Bypass 2.0 ? Ja? Nein? Vielleicht!

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    • Bypass 2.0 ? Ja? Nein? Vielleicht!

      Hallo ihr Lieben,

      Ich war schon ewig nicht mehr hier und ich möchte euch kurz meine Geschichte (stichpunktartig und bestimmt unvollkommen) schildern.

      -> im Kindes- und Jugendalter: Leistungssport (Schwimmen und Reiten), ab der Pubertät Müdigkeit und Antriebslosigkeit (besonders was die Schule angeht entwickelt). Mit 11 Jahren Diagnose Hashimoto Thyreoiditis. Im Alter von 13 Jahren beim Sport schweren Unfall, Sprunggelenk 5fach gebrochen, musste mit Schrauben fixiert werden. Erste depressive Episoden. Gewicht fing zu steigen an (mit 15 Jahren bereits bei 80kg). Leistungssport Schwimmen habe ich eingestellt, geritten bin ich weiterhin. Abitur war mit einem Gewicht von knapp über 100kg.

      -> frühe Adolesenz: Erste Erfahrungen mit Psychopharmaka, führten zu 30kg mehr innerhalb kürzester Zeit. Gewichtschwankungen durch Diäten von +/- 20/30 kg, aber bereits immer im dreistelligen Bereich geblieben. Kuraufenthalt, ohne nennenswerten Erfolg. Psychotherapie für 3 Jahre. Immer mehr gesundheitliche Probleme, vor allem Dauerblutungen, Sprunggelenkschmerzen, Asthma. Studium abgebrochen. Ausbildung abgebrochen.

      -> Selbständig gemacht mit Reiterhof. Gesundheitliche Probleme wurden immer mehr. Eisenmangelanämie, Bluthochdruck, Diabetes, Schlafapnoe, orthopädische Befunde Sprunggelenke/Knie.
      2011 begab ich mich in die SHG und fasste den Entschluss mich operieren zu lassen, Gewicht um die 135kg beim Erstgespräch mit dem AC. Antrag wurde abgelehnt. Widerspruch. Wieder abgelehnt. Klage... Ich entschloss mich in Vorkasse zu gehen und wurde August
      2014 operiert (Magen Bypass). OP Gewicht war 156kg. Abnahme innerhalb von 7 Monaten auf 105 kg. Dabei bliebs.
      2015 Nervenzusammenbruch, langer Psychiatrieaufenthalt mit Diagnose Schwere Depressive Episode und Borderline Persönlichkeitsstörung. ebenfalls in dem Jahr, war die Gerichtsverhandlung mit der Krankenkasse (war auch mit einer der Auslöser für den Nervenzusammenbruch), es gab kein Urteil, die Kasse hat vor der Richterin in die Zahlung eingewilligt. Ich habe danach dennoch die Kasse gewechselt.
      Ich war dann sehr, sehr lange krank geschrieben... ambulante Psychotherapie (bis heute).
      2016 habe ich wieder ein Studium aufgenommen und habe nebenher wieder voll gearbeitet (eigene Reitschule).
      In dem Jahr ist mein AC verfrüht in Pension gegangen, ich hatte guten Kontakt zu ihm. Zwischenzeitlich mal Probleme mit einer Gastritis, Darmfisuren, Eisenmangelanämie. Ansonsten Diabetes weg, Schlafapnoe weg, Bluthochdruck weg... und ich war mit den 105 kg nicht wirklich am ziel... aber arrangiert, da ich wieder Lebensqualität hatte.
      2017 hatte ich 2 mal die Grippe, richtig heftig jeweils fast 6 Wochen mit starken Kopfschmerzen, Nebenhöhlen komplett zu, so dass auch die Ohren komplett zugingen und ich wirklich ausschliesslich durch den Mund atmen konnte.
      2018 begannen die Kopfschmerzen, erst langsam, dann immer öfter und intensiver. Dann kamen Augenschmerzen und Sehprobleme hinzu. Konzentrationsschwierigkeiten folgten und absolute Erschöpfung.
      2019 Februar war mein Gewicht dann bereits bei 117 kg. Essen ist gleich geblieben, aber ich habe mich durch die Kopfschmerzen etc natürlich viel weniger bewegt...
      2020 März: Gewicht 125kg. Lösung des Rätsels kam dann in diesem Jahr raus, die Diagnose ist Idiopathische Intrakranielle Hyperthonie oder auch Pseudotumor Cerebri. Das ist ein erhörter Hirndruck ohne ersichtlichen Grund. Dummerweise gibt es dafür keine Heilung und auch die Medikation ist nicht einfach, da es erstens keine zugelassenen Medikamente gibt und zweitens die Medikamente die man dann nimmt, wirklich krasse Nebenwirkungen haben, wie ich am eigenen Leib erfahren musste. Erstes Medikament durfte ich nach 4 Wochen absetzen, als ich nachts in der Notaufnahme eintrudelte.
      Das zweite mögliche Medikament versuche ich jetzt ebenfalls seit 5 Wochen, aber die Nebenwirkungen sind dermaßen hoch, dass ich nicht arbeitsfähig bin und mehr schlafe als alles andere tue. Und mein Gewicht steigt stetig (ist als Nebenwirkung aufgeführt) und ist langfristig keine Option für mich, da es zu starken Veränderungen der Psyche führt (Gereiztheit, Unkonzentriertheit, Emotionslosgkeit). Durch Intervallfasten halte ich aber wenigstens gerade das Gewicht, mit leichter Tendenz nach unten.
      Die dümmste Sache ist nun, dass anscheinend der Hirndruck nur sinken kann, wenn ich abnehme.
      Regelmäßige Lumbalpunktionen zum Ablassen des Hirnwassers (ich hatte bisher 2) sind laut Uniklinik keine adäquate Therapie, eine Shunt-Op wo mir ein Schlauch vom Kopf in den Bauchraum gelegt wird, ist für mich unvorstellbar. Die Gefahr der Erblindung steht im Raum, da der hohe Hirndruck vor allem den Sehnerv schädigt.

