Kuchen nach Op? Sich was gönnen?#

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    • Kuchen nach Op? Sich was gönnen?#

      Hallo, laut meiner Ernährungsberaterin ist nach der Op alles erlaubt zu essen auch mal was süßes. Man soll es über die Menge steuern.
      Ich habe Schlauchmagen und mich würde interessieren wie ihr das macht und ab wann ihr euch nach Op was gegönnt habt. Danke.
    • Was bedeutet "sich was gönnen" für dich? Ich habe es eigentlich direkt ab dem Moment, wo ich wieder essen durfte, nur noch Dinge gegessen, auf die ich Appetit hatte.
      Denn Essen, was mir nicht schmeckt und ich essen sollte, nur weil es "gesund" oder "unbedingt erforderlich" ist, kommt mir nicht mehr in den Mund.
      Wenn es mir schmeckt, super - wenn nicht, gibt's das nicht. Nach der OP haben sich meine Vorlieben ohnehin ziemlich veränadert.
      Heute, insgesamt fast 3 Jahre nach der Sleeve-OP und ein Jahr nach Bypass, esse ich durchaus öfter mal auch Kuchen und Co. Es ist hier tatsächlich die Menge entscheidend ;) Früher war's der Riesenbecher Eis, heute sind mir oftmals schon 2 Kugeln zu viel.
      Meine persönliche Erfahrung ist einfach, dass mich das bewusste Nachdenken und strikte Sortieren nach "Gesund" und "ungesund" einfach zu sehr stresst, und dann vor allem abends Heißhunger/Grasen auslöst.

      Und wie sagte schon olle Paracelsus"Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift - allein die Dosis macht, das ein Ding' kein Gift ist."
      [Blockierte Grafik: http://www.diaet-ticker.de/pic/weight_loss/136170/.png]

      Op-Gewicht (07.11.): 137,0 kg
      Gewicht (10.11.) : 139,0
    • In meinem alten Leben gab es immer wieder Dinge, die ein gewisses Suchtverhalten bei mir ausgelöst haben. Dabei war es nicht das Süße, eher das Salzig-herzhafte.
      Mit der Entscheidung zu meinem Leben 2.0 habe ich mich auch entschieden, nie wieder zu tun, was mich zu 204 kg gemacht hat. Und die Frage nach dem "Wann nach der OP kann ich wieder Chips essen?" habe ich mir nicht gestellt.
      Ich habe meinem Körper 35 Jahre Gönnen zugemutet und er hat es erstaunlicherweise überlebt. Jetzt ist er dran und ich gönne ihm alles was ihn gesund bleiben lässt.
      Nach nun 15 Monaten und 127 kg weniger und 2 Monaten offiziell nicht mehr in der Abnehmphase, ist trotzdem "gönnen" für mich: Gönnen, die Schuhe ohne lustige Verrenkungen im Stehen zu schnüren. Gönnen, wieder mehr als 50 m laufen zu können. Gönnen, die Treppe nicht hochzuschnaufen sondern hochzulaufen. Gönnen, in die Achterbahn zu passen.
      Und das will ich nie wieder verlieren.
      Abnahme vor OP: - 32,0 kg
      16. Monat Post-OP- 97,2 kg
      Gesamt: -129,2 kg
    • Ich gönne mir 3 - 4 mal die Woche Kuchen. Allerdings ist meiner selbstgebacken und ich nehme Dinkelmehl und Birkenzucker zum Backen. Ich backe nur in kleinen Kuchenformen und ich esse dann auch nur ein kleines Stück. Ein Leben ohne Kuchen ist für mich nur halb so schön. :D Ich esse 3 mal am Tag und einmal davon ist dann halt ein Kuchen.
      Ich esse im Sommer auch gerne Eis. Auch hier ist mein Eis selbstgemacht und schmeckt mir inzwischen um Längen besser als das aus den Eisdielen oder dem Supermarkt. Zumal ich inzwischen schon ein Spätdumping nach einer einzigen Kugel Eis aus der Eisdiele bekommen. Das hat sich diesen Sommer (als über 5 Jahre nach der OP) ergeben. Vorher habe ich das gekaufte Eis auch gut vertragen.

      Ich esse nur, was mir schmeckt und koche dafür sogar auch zweimal zu Hause, wenn mein Mann das nicht mag. Ich bin mir das WERT und bestehe darauf, das alles was ich esse, das ist worauf ich Lust habe.
      Zu meiner eigenen Überraschung hat es sich im Laufe der Jahre nach der OP so ergeben, das ich am meisten Lust auf die gesunden Lebensmittel habe. Und die ungesunden, die esse ich auch, ab und zu. Sprich alle
      paar Wochen will meine Seele unbedingt Chips - dann bekommt meine Seele die volle Ladung Chips.
      https://www.alles-wird-leichter.de/


      Der größte Fehler ist die Unfehlbarkeitsanmaßung
    • Ich mache es so ähnlich wie Straigthon,
      ich esse fast täglich Kuchen, aber nur den selbstgebackenen mit Dinkel-,Mandel- und oder Kokosmehl und mit Xucker.

      Ansonsten habe ich meine Ernährung auf ziemlich gesund, aber schmackhaft umgestellt. Es ist mir immer wichtig nur noch Lebensmittel zu essen, die mir auch schmecken. Da gehe ich keine Kompromisse mehr ein. Für mich ist essen immer noch wichtig, aber eben anders als früher. Da ist nicht mehr die Menge im Vordergrund, sondern der Genuss.

      Aber da ist es wie mit vielen anderen Dingen nach der Magenoperation, jeder muss da seinen eigenen Weg finden.

      Liebe Grüße
      Netti
      Gewicht vor OP 1.September 2017
      148 kg / BMI 55 super Adipositas

      :laola:
      Aktuelles Gewicht 63 kg / BMI 23,5 Normalgewicht

      23.08.2019 Bauchdeckenplastik EV Gießen
      06.01.2020 Oberschenkelstraffung
      16.11.2020 Bruststraffung geplant

      :blumen: Es ist nie falsch das Richtige zu tun!! :up:
    • Ich bin ja erst kurz nach der Op. Mengen waren ja immer bei mir das Problem für das Übergewicht. Wenn ich essen nicht abwiege esse ich auch mehr als nötig. Deswegen kann ich es mir schwer vorstellen, dass man über die Mengen alles steuern kann und laut meiner Ernährungsberaterin auf gar nichts verzichten. Ok aktuell meldet sich der Magen wenn er genug hat. Auf süß hab ich auch kaum Appetit aber bin erst knapp 3 Wochen nach der Op. Daher die Frage. Danke für eure Antworten.
    • Ich sehe den Rest des Lebens nicht als Dauerdiät an, mit Lightprodukten und Verboten. Das hat schon vor der OP mit FDH und Diäten nicht funktioniert. Irgendwann kam der Heißhunger auf das Verbotene. Die Folgen sind bekannt. So ein Normalgewichtiger isst auch alles, hat aber ein Sättigungsgefühl. Das habe ich jetzt auch nach der OP. Jahrzehnte lang kannte ich es nicht.
      Der mit dem Schlauch.
    • Mein derzeitiges Lieblingsrezept :D das ich aus einem Backbuch nach meinen Gusto abgeändert habe.
      Vorsicht, der Kuchen geht nicht auf, sondern bleibt schön flach und hat irgendwie etwas von einem leichten Brownie (wurde mir gesagt :D )


      Karottenkuchen

      Für 1 Springform von 20 cm Ø (8 Stück) oder eine eckige Form von 18 cm x 18 cm

      Zutaten

      • 100 g dunkle / herbe Kuvertüre
      • 100 g Möhren
      • 3 Eier
      • 1 Prise Salz
      • 75 g weiche Butter
      • 50 g brauner Zucker und 25 gr. Erythrit (man kann aber auch nur den braunen Zucker nehmen)
      • 100 g gemahlene Mandeln
      • 25 g Semmelbrösel
      • ½ TL Zimtpulver
      • Fett für die Form
      Zubereitung

      Die Kuvertüre hacken und im warmen Wasserbad schmelzen. Die Möhren schälen und auf der Rohkostreibe fein reiben. Den Backofen auf 175° vorheizen, die Springform einfetten oder mit Backpapier auslegen.

      Die Eier trennen. Eiweiße und Salz steif schlagen und kühl stellen. Weiche Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts kräftig schaumig schlagen. Die Eigelbe nacheinander unterrühren. Schokolade (bis auf einen EL), Mandeln, Semmelbrösel, Zimt und Möhren unterrühren. Zum Schluss den Eischnee behutsam unterheben.

      Den Teig in die Form füllen und glattstreichen. Im Ofen (Mitte, Umluft 160°) 35-40 Min. backen. Den Kuchen abkühlen lassen. Restliche Schokolade evtl. im Wasserbad nochmals verflüssigen, in einen Spritzbeutel geben und den Kuchen damit schlierenartig verzieren.


      P.S. Ich wickle den Kuchen komplett in Alufolie ein und ab damit in den Kühlschrank. Dort bleibt er ungelogen für 5 Tage schön saftig, wie am ersten Tag!
      https://www.alles-wird-leichter.de/


      Der größte Fehler ist die Unfehlbarkeitsanmaßung
    • Ohhhh :335: Da läuft mir in meiner Shakephase das Wasser im Mund zusammen!
      Den Kuchen werde ich auf alle Fälle in einigen Monaten nachbacken. :positiv: Danke für das Rezept Danke für das Rezept.
      Herzliche Grüße von
      Claudia
    • lecker Rezept, wo bekomm ich jetzt Rübli her?

      Danke
      Liebe Grüsse Christine
      :blumen:

      Erstgespräch 17.5.19 107,8 kg, BMI 41.3
      Op 12.12.19 105,7 kg, BMI 40.5
      UHU 17.12.19 99,7 kg, BMI 38.2, Adipositas Grad 2
      12.1.20 93,1 kg, BMI 35.9
      12.2.20 89,3 kg, BMI 34.5
      12.3.20 85,2 kg, BMI 32.9
      12.4.20 81,9 kg, BMI 31,6
      12.5.20 80,4 kg, BMI 31
      12.6.20 79,6 kg, BMI 30,7
      12.7.20 78,6 kg, BMI 30,3
      12.8.20 76,9 kg, BMI 29,7
      12.9.20 74,4 kg, BMI 28,7
      12.10.20 74,1 kg, BMI 28,6
      12.11.20 73,1 kg, BMI 28,2
      :laola:
    • Sahnestueck schrieb:

      In meinem alten Leben gab es immer wieder Dinge, die ein gewisses Suchtverhalten bei mir ausgelöst haben. Dabei war es nicht das Süße, eher das Salzig-herzhafte.
      Mit der Entscheidung zu meinem Leben 2.0 habe ich mich auch entschieden, nie wieder zu tun, was mich zu 204 kg gemacht hat. Und die Frage nach dem "Wann nach der OP kann ich wieder Chips essen?" habe ich mir nicht gestellt.
      Ich habe meinem Körper 35 Jahre Gönnen zugemutet und er hat es erstaunlicherweise überlebt. Jetzt ist er dran und ich gönne ihm alles was ihn gesund bleiben lässt.
      Nach nun 15 Monaten und 127 kg weniger und 2 Monaten offiziell nicht mehr in der Abnehmphase, ist trotzdem "gönnen" für mich: Gönnen, die Schuhe ohne lustige Verrenkungen im Stehen zu schnüren. Gönnen, wieder mehr als 50 m laufen zu können. Gönnen, die Treppe nicht hochzuschnaufen sondern hochzulaufen. Gönnen, in die Achterbahn zu passen.
      Und das will ich nie wieder verlieren.
      :danke1: für deinen schönen Beitrag! :positiv:

      Ich weiß nicht, warum "sich was gönnen" immer mit Essen in Verbindung gebracht werden muss, bzw. gebracht wird?

      Viele von uns berufen sich auf Normalschlanke, die alles essen, sich alles gönnen und das möchten viele Operierten auch, denn das ist/sei normal. ABER dabei wird außer acht gelassen, dass genau das ja vorher das Problem war, sonst wäre man nicht adipös geworden und operiert worden. Aus irgendeinem Grund ist genau das irgendwann nicht mehr möglich gewesen und jetzt nach der OP ist das natürlich ganz einfach möglich. Nur weil der Magen klein ist? Das ist ein fataler Irrglaube.
      Und es ist einfach auch nicht wahr, dass sich jeder Normalschlanke alles gönnt und alles isst. Das stimmt schlichtweg nicht!

      Ich bin jetzt seit 11 Jahren sehr aktiv in dieser Thematik drin. Zum einen als selbst 2-fach Operierte, als langjährige SHG Teilnehmerin, als Foren und FB-Gruppen Teilnehmerin, als Freundin von Operieren, als Familienangehörige von Operierten. Ich habe Studien gelesen, Fachliteratur gelesen und mit Ärzten gesprochen ... ich kann wirklich sagen, dass ich ein offenes, realistisches Auge in all der Zeit bekommen habe und natürlich durch meine eigene Schule gegangen bin, die von Fehlern, Fehleinschätzungen, fälschlichen Annahmen, etc. gepflastert war. Aber auch von unfähigen Ärzten, mangelnder Therapeutenkompetenz, falschen Ratschlägen, falschen Informationen, etc. Kurzum: Erfahrungen eben...

      Es wird zu kurzfristig gedacht. Es wird völlig falsch gedacht...angenommen...gehandelt...gegessen...

      Wie viele nehmen wieder zu? Etliche. Und das durch die Bank weg - nach ein paar Monaten, nach einem Jahr, aber auch nach vielen Jahren. Aber genau DAS verlieren gerade frisch Operierte oder kurz Operierte aus den Augen, nur weil sie vielleicht 2 oder 3 Jahre gehalten haben.

      Ich höre, lese, sehe Operierte 4 Wochen post-OP Eis essen, Burger oder Pizza essen, Dumpings kriegen, Durchfälle, Erbrechen, Zunehmen...
      Warum unterzieht man sich so einer Operation, wenn man DAS wieder möchte? Auch 4 oder 6 Monate nach der OP. Wenn man DAS möchte, was man Jahre und Jahrzehnte nicht dosieren konnte. Woran man gescheitert ist. Und meint, nur weil der Magen klein ist, könne man es? Das ist Realitätsverlust. Auch ich litt/leide daran. Dazu bedarf es weitaus mehr als einen kleinen Magen und 3 oder 6 Monate MMK... Ich sage nicht, dass es nicht möglich ist, aber nicht nur durch das gerade beschriebene. Das zeigen die, die nach 2-3 Jahren halten dann doch wieder zunehmen oder gar nach 4 oder 5 Jahren, weil letztlich nicht ausreichend das Verhalten analysiert und therapiert wurde und/oder weil viele von uns auch einfach im Kopf adipös bleiben - ein Leben lang - irgendwie...ein bisschen... Viele von uns waren Jahrzehnte adipös und auch nach 5 oder 10 Jahren kann uns etwas ereilen, was zu alten Verhaltensweisen führt, womit wir so gar nicht mehr gerechnet haben und genau DAS glauben viele nicht. Fühlen sich dagegen gefeit, sicher, geheilt...meinen, sie würden nie wieder zuviel essen, falsch essen, in Fallen tappen, emotional essen, stressessen, süßessen, etc. Und so schnell und so leicht schleicht es sich ganz langsam wieder ein...
      Das soll hier kein Plädoyer für Abstinenz von Süßigkeiten, Pommes und Co. werden. Ich denke, wer wirklich verstehen möchte und richtig liest, weiß, was und wie ich das meine. Ich rede nicht vom Geburtstagkuchen oder der Essenseinladung, etc.

      Adipositas ist eine Erkrankung in und mit vielen Facetten und sie wird leider von vielen ehemals Erkrankten unterschätzt, ignoriert, verharmlost...sie glauben nach der OP mit kleinem Magen alles im Griff zu haben, für immer. Das ist leider Realitätsverlust.

      Ich kann zur Belohnung ins Kino gehen, mir einen Film ausleihen, einen Wellnesstag machen, mir ein Buch kaufen und lesen, jemanden besuchen fahren, den ich lange nicht gesehen habe, jemanden zu mir einladen, den ich ewig nicht gesehen habe, jemanden eine Freude machen und mich darüber freuen, ... es gibt sooo viele Dinge. Aber ich muss nichts essen, es sei denn, ich habe gerade wirklich körperlichen Hunger. Und da ist dann schon wieder Vorsicht geboten, denn wenn ich mich jedes Mal bei körperlichem Hunger mit Eis, Burger, Pizza und Co. "belohne" - mir was "gönne" ...

      Ich freue mich über solche Beiträge, wie oben zitiert, wenn jemand aufzeigt, dass sich was gönnen nichts mit Essen zu tun hat, nichts zu tun haben muss! Es ist sehr traurig, wenn man das immer mit Essen in Verbindung bringt, wenn einem nur Essen gönnerhaft erscheint, wichtig erscheint, diese Zufriedenheit bringt, dieses Gefühl, Befriedigung, etc. ...

      Ich setze alles daran, genau DAS nicht mehr so zu empfinden, zu denken und zu fühlen. Sich etwas gönnen, hat nichts mit Essen zu tun. Eine Belohnung nach Stress oder harter Arbeit, nach einem Verlust oder Traurigkeit, bei Angst, Freude oder Glück ist nicht das Essen, bzw. hat nichts mit Essen zu tun. Das ist antrainiert, anerzogen...aber nicht normal. Das ist meine ganz persönliche Meinung und auch die von vielen Neuromedizinern, Gehirnforschern, Ärzten generell, etc. Ich verurteile niemanden. Das steht mir gar nicht zu, denn ich habe selber mal so gedacht oder so gehandelt. Ich möchte nur zum Nachdenken anregen, das mal von dieser Seite zu betrachten.

      :friends: :knuddel:
      Grüße von Tanni
      RNY-Magenbypass am 24.06.20
      Mein Bypass-Tagebuch