Kuchen nach Op? Sich was gönnen?#

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    • Sich etwas gönnen würde auch ich nicht mehr mit Essen tun, aber mal eine Kugel Eis im Sommer oder mal ein Stück Kuchen zu einem Geburtstag sollte drin sein. Aber das definiere ich nicht mit gönnen. Gönnen klingt wie Belohnung. Und eine Abnahme kann ich nicht mit Essen belohnen. Das macht für mich persönlich keinen Sinn und widerspricht sich.
    • Also ich esse alles worauf ich Appetit habe auch Chips, Flips und Süsskram. Am Ende des Tages zählt die Kalorienbilanz. So habe ich das von Anfang angetan. Ich muss allerdings dazu sagen, mein Hang zu Süßigkeiten hält sich in Grenzen, dafür mussten vorgestern Erdnussflips dran glauben.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:
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    • @Tanni1971 sehr schön geschrieben! Ich finde dabei nur eines wichtig: Wenn man sich doch etwas gönnt, dann sollte man es bewusst machen. Also wenn da jetzt Chips auf dem Tisch stehen, nicht einfach unkontrolliert in sich reinstopfen. Wir hatten letztens einen Spieleabend mit Freunden und da stand auch Süßkram und Co. auf dem Tisch. Ich habe mir eine Untertasse genommen und da ein paar Chips drauf gelegt und 3-4 Gummibärchen. Wir haben da 5 Stunden gespielt und jedes Mal wenn ich was von meiner Portion genommen habe, war das bewusst und ich habe es genossen. Am Ende des Abends blieb sogar etwas auf dem Teller übrig.

      Ich für meinen Teil finde, man sollte sich, wie du es schreibst, mit dem Thema auseinandersetzen. Was hat mich dick gemacht? Warum bin ich dick geworden? Bei mir waren die Antworten süße Getränke und Fast Food bei Faulheit. Süße Getränke trinke ich gar nicht mehr. Fastfood habe ich zum Beispiel erst gestern gegessen. Dabei habe ich für mich und meine Frau Chicken Nuggets geholt. Ich hatte so einen 6er-Paket, habe davon langsam 3 Stück gegessen und des Rest ist für heute Mittagessen. Meiner Frau habe ich auch nur ein 6er-Paket geholt und habe ihr gesagt, dass wenn es ihr nicht reichen sollte, ich ihr noch einen Eiweißshake mache. Meine 3 hat sie nicht bekommen und komischerweise war sie auch satt. Normalerweise hätte wir uns vorm Fernseher einen großen Burger von Mäcces reingepfiffen, dazu noch einen kleinen, Nuggets, Pommes und eine Cola.

      Deswegen verteufel ich Fastfood nicht allgemein. Das Problem war damals nicht das Fastfood, sondern wie ich an das Fastfood ran gegangen bin.

      Aber auch an Fastfood gehe ich ran wie an Süßigkeiten. Ich sage mir: "Normalerweise solltest du das gerade nicht machen, deswegen genieße jetzt das kleine Bisschen und sei froh darüber!"

      Kuchen mochte ich vorher auch... mag ich vermutlich immer noch, aber irgendwie kann ich vom Kopf her super drauf verzichten. Meistens gibts ja zu Kuchen Kaffee.... Essen und Trinken gleichzeitig mache ich nicht. Deswegen entscheide ich mich eigentlich immer für den Kaffee. Selbst auf der Hochzeit meiner Schwester am 10.10. habe ich als Trauzeuge kein eigenes Stück Torte genommen, sondern einen Bissen bei meiner Frau probiert.

      Wichtig ist, dass man sich vor Augen führt, dass es jetzt gerade eine Ausnahme ist, man sich etwas gönnt und dies auch bewusst tut. Ich möchte jetzt gar nicht mit "Belohnung" für etwas anfangen, da es ja Fehlverhalten ist, ist mit Essen zu belohnen... das würde einem jeder Psychologe vor der OP, die wir gemacht haben, sagen und würde dies auch behandeln. Belohnt euch nicht mit essen, sondern macht Ausnahmen, die nicht an ein Ereignis oder eine Leistung gekoppelt sind. Erst belohnt man sich für Großes und irgendwann fängt man an, die Gründe für die Belohnung immer kleiner werden zu lassen, sodass man sich im Endeffekt dafür belohnt, dass man morgens zur Arbeit aufgestanden ist :-)

