Verzweifelt

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    • Verzweifelt

      Hallo zusammen,

      ich bin zurzeit sehr verzweifelt ob es die richtige Entscheidung ist den Magenbypass statt den Schlauchmagen machen zu lassen. Ich werde am Montag operiert. Zu meiner Person: 36 Jahre alt, 1,74m 122KG ,diabetiker Typ2 seit ca 10 Jahren. Mein BMI liegt aktuell ca bei 41.

      Natürlich hat der Magenbypass Vorteile bei Diabetes....trotzdem ist einerseits die Operation aufwendiger und auch die Nebenwirkungen sind höher als beim Schlauchmagen. Mir machen die Dumpings, Unverträglichkeit etc. große Angst.
      Bin echt am verzweifeln ;( morgen muss ich in der Klinik anrufen um zu erfahren wann ich Montag erscheinen soll. Theoretisch sollte es aber bestimmt möglich sein kurzfristig die Operationsverfahren zu ändern....
    • Ich hatte die Wahl beim BMI von knapp über 40 und Diabetes Typ 2 und hatte mich für den SM entschieden. Die mögliche Abnahme ist allerdings geringer mit ca. 60 % vom Übergewicht. Ich stecke bei 75 % fest. Diabetes ist noch da bei 5,9 bis 6,1 Langzeit. Hatte den SM gewählt wegen einfacherer OP und vermutlich weniger unangenehmer Nachwirkungen. Das ist aber wieder individuell.
      Der mit dem Schlauch.
    • Mach Dich nicht verrückt! Ich hab seit 2013 einen Bypass und fühle mich pudelwohl damit. Klar wenn man "Fehler" macht, straft er einen ab mit Dumpings, aber es hilft einem auch, diese Fehler nicht mehr zu machen......

      Ich habe meiner Tochter 2019 auch dazu geraten und auch sie wird Dir bestätigen, dass es alles Wert war und die Abnahme und das neue Körpergefühlt so manches Dumping oder Unverträglichkeit entschädigt.

      Man kann damit wirklich super leben, keine Angst, es ist ein Lernprozess und der Bypass greift halt schon mal ein, wenn man über die Stränge schlägt - also ich bin ihm dafür fast dankbar nach 8 Jahren.
      :thumbup: Von 149 kg auf 82 kg habe ich für mich jegliche Traumvorstellung erreicht und nun fast 6 Jahre später vermelde ich 93 kg, die ich jetzt konstant 2 Jahre halte - alles juht! :thumbup:
    • Texelrita schrieb:

      Mach Dich nicht verrückt! Ich hab seit 2013 einen Bypass und fühle mich pudelwohl damit. Klar wenn man "Fehler" macht, straft er einen ab mit Dumpings, aber es hilft einem auch, diese Fehler nicht mehr zu machen......

      Ich habe meiner Tochter 2019 auch dazu geraten und auch sie wird Dir bestätigen, dass es alles Wert war und die Abnahme und das neue Körpergefühlt so manches Dumping oder Unverträglichkeit entschädigt.

      Man kann damit wirklich super leben, keine Angst, es ist ein Lernprozess und der Bypass greift halt schon mal ein, wenn man über die Stränge schlägt - also ich bin ihm dafür fast dankbar nach 8 Jahren.
      Dein Beitrag hört sich ermutigend an
    • Was ist mit dem Omega Loop, dem sogen. Minibypass? Der wird ja mehr und mehr zur Standartmethode. Weniger Dumpings, geringeres Risiko, weil der Darm nicht durchschnitten wird, gute Erfolgsaussichten.
    • Omega Loop wird bei uns auch nicht gemacht. Zu große Bedenken, was die Nachhaltigkeit angeht und dass die Magensäure durch die eine Schlinge zu viel gesundes Gewebe unter Umständen über die Jahre zerstören kann.
      Ich hatte auch Diabetes und habe den SM. Mein Problem mehr mit Diabetes und Übergewicht auch zu 100 % weg. Jeder Mensch ist unterschiedlich, aber es ist mit SM ebe so machbar wie mit Bypass das Gewicht und Diabetes in den Griff zu bekommen. Sicher spielen immer auch andere und individuelle Faktoren eine sehr wichtige Rolle, aber es ist nicht unmöglich. Neuste Studien zeigen wohl sogar, dass der SM bei Diabetes dem Bypass in nichts nachsteht.
      Mach dich deshalb nicht verrückt m wenn du dich mit SM wohler fühlst, dann nimm den. Nichts wäre schlimmer, als wenn du hinterher alles bereuen würdest. Du musst zu 100 % hinter der Entscheidung stehen. Sonst hadert du mit Kleinigkeiten, selbst wenn es an sich super ist.
    • Eine Schlauchmagen schützt nicht vor Dumpings. Ich hatte von Beginn an Dumpings, die anfänglich so schlimm waren, daß ich nach dem Essen im Gasthaus die 2 Kilometer nicht mehr zu Fuß heimlaufen konnte. Mein Mann musste das Auto holen und mich nach Hause fahren.

      Ich habe gelernt, bestimmte Ess - und Trink Verhaltensweisen sein zu lassen. Trotzdem kommen auch heute immer wieder Dumpings vor, auf Sachen die ich vorher Jahre lang vertragen habe.

