Schlauchmagen oder Magenbypass

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    • tina0403 schrieb:

      Ich kenne zwei Frauen, die den Schlauchmagen wollten, weil viele damit immer noch fast alles vertragen, nur in kleineren Mengen. Die eine hat sich Pizza pürriert, die andere Schokolade verflüssigt- bei beiden ist der Effekt nach anfänglicher Abnahme nun wieder eine Zunahme, weil eben nur der Magen operiert wurde, der Kopf aber wohl nicht mitkommt. Eine hat mir gesagt, der Verzicht beim Bypass wäre ihr zu groß. Ich denke, ein Schlauchmagen setzt eben auch viel Disziplin voraus, denn sonst könnte man vielleicht Gefahr laufen, unentwegt kleine Mengen ungesunder Lebensmittel zu futtern, dann käme man ja auch auf zu viele Kalorien.
      Besteht die Gefahr mit einem Bypass nicht?
    • A
      Eher nicht.
      • Beim Schlauchmagen ist der Effekt durch die Restriktion gegeben= Magen wird verkleinert. Beim Bypass bzw. Omega Loop gibt es 2 Effekte: Restriktion UND Malabsorption. Das bedeutet, dass das Wenige, was man noch isst, nur zu einem Teil verdaut werden kann. Oft bedeutet das logischerweise eine größere Gewichtsabnahme, weil ja nur noch sehr wenig vom Körper verwertet wird, allerdings verträgt man weder zuviel Fett noch Zucker.Flüssige Schokolade und pürrierte Pizza würde vermutlich zu fiesen Dumpings führen. Ich probiers vorerst nicht aus <X . Man muß zwar lebenslänglich Nahrungsergänzungsmittel nehmen, aber das tun viele Sportler auch. Und es ist mir allemal lieber, als Betablocker, ACE Hemmer oder Insulin einzuwerfen. :407: Aber natürlich gibts auch unter Menschen mit Bypass Gewichtszunahmen.
    • Da nuss ich leider enttäuschen, es geht um das Fett was etwas weniger aufgenommen wird, die nicht die Gesamte Nahrungsmenge.
      Außerdem passt der Körper sich irgendwann an und kann trotz ausgeschalteter Dünndarmstrecke wieder mehr Bestandteile verwerten. Ein Freifartschein sind alle Operationen nicht und mit dem Bypass kann man genausogut zunehmen wie mit dem Schlauchmagen aus.
      Wer sich darauf verlässt nie wieder zunehmen zu können wird sich irgendwann wundern ....
    • Danke, ich habe so viel hier gelesen, in alten Threads usw., auch die von die zitierten Passagen kenne ich selbstverständlich, so dass mir die Aussage doch etwas sehr oberflächlich und etwas sehr weit aus dem Fenster gelehnt erschien, zumal es bei Youtube zB auch Videos gibt, wie sich bei Bypässler so ernähren, und da ist eine dabei, meiner Meinung nach, die sich vegan ernährt und abends eine Pizza mit ihrer Freundin teilt. :D

      Wir sind beide noch ganz am Anfang, ich könnte da niemals so eine absolute Meinung vertreten, aber da ist jeder anders und das ist auch gut so.

      LG
      Susi
    • Ich durfte es mir nicht aussuchen. Find ich auch besser, woher soll ich wissen, was das Richtige für mich ist?
      Bei mir war von Anfang an nur der Bypass im Gespräch, weil ich sehr viel Süßkram gegessen habe und hin und wieder Sodbrennen hatte.
      Ich bereue auch nach 7 Jahre keine Sekunde, der Bypass war und ist genau das richtige für mich :D
      Ich bin mir sicher, mit dem Schlauchmagen hätte ich weiterhin zu viel genascht und würde mein Gewicht nicht halten. So erzieht mich der Bypass nach wie vor und alles ist gut.
      Liebe Grüße

      Sabse

      22.10.2013 Magenbypass-OP mit 142 kg

      WHO´s:
      10/2015 -> 1. Bauchstraffung (Nachstraffung erforderlich)
      08.10.2018 -> Bruststraffung und Liposuktion beider Oberschenkel
      12.03.2019 -> Oberschenkel- und Oberarmstraffung
      -> 2. Bauchstraffung geplant am 13.09.2021
    • Deswegen habe ich ja auch geschrieben "eher nicht". Von der gesamten Nahrungsmenge war nicht die Rede.
      Sicher nehmen einige auch mit Bypass wieder zu, ein Freifahrtschein ist keine der OP Methoden, man muß schon bereit sein, alles umzustellen. Aber die Gefahr der Zunahme ist mit Schlauchmagen eben größer, weil viele da auch Süßkram und Fettiges vertragen.
    • Mellimaus, vielen Dank für deine Erfahrung.

      Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wenn Menschen schreiben, "viele".. Wie viel ist viele, 10, 100 oder 1000? Sind ja nur 2 Nullen :D , sorry, da kommt die Mathelehrerin in mir durch.

      Ich habe bei der Entscheidung auch auf den Arzt gehört, dachte nämlich erst auch, ein Bypass sei besser für mich.

      LG
    • tina0403 schrieb:

      Ich habe mich trotz Refluxgefahr für den Omega Loop entschieden. Ich hatte immer Probleme mit Ssodbrennen. Meine Chirurgin hat gesagt, sie näht dann eben den Darm ein bißchen höher an den Restmagen , dann passiert das nicht.
      Das ist irgendwie nicht richtig. Beim omega loop wird die Darmschlinge mit einer Anastomose an den Restmagen 'angedockt'. Das heisst, die Magensäure wird immer direkt am Magenausgang vorbeigeführt, egal welche Schenkellänge gewählt wird. Probleme mit Reflux sind hier wahrscheinlicher als beim RNY-Bypass.
    • Ich kann dir keine Zahlen nennen, aber da muss man nur durch einschlägige Foren, Instagram Facebook, SHGs schauen, nur ein kleiner Prozentsatz hat tatscählcieh Probleme mit Zucker und co.
      Die allermeisten merken außer den kleineren Portionen keine Einschränkung.
      Ich kann es auch nicht nachvollziehen das es Menschen gibt die enttäuscht sind das sie keine Dumpings bekommen. ich gehöre zu denen die massive Einschränkungen habe und direkt merken wenn irgendwo ein Löffel Zucker drin war, und das finde ich alles andere als gut. Klar bei Süßigkeiten kann es noch Sinn machen, aber wenn man nicht mehr essen kann wo Zucker drin verarbeitet ist ( und das sind verdammt viele Sachen) wird es unlustig. Von daher kann man sich meiner Meinung nach freuen wenn man sein Leben genießen kann und nicht überall sagen muss, nee das kann ich jetzt nicht essen, ich habe heute noch was vor ...
    • mi-ri schrieb:

      tina0403 schrieb:

      Ich habe mich trotz Refluxgefahr für den Omega Loop entschieden. Ich hatte immer Probleme mit Ssodbrennen. Meine Chirurgin hat gesagt, sie näht dann eben den Darm ein bißchen höher an den Restmagen , dann passiert das nicht.
      Das ist irgendwie nicht richtig. Beim omega loop wird die Darmschlinge mit einer Anastomose an den Restmagen 'angedockt'. Das heisst, die Magensäure wird immer direkt am Magenausgang vorbeigeführt, egal welche Schenkellänge gewählt wird. Probleme mit Reflux sind hier wahrscheinlicher als beim RNY-Bypass.
      Richtig, manche Chirurgen mache daher zusätzlich eine Fußpunktanastomose, ob es was bringt ist fraglich ...
    • Ich denke, bei jeder OP, ob Schlauch oder Bypass, kann man Einschränkungen haben oder eben auch nicht. Ich habe seit 11 Monaten einen Omega Loop und absolut 0,0 Einschränkungen. Bis heute hatte ich kein einziges Dumping, kein Erbrechen, kein Durchfall. Ich vertrage von A bis Z jedes Lebensmittel. Ich glaube, dass dadurch meine Abnahme ein bisschen langsamer läuft. Ich find's aber nicht schlimm, denn dafür geht es mir ausgezeichnet und ich kann alles essen. Klar, wenn der Bypass nicht "erzieht", ist viel Disziplin und Willen gefragt, die richtigen Lebensmittel auszuwählen. Aber wenn man will, schafft man das ;)

      Nur manchmal habe ich so kleine Aussetzer, weil eben "der Kopf nicht mitoperiert wurde". Am Freitag zum Beispiel war ich abgelenkt und habe innerhalb weniger Minuten einen 120g-Schokohasen gegessen, den es vom Chef gab. So richtig registriert habe ich das erst, als ich das knisternde Papier in den Müll geschmissen habe :D Tja. War halt so. Hab dann eine Runde extra Sport gemacht und am nächsten Tag wurde wieder vernünftig gegessen ;) Also alles gut :D
      :laola:

      Höchstgewicht: 187,7 kg

      Stand 05.05.2021: 122,8 kg

      bisher abgenommen: 64,9 kg
    • Das mit der Verträglichkeit ist so eine Sache. Da gibt es kein generelles Verhalten von Schlauchmagen oder Bypass usw. Ich mit meinem Schlauchmagen, kann alles essen, allerdings in kleinen Mengen. Abnahme ist aber laut AC überdurchschnittlich, besonders für mein Alter und meine Vorerkrankungen.
      Mitoperierte mit Bypass haben alle eher Einschränkungen, die eine kann keinerlei Brot oder Kuchen essen, ein anderer keine Kartoffeln oder Nudeln und Reis. Süßigkeiten gehen aber...
      Es gibt da keine Garantie.