      Btw.: Ich frage mich immer, ob es sich jetzt lohnt, zu genießen bzw. sich was zu gönnen und rechne das in Sporteinheiten um. Ich weiß ja, was ich laut Apple Watch durch eine Sporteinheit an Kalorien verbrenne und frage mich danach: "Lohnt es sich, dass das Halbe letzte Training umsonst war?" "Esse ich das jetzt? Das war mein letztes Geh-Workout!" An sich bewege ich mich sehr weit im Kaloriendefizit, sodass es unnötig wäre, aber ich weiß ja, wie anstrengend es im Fitnessstudio ist. Ich sehr oft verzichtet, weil ich mir dachte: "Das ist es nicht wert! 30 Minuten Fitnessstudio für 2 Minuten Genuss? Nein Danke!"

      Jeder von uns ist anders und jeder muss seinen weg finden. Dass man es schafft, mehrfach die Woche Kuchen zu Essen und weiterhin abzunehmen finde ich super klasse. Ich muss aber vermutlich niemandem sagen, dass es bei jedem so klappen wird/würde. Ich selbst schließe mich davon auch aus. Anfangs wäre es paar Mal die Woche Kuchen und dann würde da vermutlich irgendwann Schlagsahne hinzu kommen oder andere Sachen und ganz bald nehme ich wieder zu. Ich schätze mich so ein, dass ich mich durchgehend disziplinieren und den Spiegel vorhalten muss für jeden einzelnen Genuss, da ich bei einem regelmäßigen Genuss vermutlich schnell über die Strenge schlagen würde." Obwohl es vermutlich nicht verkehrt ist zu sagen: "Das eine Stück Kuchen gönne ich mir täglich, dafür sind Chips und Co. Tabu!"

      Jeder wird lernen müssen, sich zu erziehen. Ob es die Schokolade ist, die im Büro ausliegt, bei Spieleabenden mit Freunden die Süßigkeiten oder sogar wie man an Fastfood rangeht...

      ... ich habe bald 40kg Abnahme... die werde ich nicht einfach so wieder her geben.
      Startgewicht: 185,3 kg
      OP-Datum: 17.08.2020
      derzeitiges Gewicht: 148,5 kg

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    • Neu

      Tanni1971 schrieb:

      Sahnestueck schrieb:

      In meinem alten Leben gab es immer wieder Dinge, die ein gewisses Suchtverhalten bei mir ausgelöst haben. Dabei war es nicht das Süße, eher das Salzig-herzhafte.
      Mit der Entscheidung zu meinem Leben 2.0 habe ich mich auch entschieden, nie wieder zu tun, was mich zu 204 kg gemacht hat. Und die Frage nach dem "Wann nach der OP kann ich wieder Chips essen?" habe ich mir nicht gestellt.
      Ich habe meinem Körper 35 Jahre Gönnen zugemutet und er hat es erstaunlicherweise überlebt. Jetzt ist er dran und ich gönne ihm alles was ihn gesund bleiben lässt.
      Nach nun 15 Monaten und 127 kg weniger und 2 Monaten offiziell nicht mehr in der Abnehmphase, ist trotzdem "gönnen" für mich: Gönnen, die Schuhe ohne lustige Verrenkungen im Stehen zu schnüren. Gönnen, wieder mehr als 50 m laufen zu können. Gönnen, die Treppe nicht hochzuschnaufen sondern hochzulaufen. Gönnen, in die Achterbahn zu passen.
      Und das will ich nie wieder verlieren.
      :danke1: für deinen schönen Beitrag! :positiv:
      Ich weiß nicht, warum "sich was gönnen" immer mit Essen in Verbindung gebracht werden muss, bzw. gebracht wird?
      @Tanni1971
      hach, ich glaube nicht das jeder hier "Gönnen" immer nur mit Essen in Verbindung bringt. Wenn ich mir etwas "Gönne" dann können das ganz verschiedene Dinge sein. Die letzten zwei Tage habe ich mir um die 6 mehr oder weniger verrückt gemusterte oder farbige Strumpfhosen gegönnt. :D Und heute habe ich mir dann das Kopfschütteln der Menschen gegönnt, die etwas zweifelhaft auf meine karierten Beine geguckt haben, die aussahen, als würden sie in so komischen Overknee-Stiefeln stecken. Dabei war es nur eine meiner neuen Strumpfhosen. :hyper: Die Blicke waren vielleicht lustig.


      Für alle lieben Mensche hier:
      ich glaube ja, es gibt hier keinen "offiziellen Weg" der für alle gilt. Manche von uns müssen strikt sein, so wie @Sahnestueck. Jeder hier muss seine eigenen Grenzen ertasten und kennenlernen und kann dann entsprechend handeln. Und es wird ein Leben lang ein ständiger Lernprozess sein. Was heute für mich Gültigkeit hat (z.B. mein Kuchen) kann in ein paar Wochen schon obsolet sein. (wie das Eis aus der Eisdiele, welches ich 5 Jahre gut vertragen habe und plötzlich löst es Dumpings aus).

      In meinem eigenen Leben habe ich durch harte Schule gelernt, das nichts so Vergänglich ist wie die Vergänglichkeit. Ständig ändert sich mein Körper und meine Seele und ich habe gelernt, das ich mich auch ständig neu anpassen darf.

      Im Moment habe ich die körperliche Seite meiner Essstörung gut durch das Intervallfasten im Griff. So lange das so geht, so lange werde ich das durchziehen. Ob es für die Ewigkeit gemacht ist, dieses Essverhalten. Die Zukunft wird es zeigen, das sehe ich einigermaßen gelassen.

      Was ich damit sagen will: KEIN Weg der hier von uns gegangen ist, ist falsch. KEIN Weg ist allgemeingültig oder der einzige Weg. Jeder von uns steh an einer anderen Stelle seines Weges und darf, muss, soll seine eigenen Fehler machen dürfen.
      Wer nach der OP regelmässig und gerne sein FastFood isst, der soll es doch essen. Das heißt ja nicht automatisch, wenn alles andere normal läuft, das er/ sie wieder zunimmt. Wir wissen doch nicht, wie das Leben außerhalb des FastFood Konsums ist.

      Das war hier geschrieben wird, kann IMMER nur ein klitzekleiner Ausschnitt von einem großen Ganzen sein.

      Ich lese mir hier viele Dinge durch und durchdenke sie im Stillen bei mir. Manche Beiträge finde ich sehr interessant und probiere sie aus. Andere wären für mich vollkommen abwegig, aber eben nur für mich und nur für genau diesen Augenblick.
      JETZT gibt es für mich kein "nie wieder" sondern ein "Ich esse alles in Maßen und orientiere mich zu über 80% bei dem was ich Esse an gesundem Essen" Meine 20% machen mir jetzt nichts aus. Ob das so bleiben wird, das weiß weder ich, noch ein andere Mensch. Das geht in die Richtung "in die Zukunft sehen - Glaskugel lesen". Erfahren werde ich es immer erst dann, wenn der Augenblick gekommen ist.

      Man lebt das Leben vorwärts und versteht es immer erst im Rückblick. That´s life und das ist wunderbar.
      Viele Grüße von
      StraightOn


      alles-wird-leichter.de/
      Zuckerfreier Apfelkuchen

      KEIN Lebensmittel ist per se ungesund oder macht dick. Die Dosis und die Frequenz machen das Gift!
    • Neu

      StraigthOn schrieb:

      ich glaube nicht das jeder hier "Gönnen" immer nur mit Essen in Verbindung bringt.
      Es geht hier um die Eingangsfrage, wann man sich nach OP Kuchen und Co. gönnen kann. Und die Antworten beziehen sich darauf.

      StraigthOn schrieb:

      Was ich damit sagen will: KEIN Weg der hier von uns gegangen ist, ist falsch. KEIN Weg ist allgemeingültig oder der einzige Weg. Jeder von uns steh an einer anderen Stelle seines Weges und darf, muss, soll seine eigenen Fehler machen dürfen.
      Wer nach der OP regelmässig und gerne sein FastFood isst, der soll es doch essen. Das heißt ja nicht automatisch, wenn alles andere normal läuft, das er/ sie wieder zunimmt. Wir wissen doch nicht, wie das Leben außerhalb des FastFood Konsums ist.
      Ich finde es u.a. auch hier im Forum sehr schlimm, wie viele sich über Dumpings beklagen, sich sogar darüber wundern, obwohl sie sehr oft hausgemacht sind...
      In einem Thread steht geschrieben: Jetzt weiß ich auch, was ein Dumping ist (Diese Person hat unmittelbar nach der OP Eis gegessen). Da muss man sich nicht wundern...
      Oft liest man, dass Normalschlanke sich ja alles gönnen und alles essen und das wird als "Ausrede" benutzt für das eigene Essverhalten...
      Und so weiter und so weiter....

      Jeder kann, darf, muss und soll seine eigenen Fehler machen, anders geht es auch nicht, aber man sollte sich auch mit den Folgen seines Tuns auseinandersetzen. Mit den Folgen seiner Ernährung nach der OP. Aber wehe, jemand stößt einen mal auf Missstände im Essverhalten, auf Fehler...

      Ich finde es nicht schön, dass so vieles verharmlos wird, unter den Tisch gekehrt wird, etc.

      Und wenn mal jemand etwas deutlich anspricht, zeigen viele Kommentare, wo genau diese Menschen stehen..wie sie denken und essen. Und wenn man sich mal bei Licht betrachtet, wie viele Operierte wieder zunehmen, dann wundert mich diese Verharmlosung, diese Ignoranz, oder was es auch immer ist. Diese seltsame, vehemente Gegenwehr von vielen Operierten - bloß nichts verändern...
      Grüße von Tanni
      RNY-Magenbypass am 24.06.20
      Mein Bypass-Tagebuch
    • Neu

      Tanni1971 schrieb:

      Es geht hier um die Eingangsfrage, wann man sich nach OP Kuchen und Co. gönnen kann. Und die Antworten beziehen sich darauf.
      Vielleicht ist es ja einfach eine Ansichtssache, wie man diese Frage formuliert? Wäre da nicht das Wort "gönnen", sondern hätte die Ausgangsfrage gelautet, wann und ob man denn wieder Kuchen "essen" kann, dann wäre nicht dieser Gedanke da, dass Essen von Kuchen nun etwas von Belohnung oder Luxus hat.

      @Tanni1971
      Ich stimme dir absolut zu, dass viele Übergewichtige ihr Essverhalten vor der OP verharmlost haben und auch nach einer OP Gefahr laufen, wieder in dieses Denkmuster zu fallen. Deswegen finde ich persönlich eine verhaltenstherapeutische Begleitung nach einer bariatrischen OP absolut wichtig und notwendig. Es muss einfach jedem klar sein, dass eine solche OP ggf. nur eine temporäre Hilfestellung ist und es nicht klappen wird, wenn man sein Essverhalten nicht langfristig verändert.

      Ansonsten:
      Man kann hier lesen und sich über manche Beiträge freuen, von denen man profitieren kann.
      Man kann hier lesen und sich mitfreuen, wenn aus Raupen wunderschöne Schmetterlinge werden.
      Man kann hier natürlich auch lesen und sich über Fehler anderer ärgern oder aufregen, aber was hat man davon?
      Dann lieber gelegentlich innerlich den Kopf schütteln und selber versuchen, es besser zu machen.
      Ich mag Beiträge, die nicht werten, sondern ehrlich mit sich selber umgehen. Man kann sich selber dadurch reflektieren und über sein eigenes Verhalten nachdenken.
      Viele Grüße aus dem Süden, das Schäfle
    • Neu

      Schäfle schrieb:

      Es muss einfach jedem klar sein, dass eine solche OP ggf. nur eine temporäre Hilfestellung ist und es nicht klappen wird, wenn man sein Essverhalten nicht langfristig verändert.
      Ich denke nicht, dass es muss................Aber es sollte. Ist aber leider nicht so.

      Persönlich habe ich mich vor der OP lange damit auseinander gesetzt, was das für mein Leben bedeuten wird. Und ich war dankbar die Zeit bekommen zu haben, damit ich mir so viel wie möglich Information beschaffen konnte - auch hier -, um eine gute und richtige Entscheidung zu treffen.
      Ich lese hier ganz oft von Mitstreitern, die das MMK umgehen wollen oder ihre Ernährungsberatung einfach absitzen und auch in meiner SHG rolle ich dahingehend das ein oder andere Mal mit den Augen, was solche Ansichten angeht.

      Aber es gibt noch einen anderen Aspekt, der eben dabei nicht nur mich betrifft. Diese OP ist verdammt teuer und die Gesellschaft, alle die sich am Solidarsystem beteiligen, zahlt dafür. Ich bin sehr dankbar gewesen, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe. Und ich habe für mich persönlich entschieden, dass ich alles tun werde, die Chance, die ich bekommen habe, auch zu nutzen.
      Das ist ein Stück weit meine Verpflichtung aus dem Vertrag, den ich durch die OP mit der Solidargemeinschaft geschloss habe. Ist dann nur fair.
      Ich habe im Vorfeld lange darüber nachgedacht und war bereit dazu. Da bin ich dann strikt und ziehe es auch durch.

      Aber auch dazu gibt es sicherlich andere Ansichten und das Recht dazu.
      Abnahme vor OP: - 32,0 kg
      14. Monat Post-OP- 95,7 kg
      Gesamt: -127,7 kg
    • Neu

      Schäfle schrieb:

      Vielleicht ist es ja einfach eine Ansichtssache, wie man diese Frage formuliert? Wäre da nicht das Wort "gönnen", sondern hätte die Ausgangsfrage gelautet, wann und ob man denn wieder Kuchen "essen" kann, dann wäre nicht dieser Gedanke da, dass Essen von Kuchen nun etwas von Belohnung oder Luxus hat.
      Ich weiß jetzt nicht, wie lange du schon hier im Forum bist, Schäfle, das habe ich nicht auf dem Schirm. Ich bin seit 2010 oder 2009 hier sehr aktiv. Ich sehe seitdem immer und immer und immer wieder diese und genau diese Fragen, die sich wiederholen. Wann kann/darf man wieder Eis, Kuchen, Burger, etc.
      Es geht nicht um DIESE HIER speziell. Meine Antworten beziehen sich allgemein auf immer wieder diese Fragen danach, auf immer wieder solche Operierten, etc. Ich hatte das aber deutlich gemacht in meinem Text.
      Hier und auch in FB Gruppen und auch bei persönlichen Gesprächen mit anderen Operierten, in der SHG, etc. wird immer wieder von Essen als Belohnung gesprochen, von sich was gönnen. Das ist leider eine Tatsache, Schäfle. Eine traurige Tatsache. Mich macht das traurig. Ich lese es hier seit einem Jahrzehnt, lese und höre es draußen seit Ewigkeiten. Deshalb schrieb ich von meinen langjährigen Erfahrungen zu dem Thema. Essen ist und bleibt ein Belohnungs- und Gönnerthema. Und darauf wollte ich aufmerksam machen...es spukt bei sooooo vielen noch immer im Kopf rum. Vor der OP. Nach der OP. Jahre nach der OP...
      Man liest nie oder fast nie sowas, wie von @Sahnestueck. Und ich meine nicht ihren persönlichen Umgang damit, sondern die Tatsache, sich an all dem positiven zu freuen, das nicht vorhandene Schnaufen als Belohnung zu sehen, sich das zu gönnen, sich die Schuhe locker zubinden zu können, etc. Aber nein, immer spuken Burger, Eis und Co. im Kopf herum und diese Aussagen, wann man das schon wieder gegessen hat, essen konnte, problemlos vertragen hat, als sei es ein Wettbewerb, das FastFood auszuprobieren nach der OP, dass es ja normal sei, normal Schlanke das auch tun würde, die OP genau dazu da wäre und und und.
      Nur darauf wollte ich aufmerksam machen....
      Aber, wie ich schon schrieb, wer das nicht lesen möchte, wahrhaben möchte, wer es ignorieren möchte, nicht glauben möchte oder was auch immer, der wird es überlesen, als Unsinn betrachten, abstreiten, oder was auch immer....
      Grüße von Tanni
      RNY-Magenbypass am 24.06.20
      Mein Bypass-Tagebuch
    • Neu

      Also gönnen bringe ich mit etwas außergewöhnlichen zusammen. Ich gönne mir ein gutes Essen im Restaurant oder so. Wenn man gönnen mit einem Stück Kuchen in Verbindung bringt, dann läuft etwas grundsätzlich falsch, würde ich jetzt sagen.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:
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      @Sahnestueck

      Sehr schöner Beitrag!


      Tanni1971 schrieb:

      Ich weiß jetzt nicht, wie lange du schon hier im Forum bist, Schäfle, das habe ich nicht auf dem Schirm.
      Seit Juni 2014 und ich lese täglich hier (und auch auf anderen Seiten zum Thema Adipositas).


      Tanni1971 schrieb:

      Hier und auch in FB Gruppen und auch bei persönlichen Gesprächen mit anderen Operierten, in der SHG, etc. wird immer wieder von Essen als Belohnung gesprochen, von sich was gönnen.

      *Heike* schrieb:

      Wenn man gönnen mit einem Stück Kuchen in Verbindung bringt, dann läuft etwas grundsätzlich falsch, würde ich jetzt sagen.
      Genau das meine ich doch auch. Essen ist keine Belohnung bzw. sollte das nicht sein. Essen ist Nahrungsaufnahme. Ich finde es durchaus legitim, wenn man sich seine kleine Portionen schön anrichtet und sich daran freut. Aber "sich etwas gönnen" finde ich eben auch den falschen Ansatz. Ich hinterfrage mich ständig und mache sicherlich nicht immer alles richtig. Ich habe Tage, an denen ich grase und mir dessen voll bewusst bin, aber nicht dahinter komme, was ich damit nun zu kompensieren versuche ( @Tanni1971 da hat mir vor Jahren auch mal dein Begriff "emotionales Essen" weitergeholfen). Da nützen mir dann reflektierte Postings und Denkansätze von Menschen, denen es auch so geht und nicht ein erhobener Zeigefinger, der mir signalisiert, dass ich etwas falsch mache (denn das ist mir ja selber klar). Menschen, die vorgeben, immer alles richtig zu machen, sind mir suspekt. Da finde ich es ehrlicher, seine Schwächen wahrzunehmen und auch zuzugeben (und hierzu lese ich gerne @StraigthOn, die so erfrischend damit umgeht, wenn eben mal nicht alles gut läuft).

      Für mich ist/war diese OP ein großes Geschenk, für das ich sehr dankbar bin.

      Vermutlich meinen wir dasselbe, drücken uns aber eben verschieden aus.
      Viele Grüße aus dem Süden, das Schäfle
    • Neu

      Schäfle schrieb:

      Essen ist Nahrungsaufnahme.
      So ist es!

      Schäfle schrieb:

      Ich finde es durchaus legitim, wenn man sich seine kleine Portionen schön anrichtet und sich daran freut.
      Das ist es auch! Davon ist ja auch gar nicht die Rede.

      Schäfle schrieb:

      Da nützen mir dann reflektierte Postings und Denkansätze von Menschen, denen es auch so geht und nicht ein erhobener Zeigefinger, der mir signalisiert, dass ich etwas falsch mache (denn das ist mir ja selber klar).
      Vielen ist klar, dass sie etwas falsch machen, aber sie wollen es nicht ändern, DAS ist der springende Punkt um den es hier geht, Schäfle. Und nur darum.
      Ich weiß auch, was ich alles falsch mache beim Essen und meinem Essverhalten, ABER ich arbeite seit Jahren daran, immer und immer zu und verstecke mich nicht hinter Ausreden, rede mir nichts schön, etc.
      Und es geht nicht um einen erhobenen Zeigefinger, sondern darum, dass bestimmte Menschen mal realisieren, dass sie sich etwas vormachen, dass sie sich belügen mit solchen Aussagen, wie von mir gestern zitiert...
      Und nochmal, wenn man das als erhobenen Zeigefinger versteht, dann läuft etwas schief, fühlt man sich, warum auch immer angegriffen, ertappt, angesprochen oder was auch immer. Aber gerade dann solle man sich überlegen, warum das so ist... (und damit meine ich jetzt nicht dich).
      Aber sich mit sich selbst und seinem Fehlverhalten auseinanderzusetzen fällt vielen Menschen schwer, und viele wollen es auch nicht. Der Magen ist klein und ich mache weiter wie vorher und das reicht...

