gesteckt sind und ich im Grunde immer noch ein Borderliner bin. Mir schlafen zudem regelmäßig die Hände und Füße ständig ein, die neue Ernährung und schnelle Abnahme habt meinen Körper auch massiv geschwächt irgendwie.
    • Ich hatte bereits in der Vorbereitungsphase zur OP (ca. 3 Monate vorher) mit Fitness-Studio angefangen und bin vermehrt schwimmen gegangen. Das hatte ich vorher auch schon gemacht und sogar recht gerne. Mit meinen 186 kg war das aber sehr anstrengend. Nach 30 Bahnen schwimmen war ich k.o., im Fitness war ich nach 15 min radeln eigentlich reif fürs Sauerstoffzelt. Und auch im Alltag hab ich versucht mir jeden Weg zu sparen (Mondscheinelfe - die Stapel für den Keller kenn ich auch nur zu gut - mußte gleich lachen als ich es gelesen habe. Allerdings hab ich dann oft meinem Mann den Stapel in die Arme gedrückt, weil für mich war es ja viel zu schwer ;-)

      Mit der Abnahme habe ich jetzt einfach mehr Kondition. Ich komme nicht mehr so schnell außer Puste, schwitze nicht mehr so und mein Puls bewegt sich in einem angenehmen Bereich. Schwimmen und normal laufen könnte ich stundenlang. Ich hatte erst letzte Woche im Urlaub ein tolles Erfolgserlebnis. Mein Mann ist der absolute Läufer (nicht schnell, aber ausdauernd) und wir waren in Italien am Strand. Da haben wir einen Leuchtturm in der Ferne gesehen und wollten da mal hinlaufen. Haben uns total verschätzt, statt der geplanten ca. halben Stunde sind wir weit über eine Stunde bin in die Nähe gelaufen - und dann natürlich zurück. Schon als wir angekommen sind ist mir aufgefallen, dass mein Schatz recht geschafft ausgesehen hat und ich hab ihn gefragt, ob es anstrengend für ihn wäre. Tja, war es, er hat gesagt er kann garnicht fassen, dass ich überhaupt so weit laufen würde und dann auch noch so schnell. Mann bin ich gewachsen - zumal es mir einfach nur Spaß gemacht hat und ich nicht das Gefühl hatte, es wäre recht anstrengend gewesen. Daran wäre vor der Abnahme garnicht zu denken gewesen.

      Und Sport macht tatsächlich Spaß. Wenn ich ein paar Tage nix mache werde ich unruhig. Obwohl trotzdem hin und wieder der Schweinehund zuschlägt und mich aufs Sofa zwingt. Wir gehen auch zu zweit ins Fitness, da macht es natürlich umso mehr Spaß, wenn man nebenher auch noch ein bisschen quatschen kann.

      Mit ca. 25 kg Abnahme waren auch meine Arthroseschmerzen im Knie weg, meine Probleme, die ich öfter mit der Lendenwirbelsäule hatte sind seither nicht mehr aufgetreten und die Hände schlafen mir beim Fahradfahren auch nicht mehr ein. Also es hängt schon vieles dran, wenn man sich um einige Kilos erleichtert !
      Liebe Grüße von Gaugele


      Erstgespräch 19.07.2012 mit 186 kg >>> Schlauchi-OP 20.02.2013 mit 169,5 kg >>> BDS 23.01.2015 mit 90 kg
      Mein OP-Bericht Mein OP Bericht Schlauchi am 20.02.2013
    • Das alles macht mir viel mehr Mut für meinen weiteren Weg :)

      Fitness-Center sind bis heute echt nicht meine Welt, das Rad werde ich mehr bemühen und Schwimmen ist auch gut.
      Aber ich glaube, am meisten freue ich mich, wenn ich in den Städten in denen ich mich aufhalte, viel bummeln zu können ohne nach der nächsten Bank zu schielen.

      Ich habe mich entschlossen, alles einzureichen und bei einer Zusage (schön positiv denken, gelle ;) ) mich im Dezember unter das Messer zu legen um mein nächstes Frühjahr leichter zu erleben :)

      Danke für Eure Antworten bis hierher :)gerne noch mehr
    • Genau das mit dem Laufen ist bei mir eine der größten Veränderungen. Wir hatten bis vier Monate vor meiner OP ein Auto und es gab Zeiten da war meine sportliche Betätigung in etwa das Drehen des Autoschlüssels. Wenn wir z. Bsp. zu einem Möbelmarkt oder so wollte wurde ich vor der Tür abgesetzt und mein Mann suchte den 100 m entfernten tatsächlichen Parkplatz auf. Ich lebe ja auch in Berlin und habe z. Bsp. die Wanderwege entdeckt ( stadtentwicklung.berlin.de/umw…/de/hauptwege/weg01.shtml ) Wir sind neulich in drei Etappen den Weg 18 gelaufen. Das sind 52 km. Plus ca. 4 km extra wegen Cafe etc.. Daran war früher nicht zu denken. Jetzt genieße ich es.

      Simone
    • Ich mache mehr Sport als früher, weil es mir leichter fällt. Es macht mir auch immer mehr Spaß. Und vorallem ich kompensiere Gelüßte, die sind immer noch da, mit Sport. Hab jetzt vor am 3.6. über die Alpen zu radeln. Mit einer Gruppe natülich.
      Pietro

      Wenn du den Geschmack eines Apfel erkennen willst, musst du hineinbeißen
    • also....ich muss ja zu meiner schande gestehen....ich war und bin ein totaler sportmuffel :( - schäm!!!

      aber meine abnahme verlief super und auch das halten des gewichts klappt gut :zwinkert: !

      :schauckelstuhl:
      :ihrseidprima: Liebe Grüße!!

      25.05.2010 - OP Termin für Schlauchmagen :sister:
      08.08.2011 - OP Termin für Brustverkleinerung in Hagen - ist alles BESTENS verlaufen :freu:
      12.11.2012 - OP Termin für Bauchstraffung in Hagen - Wundheilungsstörung - seit Anfang März 2013 alles OK :]


      Startgewicht: 155 kg - Aktuelles Gewicht: 55 kg :niceday:
    • @Pietro - Wow, Respekt! Dann drück ich mal die Daumen für gutes Wetter

      @Berit - Das ist ja nicht so schlimm, nicht jeder mag Sport ;)

      Ich entdeckt halt nur, ich würde mich gerne mehr bewegen, aber durch mein Gewicht geht vieles nicht.
      Darum meine "Umfrage", wie es sich nach der OP verhält. :)
    • Bei mir hat´s leider noch nicht "klick" gemacht.......
      Ich habe nach wie vor keinen rießen Spaß an Sport und muss mich selber dazu zwingen etwas zu tun.
      "Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen."

      Teresa von Âvila
    • Sport habe ich eigentlich shcon immer ganz gerne gemacht. Aber es fällt mir jetzt leichter und die Disziplin ist viel höher. Momentan gehe ich alle zwei Tage ins Fitnessstudio und es geht mir danach so gut.
      OP im UKE am 28.02.13 :119:
    • Also ehrlich gesagt freue ich mich wahnsinnig darauf mich endlich sportlich betätigen zu können.
      Ich gehe unheimlich gern in der Natur wandern und war letztes Jahr im Urlaub in Bayern derart ernüchtert....
      Wäre so wahnsinnig gern die 7km Fußweg zu einem kleinen idyllischen himmelblau schimmernden See gewandert, den man nur zu Fuß erreichen kann...hätte weder die 7km hin noch zurück geschafft....unglaublich aber leider wahr.

      Auch das was Du beschreibst Exil-Norddeutsche "in den Städten bummeln zu gehen"- auch das geht mir nur schwer ab...ist einfach nicht drin.
      Nach einer Shopping Tour mit meiner 15jährigen in einem Einkaufszentrum ist für mich der Tag gelaufen- ich bin danach fix und foxi....

      Nicht mal Nordic Walking ist momentan drin...mich quält ein Ermüdungsbruch am rechten Fuß...es ist einfach zum Kotzen (sorry)....

      Letztes Jahr waren wir mit ein paar Freunden so just for fun beim Schlagermove in Hamburg, mittendrin im Trubel....3 Tage danach war ich immer noch tot... :( Belastbarkeit: 0%

      Während meines MMKs hab ich auch mal hin und her geschwankt (OP ja oder nein)....so wie Du es in einem anderem Thread beschrieben hast....
      aber ich kann einfach nicht mehr...
      Was mir alles an Lebensqualität verloren geht...wie viel unentdecktes sportliches Potenzial da so unter der Oberfläche schlummert....ich kann es kaum mehr abwarten....