      Man kann Glück oder Pech haben, aber letztlich liegt es auch immer an einem selbst, was man draus macht.
      Liegt ja auch immer sehr im persönlichen Empfinden und am pers. Geschmack inwieweit einen so etwas stört.

      Ich kenne aber niemanden, der sich eine Pizza püriert. Das ist ja widerlich, wer tut sich denn sowas freiwillig an und vor allem wofür?
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m
      OP Sleeve 07.August 2020 - 119,5 kg
      07. September 2020 - 110,9 kg
      07. Oktober 2020 - 105,2 kg
      07. November 2020 - 101,2 kg
      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:
      07. Dezember 2020 - 96,8 kg
      07. Januar 2021 - 95,0 kg
      07. Februar 2021 - 92,2 kg
      07. März 2021 - 89,4 kg
      07. April 2021 - 86,9 kg
    • Mellimaus21 schrieb:

      Ich kann dir keine Zahlen nennen, aber da muss man nur durch einschlägige Foren, Instagram Facebook, SHGs schauen, nur ein kleiner Prozentsatz hat tatscählcieh Probleme mit Zucker und co.
      Die allermeisten merken außer den kleineren Portionen keine Einschränkung.
      Ich kann es auch nicht nachvollziehen das es Menschen gibt die enttäuscht sind das sie keine Dumpings bekommen. ich gehöre zu denen die massive Einschränkungen habe und direkt merken wenn irgendwo ein Löffel Zucker drin war, und das finde ich alles andere als gut. Klar bei Süßigkeiten kann es noch Sinn machen, aber wenn man nicht mehr essen kann wo Zucker drin verarbeitet ist ( und das sind verdammt viele Sachen) wird es unlustig. Von daher kann man sich meiner Meinung nach freuen wenn man sein Leben genießen kann und nicht überall sagen muss, nee das kann ich jetzt nicht essen, ich habe heute noch was vor ...
      Oh, liebe Mellimaus, dich meinte ich gar nicht mit der Aussage "viele", denn tatsächlich habe ich auch in einigen Beiträgen gelesen, dass es Menschen gibt, die mit dem Bypass keinerlei Einschränkungen haben und deshalb die Menge z.b. immer größer wird.

      Ich meinte den Beitrag davor, dass viele Schlauchis zunehmen, weil sie pürierte Pizza und Schokolade essen usw. Für mich auch eine absolut absurde und skurrile Vorstellung, da man die doch kauen kann.

      Wie ihr sagt, es ist sehr individuell und ich hoffe für mich, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Bisher geht es mir gut.
    • Mellimaus21 schrieb:

      Kann ich nicht unterschreiben, es gibt so viele die mit Bypass keinerlei Einschränkungen haben und das rein mit Disziplin und Willenskraft steuern.
      Außerdem ist beim Bypass die Essensmenge auch deutlich größer als beim Schlauchmagen, was ich ja bei mir selbst sehe.
      Da kann ich eher vom Gegenteil berichten. Beim Schlauchmagen ist meines Wissens die Große des Restmagens 80 -130ml, beim normalen Bypass nur 15!!! - 40 ml, beim Omega Loop 30 -80 ml. Da sprechen die Zahlen ja für sich. Aber es ist nun mal so, dass für jeden etwas anderes richtig ist. Ist ja auch völlig in Ordnung. Und bei manchen klappt es mit dem Schlauchmagen nicht, die wählen dann später noch den Bypass oder den Omega Loop.
    • das ist richtig auch mein Pouch ist auf 40ml angelegt, aber durch den fehlenden Pylorus bleibt es ja nicht bei 40ml sonder läuft ja zügig in den Darm. Der Pouch ist beim Bypass kein Reservoir für den Speisebrei wie beim Schlauchmagen sondern nur eine bremse für den Speisebrei, daher sagt die pouchgröße nichts aus.
    • Von der flüssigen Schokolade hat mir die Betroffene selber lachend erzählt, das war bereits kurz nach der OP und das Verlangen danach extrem groß. Wenn die Sucht nich so sehr den Kopf beherrscht, ist das sicher das Hauptproblem. Dasselbe gilt sicher für die pürrierte Pizza: wenn das Verlangen nach dem alten Geschmack übermächtig wird.
    • tina0403 schrieb:

      Da kann ich eher vom Gegenteil berichten. Beim Schlauchmagen ist meines Wissens die Große des Restmagens 80 -130ml, beim normalen Bypass nur 15!!! - 40 ml, beim Omega Loop 30 -80 ml. Da sprechen die Zahlen ja für sich. Aber es ist nun mal so, dass für jeden etwas anderes richtig ist. Ist ja auch völlig in Ordnung. Und bei manchen klappt es mit dem Schlauchmagen nicht, die wählen dann später noch den Bypass oder den Omega Loop.
      Vielleicht solltest du erstmal eigene Erfahrungen sammeln. @Mellimaus21hatte zumindest schon einen Schlauchmagen und auch einen Bypass. Sie hat Erfahrung, über die hier nicht jeder verfügt.
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m
      OP Sleeve 07.August 2020 - 119,5 kg
      07. September 2020 - 110,9 kg
      07. Oktober 2020 - 105,2 kg
      07. November 2020 - 101,2 kg
      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:
      07. Dezember 2020 - 96,8 kg
      07. Januar 2021 - 95,0 kg
      07. Februar 2021 - 92,2 kg
      07. März 2021 - 89,4 kg
      07. April 2021 - 86,9 kg
    • Ich hatte 2015 einen Schlauchmagen bis 2018 und er gab vorher den Geist auf. Nebenwirkungen hatte ich keine. Seit 3 Jahren habe ich einen Omega Loop und der hält auch nicht mehr was er verspricht. Da muss ich schon aufpassen, dass ich nicht zunehme. Nebenwirkungen sind Blähungen, sporadisch Krämpfe und mal ( eher selten) ein Spätdumping von einem Weissmehrbrot. Also sollte man nichts verallgemeinern und bei beiden Varianten konnte ich alles essen und sehr viel trinken.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:

      Mein Youtube-Kanal: Mit dem Omega Loop von 170 kg auf 60 kg


    • Ich habe seit 7 Jahren einen Magenbypass :) für mich kam auch nix anderes in Frage (Sodbrennen, Süßkram- und Volumenesser). Ich habe mich mit dem Bypass in 18 Monaten halbiert und halte mehr oder weniger mein Gewicht (habe aber letztes Jahr 10 kg zugenommen, jetzt 12 kg wieder abgenommen).
      Ich bereue den Bypass seitdem keine Sekunde, ich habe hin und wieder Spätdumpings (Zucker, Malz sind der Auslöser).
      Bis jetzt hatte ich drei Magengeschwürde, eins davon blutend. Die letzten 3 Jahre zum Glück keines. Ich leide an einem schweren Eisenmangel, welcher durch regelmäßige Infusionen ausgeglichen wird. ich brauche nachweislich kein Calcium einnehmen, aber ich brauche viel Magnesium (1-2 Beutel Magnesiumcitrat täglich) weil ich ohne Muskelschmerzen bekomme und massive an Verstopfung leide.
      Fett könnte ich theoretisch pur essen, das macht mir keine Probleme. Zucker geht so gut wie gar nicht, soll aber auch so sein ;)
      Der Bypass ist nach wie vor meine Bremse, die brauche ich auch.
      Ich esse abwechslungsreich, achte schon aufs Eiweiß, aber ich mach mich da nicht verrückt und rechne ständig aus, wie viel ich heute schon gegessen habe und wieviel Eiweiß ich noch brauche. Anhand meiner Blutwerte, mache ich das anscheinend ganz gut, also sehe ich keinen Anlass, etwas anders zu machen.

      Ein Schlauchmagen hätte mir persönlich nichts gebracht (nicht nur wegen dem Sodbrennen), ich weiß, dass ich nicht auf Süßes verzichten würde, wenn ich es vertragen würde.
      Liebe Grüße

      Sabse

      22.10.2013 Magenbypass-OP mit 142 kg

      WHO´s:
      10/2015 -> 1. Bauchstraffung (Nachstraffung erforderlich)
      08.10.2018 -> Bruststraffung und Liposuktion beider Oberschenkel
      12.03.2019 -> Oberschenkel- und Oberarmstraffung
      -> 2. Bauchstraffung geplant am 13.09.2021