      Schäfle schrieb:

      Menschen, die vorgeben, immer alles richtig zu machen, sind mir suspekt
      Mir auch. Aber darum geht es hier auch nicht. Und ich gehöre da auch nicht zu, das habe ich mehrfach deutlich gemacht.
      Grüße von Tanni
      RNY-Magenbypass am 24.06.20
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    • Neu

      Sahnestueck schrieb:

      Diese OP ist verdammt teuer und die Gesellschaft, alle die sich am Solidarsystem beteiligen, zahlt dafür. Ich bin sehr dankbar gewesen, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe. Und ich habe für mich persönlich entschieden, dass ich alles tun werde, die Chance, die ich bekommen habe, auch zu nutzen.
      Das ist ein Stück weit meine Verpflichtung aus dem Vertrag, den ich durch die OP mit der Solidargemeinschaft geschloss habe. Ist dann nur fair.
      Die Denke geht für mich in die falsche Richtung. Was arbeitet die community daran, endlich den Status Adipositas = Krankheit zu erreichen. Wenn ich das ernst nehme, gehört es absolut dazu, dass die OP nicht bei jedem zum (dauerhaften) Erfolg führt.
      Du erhebst gegen alle, die es nicht schaffen dem moralischen Zeigefinger. Ich denke da an unsere Brüder und Schwestern aus der Drogensucht. Die haben nach Therapie eine Rückfallquote von über 80%. Rückfall gehört zu Krankheit und wünsche mir, dass wir genau den Betroffenen hier den Rücken stärken.
    • Neu

      Ich erhebe niemals irgendeinen Zeigefinger. Du etwa? Sage nur, wie ich das sehe und darüber denke.
      Das entscheide ich für mich und jeder andere für sich. Das darf ja auch so. Aber ich darf das natürlich auch so sehen wie ich das sehe.

      Auch bei anderen Krankheiten sollte ich tatsächlich dafür sorgen, dass ich schnell wieder gesund bin, wenn ich das kann. Bei einigen Krankheiten ist das nicht möglich, bei meiner schon. Auch mit 200 kg bin ich jeden Tag zur Arbeit gegangen und habe meinen Beitrag geleistet im Solidarsystem. Das hätte ich nicht mehr lange durchhalten können. Daher habe ich die OP in Anspruch genommen, damit das weiter möglich sein kann.

      Just my 2 cents.
      Abnahme vor OP: - 32,0 kg
      14. Monat Post-OP- 95,7 kg
      Gesamt: -127,7 kg
    • Neu

      Ich habe vor 3 Jahren mir ne tägliche to do liste gemacht auch mit sporteinheiten und therapieübungen für Logopädie und süsses nur in maßen. Als belohnung 10 euro ins sparschwein und das genutzt für friseurbesuch und wellness. 1,5 Jahre hab ich leider nur durchgehalten die Liste immer mehr wurde dann nicht erledigt, und wenn nicht am ende des monats 70% gemacht war gab es die 10 euro nicht mehr. Hätte ich mal mehr Willenskraft gehabt damals. Dann hätte ich vielleicht noch die 113kg und nicht wie jetzt 133kg. Wobei auch 113kg bei 1,57m noch viel zu viel war.

      Gruss Doreen
    • Neu

      Aggii schrieb:

      Ich habe Schlauchmagen und mich würde interessieren wie ihr das macht und ab wann ihr euch nach Op was gegönnt habt.
      Ich habe ein gutes 3/4 Jahr keine Süßigkeiten gegessen und esse seither beinahe täglich Süßigkeiten. Die Mengen und das WAS macht es aus.

      Kuchen esse ich sehr gerne aber halt ein Stück am Tag und nur einfache Kuchen ohne Sahne. Torten vertrage ich ohnehin nicht.

      Ich esse Pizza, Pommes, alles was ich vertrage in MAßEN. Genauso esse ich Obst, Gemüse, jeden Morgen mein Rührei.

      Ich war aber auch nicht immer dick. Dick war ich 10 Jahre meines Lebens.

      Und mir persönlich ist es auch egal wie das andere handhaben. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und wer nach der OP leben will wie ein Asket der soll es tun. Wer isst was er will und wieder zunimmt der muss auch damit leben.

      Ich fände es eher bedenklich wenn man mit Angst ans Essen rangeht. Es wäre wichtig einen gesunden Umgang damit zu erlernen und das baut für mich nicht auf Verboten auf.
      :guckstdu:
      Größe: 1,71m
      Höchstgewicht: 132kg (BMI: 46)
      OP Gewicht: 124kg (BMI: 43)
      aktuell: 62,3kg (BMI: 21,7)