Angst vor dem was kommt

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    • Angst vor dem was kommt

      Hallo ihr,

      ich hab Mal wieder Redebedarf....

      In 2 Tagen fängt die 4 woechige Eiweißphase an.
      Auf der einen Seite freue ich mich drauf, andererseits habe ich Angst.
      Heute beim Abendessen ist mir das so richtig bewusst geworden und ich musste anfangen zu weinen...
      Mein AZ hat mir einen Plan und Rezepte an die Hand gegeben. Bin also gut gerüstet.
      Was mir so unheimlich Probleme bereitet ist die Tatsache dass ich keine Kohlenhydrate in Form von Nudeln, Reis, Brot, Kartoffeln , Zucker Mehl usw zu mir nehmen soll.
      Wie gesagt ich hab die Liste vom AZ und da stehen eigentlich ganz leckere Sachen drauf... Aber ich kann mir nicht vorstellen dass ich das durchhalte....

      Ich habe die ganze Zeit schon weniger KH als vorher gegessen und auch eher gute KHs. Natürlich auch Mal ein Stück Schokolade oder ein Gummibärchen aber eben nur 1 und nicht die ganze Tafel.

      Und das jetzt auch nicht mehr und nach OP weiss man ja auch nicht was man verträgt... Ich meine jetzt nicht Schokolade usw... Schlimm wäre wenn der Quark nicht mehr gehen würde...

      Habe bis jetzt 9 kg abgenommen und soll laut AZ noch 6-8 bis OP schaffen... Macht mir auch Sorgen... Außerdem soll mein Langzeitzucker nicht höher als 7,5 sein. Im Moment liegt er bei 7,9. Dann die Geschichte mit Corona...

      Gefühlt wird der Druck jeden Tag größer und das ist Essenstechnisch eher nicht hilfreich... Habe solchen Druck immer weggegessen.....

      Zum Glück habe ich diese Woche noch einen Termin bei meiner Therapeutin.

      Der Sport gibt mir auch zu denken. Habt ihr vor der OP regelmäßig Sport gemacht? Ich Versuche mich mehr zu bewegen und mache auch mehr als vorher... Aber so richtig regelmäßig ist das nicht... Warum sollte das dann nach der OP klappen?


      Neulich habe ich zu meinem Sohn gesagt dass ich mich vielleicht am Kopf operieren lassen sollte und nicht am Magen. Ich drehe noch durch.

      Meine Tochter hat mich heute gefragt was los ist weil ich geweint habe. Was sagt man denn da zu einer 11 jährigen? Mama hat Angst davor keine KHs mehr zu essen :335:

      Klingt alles irgendwie total verrückt und durchgeknallt... Aber ich weiss manchmal echt nicht mehr wohin mit mir und es tut so gut zu wissen dass es Menschen gibt die einen verstehen... Vielleicht...

      Hoffe dass ich nicht ganz so bescheuert rüberkomme.
    • Die Eiweißphase brauchte ich nicht. Nach der OP (Schlauch) vertrage ich alles. Habe mir auch keine Gedanken vorher darüber gemacht. Wenn ich etwas nicht vertragen hätte, hätte ich in Zukunft darauf verzichtet. Beim Mittagessen von ca. 200 g habe ich neben Gemüse/Salat und Fleisch oder Würstchen eh keinen Platz mehr für Kartoffeln oder andere Beilagen. Reis hatte ich mal mit Hähnchen süß-sauer. Da esse ich an dem Hähnchengericht von 500 g drei Tage dran. Die Dose Linsensuppe mit zusätzlichem Würstchen reichte auch für drei Mahlzeiten. Bei dem 500 g Beutel von Frosta war es genauso. Ins Restaurant oder Pommesbude brauche ich nicht mehr zu gehen, da die Portionen viel zu groß sind.

      Vor ein paar Jahren hatte ich mit Rehasport begonnen und war ca. 5 mal da bis ich abgebrochen habe. Sport ist Mord. Vorher hatte ich auch noch nie Sport gemacht. Für das MMK musste ich wieder Rehasport machen. Ich habe mich jede Woche für die eine Stunde dahin gequält. Als der erste Lockdown im Frühjahr war, war ich froh nicht zum Sport zu müssen. Als es wieder los ging waren es nur noch 45 Minuten. Nach der OP habe ich nach knapp 4 Wochen wieder mit dem Rehasport angefangen, eigentlich sollte ich 6 Wochen pausieren. Ich fand es gar nicht mehr schlimm. Habe mich auch zum Gerätetraining angemeldet. Dann kam wieder der Lockdown und es muss jetzt wieder ohne Sport und SHG gehen. Ich rechne nicht damit, dass es in diesem Jahr noch weitergehen kann. Bei mir hat die OP mehr bewirkt als nur die Gewichtsabnahme.
      Der mit dem Schlauch.
    • @asa77

      Ich verstehe Dich. Ich hatte Bedenken, dass ich keine Barbecues und keine Buffets richtig genießen kann. Aber das ist weniger schlimm als ich dachte. Meine Eiweißphase waren 800 kcal. Und nur Shakes und nach der OP eine Woche Nulldiät. Ging alles. Ansonsten esse ich viele KH's von Anfang an und habe trotzdem 105 kg abgenommen. Für mich zählt das Gewicht auf der Waage und nicht was ich esse.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:
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    • Diese Angst ist ganz normal. Es ist wichtig, dass du dich damit auseinandersetzt. Aber male nicht den Teufel an die Wand. Es wird ein Leben kommen nach der OP, dass dir jetzt noch fremd und unheimlich erscheint, weil es alles das beinhaltet, was wir vor der OP nicht hinbekommen haben. Aber lass dich darauf ein. Du wirst deinen Weg mit dem Essen neu finden und es macht Spaß, wenn es zu lässt. Ganz neue Geschmäcker tun sich auf, alte verschwinden (was ja auch nicht immer ganz so schlecht ist).
      Du wirst noch einige Tränchen vergießen bis du operiert bist, aber das ist nicht schlimm. Es nimmt auch etwas den Druck.
      Versuche nicht die vier Wochen zu sehen, und wie lang das ist, sondern jeden Tag einzeln.
    • Deine Ängste sind verständlich, ich denke die meisten haben solche oder ähnliche Gedanken und Ängste vor der OP.

      Aber es ist wirklich unnötig. Mit dem kleinen Magen ist auch eine große Zufriedenheit eingezogen, ich kann wirklich alles essen (natürlich nach dem Kostaufbau, der muss sein), die Mengen sind halt klein. Ich bin satt und zufrieden, manchmal etwas irritiert von den Mengen den meine Restfamilie so verdrückt. Ich esse auch KH, aber das ist immer der kleinste Posten auf dem Teller. Wenn’s mal Spaghetti oder Risotto gibt, mache ich immer Salat dazu und für mich gibts dann Salat und eine kleinere Menge Reis oder Nudeln. Das vertrage ich problemlos.

      Sport habe ich auch noch nie gemocht. Das einzige was ich seit Jahren mache, ist einmal die Woche Aquafitness und schwimmen. Allerdings haben wir einen Hund und einmal am Tag muss auch ich da ran.
      Ich glaube das es wichtig ist, die Bewegung im Alltag langsam zu erhöhen. Mehr laufen und Treppen steigen ist auch eine gute Möglichkeit Kalorien zu verbrennen und die Kondition zu steigern.

      Du wirst abnehmen und mit dem sinkenden Gewicht steigt deine Beweglichkeit und auch die Lust an der Bewegung. Kannst du dir vielleicht noch nicht vorstellen, ist aber so ^^

      Das wird schon, freu dich auf dein neues Leben.
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m
      OP Sleeve 07.August 2020 - 119,5 kg
      07. September 2020 - 110,9 kg
      07. Oktober 2020 - 105,2 kg
      07. November 2020 - 101,2 kg
      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:
    • Eben, ich bin auch trotz persönlicher Widrigkeiten ins Fitnesscenter gegangen und mache jetzt meine Who's und dann baue ich Muckis auf. Ich möchte Body Building aber schon als Jugendliche.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:
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    • Hallo Asa,

      manchmal zögere ich etwas, meine persönliche Meinung hier kund zu tun.... wenn sie vielleicht etwas vom Pfad der Tugend abweicht.

      4 Wochen Eiweißphase ist einen laaange Zeit. Vielleicht kannst Du den Druck, das durchzuhalten, etwas relativieren. Manche AZ's verlangen gar keine Eiweißphase mehr, andere nur eine Woche und dort wird auch mit Erfolg der Magen verkleinert.
      Wenn Du es also nicht konsequent durchhältst, finde ich das persönlich auch nicht schlimm. Mach es so gut Du kannst und hab Dich immer noch gern, wenn es nicht ganz so klappt. Bei mir war es so, dass ich vor der OP noch ein paar Mal über die Stränge schlagen musste, diese oder jenes 'noch ein letztes Mal essen', was rational ja völliger Quatsch ist.

      Nach der OP sieht es dann ganz anders aus. Durch die kleinen Portionen regelt sich vieles von selbst. Es ist einfach, wenig zu essen. Dann ist natürlich das wichtigste, auf Deine Eiweissmenge zu kommen. Hier muss ich jetzt ehrlich sein, wenn ich mein Eiweiss in Form von z.B. Fleisch gegessen habe, passt nichts und kaum etwas aus Kohlehydraten, den sogenanten Sättigungsbeilagen, noch hinein.
      Das fällt mir persönlich nicht schwer, aber ich habe auch schon vor der OP viel low carb gegessen.

      In dieser Phase wirst Du aber mit der stetigen Abnahme belohnt, der Verzicht steht nicht im Vordergrund.
      Ganz im Gegenteil. Mein Umfeld bemitleidet mich um die Miniportionen. Dann sage ich immer, es ist ein Segen und ich wünsche mir, dass es immer so bliebe.
      Meist behalte ich es für mich, aber oft bin ich ein bisschen fassungslos, welche Mengen und in welcher Geschwindigkeit, andere Essen in sich hineinstopfen, obwohl ich es bis vor kurzem noch selber getan habe.

      Alles Gute für Dich,
      wirf die Zweifel über Bord ;-)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mi-ri ()

    • Guten Morgen Asa,

      9kg Abnahme schon vor der Op, mein lieber Mann, das habe ich damals nicht einmal ansatzweise geschafft. Nur mal so am Rande bemerkt - geile Leistung, die verdient meinen Respekt!

      Dein Druck ist immens, stimmts? Ich reagiere unter Druck auch immer mit "Essen wollen".

      Die Aufgabe, welches dir dein AZ gestellt hat, ist keine leichte Aufgabe für dich persönlich. Aber zum Glück hast du ja ein paar Optionen, um der Aufgabe und den Druck umzugehen.
      • Die erste Option hast du ja schon unbewusst angewandt. Du hast dir selbst deine Angst davor eingestanden, das ist ein ziemlich großer Schritt.

      • Die zweite Option hast du ebenfalls perfekt angwandt. Du hast dich hier mit deiner ganzen Angst offenbart. Das erfordert eine ganze Menge Mut,
        den nicht immer sind die Antworten auch Antworten die man hören will oder mit denen man umgehen kann. Manchmal erhöhen sie sogar den Druck
        noch etwas mehr.
      • Du könntest dir die 4 Wochen mal im Vergleich zum restlichen Leben stellen. Da fallen die 4 Wochen kaum ins Gewicht. Ist aber sehr schwer, sich das in so einer
        Situation vorstellen zu können und hilft dir vielleicht auch gar nicht.
      • Du könntest noch einmal mit deinem AZ Kontakt aufnehmen und nachfragen, ob ein paar KHs erlaubt sind, wenn dir das nicht unangenehm ist. Vielleicht triffst du auf
        Verständnis, wenn du ihnen sagst, was das mit dir seelisch gerade macht.
      • Du könntest aber auch selbstständig immer mal wieder bewusst eine sehr kleine Menge KHs in den kommenden 4 Wochen mit einplanen, wenn es dir damit besser geht.
        Das macht dich weder zu einer Versagerin oder wird die Abnahme großartig beeinflussen. Könntest du das ohne schlechten Gewissens gegenüber dem AZ und dir selbst machen?
      • Ein andere Option ist, es nicht auf einmal sehen zu wollen. Nimm dir Tag für Tag vor. Sage dir: heute will ich das mal ohne KH versuchen und mich an die Ernährungsempfehlung
        meines AZs halten. Morgen entscheide ich mich dann neu. So kannst du jeden Tag eine Entscheidung für dich treffen und es sieht nicht so lange und unüberwindbar aus.


      Es ist in Ordnung, so wie du jetzt fühlst und denkst. Auch deine Ängste sind in Ordnung. Jeder Mensch geht anders mit Druck um. Für die einen ist es eine willkommene Herausforderung
      und setzt enorme Kräfte frei. Und bei anderen Menschen verkehrt es alles ins Gegenteil und kann auf Dauer auch seelischen Schaden anrichten.

      Liebe Asa, ich bin mir ganz sicher, das du den deinigen Weg findest, wie du mit der Situation am besten umgehen kannst. Lies dir alle Erfahrungen und Beiträge wertfrei durch
      und nehme dir das heraus, was dir deinen Druck am besten verkleinert.

      Ich glaube auch, es ist nicht nötig zu schreiben, welche der Optionen und Erfahrungen dir zusagen und welche dir noch mehr Angst und Druck machen.
      Du darfst alleine auf dein Wohl schauen. Den deine kleine Tochter will eine lachende Mama.


      Was den Sport angeht. Ohje, ich habe sage und schreibe 3 oder 4 Jahre gebraucht, bis ich da ankam wo ich jetzt bin. Das ist ohne Coronabeschränkung 2mal pro Woche Krafttraining und 1 - 2 mal pro Woche Wandern / Radfahren.
      Angefangen habe ich damit, das ich alle 2 Wochen mal mit meinem Freund unter großen Protest wandern gegangn bin und wirklich um jeden Meter weniger mit harten Bandagen gekämpft habe. :D Er zieht
      mich heute noch oft damit auf, das ich mich ständig in Diskussionen mit ihm deswegen verstrickt habe. Und ja, ich bin ehrlich, ich finde es nicht schlimm das die Fitness-Studios gerade geschlossen sind. :thumbsup:
      Schön wenn sie mal wieder aufmachen, aber ich bin nicht gerade tot traurig über die jetztige Bewegungssituation.

      Auch da, das wird sich im Laufe der Zeit bei dir finden.

      https://www.alles-wird-leichter.de/


      Der größte Fehler ist die Unfehlbarkeitsanmaßung
    • Hallo ihr Lieben,

      vielen Dank für eure lieben Antworten.

      Ich bin so froh dass es euch und das Forum gibt.

      Bei einigen eurer Antworten musste ich schlucken aber es ist sehr schön zu lesen dass man nicht alleine ist und verstanden wird...

      Nach dem Durchlesen der einzelnen Antworten hatte ich das Gefühl dass ein gewisser Druck von mir genommen ist.

      Danke für die vielen wertvollen Tipps.

      Vielen vielen Dank nochmals.

      :danke1: <3 <3 <3 <3 <3 <3
    • Ich kann vielen nur beipflichten und es bestätigen, da es bei mir nicht viel anders war. Früher Bestanden viele Mahlzeiten bei mir hauptsächlich aus KH. Ab Mai hatte ich angefangen, Diät zu machen und richtig mit Sport reinzuhauen. Da ich richtig Ansporn hatte, habe ich schon dort auf KH größtenteils verzichtet. Dann kam die 2 wöchige Eiweißphase, wo ich keine KH zu mir genommen habe.

      Mittlerweile Esse ich zwischendurch mal eine Portion KH. Aber es ist vielleicht eine Portion Nudeln, Reis oder Kartoffel in der Woche. Selbst wenn man gesellig beisammen sitzt und dann Baguettes und Dips und Co. auf dem Tisch stehen, greife ich von mir aus nicht mehr zu den Baguettes. Irgendwo habe ich gelernt, dass es Kalorien sind, die mir nichts bringen. Wenn ich koche, dann packe ich in eine Gemüsepfanne mittlerweile auch maximal die Menge von 1/3 Kochbeutel Reis hinzu. Es ist dann aber so viel Gemüse, dass meine Frau 2 Tage davon essen kann und ich auch.

      Hatte vorher auch sehr viel Angst, dass ich es nicht packe. Mittlerweile würde ich im Supermarkt keine KH mehr kaufen, wäre meine Frau nicht.

      Dass man etwas nicht verträgt, ist natürlich das Risiko, aber es wird sich bei dir einiges ändern. Ich vertrage an sich alles gut. Es ging auch schon zwei Monate nach der OP ein kleines Stück Rinderfiletsteak medium (natürlich gut durchgekaut). Auf viele Sachen habe ich keine Lust mehr, erwische mich aber immer wieder dabei, dass ich auf Sachen Lust bekomme, die ich vorher nicht mochte. Beispielsweise Fisch. Ich bin immer noch kein Fisch-Fan, aber mittlerweile habe ich teilweise einen Drang, mir nun Garnelen, Lachs oder Tunfisch zu kaufen.

      Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst, aber zerdenk das ganze nicht.

      Zum Sport gebe ich dir einen Tipp, der sich für dich wahrscheinlich total blöd anhört, aber er wirklich hilft: "Mach einfach regelmäßig Sport!" Wenn du Fortschritte bei deiner Leistung siehst und es sich auf die Waage auswirkt, dann motiviert das. Und wenn du erstmal 2-3 Monate regelmäßig (3-4x wöchentlich) Sport gemacht hast, dann brauchst du das irgendwann bzw. es wird selbstverständlich.
      Startgewicht: 185,3 kg
      OP-Datum: 17.08.2020
      derzeitiges Gewicht: 142,7 kg

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