Absage OP- grosse Zweifel

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    • Absage OP- grosse Zweifel

      Hallo ihr Lieben,

      ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr und hoffe ihr hattet einen guten Start!!!!

      Meine OP für Dezember wurde abgesagt nachdem ich 3 Wochen Eiweiss- Phase bereits gemacht hatte...
      Das hat mir echt einen Schlag versetzt. Hätte ich nie gedacht. Ich war dann so down und war/ bin der Meinung dass das alles sowieso keinen Sinn macht.

      Im Moment fühle ich mich gefühlt so weit von der OP entfernt wie nie zuvor. Die Zweifel werden jeden Tag größer.

      Ich habe seit Beginn des MMK 15 kg abgenommen. Nun überlege ich ob ich das nicht auch ohne OP schaffen kann abzunehmen.

      Es gibt da ein paar Fragen die mich sehr beschäftigen:
      • Was habe ich zu verlieren wenn ich mich operieren lassen?
      • Was habe ich zu verlieren wenn ich mich NICHT operieren lassen?
      • Welche Schäden verursacht der Diabetes wenn ich Versuche alleine abzunehmen?
      • Nach ca. 1,5 Jahren hört die Wirkung der OP auf in Bezug auf Abnahme. Warum dann operieren? Muss danach sowieso selbst klarkommen. Kann ich das nicht auch so?
      Das sind so die Hauptfragen.

      Vielleicht ist der ein oder andere dabei der mir helfen kann mehr Klarheit ins Dunkel zu bringen.

      Ich war mir so sicher vor der OP dass ich sie möchte... Die Absage hat mich so runtergezogen das Grade nichts mehr Sinn macht.

      Ach ja nach den 3 Wochen Eiweißphase hiess es von der EB ich soll wieder KHs einbauen. Das war nicht einfach für mich. Am Anfang hat mir nichts so richtig geschmeckt. Ich hatte auch unheimlich Angst wieder zuzunehmen. Kann gerade rein psychisch nicht wirklich aufs Essen achten. Stresst mich zu sehr und kostet viel Kraft... Ich esse wieder Schokolade und alles was ungesund ist. Habe in diesen knapp 3 Wochen 1 kg abgenommen. Also stellt sich auch hier die Frage warum OP.

      Schonmal vielen Dank für's Lesen!!!!

      Bin so froh dass es euch gibt <3
    • Abnehmen ist für die allermeisten kein Problem, aber die meisten schaffen es nicht das zu halten und sind hinterher schwerer als vorher.
      Diabetes macht vor allem dann Schäden wenn er schlecht einzustellen ist. Dann wird er irgendwann Schäden an den Augen, Gefäßen und Nerven machen.
      was du verlierst wenn du dich gegen fie op entscheidest? Vermutlich mit jedem Kilo was du langfristig zunimmst Lebensqualität und die Nebenerkrankheiten werden in der Regel nicht weniger.
      entscheiden kannst nur du für dich was du möchtest oder nicht
    • Guten Morgen @asa77

      Deine Zweifel und der Frust sind verständlich.

      Mit ging es ganz am Anfang ähnlich. Dann habe ich mir die Frage gestellt, wie ich überhaupt auf das Thema OP gekommen bin.... Hier Mal mein damaliger Gedankengang:

      Warum OP - weil ich in 44 Jahren nie dauerhaft abnehmen konnte bzw das Gewicht halten konnte - aber ich hab doch jetzt x Kilo abgenommen, geht dich bestimmt auch so - dann hätte es auch die anderen Male funktionieren können, hat es aber nicht oder? - aber was nützt es mir wenn ich nach zwei Jahren wieder normal essen kann? - wenn ich "normal" Essen könnte, wäre ich nicht hier! Und ich kann diese Zeit wunderbar nutzen, mich auf eine gesunde und in der Tat n o r m a l e Ernährung einzulassen - was hab ich zu gewinnen? - vielleicht nicht viel, aber ich viel zu verlieren!

      Ich will meine Enkel aufgewachsen sehen
      Ich will meine Kinder älter werden sehen
      Ich bin endlich in einen tollen Beziehung und will diese noch lange lange genießen
      Ich will mit meinen Freund in den Calanques rumklettern
      Ich will bequem einen Langstreckenflug unternehmen können
      Ich will mich nicht immer ärgern wenn mein Freund den Autositz nicht wieder nach hinten schiebt wenn er gefahren ist
      Ich will auf den Knien rumkrabbeln können
      Ich will im Schneidersitz sitzen können
      Ich möchte auf den Fersen sitzen
      Ich nicht ganz normal shoppen gehen - und nicht mehr erst auf die Größe schauen und dann erst ob es mir gefällt

      Ich könnte die Liste endlos weiterführen.... Aber das ist meine Liste

      Ich weiß nicht wie deine aussieht, aber vielleicht machst du dir eine?

      Über eines bin ich mir allerdings sehr sicher: wenn ich nicht 110%ig von meiner Entscheidung überzeugt wäre, wäre diese OP und der Weg danach von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Ich würde alles anzweifeln und bei jedem kleinsten Rückschlag oder fehlendem Fortschritt verzweifeln.

      Die Entscheidung, liebe asa77 kannst nur du treffen.... Ich drücke dir jedoch ganz ganz fest die Daumen, dass sich deine Wünsche erfüllen

      Liebe Grüße aus dem Pütt
      Lotte
      Liebe Grüße aus dem Kohlenpott

      Lotte
      :laola:
    • Ich finde, du hast nix zu verlieren, wenn du dich nicht operieren lässt.
      Wenn du es doch noch ohne OP versuchen willst, mach das ^^
      Ich war, wo ich mich operieren lassen habe, 100% davon überzeugt und das hört sich bei dir jetzt zum 2x nicht danach an.
      Fakt ist, dass das Halten vom Gewicht auch mit OP nicht leicht ist/sein kann.
    • Ich bin voll bei HakunaMatata. Jetzt wo du noch keinen Termin hast, dann bleib doch einfach dran und versuche es weiter ohne OP. Schau einfach, wie du dich fühlst und ob du weiter so klar kommst. Die OP läuft dir nicht weg.
    • Hallo asa77

      lass es doch auf dich zukommen und vor allem lass dich jetzt nicht verunsichern durch die Absage.
      Bleib am Ball mit deiner Ernährung und mach weiter wie bisher und wenn es weiterhin so gut geht mit der Abnahme kannst du mit der Op ja noch bis zum Herbst warten.
      Zur Sicherheit kannst du es ja mit deiner KK und deinem AZ absprechen.Lass dich da nochmal beraten, sie sollten ja die Leute bei jedem Weg der Abnahme unterstützen.

      Bei mir war es damals ähnlich, ich war mir nicht sicher ob die Op mein Weg ist.
      Im Mai 2018 zum Zeitpunkt als ich die Genehmigung für den Magenbypass bekam, hatte ich seit Januar 18 auch ca. 17/18kg abgenommen und wurde dadurch noch unsicherer. Sollte ich die OP machen lassen?
      Einen OP-Termin hatte ich aber nie.

      Bis heute hab ich ohne OP 55 Kg abgenommen und halte mein Gewicht seit September 2019 +/- 3)4 kg, würde aber gerne noch 5/6 kg schaffen.

      Ich versuche mir den Vorsatz von daaja1 zum Vorbild zu nehmen, finde das sehr hilfreich.



      „Ich wiege zum Jahreswechsel keinesfalls mehr, als zum Jahreswechsel des Vorjahres!!!

      Ich hungere nicht, verzichte öfters bewusst, verliere Gewicht und vermeide Völlerei!!!

      Ich bin achtsam und stark und bleibe dran!!!“



      Du siehst es ist zu schaffen, aber es ist ein Stück Arbeit und man muss immer dran bleiben, das ist der Preis (mein Preis) für den Erfolg.

      LG

      Paulinchen1213
    • weil es nur ein ganz geringer Teil schafft, dauerhaft ohne OP abzunehmen. Denke du hast auch genug Versuche hinter dir und? Was sollte sich jetzt ändern?
      Eine OP ist natürlich keine Garantie und es liegt an jedem selbst was daraus zu machen, aber die Chance so zu wegzuwerfen ist meiner Meinung nach nur eine verdammt bescheuerte Idee
    • Ich musste für den Anamnese Bogen des AC meine ganzen Diäten notieren, samt den „Abnehmerfolgen“. 15 - 20 kg habe ich sicher 7-8 mal abgenommen, einmal sogar über 50 kg mit Atkins. Das Halten war das Problem. Ständig hatte ich Hunger und nach einiger Zeit kamen die Kilos immer wieder und brachten noch ein paar Freunde mit.

      Daher ist mein neuer kleiner Magen mein bester Freund. Ich kann diese großen Mengen nicht mehr essen und endlich habe ich wieder ein Sättigungsgefühl. Ich muss nicht mehr hungrig vom Tisch aufstehen um nicht zuzunehmen. Zum ersten Mal bin ich satt und zufrieden und habe tatsächlich das Gefühl es so dauerhaft auf einem gesunden Maß halten zu können. Natürlich muss ich auch dann etwas dafür tun, aber es ist jetzt soviel einfacher. Ich zumindest würde die OP immer wieder machen.
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m
      OP Sleeve 07.August 2020 - 119,5 kg
      07. September 2020 - 110,9 kg
      07. Oktober 2020 - 105,2 kg
      07. November 2020 - 101,2 kg
      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:
      07. Dezember 2020 - 96,8 kg
      07. Januar 2021 - 95,0 kg
    • Ich kann deinen Frust verstehen. Habe auch schon vor der OP einiges abgenommen und die ersten Tage nach der OP, wo ich Schmerzen hatte, habe ich mir diese Frage dauernd gestellt. Ich persönlich war vor der OP jedoch zu 100% davon überzeugt.

      Aufgrund des nachstehenden Textes hätte ich allerdings eine kleine Nachfrage:

      asa77 schrieb:

      Kann gerade rein psychisch nicht wirklich aufs Essen achten. Stresst mich zu sehr und kostet viel Kraft... Ich esse wieder Schokolade und alles was ungesund ist. Habe in diesen knapp 3 Wochen 1 kg abgenommen. Also stellt sich auch hier die Frage warum OP.
      Hast du das öfters in der Vergangenheit gehabt, dass du auf Stresssituationen mit Essen reagiert hast? Hattest du das im Rahmen des MMKs mit dem Psychologen abgeklärt? Klar, Stress ich auch ein heftiger Kalorien-Killer, aber mit der Zeit gewöhnt der Körper sich an den Stress... an die Kalorien jedoch nicht. Nach der OP wäre das der Genickbruch und du würdest erst recht in Selbstzweifel geraten, wenn du trotz OP bei Stresssituationen isst und zunimmst. Als Student habe ich in den Prüfungsphasen auch gefressen wie ein Schwein und habe abgenommen. Das Problem ist, dass man sich an die Ernährung gewöhnt, aber dann der Stress wegfällt... oder wie bereits geschrieben: der Körper gewöhnt sich an den Stress, aber die Ernährung bleibt gleich.

      Ich habe mir bei Stress Substitute für Essen gesucht, die nichts mit Ernährung zu tun haben. Mal ist es eine Runde Sport, mal wird geputzt oder gelesen. Es musste etwas sein, dass mit entweder ablenkt, auspowert oder runterbringt.
      Startgewicht: 185,3 kg
      OP-Datum: 17.08.2020
      derzeitiges Gewicht: 142,7 kg

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      Tagebuch
    • Hallo asa77,

      mir geht es gerade ganz genau so wie dir. Nach der Absage im Dezember habe ich das Thema OP nochmal grundsätzlich für mich aufgemacht - und das hat mich fertig gemacht und ich bin in ein richtiges depressives Loch gerauscht kurz vor Weihnachten. Deine Fragen stelle ich mir auch. Aber ich finde aber durch das Beantworten keine klare Linie. Ich vermute für mich: es ist am Ende nicht das eine oder andere Detail in der Abwägung. Es ist bei mir die Sorge vor der Endgültigkeit der Veränderung. Dem "nicht zurück" können nach der OP. und dem nicht wissen, ob man wirklich danach noch man selbst und zufrieden sein wird. Mir macht das zu schaffen. Auch weil es zeigt, wie sehr das Essen mich bestimmt. Das war mir immer schon klar aber jetzt kommts eben drauf an. (Tst vielleicht ein bissel wie ein Kind adoptieren - das ist dann so und verändert das leben und man weiß nicht vorher, ob es gut oder schlecht läuft, nur dass es insgesamt etwas ist zu dem man "Ja" gesagt hat.)

      Ich hab mir aktuell verordnet erst mal einige Wochen nicht mehr ständig an die OP zu denken. Ich prüfe für mich noch mal Alternativen und hab mir einen Termin beim Therapeuten gemacht, um das ganze nicht alleine hin und her zu wälzen. Vor Februar erwarte ich keinerlei Terminplanungen in den Kliniken - also nehme ich für mich den Druck raus und versuch die Weihnachtskilos (na klar hab ich nach der Absage viel zu viel gegessen und alles nochmal mitgenommen...) wieder runter zu bekommen in dem ich mich an eigentlich schon gewohnten Regeln halte. Und dann hoffe ich, mit klarerem Kopf eine Entscheidung zu treffen.

      Ich wünsch Dir das auch, dass Du ohne Panik und Druck zu einer guten Entscheidung kommst und Deinen ganz eigenen Weg findest.
      Start Eiweißphase 30.11.2020 - 129,5 kg
      OP Termin ???
    • Hallo,

      ich kann Deine Zweifel gut verstehen. Mir ging es ähnlich, auch uns wurde die OP verschoben. Allerdings war ich da noch nicht in der Eiweißphase.
      Sondern vor dem zweiten Termin, mitten in der Eiweißphase, die bei mir seltsamerweise bombastisch lief.
      Keine Gier, keine Gelüste, Freude an meinem Essen, keine Hungerattacken ( ist wohl dem Mördereiweiß aus der Zeit geschuldet)
      Ich habe diese Zweifel dann diverse Male mit meinem Mann diskutiert. Irgendwann sagte er zu mir: Du hast es schon häufiger mal für eine Weile geschafft...aber auf Dauer?
      Das hat mich dann bewogen, mich operieren zu lassen. Weil es stimmt. Für eine Weile ging es immer, dann hab ich den Hunger nicht mehr ausgehalten, die ständigen Gelüste, Verbote...
      Ich brauchte einfach zuviel Essen, um satt zu sein, und nein, Salat in großen Mengen hatte leider nicht die sättigende Wirkung die ich gebraucht hätte.
      Ich bin jetzt ein halbes Jahr operiert und habe auch immer wieder mal mit Hunger zu kämpfen. Aber der ist besser auszuhalten und vor allen Dingen wirklich mit kleinen Mengen zu stillen.
      Ich bin in meinem Leben ein sehr disziplinierter Mensch, nur beim Essen hat das nicht funktioniert. Da konnte ich mich auf den Boden schmeißen und mit den Füßen strampeln. Nichts zu wollen.
      Jetzt ermöglicht mein kleiner Magen auch beim Essen sehr diszipliniert zu sein. Einfach weil ich keine zwei Brötchen und ein Ei brauche um satt zu sein.
      Meine Geschmacksnerven haben sich auch völlig verändert. Auch das hilft ungemein.

      Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und eine für Dich gute und gangbare Entscheidung.
    • Waterbottle schrieb:

      Du hast es schon häufiger mal für eine Weile geschafft...aber auf Dauer?
      Mir ging es genau so...selbst direkt nach der OP dachte ich....mei was hast du für einen Scheiss gemacht....aber dann bin ich nochmals zurück und habe mir überlegt wie oft ich im Leben schon gut abgenommen habe....wie oft ich den kurzfristigen Kampf gewonnen hatte....und was war am Ende nach X Jahren? Ich war wieder auf dem "alten" Niveau....darum habe die Option für die OP genutzt und heute 14 Monate danach sitz ich hier und denke (wie so viele) warum habe ich das nicht schon früher gemacht....das waren aber rein meine Gedankengänge....und ich weiss das ist bei jedem anders...genauso wie jeder seine Beweggründe hat
      .
      Aber schlussendlich kann dir keiner deine Entscheidung abnehmen....ob Zweifel oder Klarheit ob Sicher oder Unsicherheit....du bist diejenige die damit kämpft oder auf dem Tisch unter dem Messer liegt und egal wie es ausgeht du musst damit Leben.

      Wir können dir neben "klugen" Ratschlägen nur die Daumen drücken das, egal wie du dich entscheidest, es für dich das Richtige ist