Fett - Kohlehydrate - Protein - Low Carb

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    • Fett - Kohlehydrate - Protein - Low Carb

      Hallo zusammen,

      seit ich mein Essen tracke, schaue ich mir jeden Tag das Verhältnis der oben ganannten Nähstoffe an und merke, ich habe so gar kein Gefühl dafür. Ich esse generell Richtung low carb, das ergibt sich einfach so, um dem Magenbypass gerecht zu werden.

      Mein Beispieltag:
      37g Fett, 35g KH, 55g Protein, 700kcal

      An manchen Tagen habe noch weniger Eiweiss. Ich stehe auf Kriegsfuss mit Eiweissdrinks und -pulvern. Ich bin hier im Defizit.

      Seit ein paar Tagen habe ich die Fettzufuhr deutlich erhöht, dadurch ergibt sich auch eine höhere Kalorienbilanz (etwa 1000kcal).
      Das kurbelt meine Verdauung an und erstaunlicherweise auch die Abnahme.

      Wer kann sich das erklären?
      Man beachte, ich habe einen omega loop und keinen RNY.
      Intervallfasten funktioniert bei mir nicht. Morgens brauche ich Nahrung wegen Unterzuckerung, Abends esse ich am meisten, das hat glaube ich noch mit meinem Suchtverhalten zu tun, vor OP habe ich mich abends immer vollgestopft.

      Ich freue mich auf Rückmeldungen aller Art von Freunden der Statistik,

      LG Miri

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mi-ri ()

    • Unabhängig von der OP ist es wichtig genügend Energie zu sich zu nehmen, dass der Körper sich auch von überschüssigem Ballast trennen kann. Deshalb ist es für uns total wichtig ein Gleichgewicht zu finden zwischen zu wenig Essen und zu viel Essen. Der Körper ist evolutionsbedingt so eingestellt, dass er sobald es darum geht zu wenig Nahrung zugeführt zu bekommen. Dann geht es in den Sparmodus. Deshalb denke ich, dass bei dir die 1000 kcal dein persönlicher Wert ist, dass dein Körper gut versorgt ist.
    • Huhu :hallo:
      Warum isst Du Low Carb wenn das Eiweiss dann doch nicht stimmt?
      Du benötigst auch bzw. gerade Ballaststoffe beim Omega Loop mit entsprechender Menge Fett ,wie Du schon sagst , für die Verdauung.
      Ich trinke jeden Tag „zum Kaffee“ meinen Eiweisscappucino und „nasche“ Käsewürfel. Als Mittagessen im Büro hat sich bei mir „Tomatenfisch“ bewährt..

      Wenn 1000 Kalorien in der Zusammenstellung Dich weiter bringen ist doch super.
    • Liebe happyroni,
      das ist ein Denkansatz, den ich mir durch den Kopf gehen lasse. Ich hab schon soviel hier gelesen: Grundumsatz geschrottet, BIA Messung... Ich bin da eine Ungläubige. Ich will nicht behaupten, dass es solche Effekte nicht gibt, aber ich denke sie sind weniger gravierend, als manche es sich denken. Der Körper ist wie alles im Universum den physikalischen Gesetzen unterworfen. Gebe ich einem Organismus nicht genügend Energie, wird er sich an der Wärmeerzeugung, Eiweissreserven und letztlich auch an den Energiereserven bedienen.
      Vielleicht ist aber mein Eigenversuch Grund genug, das alles nochmal zu überdenken.
      Liebe Susa,
      Von geplantem low carb kann keine Rede sein. Ich meide Süßkram weil das bei mir stark die Sucht ankurbelt. Ansonsten würde ich theoretisch vieles essen. Aber: Eins meiner Lieblingsessen ist momentan gebratenes Hähnchenfilet. Damit es nicht so einsam auf dem Teller liegt, mache ich dann noch 2 Brokkoliröschen dazu. Danach bin ich satt. Eine Stärkebeilage macht hier keinen Sinn. Ballaststoffe nehme ich nur sehr wenig zu mir.
      Mich interessiert, wie Du Deinen Cappu trinkst. Wieivel Milch und wieviel Eiweisspulver?
      :P Bei Fisch kannst Du mich schnell wegrennen sehen...
    • Moin,
      Ich finde sowohl 700 als auch 1000kcal extrem wenig. Zudem durch den Omega Loop auch eine Malapsorbtion stattfindet, sehe ich das richtig?
      Ich kann mir vorstellen, dass man damit wirklich in den Hungerstoffwechsel wechselt und es sich unnötig schwer macht.

      Ich tracke mein Essen nicht, bin mir aber sicher, dass ich deutlich mehr Energie zu mir nehme. (Und nehme dabei gut ab).
      Vielleicht testest du es über eine definierte Zeitspanne einfach mal, ein paar Zwischenmahlzeiten einzulegen? Mozzarella mit etwas Tomate, Käsewürfel, Thunfisch im Sud, Quark, etwas Rohkost mit Tzatziki etc.
      Ich denke, man kann auch ohne Pulver und Shakes gut Eiweiß zu sich nehmen.
    • Guten Morgen,

      hast du keine Ernährungsberatung?

      Ich bekomme immer schimpfe, weil es mir mit 1200 Kalorien gut geht.

      Meine EB wünscht sich, dass ich auf ca. 2000 Kalorien komme ... Wenn ich wirklich mal mehr esse, ist am nächsten Tag ein neues kg weg.

      Einen schönen Tag
    • @mi-ri

      Ich tracke meine Mahlzeiten auch.
      Im Schnitt komme ich auf etwa 500-750kcal am Tag.
      15-37g Fett
      5-15g Kohlenhydrate (hauptsächlich laktosefreie Milchprodukte und Kohlenhydratarmes Gemüse)
      30-65g Eiweiß (hauptsächlich Shakes, Milchprodukte und Fleisch)
      Leider kann ich immer noch nicht öfter als drei mal am Tag essen. Mittlerweile trinke ich nachmittags meist noch einen Shake.

      Allerdings sollte man sich an mir nicht orientieren. Ich musste wegen meiner reaktiven Hypo meine Ernährung umstellen und bin nun wieder in der Ketose.

      Ich muss den anderen zustimmen es scheint als ob du mehr brauchst um den Stoffwechsel aktiv zu halten. 1000kcal scheint ein guter Richtwert für dich zu sein. Die EB hat mir vor der Op gesagt, dass man nach der Op auf 1000-1200kcal kommen soll, da der Körper dann am effektivsten arbeitet. Also scheint das wohl bei dir zu stimmen.
    • Huhu,

      meine EB gibt keine Kalorien vor und ist kein Fan von wenig Kohlehydrate essen. Ihr ist wichtig, zwischen den Mahlzeiten 5 Stunden Pause zu machen, damit der Insulinspiegel wieder ganz runter geht, im Optimum also 3 Mahlzeiten. Damit komme ich nicht klar, direkt nach OP brauchte ich 5 Mahlzeiten, jetzt bin ich bei etwa 4. Ich habe nach einer Mahlzeit nach etwa 2 Stunden wieder richtig Kohldampf und den halte ich dann noch etwa eine Stunde aus.

      Generell denke ich, eine feste Kalorienzahl ist nicht nötig. Bei mir hat es sich zufällig so ergeben, dass es meist am Ende des Tages 800 sind, das habe ich so nicht angepeilt. Interessant ist hier doch, wie lange die OP her ist und was die Kapazität des Mägeleins so hergibt. Ich bin 4 Monate post OP, sicher kein Vergleich zu jemandem, der schon 1 Jahr hat oder seine Halte-Gewicht erreicht hat.

      Danke für Eure Rückmeldungen.

      Ich muss gestehen, dass ich so ein bisschen am Ende der Honeymoon-Phase angekommen bin. Ich habe anfangs nach Hunger gegessen, genau bis der Magen das erste Mal 'satt' gesagt hat. Jetzt 'höre' ich nicht mehr so genau hin und esse eher, bis der Teller leer (ich achte auf die Menge, die ich drauf lege). Ich habe eine Tendenz, abends nach der Hauptmahlzeit etwas Süßes zu essen, auch wenn der Magen voll ist. Glücklicherweise momentan nur Obst oder süßen Quark. Ich bin (noch) nicht wieder ins Schokoladengeschäft eingestiegen.
      An Weihnachten habe ich ein anderes Extrem 'ausprobiert', was ich im Nachgang sehr erschreckend fand, weil es irgendwie der Kehrseite der Medaille des Überessens ist. Gedanklich hatte ich mit mir vereinbart, dass eine Zunahme über Weihnachten von etwa 2 Kilo okay ist. Wie die Feiertage dann anstanden, hatte ich so gar keine Lust mehr auf Zunehmen. Ich habe mich an allen Feiertagen durch den Tag gehungert habe, nichts gegessen, bis das Familienessen anstand.

      Dass ich mal in ein anderes Extrem schwanken könnte, hätte ich nie für möglich gehalten. Und ich kann es auch nicht bestreiten, dass es in mir einen Teil gibt, der das toll findet.
      Danke der Nachfrage, ich bin langjährig in Therapie ;-) nichts bleibt unbearbeitet.

      Ich weiß gar nicht, ob meine Gedanken andere interessieren, ich bin hier im Forum ein richtiges Plappermaul geworden. Aber es tut gut, sich alles von der Seele zu schreiben.
    • Wenn du aber mit weniger Kohlehydrate leben kannst, als deine EB sagt, dann steigt auch dein Insulinspiegel nicht so stark und ist dann auch schneller wieder unten. Dann kannst du auch öfter essen. Ideal ist nicht vor 3 Stunden im Schnitt.
      Ist deine EB spezialisiert auf Ernährung
      nach der OP?
      Ich hatte eine EB vor der OP, die selbst die OP hat machen lassen. Das ist ein himmelweiter Unterschied bei den Tipps und der Einstellung im Gegensatz zu anderen EBs. Leider ist sie weggezogen, aber ich profitiere heute noch sehr von ihr, selbst über 1 Jahr nach der OP.
      Prinzipiell war sie selbst auch kein Freund von zu wenigen KHs aber sie hat mir alle Zusammenhänge erklärt von Insulinspiegel und Essensabständen und das mancher Körper mit weniger KHs und dafür mehr Mahlzeiten besser auskommt als mit wenigen Mahlzeiten und mehr KHs dafür. Jeder von uns verwertet einfach anders und hat andere Bedürfnisse.
    • @miri: Intervallfasten bringt schon was. Du musst ja nicht direkt mit 16/8 starten. 12/12 ginge auch. Es ist auch gesund mal 4 Std Pause zwischen den Mahlzeiten zu haben. Mindestens 3 l am Tag trinken. Nur 700 Kalorien täglich entsprechen sicher nicht mal Deinem Grundumsatz. Ich würde mindestens den Grundumsatz essen. Alles Andere gibt einen Jo-Jo Effekt. Wenn dem Körper die Energie fehlt, geht das meist nach hinten los. Pflanzliches Protein ist besser als Tierisches. Das mit dem Quark ist doch super oder auch mal Brühe trinken. :-)
    • Das wusste ich nicht mit den Kohlehydraten und dem nicht so stark steigendem Insulinspiegel. Auch wenn es bei längerem Nachdenken Sinn macht ;-)
      Meine EB ist im AZ angestellt. Sie ist selber etwas moppelig und läßt eben auch mal fünfe grade sein. Sie kennt sich gut aus. Meine EB vor OP kannte sich nicht gut aus. Die Ratschläge die sie mir im Bezug auf Ernährung nach OP gegeben hat, sind überhaupt nicht umsetzbar, das war vergebene Zeit. Eine operierte EB ist natürlich ein absoluter Glücksfall.
      Ein Grundumsatzrechner aus dem I-net hat gerade 1600kcal für mich ausgeworfen. Das schafft kein Mensch 4 Monate nach OP und geht meiner Meinung nach auch völlig am Ziel vorbei in der Hauptabnehmphase.
    • @Chick81 @mi-ri,
      ich kann nur bestätigen was Chick81 schreibt. Selbst heute, wo ich nun fast 1 Jahr nach dem Intervall lebe, bin ich immer noch überrascht, wie klein mein Süßhunger geworden ist. Körperlich habe ich das
      mit dem Intervalfasten komplett in den Griff bekommen (was gar nicht mal das Ansinnen damals war), nur die Psyche brüllt ab und zu noch nach solchen Dingen wie: Süßigkeiten oder Knabbersachen.

      mi-ri, gut das du erkannt hast, das die Grenze mit dem anderen Extrem manchmal schmaler ist, als man denkt. Ging und geht mir genauso.
      Mitten in der Essstörung war es so, das ich nicht mal ein paar vereinzelte Weintrauben essen konnte / wollte, sondern immer gewartet habe bis wir alle am Tisch saßen.
      Obwohl es angesagt gewesen wäre, mehr als nur 2mal am Tag zu essen. Du kannst dich wohl auch selbst gut analysieren, das ist super. :]
    • Und da sind wir wieder beim Intervallfasten. Ich habe 2 nicht operierter Freundinnen, die damit ihr Gewicht unter Kontrolle halten. Sie Essen nach der Uhr. Die eine ohne Frühstück, die andere ohne Abendessen.
      Mir ist die letzte Mahlzeit um 20 Uhr sehr wichtig, hungrig ins Bett gehen ist keine Option für mich. Das würde dann wohl heißen, Frühstück nicht vor 12. Das ist eine lange Zeit, wenn der Arbeitstag um 8 Uhr anfängt. Aber hey, es muss ja nicht für jeden was sein und ich behalte es als Option für später einmal im Kopf.
    • mi-ri schrieb:

      An manchen Tagen habe noch weniger Eiweiss. Ich stehe auf Kriegsfuss mit Eiweissdrinks und -pulvern. Ich bin hier im Defizit.
      Ich nehme auch kein Eiweißpulver, habe seit der OP nie genommen. Dafür frühstücke ich jeden Morgen Rühreier, esse zwischendurch Quarkcreme oder Joghurt und komme damit auch gut hin. Vllt. gibts zu Mittag oder Abend mal Fisch oder Huhn oä damit ist das abgedeckt.


      mi-ri schrieb:

      Seit ein paar Tagen habe ich die Fettzufuhr deutlich erhöht, dadurch ergibt sich auch eine höhere Kalorienbilanz (etwa 1000kcal).
      Das kurbelt meine Verdauung an und erstaunlicherweise auch die Abnahme.
      Fett ist immer noch besser als Haushaltszucker. Ich muss mir nur aufpassen weil ich bei zuviel Fett mit der Galle Probleme bekomme.


      mi-ri schrieb:

      Intervallfasten funktioniert bei mir nicht. Morgens brauche ich Nahrung wegen Unterzuckerung, Abends esse ich am meisten, das hat glaube ich noch mit meinem Suchtverhalten zu tun, vor OP habe ich mich abends immer vollgestopft.
      Bei mir hat sich das so eingependelt, das sich am Tag 5-6 Mahlzeiten esse, kleine Portionen und so abwechslungsreich wie möglich gestaltet. Damit fahre ich seit Jahren am besten, halte problemlos mein Gewicht, ohne Hunger, ohne ständigem Verlangen nach Süßigkeiten. Ich esse auch süß aber schließe das entweder direkt ans zB Mittagessen an oder mache mir zB auf Mittag Quarkauflauf.
      :tulpe: