Angepinnt Bypass ade ... Update 4 Monate später

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    • Chimurenga schrieb:

      Woran es schlussendlich gelegen hat, dass es bei dir soooo viele Komplikationen gab, wird wahrscheinlich nie jemand konkret sagen können. Das ist schade, denn so lassen sich auch nicht wirklich Rückschlüsse ziehen.

      Aber eine ganz wichtige Information kommt hier klar und deutlich rüber: Auch wenn jemand bereits vor vielen Jahren operiert wurde, so kann immer irgend etwas schiefgehen bzw. aus dem Ruder laufen, was einen dann auf Anfang zurückwirft. Keiner von uns kann sich jemals wirklich auf dem Erreichten ausruhen
      Hallo Chi :hallo:

      Ich denke, es sind/waren viele Verkettungen unglücklicher und teilweise auch unausgereifter Umstände und Ereignisse. Vielleicht habe ich auch zu viel erwartet und habe nicht rechtzeitig das STOP-Schild geschehen. Wollte ich wieder einmal die ganzen Jahre "perfekt" sein? Was ist perfekt? Was habe ich wirklich, wenn ich "perfekt" bin. Hatte ich Angst vor den Begleiterkrankungen, an denen meine Eltern so bald gestorben sind. Es gibt nur wenige Ärzte, vor allem Chirurgen, die sich mein Innenleben vorstellen können und es gibt nicht viele Ärzte, die sich vorstellen können, dass ich trotzdem immer wieder ein Stehaufmännchen bin/war. Viele Fragen, die ich mir auch selbst die nächsten Wochen/Monate stellen werde. Die Frage die MICH am meisten interessiert, warum ich solange gewartet habe. Sicherlich waren es die erforderlichen Ärzte, da ich hier schon bewusst ausgewählt habe, aber was noch? Warum habe ich so viele Jahre akzeptiert, dass ich keine Lebensqualität mehr hatte. War ich zu feige für die OP, weil ich Angst vor einer erneuten Zunahme hatte? Hört sich alles irgendwie blöd an und ist sicherlich auch erklärungsbedürftig, was ich auch gerne mache, wenn es erwünscht ist. Damals war das i-Tüpfchen für eine OP, dass mein Sohn von der Schule nach Hause kam und mir er erzählte, dass man zu ihm sagte, dass ich wie eine Sumoringerin aussehe. War natürlich völliger Quatsch, aber damals war es für mich DER Satz schlechthin. Jetzt war es so, dass ich meinen süßen Enkel nur dann nehmen konnte, wenn mein Mann zu Hause war. Wenn ich nämlich mit ihm zu Mittag oder Abend gegessen habe, schlief ich noch während oder unmittelbar nach dem Essen ein.
      Was man auch nicht vergessen darf, dass ich im Bereich AC und WH-OP`s in Deutschland zu den Patienten gehöre, dessen OP schon sehr, sehr lange her sind.
      Sehen wir uns doch einmal die Voroperationen an. Wer hier im Forum hatte 3 und mehr Voroperationen mit dem MAGENBAND? Wer hatte selbst mit Magenband 65 kg abgenommen und 5 Jahre gehalten? Wahrscheinlich nicht so viele. Auch damals habe ich lange um mein Magenband gekämpft, obwohl ich innerlich wusste, dass ich eigentlich den Kampf verloren habe. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben. So war es jetzt auch mit dem Magenbypass.
      Meiner Meinung nach war die Hauptursache für die absolut verlorene Lebensqualität die Spätkomplikation Fistel. Sie wurde zwar operiert, aber ab diesem Zeitpunkt begann die Spirale ihre Weg zu suchen. Ich kämpfte immer wieder an, rappelte mich immer wieder auf, aber ich wollte nicht wahrhaben, dass ich immer mehr abbaue. Meine Hobbies - selbst das Forum - vernachlässigte ich, weil mir die Kraft bzw. Zeit fehlte.
    • Liebe Ramona,

      hinterfrage es nicht. Jetzt hast du es getan und jetzt wünsche ich dir eine schnelle und gute Heilung.
      Du hattest Deine Gründe, vielleicht einfach noch Hoffnung, aber wie auch immer lebe im Heute.

      Mein Bypass ist vom Januar 2007. Obwohl ich nicht annähernd so viele Probleme wie du habe und hatte
      (extremer Eisenmangel und Blindloop - jetzt B-Band) hadere ich mit meiner Entscheidung von damals.
      Mit dem jetzigen Wissen würde ich wahrscheinlich keine Magen-OP mehr machen. Aber das sagt sich alles leicht.

      Bin 60 kg leichter und kann normal am Leben teilnehmen.

      Von Herzen alles Gute und werde bitte gesund.

      lg
      Bärbel
      Du selbst, genauso wie jeder andere im ganzen Universum,
      verdienst deine Liebe und Zuneigung
      (Buddha) :niceday:
    • Oh je Ramona - jedesmal wenn ich von Dir einen langen Post sehe, trau ich mich garnicht ihn aufzumachen, weil bestimmt wieder was schlimmes mit Deiner Gesundheit ist. Diesmal ja vielleicht auch nicht - jedenfalls wünsche ich mir das sehr für Dich !!!!! Du hast schon soooo viel durch und es mehr als verdient, dass Du endlich Deine Lebensqualität zurückbekommst !

      Ich denk an Dich und drücke die Daumen !

      Übrigens lerne ich persönlich daraus immer wieder, dass ICH sehr, sehr, sehr dankbar sein muss, wie super meine OP, meine Abnahme und sogar mein halbwegs stabiles Ergebnis ausgefallen sind. Ein bisschen mehr Demut und Dankbarkeit könnte uns allen gesunden Operierten nicht schaden !
      Liebe Grüße von Gaugele


      Erstgespräch 19.07.2012 mit 186 kg >>> Schlauchi-OP 20.02.2013 mit 169,5 kg >>> BDS 23.01.2015 mit 90 kg
      Mein OP-Bericht Mein OP Bericht Schlauchi am 20.02.2013
    • Liebe Ramona,

      du bist eine sehr starke Frau. Eine echte Kämpfernatur, und dafür hast du meine Hochachtung.

      Die Antwort auf die Frage, warum du dieses oder jenes nicht schon früher getan hast, ist im Grunde einfach:
      Du warst noch nicht soweit.

      Das was du schon so lange (er)trägst, kostet eben auch mal Kraft und dann hält man etwas besser eine Zeit lang aus, bis man genug Energie hat, wieder nach vorn zu preschen.

      Alles Gute für dich!
    • gaugele schrieb:

      Übrigens lerne ich persönlich daraus immer wieder, dass ICH sehr, sehr, sehr dankbar sein muss, wie super meine OP, meine Abnahme und sogar mein halbwegs stabiles Ergebnis ausgefallen sind. Ein bisschen mehr Demut und Dankbarkeit könnte uns allen gesunden Operierten nicht schaden !
      Das unterschreibe ich zu 100%!

      Chi
      +++
    • Vielen Dank für Eure lieben Postings. Ich wünsche mir, dass meine Entscheidung die Richtige war. Bisher habe ich noch ein gutes Gefühl. Ich bin seit gestern Abend zu Hause und werde versuchen, meinem Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken. Die OP war heute vor einer Woche und ich bin froh, dass alles so gut und vor allem komplikationsfrei verlaufen ist. Ich war heute bei meinem Hausarzt/Internist und er ist richtig gespannt, wie es weitergeht. Er hat viel Hintergrundwissen zum Thema Adipositaschirurgie und hat gerade auch zum Thema Rückumbau soviele Fragen, dass er für nächste Woche nach der offiziellen Sprechstunde einen sog. Gesprächstermin vereinbarte, um alles nachfragen zu können, was ihm in diesem Zusammenhang interessiert. Ihm ist natürlich wichtig, wie es bei mir weitergeht und zwar nicht nur gewichtsmässig. Wie verändert sich mein Diabetes, die Wirksamkeit der Medikamente etc. Er meinte, er hoffe nur nicht, dass die ganzen "Vorzüge" einer bariatrischen Operation bei mir nach dem nun erfolgten Rückumbau wieder ins Gegenteil umschlagen. Morgen habe ich meinen Termin bei meinem Diabetologen (Zentrum für Diabetes und Nierenerkrankung), der letztendlich den Rückumbau favorisierte, da er für meine vorhandenen Probleme keinen erfolgsversprechenden Weg mehr wusste. Fazit: Schalter auf Reset und neu durchstarten. So wie die meisten User/Innen ihren neuen Weg finden müssen, so ist es bei mir .... nur bei einer anderen Ausgangssituation. Das bisher Positivste: Ich bin kein einziges Mal nach bzw. beim Essen eingeschlafen.
    • Ramona die Nachteule schrieb:

      Das bisher Positivste: Ich bin kein einziges Mal nach bzw. beim Essen eingeschlafen.
      Hallo Ramona, das ist doch schon ein wunderbarer Effekt :laola:
      Ich wünsche Dir, dass es weiterhin bergauf geht. Du wieder richtig Lebensqualiät bekommst und trotzdem ohne große Probleme gute Werte hat.
      Bitte halte und weiter auf dem Laufenden.

      LG Noct
    • Heute war ich im Nieren- und Diabeteszentrum. Auch hier haben wir bzw. ich ein Reset gemacht. Aktueller Hba1c-Wert 6,6, BZ 135. Am Mittwoch habe ich meinen ersten Kontrolltermin in der Klinik. :auto:
    • Da sich manche User/Innen nicht vorstellen können, was bzw. wie bei mir operiert wurde, möchte ich das Bild hier anhängen. Es ist nicht ganz einfach zu verstehen, aber vielleicht hilft es ein bisschen weiter.
      Mittlerweile gibt es weitere Pluspunkte für mich, seit ich "solo" bin.
      Ich kann in der Nacht komplett durchschlafen. Ich benötige weniger Oxycodon (Opiate zwecks Schmerzpatientin) und komme in der Nacht mittlerweile von 20.00 Uhr bis 8.00 Uhr mit nur einer Oxycodon. Ich schlafe weiterhin nicht nach dem Essen ein und ich kann sogar ein bisschen Früchte essen, was vorher undenkbar gewesen wäre.
      Dateien
    • Knapp ein Monat nach OP möchte ich ein kurzes Update machen. Ich könnte es kurz und bündig schreiben "Mir geht es gut" oder vielleicht sollte ich schreiben "Mir geht es SEHR gut". Es war für MICH die beste Entscheidung, denn jetzt weiß ich, was Lebensqualität ist. Bis vor einem Monat war es für mich ein Fremdwort, mittlerweile spüre ich täglich die Veränderungen. Stichpunktartig möchte ich Euch die wichtigsten positiven Veränderungen mitteilen.
      Aufgrund meiner subtotalen Kolektomie (Dickdarmentfernung bis auf 30 cm) hatte ich 14 Jahre !! Durchfall. Ich konnte nichts mehr richtig unternehmen, wenn ich kein WC in unmittelbarer Nähe hatte.
      Ich kann nach 10 Jahren endlich wieder Kartoffeln etc. essen, ohne unmittelbar danach einzuschlafen.
      Meine Medikamente wirken endlich, so dass ich weiß, warum ich sie nehme.
      Ich SCHWITZE nicht mehr oder nur noch ganz wenig. Das ist wirklich genial.
      Ich bin meinem Chirurgen Dr. med. Jörg Jonas in Kombination mit Prof. Golling (DIAK Schwäbisch Hall) unendlich dankbar, dass sie bei mir die OP durchgeführt haben. Sie haben echt tolle Arbeit gemacht ... und trotz meiner vielen Voroperationen mit der Schlüssellochtechnik :dubistprima:
      Ja - es sind erst einmal 4 Wochen, aber ich habe noch KEIN Gramm zugenommen. Diesbezüglich bin ich gespannt, wie es sich weiter entwickelt.
      Das einzig Negative bisher ist, dass sich bei mir Sodbrennen entwickelt hat. Ich gehe aber davon aus, dass dies auch nur vorübergehend ist.Wichtig ist jetzt vor allem, wie sich mein Diabetes entwickelt. Nächste Woche wird ein großes Labor gemacht, damit wir den aktuellen Stand haben. Werde ich zukünftig Nahrungsergänzungsmittel nehmen müssen? Es wird sicherlich weiterhin spannend bleiben - ich halte Euch gerne auf dem Laufenden. Mein größter Wunsch ist jetzt noch ein neuer Job, den ich dann ohne Dumpings durchführen kann. Hier könnte ich ein paar Daumen benötigen, denn derzeit hagelt es fast nur Absagen. Ich bin halt nicht mehr die Jüngste. Wenn Ihr Fragen habt - nur her damit. :laptop:
    • Ramona die Nachteule schrieb:

      Ich könnte es kurz und bündig schreiben "Mir geht es gut" oder vielleicht sollte ich schreiben "Mir geht es SEHR gut". Es war für MICH die beste Entscheidung, denn jetzt weiß ich, was Lebensqualität ist.
      Das sind gute Nachrichten und freut mich sehr für dich! Also hast du alles richtig gemacht und nun kann es nur noch bergauf gehen!
      Viele Grüße aus dem Süden, das Schäfle
    • Wow, das freut mir riesig, dass es Dir so super geht nach der Op. :laola:
      Fragen habe ich (momentan ) noch keine, aber was nicht ist, kann noch kommen.

      Auf jeden Fall drücke ich Dir die Daumen und die Zehen (als Bonus :zwinker: ) für einen neuen Job.
      Ich verstehe es nicht, grade die etwas "reifere" Generation hat doch den Vorteil, dass die mit der Familienplanung durch sind, mit beiden Beinen im Leben stehen, wissen was sie wollen und hoch motiviert sind. Für mich war bei der Wahl meiner Mitarbeiter nur die Qualifikation und die Motivation ausschlaggebend. Ich habe auch Leute mit Handicap beschäftigt, die halt nach ihren Fähigkeiten eingesetz wurden.
      Einzig das Ausbilden habe ich dran gegeben, die jungen Leute wollten alles, aber nichts für tun und erst recht nicht für eigene Fehler grade stehen. Mein Job ist ordentlich auszubilden (natürlich wurden notwendige Führerscheine und Lehrgänge gezahlt) und nicht denen den Hintern zu pudern. Lernen und Arbeiten sollten sie selbst. 8|
    • Ich freue mich riesig für dich!

      :drueck: :drueck: :drueck:

      Alle Daumen sind für deine Jobsuche ganz fest gedrückt.
      Ich weiß nicht, aber vielleicht möchtest du hier einen kleinen Aufruf starten?! Vielleicht kann der eine oder andere in deiner Umgebung die Augen und Ohren offen halten?!
    • Ach Ramona, das freut mich sehr für dich. Nach dieser langen Zeit hat sich endlich alles zum Positiven gewendet. und für einen neuen Job drücke ich dir ganz fest die Daumen, auch das wird sicherlich im neuen Jahr klappen :positiv: .
      Alles Liebe
      Anette :tulpe:
      Gewicht vor OP 1.September 2017
      148 kg / BMI 55 super Adipositas

      :laola:
      Aktuelles Gewicht 63 kg / BMI 23,5 Normalgewicht

      23.08.2019 Bauchdeckenplastik EV Gießen
      06.01.2020 Oberschenkelstraffung
      16.11.2020 Bruststraffung geplant

      :blumen: Es ist nie falsch das Richtige zu tun!! :up:
    • da kann ich mich nur anschließen :drueck:
      2016: Höchstgewicht 140 kg bei einer Größe von 159 cm ;(
      1.03.18 OP Magenbypass; Gewicht 127,8 Kg
      seit Anfang 2019: 62 Kg :freu:
      Juni 2019: BDS und BS
      September: OAS
      December: OSS
      ab Januar geht der Kampf um die Genehmigung für den :arschwackeln: los... tja- Ablehnung vor der Widerspruchstelle...nun geht´s zum Sozialgericht mit FA Werner! Aufgeben gilt nicht!

      Schreibfehler darf der, der sie findet behalten :D