WHOs und die Psyche

    • WHOs und die Psyche

      Hi,

      in dem Thread zur Schnittführung Schnittführung BDS:... habe ich, zugegebener Weise ganz schön Off-Topic, meine Angst und Gedanken zur psychischen Belastung der WHOs geschrieben:

      Vor den OPs habe ich definitiv mehr Respekt als vor der AC. Denn da hatte ich kaum noch eine Wahl und mein Leben war nicht mehr lebenswert, da stand wenig auf dem Spiel. Aber jetzt? Ich lese so häufig in den Foren, dass die psychische Belastung nach PC nicht ohne ist. Dass die Probleme danach, die fast jeder irgendwie hat, ordentlich auf's Gemüt schlagen, dann die fehlende Bewegung... Wie geht es dir?

      Das Thema verdient einen eigenen Thread, bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen und Gedanken dazu!

      Viele Grüße

      Julia
    • dann hier nochmal ;-)

      ... psychische Belastung? Ich bin psychisch ziemlich stabil - komme gut mit mir klar.
      Aber ein steht fest: das komplette Augenmerk liegt auf dieser OP (bei mir BDS). Du bist damit mindestens 4 Wochen komplett beschäftigt. Es ist wirklich von Vorteil, wenn du für die erste Zeit keinerlei Verpflichtungen hast. Denn man weiß nie, welche Komplikationen man mitnimmt.

      Ich hatte mit der 'wenig' bewegen kein Probleme zu Anfang. Nach den 5,5 Wochen ging es mir auf die Nerven. Nach 4 Wochen bist du nämlich soweit fit, dass du wieder rumgehen könntest und aktiv sein könntest - wenigstens mit Ruhepausen.
      Aber ich musste wegen eines Hämatom weiter liegen. Tja, nervig ... aber umso schöner war das aufstehen, als wieder alles in Ordnung war.

      Ich hab es gut 'überstanden'.
      Mehr "über mich" im Profil. Bei Fragen bitte PN. Werde NICHT aktiv im Forum sein!
      Konventionelle Abnahme in 2011/12 von 70kg und leider jetzt Lipödem, Stadium 3.
      Beschwerdenfrei durch erste Liposuktionen.
    • Hallo mrssnail,

      ich kann für mich sagen, dass die OPs die geringere psychische Belastung für mich darstellen. Für mich wäre ohne die OP´s keine Schmerzfreie Bewegung mehr möglich, daher lass ich mich ja auch operieren. Ich will endlich wieder schmerzfrei Sport machen können, mal joggen gehen, mit meinen Hunden rumtoben, ohne dass ich mich danach wie ne 80-jährige mit Rheuma fühle. Der Hautüberschuss, auch wenn er bei mir mit Sicherheit nicht so schlimm ist, wie bei anderen, schränkt mich doch mehr in meiner Bewegungsfreude ein, als es das Übergewicht je getan hat. Dadurch, dass ich nach jeder Trainingseinheit schmerzen hatte hab ich immer weniger trainiert, bis ich dann gar nicht mehr gegangen bin. Das hat mich natürlich auch wichtige Muskelatur gekostet. Da ich jetzt aber mitten in den Who´s stecke bringt es nix für 2-3 Wochen wieder mit dem Training anzufangen, aber sobald ich die nächste hinter mir habe geht's wieder mit Muskelaufbau los.

      Natürlich hab ich großen Respekt vor den Op´s, aber sie helfen mir ein Leben zu führen, wie ich es mir wünsche, halt schmerzfrei und gesund :]
      max. Gewicht 135 Kilo --- Op-Gewicht 130 Kilo (05.10.2011) --- aktuell ca. 77 Kilo bei 1,75m
      2013 Bodylift (Jan.), Brust- und Oberarm (Mai), sowie Oberschenkelstraffung (Nov.) in HH Wandsbek
      10.8.15 Entfernung von Verwachsungen und Verengung der Anastomose
    • Hi,

      ich hab starke psychische Belastung mit den WHO einhergehend. Und zwar vorher (Kopf machen/Angst) und nachher (verändertes Spiegelbild/Körperwahrnehmung). Dagegen sind die Schmerzen, obwohl deutlich vorhanden und das Körperliche (Aufstehen, sich schonen usw.) ein Klacks.
      Am Schlimmsten ist das "sich fett und häßlich fühlen", obwohl objektiv ja eine Verbesserung zum Ausgangszustand (BMI 64) da ist.
    • Cyanita schrieb:


      Am Schlimmsten ist das "sich fett und häßlich fühlen", obwohl objektiv ja eine Verbesserung zum Ausgangszustand (BMI 64) da ist.


      Ohne Dir nahetreten zu wollen, glaube ich aber nicht, dass diese Gedanken "sich fett und häßlich fühlen" mit einer WH-OP DIREKT zusammenhängen. Ich kann mir nur vorstellen, dass man in "so einer Situation" denkt, dass man das "Problem" durch eine WH-OP beseitigen kann, aber SO ist es leider nicht. Dieses Problem kann man mit keiner WH-OP lösen - ich denke aber, dass ich jetzt nichts Neues sage. Lass Dich mal ganz fest knuddeln. :troest2:
    • :hallo1:

      alsoo..ich bin auch jemand,der grosse psychische probleme nach den who´s hatte...
      mag wohl sein,dass die "anlage" dazu schon vorher vorhanden war und sich eben durch diese einschneidenden
      behandlungen ihren weg nach aussen gebahnt ahben...
      ich weiss es eben nicht....
      ich dachte eben auch (@ramona)..JETZT wird alles gut...ich werde jetzt endlich belohnt für meinen langen harten weg des abnehmens UND ich werde jetzt endlich normal und gut aussehen...
      ja...hat ja auch irgendwie gestimmt...nur eben hat dieses überbordende glück gefehlt...
      VOR den op´s hatte ich jedesmal KEINE angst ..nur freude...wie nicki...
      und nachher hab ich immer auf diese freude...dieses waaahhhnsinnige tolllleegefühl gewartet dass mich überschwemmen sollte wenn ich meinen schönen bauch oder auch meinen gut gelungenen busen sehe..
      aber..NIX....
      ich hab einfach nix gefühlt...
      und DAS hatte ich nicht erwartet...
      konnte mich gar nicht verstehen...und hab zu hause ganz ganz lange mit meiner psyche kämpfen müssen..bis DIE wieder einigermassen auf´m damm war..
      der körper war es vieeel früher!!!
      trotzdem bereue ich es keine sekunde....
      ich bin jetzt nicht glücklicher als vor den who´s ...aber eben auch nicht unglücklicher...
      und ob wirklich ALLE diese seelen-probleme nur mit der who zu tun hatten/haben...wage ich auch zu bezweifeln...
      Petra
      :hallo:
      Wunder passieren,wenn man an sie glaubt!!!
      :=):
      Höchstgewicht :151,7 Kilo
      Jetzt: 70 Kilo
    • @Ramona und @all:

      Das ist, wie wenn man noch dick ist und sagt: "Wenn ich nur dünn wär, wär alles gut". Dann ist man "dünn" und muß merken, daß nicht alles gut ist. Erst kann man es dann noch wunderbar auf die Hautlappen schieben. Und wenn die auch weg sind?

      Wenn alles andere chic wär, wär es dann die Nase, die Falten auf der Stirn, was weiß ich. Versteht ihr?

      Ich hab halt gedacht, nach den WHO wär ich endlich "schön". Pustekuchen.

      :hallo: Cyanita
    • @ cyanita..
      ja..genauso....
      und man muss eben wahrscheinlich auch mit der tatsache fertig werden,dass man eben nie normal schön sein wird...
      narben und zeichen des jahrelangen missbrauchs des körpers lassen spuren an körper UND seele zurück...

      Wunder passieren,wenn man an sie glaubt!!!
      :=):
      Höchstgewicht :151,7 Kilo
      Jetzt: 70 Kilo
    • Cyanita schrieb:


      Ich hab halt gedacht, nach den WHO wär ich endlich "schön". Pustekuchen.


      Liebe Cyanita :hallo:

      Du bist schön, aber ich verstehe Dich. Ganz festes knuddeln als der Reha. :knuddel:
      Nicht umsonst habe ich den einen Thread gestartet, auch wenn es für den einen oder anderen vielleicht "provozierend" rüber gekommen ist.
      Ich glaube, Du hast verstanden was ich damit ausdrücken wollte. Pass auf Dich auf. :troest2: