Mein OP Bericht!
Am Mittwoch, den 02.02.2011 bezog ich um 13:30 mein Zimmer im Zentralklinikum Augsburg. Zweibettzimmer mit einer sehr netten Zimmernachbarin. Meine AC schaute am Nachmittag noch kurz rein und hätte mir noch bestehende Fragen beantwortet - gab´s Dank Forum und SHG keine mehr. *Grins* Habe mich also noch etwas gelangweilt, gelesen und dann bekam ich das Abführmittel, es hat irgendwie gar nicht funktioniert. Die Venenpumpen musste ich leider schon anlegen. Wurde eine kurze Nacht, ich kann mit den Dingern nicht schlafen!
Donnerstag, den 03.02.2011: ich wurde gegen 6:30 geweckt bzw. ich war schon wach. Die Schwester meinte ob ich die LMAA Tablette überhaupt brauche, wäre ja eh so ruhig. Ich verzichtete darauf, wollte solang wie möglich alles voll mitkriegen. Dann schnell noch die vorläufig letzte Dusche genommen und rein ins Engelhemdchen (schön groß) und das Netzhöschen (schön klein).

Um Punkt 7:00 ging es dann runter in den OP Bereich. Dort lag ich dann erst mal ne halbe Stunde und hab mir alles genau angesehen. Hab alle Schwestern und Ärzte die rumwuselten begrüßt und irgendwie meinten die wohl, die würden ein Häufchen Elend im Bett vorfinden. Pustekuchen! *hrhr *
Umlagerung und dann ab in den Vorraum vom OP. Der Narkosehelferpfleger hat dann nach meinen Venen gesucht. Meine guten Venen an der Ellenbeuge hat er leider außer Acht gelassen (hab es ihm gesagt) und hat mir dann leider die Hand total zerstochen. (Nach der OP bin ich mit 7 Zugängen an den Händen aufgewacht). Die Narkoseärztin kam und stellte sich vor und wünschte mir noch schöne Träume. Die letzte Uhrzeit, die ich mitbekam war dann 7:45 Uhr. Wollte noch einen Narkosearztwitz loswerden aber Blackout.
Irgendwann gegen Mittag oder Nachmittag labbert jemand mit mir, ich solle doch die Augen aufmachen. Ich hab dann nur gelallt: „Wenn es was gscheit´s zum Sehen geben tät!“ Hab kurz die Augen aufgemacht. Drei schicke Ärzte um mich rum und mir schon alles versaut. Mannomann.

Weitergepennt und dazwischen immer wieder aufgewacht. Auf der Intensiv wurde mir alles zuviel. Der Lärm, das Gewusel und meine doofen Venenpumpen. Im ersten Moment hab ich gedacht, menno, was hast Du Dir da angetan. Von der Intensiv kam ich dann zurück auf die Wachstation. Ein Notfall kam rein und die brauchten mein Intensivbettplatz. Der Narkosearzt meinte, ich wäre hier sein bestes Pferd im Stall und er könnte mich am ehesten auf die Wachstation legen. Da war es dann genauso laut und nervig und musste auch einmal Spucken, ansonsten ging´s mir relativ gut.
Freitag, den 04.02.2011 kam ich endlich wieder auf mein Zimmer . Ruhe und etwas Schlafen. Die Venenpumpen ließen letzteres bei mir aber nur bedingt zu. Schmerzen und Übelkeit hatte ich überhaupt nicht. Ständig wurden die Infusionen ausgewechselt. Schmerzmittel, gegen Übelkeit und jede Menge Flüssigkeit. Irgendwann wurde ich zum Breischluck abgeholt. Ich bin dicht! Wollte mir das offiziell schriftlich geben lassen für später, der Doc hat aber nur gelacht.

War übrigens sehr interessant, den Breischluck mit auf dem Monitor zu verfolgen.
Zurück auf´s Zimmer und dann kam der Blasenkatheter endlich raus. Mit dem Infusionsständer bewaffnet ging ich dann das erste Mal nach der OP im Gang spazieren und gegen Abend bekam ich das OK, ich darf was trinken. Die Nacht war Übel, mir ging´s prima aber die Venenpumpen hielten mich wieder von einem gesunden Schlaf ab.
Samstag, den 05.02.2011 Vormittag LANGEWEILE bis die Tür auf geht und Renate und Oceandrive da stehen. Mädels, ihr wart meine RETTUNG! Nochmal´s danke! Meine Zimmermitbewohnerin wurde entlassen und hatte meine Bude für mich.
Nachmittag dann noch Besuch von der Familie. Die Nacht hab ich dann durchgemacht. Hab gelesen und Gameboy gespielt. Müdigkeit gleich Null und die Venenpumpen taten wieder ihr übriges dazu.
Sonntag, der 06.02.2011: eine Vertretungs-Ärztin hat entschieden, die Drainage kommt erst morgen raus. Wie ätzend ist das denn.

Flüssigkeit ist keine Nachgelaufen. Kein Grund zum drin lassen vorhanden. Aber des Menschen Willen ist sein Himmelreich. Bin dann halt wieder mit Infusionsständer und Drainage rumgesprungen. Nachmittag Besuch von guter Freundin. Sonst war nichts los. Schlaf wieder mal gleich Null, ich sag nur Beinkneifer.
Montag, der 07.02.2011 endlich Visite gegen 9 Uhr. Meine AC meinte, ich wäre eine Bilderbuchpatientin und es wäre eine Bilderbuch-OP gewesen. Magen entfernt 1500 ml. Restmagen ca. 80-100 ml verblieben. Während meine AC mir weiter erklärt und mich abgelenkt hat wurde die Drainage gezogen, hab trotzdem immer wieder hingeschielt was da so getrieben wird. Es tat überhaupt nicht weh. Entlass-Tag morgen. Juchuuuuuuuu! Die letzten 2 Zugänge für die Infusionen (ehemals 7 Stück an beiden Händen gehabt) raus und ich war FREI!
Mittags steht auf einmal mein Boss im Zimmer mit Blumenstrauß und Karte von allen Kolleginnen. Hab mich tierisch gefreut.

Nachmittag Besuch von Katrin (SHG), wir haben viel gelacht, die Sonne genossen und rumgealbert. Danke Katrin! Köfferchen dann schon mal halbgepackt und OHNE VENENPUMPEN ins Bett um 19 Uhr und geschlafen, geschlafen, geschlafen.
Dienstag, der 08.02.2011 Entlasstag. Um 5:00 Uhr war ich schon topfit und hab dann noch gelesen. Wollte meine neue Zimmer - Mitbewohnerin (seit Sonntag Abend) nicht mit Kofferpacken wecken. Hab mich dann gegen 8 Uhr reisefertig gemacht. Warten auf meine AC. Gegen 10 Uhr dann letzte Anweisungen, alle Unterlagen bekommen und ab nach Hause mit Zwischenstopp bei meinem Hausarzt und in der Apotheke.
Mir geht´s super, die ersten Kilo´s sind gepurzelt.

Gewicht 02.02. 149 Kg, 07.02. 143,3 Kg
DANKE an Herrn Dr. Spatz, Frau Dr. Attenberger und das ganze Team des Zentralklinikums Augsburg.
LG Hanna
P.S. leider etwas lang geworden. Sorry!