Sich "frei machen" von den Vergleichen mit dem Essen anderer

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    • In den SHGs war die Standard-Antwort auf viele Fragen: "Jeder Körper ist anders" und das hat sich bei mir eingebrannt. Ich weiß, dass das Beneiden und Vergleichen nichts bringt, weil einfach jeder Körper anders ist. Das mache ich weder bei der Abnahme, noch beim Essen.

      Ich persönlich bin selbst noch dabei, meinen Körper "kennenzulernen". Von unterschiedlichen Sachen kann ich unterschiedlich viel essen. Kohlenhydrate machen mich schnell "zu". Das habe ich erst am 1. Weihnachtstag nochmal krass bestätigt bekommen. Auf dem Tisch standen diese "Deluxe" Kartoffelgratin-Taler, welche es im Lidl gibt. Ich wollte davon einen essen und dann mal weiterschauen. Jedoch war ich nach einem solchen Taler komplett voll. Am 2. Weihnachtstag gab es Riesengarnelen und bei der 5 oder 6 habe ich mich selbst gebremst. Nicht weil ich gierig geschlungen habe. Das Sättigungsgefühl wollte noch nicht einsetzen. Habe dann von mir aus aufgehört.

      Ich finde da einen Neid auch vollkommen falsch? Worauf soll ich neidisch sein? Dass jemand 3 Mal so viel in sich reinschaufeln kann an unnötigen Kalorien? Nee. Das einzige, was ich schade finde ist, wenn ich mir mal wieder ein tolles Fleischstück wie Filet oder Entrecote mache, es perfekt medium hinbekomme, dann aber nur die Hälfte schaffe. Doch selbst dann freue ich mich, da ich das Stück genossen habe. Vorher hätte ich das Stück verschlungen und geschaut, was ich nachschaufeln kann. Es ist schon gut so, wie es ist.

      Auch beneide ich niemanden um die Abnahme. Ich folge einem Typen bei Instagram, der ungefähr die gleichen Voraussetzungen mit sich gebracht hat wie ich von der Körpergröße und so, jedoch bereits Anfang des Jahres operiert wurde. Ich beneide ihn nicht um seine Abnahme. Verglichen mit ihm habe ich das gleiche Tempo. Ich gebe mir aber durch ihn eine Art Motivation auch weiter zu machen. Neid wäre da fehl am Platz, ebenso ein Konkurrenzkampf. Aber es ist ein Antrieb für mich.

      Ich finde es gut, dass wir uns hier alle Tipps geben, jedoch muss man schauen, ob man nicht aneinander vorbeischießt. Jemand, der seine Kalorien und Nährwerte kleinlich trackt muss niemandem, der nicht Tagebuch führt, Tipps geben. Genauso umgekehrt. Ich bin bei manchen Produkten - wie oben geschrieben - überrascht wie viel/wenig rein geht. Andere Produkte kenne ich schon und weiß genau, wieviel davon reinpasst. Ein Tipp, dass 100g zB Quinoa besser sind als 100g Reis bringt mir nichts, wenn ich 100g Reis schaffe, aber nur 60g Quinoa und das gleiche Sättigungsgefühl habe, aber weniger Nährwerte zu mit genommen habe. Hier lasse ich mal die Kalorien außen vor, da jemand mit operiertem Magen, der sich an eine grobe Diät hält, fast zwangsläufig im Defizit bewegt. Zumindest ist es bei mir so, dass selbst wenn ich morgens ein weißes Brötchen mit Marmelade, mittags Kartoffelpüree und ein kleines Schnitzel und abends noch was esse, bei den Mengen, die in mich rein passen, im Defizit bleiben würde.

      Natürlich ist mein Ziel nicht, mit Sachen im Defizit zu bleiben, die nicht gerade einer Diät entsprechen und ich achte auf mein Eiweißgehalt, jedoch ist es für mich unmöglich, ohne Süßgetränke und Süßigkeiten aus dem Defizit zu kommen.
      Startgewicht: 185,3 kg
      OP-Datum: 17.08.2020
      derzeitiges Gewicht: 142,7 kg

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      Tagebuch
    • StraigthOn schrieb:

      Aber sagt mal, Butter bei die Fische. Fällt euch das "nicht vergleichen" auch manchmal so schwer?

      Verglichen habe ich mich nie. Ich sehe darin keinen Sinn. Jeder ist anders, jeder hat andere "Baustellen", jeder nimmt unterschiedlich schnell oder langsam ab, jeder hat nach der Abnahme mehr oder weniger Schwierigkeiten sein Gewicht zu halten, aus den unterschiedlichsten Gründen.
      Was mich grantig macht, das sind Leute, die meinen "warum lässt man sich überhaupt operieren wenn man dann hinterher wieder Chips/Schokolade etc isst?".
      Ich denke mir, es sollte jeder bei sich selbst bleiben, jeder über sich selbst urteilen. Es steht mir nicht zu über andere zu urteilen und die Keule hinterher zu werfen.

      Unterm Strich ist es meine Verantwortung, ich muss wissen was ich daraus machen möchte und wenn ich mal Lust und Laune habe und ne halbe Packung Erdnuss Flips esse dann tu ich das, wenn ich mir eine Pizza bestellen will dann mach ich das, ohne schlechtem Gewissen, ohne Rücksprache mit Forenteilnehmern, ohne Freunde/Bekannte/Verwandte zu fragen ob sie das gut oder schlecht finden.

      Ich habe im ersten 3/4 Jahr 60 KIlo verloren, war dann bei 72kg auf 1,71m und halte das bisher problemlos. Ich brauche keine Vergleiche, keine Ernährungsratschläge nach fast 4 Jahren.
      :tulpe:
      Höchstgewicht: 133kg
      OP Gewicht 124kg
      Aktuell: 72kg (1,71m)
    • Shake ESN Designer Whey Strawberry
      Schnitzel mit Champignon-Rahmsauce und Bratkartoffeln aus dem Restaurant geliefert.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:
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