      Außerdem hat sich 7 Jahre POST-OP heftiges, regelmäßigs Sodbrennen eingeschlichen.

      ABER :
      Ich habe mit Schlauchmagen 100 % meines Übergewichtes verloren und halte mein Gewicht Dank aufpassen, anpassen und regelmäßigen Fun-Sport.

      Mit meinem Schlauchmagen habe ich also alles widerlegt, was du oben als Vor- oder Nachteile aufgeführt hast. Ach ja, aus meiner Pre-diabetes sind tolle Langzeitzuckerwerte im grünen Bereich geworden.

      Das ist einfach nur die Panik kurz vor der OP und sehr verständlich. Ich wäre damals am liebsten noch vor dem OP-Saal in meinem Kittelchen vom Tisch gesprungen und abgehauen. Ich habe mich selbst gefragt, warum ich es nicht ohne OP geschafft habe. Mich und meine Entscheidung in Frage gestellt.

      Das zeigt doch nur, daß du die OP nicht auf die leichte Schulter nimmst. Du schaffst das. :knuddel:
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      Der Vergleich mit den anderen macht dich blind für das Original das du bist
    • Sicher kann man mit jeder Variante abnehmen und für jeden ist etwas anderes das!Richtige. Der Omega Loop wird in vielen Kliniken mittlerweile als Haupteingriff gemacht gemacht. Was die Nachhaltigkeit angeht, so gibt es Vergleichsstudien, die eine bessere Abnahme beim Omega Loop ggü. dem normalen Bypass von 10-15 % in Aussicht stellen. Hängt sicher auch immer von der einzelnen Person ab.Was Veränderungen der Magenschleimhaut betrifft, so waren das vor etlichen Jahren mal Vermutungen, die sich nicht bestätigt haben. Meine Chirurgin hatte in 15 Jahren keinen einzigen Fall und hatte auch von keinem gehört. Sodbrennen war vor der OP ein großes Problem, das ist völlig weg. Es hängt davon ab, wo und wie die Anastomose gemacht wird. Ich wollte diese Methode, weil der Darm nicht 2x durchtrennt, sondernnur an einer Stelle aufgeschnitten wird. Viele Kliniken machen- laut mriner Chirurgin- den Omega Loop nicht, weil der weniger Geld bringt. In der Schweiz beispielsweise wird er fast ausschließlich gemacht.
      Lass dich nicht verunsichern, es ist für jeden etwas anderes gut. Ich würde auf jeden Fall heute im AZ anrufen und um noch ein Gespräch bitten und deine Unsicherheiten thematisieren. Es muß zu dir passen, du sollst damit leben. :wird gut:
      Ich habe meinen Omega Loop heute genau 3 Monate und hatte noch nie ein Dumping.
    • Also ich habe seit 3 Monaten den Bypass. Ich habe überhaupt keine Probleme bisher, keine Dumpings, keine Unverträglichkeit. Das einzige wo ich mich dran halte: kein Zucker, kein Weissmehl.

      Jeder Körper reagiert anders, lass es auf Dich zukommen. Die Zweifel kurz vor der OP ob es wirklich das richtige ist haben wohl fast alle.

      Alles Gute für Deine OP.
      15.06.2020 Erstgespräch AZ Mannheim
      16.06.2020 Start MMK mit EB Startgewicht: 140kg BMI 47,9
      22.02.2021 Start Eiweißphase Gewicht: 147 kg BMI 50,4
      08.03.2021 Roux-Y-Bypass UMM
    • Das Posting von Sunny0 kann ich genau so unterschreiben.

      Ich habe meinen RNY Bypass seit etwas mehr als 7 Monaten. Keine Dumpings und Unverträglichkeiten. Mein Diabetes Typ 2 (festgestellt 1999) ist zwar noch nicht ganz weg aber könnte die Medis schon stark reduzieren, Blutdruck ist ohne Medis optimal.

      Herzliche Grüße von
      Claudia
    • Steve25 schrieb:

      ch bin zurzeit sehr verzweifelt ob es die richtige Entscheidung ist den Magenbypass statt den Schlauchmagen machen zu lassen. Ich werde am Montag operiert. Zu meiner Person: 36 Jahre alt, 1,74m 122KG ,diabetiker Typ2 seit ca 10 Jahren. Mein BMI liegt aktuell ca bei 41.
      Ich wurde vor beinahe 7 jahren mit fast den gleichen Werten wie du operiert.
      Nur das ich kein Diabetes hatte.

      Mich bestraft er auch heute noch für meine eigenen Dummheiten. Und dafür bin ich sehr dankbar.
    • Wie schon geschrieben kann auch mit Schlauchmagen leichte Dumpings vorkommen und auch das Sodbrennen ist nicht außer acht zu lassen.
      Ich liebe meinen Schlauch er setzt mir grenzen und das wollte ich damals, satt sein.

      2009 als meine OP war hatten Magenbypassler oft probleme mit Dummpings sie sind eingeschlafen, weil ich Berufskraftfahrerin war konnte man so ein Risiko nicht eingehen, allso einen Schlauch. Heute sind die OPs besser.

      Die Entscheidung ist sicher schwer aber so im Hinterkopf weis man was man will. Viel Glück