      LG, Mebiana :hallo:
      Größe: 1,64m ~ Gewicht: 140kg ~ BMI: 52 :waage:
      Oktober 2012 -> April 2013 MMK
      21.5.13: Antrag liegt der KK vor
      10.6.13 Zusage der KK
      28.6.13 Schlauchmagen OP


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    • Danke bis hierher für die Antworten.

      Es sind doch einige die sich gerne sportlich betätigen (Mal abgesehen von dem blöden Schweinehund) und ich sitze hier und denke: Wann hat uns die große Bewegungslust verlassen? Wenn wir uns mehr bewegt hätte, als es noch gut ging, wären wir dann so dick geworden?

      Ich kann mich erinnern, mit Ende 20 war ich ziemlich verknallt und innerhalb von ca. 8 Wochen waren 25 Kilo weg. Einfach so :)
      Wir waren viel unterwegs, vorallem nachts (das brachten unsere Jobs damals mit sich) und ich lief gerne zum Bahnhof, statt den Bus zunehmen (damals wohnte ich in der Lübecker Altstadt) und fand es immer wunderbar.

      Und irgendwann..tja, was passierte dann? Ich nahm wieder zu (trotz 3 Jobs nebeneinander und Trennungsphase), ich habe in der Gastronomie gearbeitet und mich viel bewegt....wo war der Punkt wo mir alles entglitt?

      Egal, ich lebe im jetzt und hoffe auf die Zukunft :) und noch viele Städtebummel
    • Hallo Exil-Norddeutsche

      Bei mir es vor der OP so, daß ich gerne Rad gefahren bin, schwimmen, spazieren und Fitness Studio - das habe ich geliebt. ABER nach wenigen Minuten war meine Puste weg, ich bekam Kreislaufprobleme und Unterzuckern.

      Nun nach der OP und ca 18 Kilo Abnhme fühle ich mich wesentlicher fitter, kann 1 Stunde spzieren ohne Pause, gehe regelmäßig in der Woche schwimmen und Rad fahren mcht auch wieder Spaß. Nur ins Fitness Studio hab ich mich noch nicht getrut, fange damit in gut 1 Woche an. Ich geniesse das Gefühl, daß der Sport mir endlich wieder Spaß macht und das ich körperlich immer mehr in Schwung komme. Ein tolles Gefühl.

      Liebe Grüße Sandra
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      27.07.2012 Erstgespräch Dr. Liesner in Friesoythe 24.10.2012 Termin MDK

      08.11.2012 Kostenzusage der KK 10.04.2013 Magenbypass OP
    • Übrigens, wenn es jemanden in Berlin gibt der noch nicht operiert ist und gerne mal Rad fährt (kein Marathon) oder mich zum Nordic Walking am Wochenende tritt, bitte meeeeelden :)
    • Würd ich aus Berlin sein,würde ich jetzt gaaaaaanz laut HIER schreien..

      bin nur ein Sportmuffel,wenn ich alleine was machen muss...solange aber jmd dabei ist,gehe ich gerne ins Schwimmbad oder zum REha-Sport :-)
    • Ich bin zwar nicht operiert (und hoffe weiterhin ohne OP auskommen zu können), aber bei mir hat es vor ca. 3-4 Jahren "Klick" gemacht. Vorher war alles eine Qual und ich hab ständig Ausreden gefunden jetzt z.B. nicht walken gehen zu können. Doch dann hab ich allen Mut zusammengenommen und mich in einem Fitnesstudio angemeldet und nach einigen Monaten dann auch "meine" Kurse gefunden. Seither kann ich mir ein Leben ohne die Kurse nicht mehr vorstellen (fast schon wieder das andere Extrem) und freue mich täglich wie gut meine Kondition mittlerweile geworden ist.

      Leider ist Sport nicht alles, aber das ist eine andere Geschichte...
    • @Göki - genauso schauts aus...viell. finden wir ja beiden in unseren Städten Leute :)

      @ KleineMausi - dann hoffe ich, Du findest Deine Mitte und Deinen Weg, ich drück die Daumen