8Jahre nach Op und wieder Adipös

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    • 8Jahre nach Op und wieder Adipös

      Wer hat nach Schlauchmagen - Op auch kontinuierlich wieder zugenommen?

      Im März 2012 bekam ich meinen Schlauchi und es lief alles gut....bis Anfang 2014 die Zunahme schleichend begann. Ich bin von 97,5 kg wieder auf 123kg gestiegen. Vor einem Jahr war ich bereits bei meinem damaligen Operateur und dieser meinte das ich noch nach der alten Methode operiert wurde, wo ein bestimmter Teil des Magen, welcher für die Ausschüttung des Hungergefühls zuständig ist,nicht entfernt wurde. Ich habe eine Verordnung für Ernährungsberatung erhalten und das warˋs dann erstmal. Bis dahin hatte ich mich auch gegen einen zweiten Eingriff gewehrt, da ich immer mal wieder abgenommen hatte (zwischen 115-119kg schwankend) und ich alles andere (Schilddrüse,Leber,...) ausschließen wollte.
      Nun kam unser Umzug in ein neues Haus, Corona und die fehlende Waage, da sie in einem der vielen Kartons versteckt war....naja...gibt ja Schlimmeres.
      Jedenfalls lag ich dann bei 123kg, meine Füße, Hüfte und Rücken schmerzen unerlässlich und ich könnte einfach nur noch heulen.


      Wenn ich nicht wüsste das ich durch meinen Job als Tagesmutter, wo wir wirklich viel draußen unterwegs sind, unseren Offenstall an dem ich täglich meine 1,5 Stunden Schubkarren-Mist-Workouts habe und unsere 2 Großhunde mich nicht fit halten, wurde ich sagen „Selbst Schuld du Couchpotato“ Aber wie hat meine letzte Praktikantin erst gesagt:
      “ Melle, wenn mir vorher jemand gesagt hätte wieviel wir mit den Kids unterwegs sein werden, dem hätte ich einenVogel gezeigt. Ich liege jeden Nachmittag und muss erstmal schlafen.“ Ich bin am Tag mindestens meine 5km am spazieren, mit dem Krippenwagen, welcher mit 4Kiddies besetzt ist, vorweg. Mit meinem Pferden mache ich seit Monaten nur noch Bodenarbeit, wo ich aber ebenfalls nebenher laufe....

      Entschuldigt das ich hier so einen Jammerpost hinterlasse, aber ich bin gerade dabei mich zu sortieren, mich zu überwinden mir einen Termin zu holen und dann den Weg zur zweiten Op zu gehen....so kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen ;( Irgendwie ist gerade komplettes Chaos im Kopf...dann Corona noch dazu, was die Terminlage nicht einfacher macht ?(
    • Liebe @melle2510,
      Mensch, dass dich das frustriert kann ich gut verstehen :knuddel: !

      Ich bin fachlich nicht so tief drin, dass ich etwas über unterschiedliche OP Methoden beim Schlauchi wüsste, aber wenn es wirklich so ist, dass mit eine Nach-OP das leidige Hungergefühl reduziert werden kann, würde ich nicht lange zögern!
      Du leistest körperlich ja ein wirklich großes Pensum, trotzdem Zunahme, wo sollst du da noch alleine dran schrauben? Es oft furchtbar, immer gegen ein Hungergefühl anzuarbeiten und auch meistens nicht nachhaltig im Erfolg.

      Ich kann dir nur raten, dich da bald im AZ eine Beratung zu holen. Den Lockdown kannst du nutzen, erforderliche Nachweise eines MMK, sofern vonnöten, zu besorgen.
      Du bist ja körperlich ziemlich trainiert, ich kann mir vorstellen, dass du dich von einer OP schnell erholst.
      Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute und die ersten Schritte hast du ja bereits erledigt, indem du dir hier öffentlich Gedanken machst und letztes Jahr den Operateur nach seiner Meinung gefragt hast.
      Das wird schon :tulpe:
    • Das Hormon wird an der Oberfläche des gesamten Magens gebildet. Es gibt keinen bestimmten Bereich, den man entfernen kann und man hat keinen Hunger mehr. Durch die Verringerung der Oberfläche wird auch automatisch das Hormon verringert.
      So zumindest hat es mir der Chirurg erklärt und auch die EB.
    • Oha @melle2510, das ist wirklich Scheisse. Aber eine Zunahme ist zum Glück nicht das Ende der Welt. DU kannst dagegen angehen.

      Ich glaube fast, du solltest dir überlegen das erneute Übergewicht von zwei Seiten aus anzugehen.
      Den Arzt oder das AZ hast du dir ja schon an Bord geholt. :positiv: Gute Sache, damit fühlt man sich doch gleich mal wieder besser aufgehoben.

      Dann kommt die vielleicht weniger schöne Seite ins Spiel. Also, alles was ich hier schreibe ist KEIN Vorwurf sondern einfach nur als Vorschlag zu betrachten.

      Aufschreiben - einfach wieder mal eine Zeit lang aufschreiben was man alles so isst. Und zwar wirklich alles. Und dazu gehören dann auch evlt gezuckerte Getränke.
      Ich verliere gerne mal den Überblick und schreibe mir das Abends auch öfters auf. Im Laufe der Jahre können sich alte Muster einschleichen, eben durch Stress wie Umzug und Co.
      Mir schon zu genüge passiert.

      Sei beim Aufschreiben einfach nur ganz, ganz ehrlich zu dir und dem Blatt Papier. Du musst das ja niemanden zeigen. Ich bin auch eine ab und zu "heimlich Esserin" um weiß wie
      schambehaftet das sein kann.

      Dein Bewegungspensum ist ja geil :freu: und das nur durch den Alltag. Cool.
      Allerdings gewöhnt sich der Körper an die täglich Bewegung. Du solltest ihm ab und zu etwas Neues anbieten. Muss nicht weltbewegend sein.
      Und vor allem soll es etwas sein, was dich nicht zu sehr an Überwindung kostet. (in den eigenen 4 Wänden: HulaHoop, 30 x um den Tisch laufen, auf dem Sofa Bauchübungen machen)
      Übrigens: Muskeln verbrennen ein klein wenig mehr (aber nicht überschätzen) und verbrennen auch dann noch ein paar Kaloriechen, wenn du schon längst schläfst.
      So ein paar Muskelübungen kann man auch zu Hause machen. Bauch - Beine - Po und auch die Arme lassen sich zu Hause zumindest leicht trainieren.

      Ich weiß, das hört sich wenig spektakulär an und lesen will man den Scheiss auch nicht gerne. ;( Aber radikale Ehrlichkeit ist das Wichtigste, was du jetzt hast.
      Radikale Ehrlichkeit dir selbst gegenüber und so gut es geht der EB und dem Arzt.

      Nur wenn du da die Hosen runter lässt, können sie dir wirklch helfen und auch sehen, ob und welche zweite OP-Methode dir persönlich am besten helfen wird.

      Ich fühle mit dir. Habe in der Esstörungsklinik selbst wieder jede Menge zugenommen und danach zu Hause jeden Essverstand komplett über Bord geworfen.
      Ich war auch schon wieder auf einen BMI von knapp 30 vor ca. 8 Monaten und bin froh, das ich inzwischen wieder zwischen 24 und 25 pendle. Damit kann ich sehr
      gut leben.

      Bei mir hat übrigens Intervallfasten geholfen. Das hat den verdammten Heißhunger fast komplett ausradiert. Jetzt will nur noch ab und zu die Seele Schabernack essen.
      Körperlich ist der Heißhunger dank Intervall für mich derzeit nicht vorhanden.

      Mach keine Diät mehr, sondern such dir was, was deiner natürlichen Ess-Situation am nächsten kommt. Für mich war die ersten Monaten nur das Naschen am Abend ein harter Verzicht.
      Mit dem Rest hatte und habe ich überhaupt keine Probleme. Es kommt meinem natürlichen Essverhalten, das ich schon zu Kinderzeiten hatte (Frühstücks-Hasserin) am nächsten.
      Von daher lässt es sich sehr gut für mich im Augenblick umsetzten. Wie lange? Das zeigt mir dann das Alltagsleben. Bisher mache ich es seit über 7 Monaten.


      Alles, alles Gute von mir. Und das du bald die Hilfe erhälst, die du dir so sehr wünscht.
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      Der Vergleich mit den anderen macht dich blind für das Original das du bist
    • happyroni schrieb:

      Das Hormon wird an der Oberfläche des gesamten Magens gebildet. Es gibt keinen bestimmten Bereich, den man entfernen kann und man hat keinen Hunger mehr. Durch die Verringerung der Oberfläche wird auch automatisch das Hormon verringert.
      So zumindest hat es mir der Chirurg erklärt und auch die EB.
      Meine EB hatte mir skizziert, dass das Ghrelin vor allem an der oberen "Beule" des Magens s
      produziert würde. Und dass daher meistens der Hunger nach der OP erstmal weg wäre, er nach ca einem Jahr aber wieder kommt.
      Ich bin jetzt 7,5 Monate post OP und habe zumindest Appetit...Hunger nur, wenn ich richtig unterzuckert bin. Mal sehen , was sich nach einem Jahr tut
    • Guten Morgen,

      vielen lieben Dank für die lieben Antworten!

      Zu dem Punkt Hormon Ghrelin... hie kann ich leider nur das wiedergeben was mir mein damaliger Operateur mitgeteilt hat. Ich habe am 07.12. nun einen weiteren Termin, jedoch diesmal in Lüneburg. Vorher war ich in Winsen Luhe in Behandlung. Hier wurde ich jedoch auch gefragt ob Lüneburg für mich nicht besser zu erreichen wäre. Bisher kenne ich das AZ dort nicht. Bin mal gespannt, aber von der Homepage her ist es schon recht ansprechend und auch das erste Gespräch am Telefon war bereits positiv.
      Kennt jemand von Euch das AZ in Lüneburg?

