Meine nicht immer positiven Erlebnisse bei Beratungsgesprächen bezüglich Bauchstraffung oder Bodylift

    • Meine nicht immer positiven Erlebnisse bei Beratungsgesprächen bezüglich Bauchstraffung oder Bodylift

      Nachdem ich nun seit 1 1/2 Jahren (mehr oder weniger) mein erkämpftes Gewicht halte, hatte ich mich doch dazu entschieden, meine überschüssige Haut loszuwerden.

      Und mit ziemlich viel Bauchgrummeln und Nervosität hab ich Beratungsgesprächen bei drei verschiedenen Chirurgen, bzw. Krankenhäusern vereinbart. Warum so viele Beratungsgespräche? Nun, aus Erfahrung lass ich mir lieber eine zweite, bzw. sogar dritte Meinung geben.

      Die ersten beiden Gespräche waren einfach toll. Die Ärzte waren total nett, haben sich viel Zeit gelassen. Ich konnte jede Menge Fragen stellen, auf ein paar "Besonderheiten" hinweisen und auch besprechen, ob ein Antrag bei der Krankenkasse Erfolg haben würde oder nicht (da die Krankenkasse nicht involviert war bei der Gewichtabnahme, ist die "Gefahr" ja gegeben, dass der schöne Spruch "wer A sagt, muss auch B sagen" nicht gilt...)

      Beide Ärzte sind ziemlich unterschiedlich, schlugen z. T. verschiedene "Schnittmuster" vor. Aber alles in allem habe ich mich gut aufgehoben gefühlt... (Danke, Dr. Büsing und Dr. Schuhmann!) Denn die Situation war für mich alles andere als angenehm - immerhin fühle ich mich in meinem "verwüsteten Körper" sehr, sehr unwohl.

      Mich ausziehen und mich mehr oder weniger nackt zeigen? Nun, das geht gar nicht - ich bin mittlerweile eine "Meisterin im Verhüllen". Selbst mein Liebster hat mich eigentlich nie nackt gesehen. Und vor diesen Ärzten - ähem, auch wenn es mir verdammt schwer fiel, aber immerhin... Ich konnte mich entkleiden und mich zeigen....

      Und auch als ich zurück kam und über die Gespräche nachdachte, waren beide Gespräche für mich gute Gespräche. Gespräche, die Hoffnung machten und mich in meinem Entschluss bestärkten, diesen Schritt zu wagen.

      Wenn ich nun so ausführlich über diese ersten beiden Gespräche berichte, dann muss ja etwas mit dem dritten Gespräch gewesen sein.

      Und ja, dies Gespräch war einfach entsetzlich. Ich bin nach Haus gekommen und habe nur geheult.... Es war so entwürdigend. Demütigend ist nicht das richtige Wort, aber entwürdigend trifft es wohl ganz gut. Sich vor einem wildfremden Mann auszuziehen, ist wie gesagt ja per se nicht so toll. Aber wenn ich dann so wenig Empathie spüre, sondern nur eine kalte Betrachtungsweise, dann ist das so überhaupt nicht schön. Als dann auch noch ein zweiter zur Fleischbeschau kam und genau so kühl und wenig einfühlsam mich betrachtete, war es dann doch für mich zu viel.

      Ich hoffe nun auf einen "netten" Ärztebrief, einen, den ich zur Antragstellung nutzen kann (immerhin erwähnte der eine Doc einen Intertrigo, immerhin eine medizinische Indikation...). Ansonsten bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mich dort nicht operieren lassen.

      Als ich endlich wieder - angezogen - im Auto saß, kamen mir verdammt viele Tränen. Wenn mich schon jemand, der berufsbedingt viel gesehen hat, so abschätzig mustert, wie muss das denn für meinen Liebsten sein? Wie kann er mit einem derartig verwüsteten Körper umgehen? Er muss sich ja so abgestoßen fühlen...

      Nun, als ich einen Tag später zu ihm kam, merkte er schon, dass irgendetwas nicht stimmte. Aber darüber sprechen konnte ich erst am Sonntag...

      Tja, das waren meine Erlebnisse... Achja, ich hab bewusst nicht geschrieben, in welchem Krankenhaus das dritte Gespräch stattgefunden hat. Vielleicht hatte ich ja nur einen schlechten Tag erwischt und vielleicht auch der Doc... Aber dieses Gespräch hat meine mühsame erarbeitete Fassung völlig zerstört....

      Christine
      Christine
    • Liebe Christine,

      ich kann Dich wirklich sehr gut verstehen .... aber ich möchte anmerken, dass Du in Deiner Logik einen gewaltigen Fehler hast. Im Gegensatz zu diesem arroganten Chirurgen (der Dich eben weder kennt, noch mag), bist Du für Deinen Liebsten der WELTALLERLIEBSTE Schatz der Welt. Für jeden Menschen ist die Sicht auf die Dinge eine andere, wenn Liebe mit im Spiel ist. Deshalb hat ja auch jede Mutter, das süßeste Kind von allen. ;-)

      Aus Deinen Zeile erlese ich, dass insbesondere Du selbst Deinen Körper über alle Maßen verabscheust. Ich kann das wie gesagt nachvollziehen, weil ich selbst ähnliche Gefühle habe, aber Dein Liebster fühlt da völlig anders, und das solltest Du einfach im Hinterkopf behalten. Was sagt er denn dazu?

      Viele Grüße,
      Andrea
    • AndreaE schrieb:

      Was sagt er denn dazu?
      Das war nicht wirklich zitierfähig, als ich ihm genauer vom Gespräch erzählt hatte.... Es würde jede Nettiquette verletzen.

      Das Wunderbare ist, dass er wirklich zu mir steht. Und das nicht "obwohl" meines Körpers, sondern weil ich "ich" bin. Dies sagte er mir - allerdings in wesentlich liebevolleren Worten.

      Nichtsdestotrotz bin ich noch immer darüber entgeistert, mit wie wenig Empathie dieses Gespräch vonstatten ging - wie schrieb jemand in einem anderen Thread: das waren wohl Mediziner, aber keine Ärzte.... Gottseidank, hatte ich vorher zwei Ärzte getroffen.

      Christine
      Christine