      Diese Woche war ich in München bei Prof. Dr. Karcz … ehrlich, ich wusste nicht, was ich von ihm wollte. Ich habe schon lange keine Nachsorge mehr gehabt. Nach einem netten Gespräch meinte er, dass er mich operieren will. Kein Antrag bei der KK.
      Ich soll ihn nächste Woche anrufen, ob das für mich in Frage kommt. Dann würden wir gleich einen Termin für in circa 2-3 Wochen ausmachen, ich soll mit 4-5 Tagen Klinikaufenthalt rechnen. Genaue Operationsmethode kann er noch nicht sagen, so minimalinvasiv wie möglich. Er meint, mein Bypass sei von vorneherein zu groß angelegt gewesen. Ich sei eigentlich zu dick gewesen. Ein Schlauch wäre besser zu operieren gewesen.

      Und nun steh ich da wie... puh. Keine Ahnung.
      Ich hatte keine Honeymoonphase, oder wie hier das viele nennen. Ich konnte immer alles essen. Dumpings kann ich an 2 Händen abzählen. Und das hat ja auch was gutes.
      Ginge es nur um das Gewicht... dann glaube ich, würde es für mich nicht in Frage kommen.. aber diese Kopfschmerzen, die drohende Blindheit und die Hammer-Medikamente und das mein Gewicht wieder steigt durch die Medis und die mangelnde Bewegung....
      Ich hab vor 6 Jahren echt hart gekämpft für den Bypass... sollte ich ihn jetzt nicht doch nochmal optimieren lassen?
      Und wenn`s nix bringt, dann hab ich es doch wenigstens versucht?
      Dann brauch ich halt so nen dummen Schlauch vom Kopf in den Bauch...

      Danke für`s lesen... vielleicht kann ja der ein oder die andere was dazu schreiben... ich fühle mich gerade sehr allein. Kaum jemand versteht in was für einer lage ich bin … ich versteh sie ja nichtmal selbst.
      Die Hoffnung, doch nochmal irgendwann den UhU zu haben... ist kaum zu ertragen... und ich versuch mich davon nicht leiten zu lassen.

      Danke schön- Bleibt´s Gesund!
      Dur darfst weinen, schreien, wütend werden & auch kurz zweifeln.
      Danach gehst du raus, machst weiter und erreichst, was du wirklich willst.
    • Da hast du wirklich eine extrem lange Leidensgeschichte hinter dir... Chapeau, dass du das dennoch so gut gemeistert hast.
      Bei mir in der SHG sind zwei Mädels, denen geht es mit dem Pseudotumor Cerebri ähnlich, und beide haben durch die OP gottseidank das Gewicht reduziert.
      Es gab zwar eine Reduzierung des Drucks, so dass die eine Dame statt einmal im Monat nun nur noch aller 6-8 Wochen zum Punktieren erscheinen muss. Bei der zweiten ist dank der Gewichtsabnahme inzwischen sogar eine Schwangerschaft "eingetreten"
      Die Entscheidung, nochmal den Bypass "optimieren" zu lassen, kann dir keiner abnehmen. Mir hilft bei schwierigen Entscheidungen immer die klassische Pro-/Kontraliste weiter, auch wenn es sich vielleicht albern anhört. Wenn man schwarz auf weiß sieht, was man so denkt, kann man gezielt die Kontras versuchen, mit einem passenden Pro "außer Gefecht" zu setzen.
      Im Vergleich zu der Shunt-OP ist der erneute Bypass wahrscheinlich das "kleinere Übel", oder wie denkst du darüber?
      Du schreibst, du machst eine ambulante Psychotherapie - du könntest das Dilemma auch versuchen, mit deinem Therapeuten aufzulösen?
      Ich würde mich vermutlich auch lieber am Magen/Darm operieren lassen, als im Kopf herumwerkeln zu lassen. Aber wie gesagt, dass ist die Meinung einer Außenstehenden.

      Ich drücke dir die Daumen, dass du eine für dich akzeptable Entscheidung treffen kannst.

      LG
      Daniela
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      Op-Gewicht (07.11.): 137,0 kg
      Gewicht (10.11.) : 139,0
    • Danke Daniela für deine Worte.
      Das "kleinere Übel" ist die OP am Magen definitiv. Meine einzige gute Erfahrungen mit Ärzten ist tatsächlich mein erster AC und sein Assistent.
      Dr. Karcz war mir sehr sympathisch und ich habe nur gutes von ihm gehört.
      Aber... Es erscheint mir so schnell und unkompliziert. Das bin ich nicht gewöhnt

      Und ich habe Angst, dass ich es nicht schaffe... Dass ich nicht abnehme... Wieder bei meinen magischen 105kg stehen bleibe... Und mich die Versagensgefühle und der Druck wieder so sehr einholen, dass ich all das gelernte doch nicht mehr umsetze... Ich wieder falle... In eine Krise.
      Und das wo ich jetzt gerade mein Studium abschließen will und eine Bachelor Arbeit ansteht.
      Und dann denke ich wieder, Hauptsache ich habe wieder den Kopf so leistungsbereit, dass ich die Bachelor Arbeit schreiben kann, ist doch egal, was dann auf der Waage steht.

      Mein Ziel ist es wirklich, von diesen Medikamenten weg zu kommen und keine Kopfschmerzen mehr zu haben.

      Daher ist meine Entscheidung eigentlich schon gefallen. Angst habe ich dennoch.

      Ob ich nochmal soviel Glück habe, dass alles gut geht und ich keine großen Probleme habe?
      Wie werde ich damit umgehen, falls ich mein "Traumgewicht" nicht erreiche?
      Was wenn es nichts am Hirndruck ändert?

      Meine nächste Therapie Stunde wird definitiv für dieses Thema drauf gehen...
      Dur darfst weinen, schreien, wütend werden & auch kurz zweifeln.
      Danach gehst du raus, machst weiter und erreichst, was du wirklich willst.
    • Hallo NikaJules,

      helfen kann ich dir bei deiner Entscheidung nicht, weil ich mir da keinen Rat zutraue, weil du eben schwer krank bist. Höre auf deinen Bauch. Das, was Daniela gesagt hat, finde ich gut, von wegen pro und contra Magen-OP. Wie hoch ist dein Leidensdruck? Und dann entscheide dich.

      Aber ich kann dir erzählen, dass ich trotz völlig anderer Sachlage in genau der gleichen misslichen Lage war/bin. 2011 Sleeve OP. 198 kg Startgewicht. 90 kg abgenommen. Stolz wie Oscar auf 110 kg. Alles wieder zugenommen. Bei 189 kg die Reißleine gezogen und allein auf 160 abgenommen.
      Da stehe ich seit vielen Jahren und werde immer kränker. Völlig entgleister Diabetes, Bluthochdruck, Rhythmusstörungen, Fettleber, schwere Retroarthrose in beiden Knien, Atemnot, Schlafapnoe, PTBS und die Angst im Nacken, ein zweites Mal zu versagen. Aber was bleibt mir übrig, wenn ich überleben will? Denn ich kann lt. Ärzten jederzeit an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt sterben, mein Risiko dafür liegt bei 100% und es ist bei mir schon eine Minute vor 12.
      Ich war vor kurzem genau an der gleichen Stelle. Soll ich oder soll ich nicht.

      Ich habe mich dafür entschieden. Und ich bin mega glücklich!
      Ich stehe bereits auf der Warteliste, aber noch wird nicht operiert.

      Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Wenn du dich operieren lässt, dann stehe dazu, dann glaube daran. Glaube an dich.

      Alles Liebe. Tanni
      Grüße von Tanni
      RNY-Magenbypass am 24.06.20
      Mein Bypass-Tagebuch
    • Hi Tanni,

      Danke für deine Worte und auch deine Geschichte.
      Ich finde es mutig, dass du es nochmal so optimistisch angehst! :thumbup:

      Ich merke gerade, dass ich alleine durch das Schreiben und Lesen, dem damit Auseinander-setzen Klarheit bekomme... Und ich werde es probieren.
      Werde Montag anrufen und zusagen... Und dann schauen, wie es weiter geht.
      Dur darfst weinen, schreien, wütend werden & auch kurz zweifeln.
      Danach gehst du raus, machst weiter und erreichst, was du wirklich willst.
    • Ich möchte nachfragen, warum du ein mögliches Endgewicht von 105kg als " wieder nicht schaffen" einstufst?
      Ich finde, das ist eigentlich eine recht negative Einstellung, wenn ich das so sagen darf.
      Du schreibst ja vorher, dass die Lebensqualität mit 105 eigentlich ganz gut war. Vermutlich würde es auch dem Hirndruck gut tun und das ist ja im Moment das wichtigste.

      Ich finde es , wie andere schon schrieben, ebenfalls ganz großartig, wie du bisher gekämpft hast und dafür möchte ich dir meinen Respekt ausdrücken :thumbsup: !
      Ich hoffe, du findest die für sich richtige Entscheidung, ich würde, nach dem was ich hier gelesen habe, der OP eine Chance geben.
    • Liebe Mellifica,

      Hmm… Warum bewerte ich 105kg immer noch als Misserfolg?

      Mit diesem Gewicht ging es mir zwar besser und ich war aktiver und hatte definitiv eine gute Lebensqualität, ABER... meine Sprunggelenke waren immer noch stark belastet und eine OP der Bänder wird erst ab einem Gewicht von circa 85kg gemacht, da ansonsten die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass sie eh gleich wieder reißen... so hat es mir zumindest der Arzt vor circa 10 Jahren gesagt. Ehrlich gesagt, weiss ich gar nicht mehr, was und wie genau operiert werden kann, ich erinnere mich nur daran, dass er sagte, mit mehr als 85kg macht es keinen Sinn.
      Zweiter Grund ist, dass ich mich mit 105kg immer noch nicht auf ein Pferd gesetzt. Früher bin ich bis circa 125kg regelmässig (mehrmals die Woche) geritten... ich bin eine gute Reiterin und habe immer auf die Gesunderhaltung und die Reaktionen meiner Tiere geachtet... aber mit der Abnahme... und dem jahrelangem nicht-reiten... da hab ich immer gedacht, "NEIN- ich bin noch zu schwer"... und ich bin zwar unregelmäßig geritten, aber ich habe es mir irgendwie innerlich verboten, weil ich noch zu dick war. Ich habe einen Reiterhof, habe meine Pferde immer selbst ausgebildet und eingeritten. Jetzt habe ich 2 Jungstuten, die darauf warten und eigentlich hatte ich Anfang des Jahres den Entschluss gefasst, dass ich das erste mal jemand anders die Ausbildung überlasse und die beiden dann im Anschluss wahrscheinlich schwersten Herzens verkaufen werde... weil sie eigentlich meine Nachwuchspferde werden sollte... und ich mich gerade dieses Jahr endlich von dem Traum verabschiedet hatte. Und jetzt flackert er wieder auf...
      Ein weiterer unangenehmer Punkt... ich habe nach der Abnahme erfahren, dass ich Lip-Lymphödeme Grad 3 habe und besonders meine Oberschenkel und Oberarme sind betroffen. Ich war sehr viel wund zwischen den Beinen, unter der Bauchfalte, im Intimbereich, unter der Brust, in den Achseln... Ich hatte Glück, dass ich nie schwerwiegendere Infektionen hatte, … aber WHOs oder Liposektionen sind halt in der Gewichtsklasse auch nicht möglich.

      Kannst du das verstehen? 105kg waren für mich ein Kompromiss.

      Ich werde Montag der OP Zusagen. Und schauen, wie es dann weitergeht. Ich werde berichten, wenn es euch denn interessiert ;)
      Dur darfst weinen, schreien, wütend werden & auch kurz zweifeln.
      Danach gehst du raus, machst weiter und erreichst, was du wirklich willst.
    • Ich wünsche dir alles Gute und viel Gesundheit !
      Es wird bestimmt alles besser werden.
      Startgewicht 113,6 kg im Juli 2017- Op-Gewicht 104 kg am 30.8.17 und aktuell 62 kg

      Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. (Oscar Wilde )

    • Hallo @NikaJules,

      Glückwunsch zu deinem Bauchgefühl und für die OP alles, alles erdenklich gute.
      Das mit dem Kompromiss bei 105 kg kann ich gut nachvollziehen. Im Moment fühle ich mich so, als würde ich einen Kompromiss wiegen.
      Aus den gleichen Gründen wie du. Man merkt das "wieder etwas mehr an Gewicht" beim Wandern und Bewegen.
      Vom Aussehen her bin ich immer noch eher schlank und trotzdem nerven mich die paar Kilos mehr. :D

      Ich drücke dir die Daumen das deine erneute OP gut verläuft und du damit den erwünschten Erfolg für dich hast.
    • Oh ja, das kann ich verstehen!
      Trotzdem habe ich den Eindruck, dass du dir sehr viel vornimmst und dir selbst großen Druck machst. :friends:
      Eins zur Zeit, ein Besenstrich nach dem anderen, wie Beppo der Straßenkehrer.
      Erstmal diese Situation mit dem Hirndruck durchbrechen. Deine Pferde nehmen es dir nicht übel, wenn sie nach dem Betritt noch Mal ein Jahr auf die Weide dürfen :rolleyes: .
      Ich wünsche dir von Herzen alles Gute! Berichte gerne, wann die OP ist, damit wie hier alle Daumen drücken können!
    • Hallo,
      Das ist schwierig, kann ich nachvollziehen....
      Aber manchmal ist auch das schnelle und einfache ein guter Weg.
      Vieleicht soll es gerade mal ein bisschen leichter für Dich werden, ohne Probleme. Probiere es aus, wenn Du ein gutes Gefühl dabei hast.Oft muss man auf sein Bauchgefühl hören, das habe ich gelernt. Und die Shunt OP kannst Du auch später noch machen lassen, wenn es nicht besser wird.
      Ein Schritt nach dem anderen und nur an das Beste denken.
      Ich wünsche Dir alles Gute und dass es passt!LG
    • Danke Euch allen... Es ist schön, dass man verstanden wird.
      Ist bei den "normalen" Freunden und Bekannten halt einfach nicht so.

      und ja, ich habe immer schon hohe Ansprüche an mich... und bin mir gegenüber oft wenig wohlwollend und über-kritisch. Dinge an denen ich eigentlich die letzten Jahre viel gearbeitet habe. Dachte auch, ich wäre inzwischen gnädiger mit mir... anscheinend nicht :/

      Ich werde meine Hausaufgaben machen. Das wichtigste ist glaube ich eine positive Grundeinstellung und an der arbeite ich jetzt. Habe heute angefangen :) Ohne Druck, mit Spass!

      Danke an Euch alle, geniesst den 1.Mai!
      Dur darfst weinen, schreien, wütend werden & auch kurz zweifeln.
      Danach gehst du raus, machst weiter und erreichst, was du wirklich willst.
    • Kurzes Update,

      Ich habe heute früh angerufen und der Operation zugesagt.
      Nächste Woche habe ich eine Video-Besprechung mit Prof. Dr. Karcz.

      Eigentlich dachte ich ja, ich würde heute einen Termin zum Einchecken bekommen, aber die nette Dame meinte nun doch etwas von "Antrag und Vorgaben der Krankenkasse".

      Keine Ahnung, was das nun werden soll.
      Eines ist mir nur ganz klar. Kommt es zur KostenABLEHNUNG, werde ich nicht mehr kämpfen.
      Die Geschichte hat mich wirklich traumatisiert und ich werde das nicht noch einmal durchmachen.

      Ich werde euch nächste Woche mehr sagen können.

      Nur eines noch... diese "Warteschleifen" rauben mir jegliche Kraft. Man lebt nur von Termin zu Termin... zwischendrin ist wie ein Vakuum. Jedenfalls bei mir ist das so :(

      Liebe Grüße Nika
      Dur darfst weinen, schreien, wütend werden & auch kurz zweifeln.
      Danach gehst du raus, machst weiter und erreichst, was du wirklich willst.
    • Aber mal eine Frage: Was wäre denn die Alternative zum Kämpfen? Kopf in den Sand stecken und fertig?
      Du hast doch ein Ziel. Oder nicht? Und ich finde es lohnt sich immer zu kämpfen.
    • Nur Du kannst wissen, ob Du genug Kraftreserven hast, gegen eine mögliche Ablehnung anzugehen.

      So sind die Kassen nunmal, sie versuchen einen 'klein zu kriegen'. Nicht mit mir, heißt da die Antwort....
      Im Ernst, bei Deiner Diagnose Pseudotumor müsstest Du doch gute Karten haben?
      Man kann im Internet die Leitlinie des MDK zu bariatrischen OP's abrufen. Dort wird der Pseudotumor extra erwähnt

      ...Im Rahmen der sozialmedizinischen Begutachtung wird darüber hinaus eine interdisziplinäre Betrachtung insbesondere dann empfohlen, wenn bei seltenen Erkrankungen ursächliche Therapien nur eingeschränkt vorhanden sind und die Verläufe, wie beispielsweise bei der idiopathischen intrakraniellen Hypertension (IIH, sogenannter Pseudotumor cerebri), ungünstig sein können [33]...


      Ich verstehe den Satz so, dass es bei IIH kaum andere Behandlungsmöglichkeiten gibt.

      Kopf hoch!
    • Ich habe es auch so verstanden, dass der Arzt ohne Antrag operieren wird. Vermutlich ist diese Art Vorgang der Dame am Telefon nicht bekannt. Aber das wird sich bestimmt in deinem Videogespräch klären lassen :friends: .
    • Danke Euch allen... Ihr macht mir Mut.

      Habe gerade wieder starke Kopfschmerzen und Schwindel, verbringe die meiste Zeit liegend.

      Ich werde das Gespräch abwarten und selbst wenn er dann einen Antrag stellen will, werde ich das tun. Schliesslich habe ich die KK gewechselt und die Diagnose IIH + BMI ü40 … und es ist eine Umbau-Op.
      Vielleicht geht's ja auch einfach durch.

      Klar wäre es mir lieber gewesen, wenn ich gesagt bekommen hätte kommen sie am xx.Mai, dann machen wir das schnell... aber dann wird's halt Juli/August. Zwar nicht ganz optimal wegen meinen anderen Verpflichtungen (Arbeit, Studium, etc)… aber ändern kann ich es nicht.
      Und bis dahin versuch ich soviel abzunehmen wie nur möglich... jedes Kilo weniger, senkt das OP Risiko. Bewegung fällt leider flach (hab sofort Kopfschmerzen und das Gefühl mir Platzen die Augen)… aber ich hab derzeit fast keinen Appetit... daher sind es dennoch wenig kcal am Tag.
      Dur darfst weinen, schreien, wütend werden & auch kurz zweifeln.
      Danach gehst du raus, machst weiter und erreichst, was du wirklich willst.
    • Wenn das Krankenhaus die OP aus gesundheitlichen Gründen als unbedingt notwendig ansieht / für gegeben hält, hat die KK meines Wissens nach nicht viel zu melden.
      Gerade Umbauten aus gesundheitlichen Gründen. Was ja bei dir der Fall ist. :*

      So und nun leg dich hin und Ruh dich aus. Sonst werden die Kopfschmerzen noch mehr.
    • Hi!

      Heute war ja das Telefonat, eigentlich sollte es ein Video-Gespräch werden, aber das klappte seinerseits nicht, was mich aber nicht wirklich gestört hat.

      Also in kurzen Worten, laut Prof. Dr. Karcz kommen 2 Möglichkeiten in Frage.
      Option 1. ist ein Ring unterhalb des Pouches.
      Option 2. ist das Rückgängig machen des Bypasses und das anlegen eines Magenschlauches, mit dem umgehen von circa 2/3 des Darmes.

      Wir werden nun die Erste Option versuchen... da sie wesentlich minimalinvasiver ist. Er rechnet mit 30min OP Zeit, 3-4 Tage stationärer Aufenthalt, also alles in allem kein großer Eingriff (wenn denn alles gut geht, wovon ich natürlich ausgehe).
      Nun kommt der Hammer, der Termin ist tatsächlich schon diese Woche!!!
      Donnerstag ist die Aufnahme, Voruntersuchungen... und Freitag dann die OP.
      Sonntag oder Montag darf ich wahrscheinlich schon wieder raus.

      Keine Einweisung nötig, NIX. Nur mein Kärtchen ;)

      Eigentlich hätte ich Freitag wieder stationäre Aufnahme für ne Lumbalpunktion, aber den Termin hab ich jetzt 3 Wochen nach hinten gelegt.

      Freuen tue ich mich nicht... das wäre das falsche Wort, aber ich bin erleichtert, dass ich nun nicht mehr von Woche zu Woche warten muss... jetzt geht's schneller, als ich es mir je vorstellen hätte können.
      Dur darfst weinen, schreien, wütend werden & auch kurz zweifeln.
      Danach gehst du raus, machst weiter und erreichst, was du wirklich willst.