      Zum Thema Ehrlichkeit: Ja, die ist besonders wichtig. Es bringt wirklich keiner Seite etwas wenn ich schummel, da ich mir dann selbst was vormachen würde.
      Meine größte Falle war bis vor Kurzem der Latte Macchiato....stolz auf die Maschine und dadurch ist er ja schnell zubereitet....zwar fettarme Milch, aber es gilt als Nahrung und das habe ich aus den Augen verloren. Als Ersatz wird wieder ungezuckerter Tee getrunken und unsere Katze bekommt meine laktosefreie fettarme Milch
      Teilweise sind es nur kleine Rädchen die umgestellt werden müssen, da sie sich wieder eingeschlichen haben, aber ich hoffe das ich nun wieder auf dem korrekten Weg bin.

      Ob 2. Op oder nicht wird sich mit der Zeit zeigen. Ich lasse jetzt erstmal das Gespräch auf mich zukommen und ebenfalls mit meinem Hausarzt Rücksprache halten....dieser wohnt glücklicherweise in unserer direkten Nachbarschaft und weiß was ich am wirbeln bin und hat mich selber zu dem Schritt ermutigt als ich,ist ich, darüber sprach.
      Wichtig für mich war der Schritt wieder hier ins Forum und das ich den Termin gemacht habe....der erste war das Gespräch mit meinem Hausarzt....

      Ich wünsche Euch allen einen angenehmen Tag und nochmals vielen lieben Dank!!!!

      Liebe Grüße
      Melle
    • melle2510 schrieb:

      Zu dem Punkt Hormon Ghrelin... hie kann ich leider nur das wiedergeben was mir mein damaliger Operateur mitgeteilt hat.
      Mir wurde auch gesagt das ich nach dem Sleeve erstmal keinen Hunger mehr haben würde, weil angeblich der Teil des Magens der das Grehlin produziert bei der OP entfernt wurde.

      Sofort nach der OP hatte ich wieder den gleichen Bärenhunger wie vorher. So viel also zu Theorie und Praxis.

      Zuerst dachte ich natürlich das alles umsonst gewesen ist, weil der übermäßige Hunger ganz klar eine der Ursachen für meine Adipositas war.
      Mit der Zeit habe ich verstanden das der übermäßige Hunger ok ist, wenn man dazu eine gute Sättigung hat. Diese hatte ich vor der OP auch nicht mehr, die wurde danach aber sehr viel besser.

      Es bleibt immer schwierig, weil der bariatrische Eingriff, welcher auch immer, nur ein Teil der Behandlung der Adipositas ist, aber keine Heilung der chronischen Erkrankung.
      Es gibt einfach keine Heilung, sondern nur verschiedene Behandlungsansätze.

      Da die Studienlage zum Resleeve eindeutig schlecht ist, wird heutzutage kein seriöser Chirurg das mehr machen.
      Als Option bleiben Dir also noch die unterschiedlichen Bypässe.
      Liebe Grüße Laelia
    • Meine eigende Erfahrung mit mit dem Hormon Ghrelin ist, das ich bis heute keinen Hunger verspüre.
      Ich bin am 30.9. operiert und der Arzt sagte auch, das das Hormon Ghrelin wegoperiert wurde.
      Ich hatte nach der OP auch kein Hunger, nicht mal Appetit.
      wie gesagt, ich habe keinen Hunger bis heute und ich esse nur, weil ich was Essen muss. Ich könnte aber auch den ganzen Tag ohne Essen leben.
      OP Termin 30.09.2020
      Schlauchmagen :thumbup:
    • Ghrelin wird ja nicht nur im Magen produziert sondern auch im Dünndarm, im Gehirn ... man kann es also nicht einfach wegoperieren. Man kann es reduzieren, aber irgendwann übernehmen andere Stellen die fehlende Produktion.
      daher ist es ja wichtig die Ernährung umzustellen, denn Hinger kommt wieder und fie Portionen werden größer. Und wenn man dann nichts geändert hat, hat man ein Problem
    • Ja da hast Du vollkommen Recht.

      Im Gehirn ist die Steuerzentrale für Hunger und Sättigung, genau genommen im Hypothalamus. Von hier werden auch die Hormone ausgeschüttet, die ein Sättigungsgefühl oder Hunger auslösen.
      OP Termin 30.09.2020
      Schlauchmagen :thumbup:
    • Hallo ihr Lieben!

      Ich stecke seit Dezember mitten im MMK. Es ist der Umbau zum Bypass geplant. Ende Juni habe ich meine letzte Ernährungsberatung, auch diese sagt das es besser ist wenn eine weitere Op gemacht werden würde.
      Am 6.7. habe ich einen Termin zur Antragstellung und dann heißt es abwarten. Mir wurde bereits gesagt das es mittlerweile recht schnell gehen sollend es sein kann das ich dann Ende Juli bereits operiert werde...ich lasse es auf mich zukommen.