KK Beteiligt sich nur an EB

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    • Hui. Hier ist ja was los!

      Mein BMI ist bei 45,6. Insgeheim hoffe ich, dass ich eine verkürzte Version der MMK machen darf… (Ist meiner Ungeduld geschuldet) :love:

      Ich wohne auf dem Land und hier in der Gegend gibt es 2 EBs. Bei der einen war ich vor 5 Jahren schon mal und fand sie nicht gut/ unsympathisch. Die hat auch 60 Flocken Pro Sitzung verlangt.

      Die andere, bei der ich am Mittwoch bin, macht auf mich schon mal vom Telefongespräch her einen sehr guten Eindruck. Es scheint auch so, dass Sie mehr macht ( wiegen z.B.- hat die andere nicht gemacht). Ja, sie ist teurer als die andere. Aber vielleicht ist der Preis auch gerechtfertigt.
    • Da gibt es aber von den Kassen auch Online Angebote, die sind oft sogar ganz ohne Zuzahlung. Wenn es dir den Preis wert ist, kein Problem. Ansonsten einfach mal bei deiner Kasse nachhören.
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m
      OP Sleeve 07.August 2020 - 119,5 kg
      07. September 2020 - 110,9 kg
      07. Oktober 2020 - 105,2 kg
      07. November 2020 - 101,2 kg
      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:
      07. Dezember 2020 - 96,8 kg
      07. Januar 2021 - 95,0 kg
      07. Februar 2021 - 92,2 kg
      07. März 2021 - 89,4 kg
      07. April 2021 - 86,9 kg
      07. Mai 2021 - 86,1 kg
      07. Juni 2021 - 85,9 kg
    • Meine EB hat im MMK 60€ gekostet für offiziell 3 Sitzungen. Insgesamt habe ich 7 für den Preis machen dürfen und ich habe alles von der KK wiederbekommen. Die EB nach der Op hat die KK direkt übernommen, da mein HA das neben dem KH beantragt hat.
      600€ finde ich sehr viel Geld für die EB.

      Was das einsparen betrifft. Das stimmt nicht so ganz. Meine Supplemente sind zwar relativ günstig mit 1€ pro Tag aber unsere Lebensmittel sind teurer geworden und das ist oft nach einer OP so, weil man anders und ggfs besser einkauft.

      Früherer habe ich im Schnitt pro Woche 100€ für Gemüse, Obst, Fisch und Aufschnitt bezahlt (Fleisch bekommen wir Bio haben einen Metzger in der Familie der für die Familie schlachtet). Wir sind zu dritt. Mittlerweile kaufe ich aber Bio Obst und Gemüse. Hochwertigere kaltgepresste Bio Öle, qualitativ besseres Bio Mandel-, Kokos- und Leinmehl. Dann kommen Saaten und Nüsse, Ungesüßte Mandelmilch und natürlich Kuhmilch dazu auch alles Bio. Im Moment bezahlen wir für Lebensmittel im Schnitt etwa 150€ pro Woche und da sind noch nicht mal meine Proteinshakes dabei.
    • Guten Abend,

      wir kaufen heute schon ziemlich bewusst ein und wir sind auch eher die "Edeka" wie die "Aldi" Typen - was keine Wertung zur Qualität ist, sondern eine Wertung zum Thema Preis ist.
      Wir sind zu zweit und ich würde behaupten, das wir im Monat 600 - 800 € für Lebensmittel ausgeben. Aktuell kaufen wir oft pro Tag ein, kaufen das ein worauf wir Bock haben und kochen selten bis gar nicht für 2 oder mehrere Tage.

      Ich kann mir nicht vorstellen, das wir am Ende mehr Geld ausgeben wie jetzt - wenn es aber so wäre, dann ist es so aber es ist nicht schlimm, da man - wahrscheinlich - etwas gutes für den Körper macht.

      Ob also das Essen alleine eine Ersparnis bringt, kann ich nicht sagen, weil wir die OP noch nicht gemacht haben aber ich glaube im gesamten betrachtet, spart man eine Menge Geld - Lebensmittel + Klamotten und wer weiß was einen noch an Medikamenten erwartet, wenn man chronische Krankheiten durchs Übergewicht bekommt.
      Ein anderes Beispiel fällt mir dazu gerade ein - vor ein paar Wochen habe ich mir ein EBike gekauft - diese habe ich nicht nur nach Marke / Ausstattung und Farbe ausgewählt, sondern auch nach Gewichtszulassung und dieses Bike hat mich 500,00 € mehr gekostet, wie ein ähnliches Bike, was ich lieber nehmen wollte - das ging aber nur bis 110 oder 120 Kg.

      Das Geld, was man heute vielleicht für seinen Körper ausgibt, ist eine Investition und lässt sich auch gar nicht mit Geld aufwiegen. Ob man am Ende selber 100, 200,500 oder gar 1000 € dafür zahlen muss, ist doch nichts, wenn man sieht, was man für einen Preis zahlen muss, wenn man diesen weg nicht geht.

      Ich finde es gut, das es Krankenkassen gibt und ich finde es sogar gut, das man selber etwas zahlen muss - bei vielen Menschen kommt die Ernsthaftigkeit eines Vorhabens erst dann richtig auf den Prüfstand, wenn es Geld kostet.

      Wenn man sucht, wird man sicher auch günstige Angebote für den EB finden und wenn man es sogar realistisch betrachtet, brauchen die wenigsten von uns einen EB - die meisten Wissen doch, was sie falsch machen. Der EB ist einfach nur eine Hürde, die man nehmen muss, damit die Krankenkasse JA sagt und deswegen habe ich für mich keinerlei Ansprüche an die Qualität der Beratung gestellt ( Vielleicht war es deswegen auch so günstig ) und die Beratung selber hat mir gezeigt, das der Inhalt eigentlich nur ein abspulen von mir bekannten Fakten gewesen ist - mein Thema ist nicht, das ich nicht weiß, was ich falsch machen sondern das ich nicht aus dem Loop komme, es immer wieder falsch zu machen.

      Viele Grüße

      Frank
    • Also, ich kann den anderen nur zustimmen, hier geben wir zwei definitiv inzwischen mehr aus für Lebensmittel, als vor der OP. Und es wird kontinuierlich teurer, weil man sich immer mehr mit Lebensmitteln befasst und immer wieder "bessere" Entscheidungen trifft. Mein Mann kann übrigens schon wieder recht ordentliche Mengen essen....wir sind beide operiert.

      Mag auch sein, das man in seine Zukunft investiert, ich sehe das auch so. Trotzdem möchte ich mal zu bedenken geben, das es Menschen gibt, denen es finanziell nicht so gut geht, für die dann einige hundert Euro für die Ernährungsberatung echt heftig sind. Denn das Geld müssen sie ja in einer Zeit aufbringen, in der sie noch nicht vermeintlich an ihrer Ernährung durch die OP sparen.

      Diese OP kann ganz schön ins Geld gehen, Gutachten vorher, Ernährungsberatung vorher...das Jahr jetzt nach der OP war für uns unglaublich teuer, Lebensmittel, Klamotten, Nahrungsergänzungsmittel, tonnenweise Fresubin....
      Ich bin unglaublich dankbar dafür, das wir das so konnten. Aber ich habe mich oft gefragt, wie Menschen, die eben mit wirklich wenig Geld leben müssen, das hinbekommen.
    • Waterbottle schrieb:

      Diese OP kann ganz schön ins Geld gehen, Gutachten vorher, Ernährungsberatung vorher...das Jahr jetzt nach der OP war für uns unglaublich teuer, Lebensmittel, Klamotten, Nahrungsergänzungsmittel, tonnenweise Fresubin....
      Gutachten musste ich nicht zahlen, EB glaube 165 € Eigenanteil. Lebensmittel werden wesentlich weniger gebraucht in gleicher Qualität und somit günstiger. Supplemente liegen bei 10 Cent/Tag. Eiweisspulver bei ca. 48 Cent/Tag. Der Milchverbrauch ist gestiegen und die 25 € /mtl. für das Gerätetraining fallen an. Kleidung ist zum größten Teil von Vinted, ebk. Im Restaurant reicht die Miniportion und das kleine Getränk. Ich finde das jetzige Leben nicht teuer. Hatte es mir aufwendiger vorgestellt.
      Der mit dem Schlauch.
    • Da hast du sicherlich Recht, Waterbottle. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen, die weniger Geld zur Verfügung haben, trotzdem diesen Weg gehen. Er wird vielleicht härter sein, als für jemand der flüssiger ist. Aber wenn dieser Schritt wirklich gewollt ist, dann schaffen ihn auch diese Menschen.


      @sandmen : ich habe mich auch gefragt, was mir die EB wohl neues erzählen will? Denn auch ich weiß, was ich falsch mache/ gemacht habe. In einer Reha habe ich die EB abgelehnt. Weil ich keinen Bock drauf hatte. Das war nach der Krebsbehandlung. Da hatte ich keinen Bock auf verzichten. Wollte essen was ich wollte.
      Außerdem hielt / halte ich es für schwerer, wenn man nicht nur für den Ehepartner kocht, sondern auch noch andere im Haushalt lebende Menschen bekochen und für sie einkaufen muss.
      Dennoch habe ich meine Mädels am WE schon einmal darauf hin gewiesen, dass es nicht mehr 3 mal die Woche Pasta geben wird, und auch sie abstriche machen werden müssen ( die eine mag jenes nicht, die andere sellers).
      Da werde ich ggf die EB mit ins Boot holen. Vielleicht hat sie ja noch Ratschläge.
      Fakt ist eben einfach: Ist was da, wird’s auch gegessen. Von mir. Es gibt Phasen, da kann ich mich super zurück halten. Und dann…warum auch immer, ist diese Phase vorbei. Wer kennt das nicht.
    • Es geht irgendwie, auch mit wenig Geld. Eine Freundin hat mir letztens 3 Hosen geschenkt, die Oberteile in Größe 58 ziehe ich immer noch an, obwohl ich in die 50 passe. Für Lebensmittel gebe ich etwas weniger aus als vorher, das fließt dann aber in die Supplemente. Das Geld für die Gutachten, EB usw. Habe ich zusammen gespart von den Geldgeschenken zu Weihnachten und Geburtstag. Die OP kam ja nicht plötzlich. Blutuntersuchung hatte ich bis jetzt eine, 50€. Das mache ich halt dann nicht so oft so lange es mir gut geht.
      Für die Winterkleidung lege ich jetzt schon etwas Geld zurück, kaufe Second Hand, da kann man gut sparen. Meine zu großen Sachen habe ich verkauft, kam allerdings nicht viel bei rum, aber besser als nix.

      Mein Umfeld weiss was ich hinter mir habe und keiner sagt was wenn die Hosen um die Beine schlackern 8)

      Es geht immer irgendwie, hab sogar ein gebrauchtes Mountainbike gefunden, da würde ich am liebsten gar nicht mehr runter gehen. Spar ich auf lange Sicht Sprit :thumbsup:

      Habt einen schönen Tag
      :sonnenblumen:
      15.06.2020 Erstgespräch AZ Mannheim
      16.06.2020 Start MMK mit EB Startgewicht: 140kg BMI 47,9
      22.02.2021 Start Eiweißphase Gewicht: 147 kg BMI 50,4
      08.03.2021 Roux-Y-Bypass UMM
    • Mein Mann und ich sind beide berufstätig und verdienen sehr gut und ich hätte wahrscheinlich auch 1000€ für die Ernährungsberatung bezahlt - wir können es uns leisten - aber es gibt auch Familien die können nicht mal eben so 200-300€ und mehr für eine EB ausgeben. Da ist das einfach nicht drin. Ich kenne Familien da gehen beide voll arbeiten und einer von beiden hat einen Zweitjob und trotzdem reicht das Geld vorne und hinten nicht. Da verstehe ich es, wenn man den Kopf in den Sand steckt und lieber nichts tut. Das einem solche Steine in den Weg gelegt werden ist einfach nur traurige Realität in Deutschland.

      @sandmen
      Eine EB hilft ja nicht nur bei den Fehlern.
      Meine hat mir mit Rezepten für nach der Op geholfen, mein Ernährungstagebuch beurteilt, mich motiviert, mir geholfen unsere vorher schon gesunde Küche (ich bin durchs viel auf einmal Fressen dick geworden und nicht durch Süßes, Snacks und/oder grasen) noch etwas zu verbessern. Und hat mir aufgezeigt wo ich etwas mehr Bewegung gebrauchen kann.

      Das ich nur so wenig bezahlen musste hat mir nicht geschadet. Ich bin bewusst an die Sache ran gegangen und meine Abnahme gibt mir da recht ich bin schließlich vor 10 Monaten mit 154,3kg in die Eiweisphase gestartet und liege jetzt bei 76,2kg 9 Monate pOp. Also mehr als halbiert.

      @Felidschita
      Ich koche für 3 Personen und verwöhne meine kleine Familie meistens mit 2 frischen warmen Mahlzeiten und ich backe für beide Brot, Kuchen, Muffins usw.
      Aber ich ziehe auch Grenzen, so gibt es meistens etwas das ich ohne Probleme essen kann. Ich koche für beide die Kohlenhydrat-Beilagen dazu, wenn sie es wollen, während ich bei den Keto-/Proteinalternativen bleibe aber zu 99% bestimme ich was es zu essen gibt und meistens essen beide genau das gleiche wie ich.
      Bei uns gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, wer kocht sucht aus was es gibt. Es ist ein Vorteil das ich sehr gut koche und meine Familie so mir das Ruder überlässt. :D

      @Waterbottle eben es geht gut ins Geld, bis jetzt bin ich locker einen Gebrauchtwagen nur für Klamotten los geworden, mal Vitage oft neu. :D Ich bin von Hosengröße 52/54 auf 40/42 geschrumpft. Oberteile von 56/58 auf 44-48 meine Boobies planen was großes 8)
      Dann das ganze Proteinpulver was ich da wegschlürfe.
      Ich glaube nicht das das als Geringverdiener bzw Alleinverdiener mit Familie so geht. Ich stelle mir das unglaublich schwer vor, wenn man jeden Cent zweimal umdrehen muss.
    • Das hat mich jetzt aber auch noch mal interessiert und ich habe in meinen alten Unterlagen gekramt.

      Wir schreiben das Jahr 2014
      • 7 Stunden Ernährungsberatung
      • Gesamtsumme: 355,00 €
      • Vorkasse
      • Danach ein Zuschuss von 180 € durch die KK


      War für mich eine schier unvorstellbare Summe und konnte auch nicht in Raten beglichen werden. Ich war zu der Zeit ohne Arbeit und habe mitten in meiner Scheidung gesteckt.
      Wußte gar nicht, wie ich das damals schaffen sollte, in dem Augenblick. Kann dich also gut verstehen.

      Irgendwie habe ich das Geld zusammengekratzt und dafür auf anderes verzichtet.


      Aus heutiger Sicht:
      die beste Investition in meine gesunde Zukunft.



      Heute sind die monatlichen Kosten für meine Gesundheit im übrigen viel höher, als früher. :D

      • Ich esse zwar weniger, aber die Lebensmittel sind dafür deutlich hochwertiger (frischer Fisch, frisches Gemüse, Nahrungsergänzung)

      • monatlicher Beitrag Fitnessstudio
      • diverse Sportgeräte während Corona
      • 1-2 mal jährlich Heilpraktiker um evlt. Nährstoffmängel mit Infusionen aufzufüllen
      Brandnew Insta-Post

      Ich huller der Depression davon

      Der Vergleich mit den anderen macht dich blind für das Original das du bist
    • Man, ich ärgere mich gerade so, ich habe soooo viel Klamotten weggegeben, die hätte ich auch im Forum hier verschenken können.
      Wir hatten wie gesagt nicht das Problem, das wir in Bedrängnis geraten sind, durch die Kosten rund um die Op, aber auch wir kennen Zeiten, in denen es knapp war, das habe ich nie vergessen. Deswegen finde ich Aussagen, man investiert ja in seine Zukunft einfach zu simpel. Man muß sich diese Zukunft eben auch leisten können und wenn ich lese, das manche sich Dinge vom Mund absparen muß oder eben mit zu großen Klamotten laufen muß, dann macht mich das halt betroffen.

      Ich arbeite derzeit nicht mehr und werde es auch erst mal wohl nicht mehr tun, einfach weil wir das für uns so entschieden haben, weil sich Prioritäten verschoben haben. Und ich bin unglaublich dankbar dafür, das wir das einfach so können. Klar, wir müssen jetzt auch besser aufs Geld gucken, aber auch da: Prioritäten haben sich verschoben. Wir fahren jetzt gemeinsam einen Kleinwagen, fahren nicht großartig in den Urlaub. Wir investieren in unsere Gesundheit, eben auch mit dem dazugewonnenen Frieden und den Freiheiten die mein Nichtarbeiten mit sich bringt. Aber auch da: wir sind unglaublich dankbar, das wir es können!
      Nicht jeder ist in dieser priveligierten Lage, so viele Menschen müssen hart für echt wenig Geld in ziemlichen Sch...jobs arbeiten. Und für diese Menschen ist es eben echt hart, alles um die OP finanziell bewerkstelligen zu müssen.
      Ach, ich kann gerade sehr schwer erklären, was ich meine, ich war nur ein wenig erschrocken über die Aussage, 1000 Euro sind doch nichts, wenn man sieht, welchen Preis man zahlt, wenn man diesen Weg nicht geht. Diese fiktiven 1000 Euro hat nicht jeder und ich wäre glaube ich, wenn ich in der Lage gewesen wäre, von so einer Aussage frustriert bis verletzt gewesen.
    • Du sagst es, es sind die Prioritäten die wichtig sind und wie man die Sache betrachtet. Ich hätte das Geld das ich für das Fahrrad bezahlt habe auch in Klamotten stecken können, dann hätte ich aber wesentlich weniger Spaß. Ich genieße es mich aufs Rad zu schwingen und mit meiner Kleinen eine schöne Tagestour zu machen. Letztes Jahr war unser weitester Ausflug raus auf die Wiese, da hab ich mich auf nen Stuhl gesetzt und meiner Tochter beim Spielen zugeschaut. Mehr ging nicht. Da ist es doch sehr viel erfüllender wenn wir einfach unterwegs sein können, und wenn das Shirt im Fahrtwind flattert kühlt es wenigstens ein wenig :rolleyes:

      Ich mache mich da nicht verrückt, ich genieße momentan nur noch, weil ich einfach so viel gewonnen habe durch diese OP, ich bin einfach wahnsinnig dankbar dafür. Es ist ja ein ganz neues und anderes Leben. Ich ärgere mich auch nicht mehr dass ich 175€ für eine EB bezahlt habe die mir gar nicht geholfen hat. Es gehörte nunmal dazu. Dem einen bringt es sehr viel, ich hab halt Pech gehabt. Aber das ist gewesen, ich schau nur noch nach vorne.
      15.06.2020 Erstgespräch AZ Mannheim
      16.06.2020 Start MMK mit EB Startgewicht: 140kg BMI 47,9
      22.02.2021 Start Eiweißphase Gewicht: 147 kg BMI 50,4
      08.03.2021 Roux-Y-Bypass UMM
    • Waterbottle schrieb:

      Nicht jeder ist in dieser priveligierten Lage, so viele Menschen müssen hart für echt wenig Geld in ziemlichen Sch...jobs arbeiten. Und für diese Menschen ist es eben echt hart, alles um die OP finanziell bewerkstelligen zu müssen.

      Ach, ich kann gerade sehr schwer erklären, was ich meine, ich war nur ein wenig erschrocken über die Aussage, 1000 Euro sind doch nichts, wenn man sieht, welchen Preis man zahlt, wenn man diesen Weg nicht geht. Diese fiktiven 1000 Euro hat nicht jeder und ich wäre glaube ich, wenn ich in der Lage gewesen wäre, von so einer Aussage frustriert bis verletzt gewesen.
      Das meine ich ja, nicht jeder kann das und das da dann eine EB so viel kostet finde ich unglaublich schade. Wie viele Leute gibt es, die den Kopf in den Sand stecken, weil das Geld eben nicht da ist?
      Wenn ich mir mal überlege das Psychologische Gutachten bei der empfohlenen Psychologin hätte 150€ gekostet. 6 Monate EB 120€ (ich musste ja ursprünglich nur 3 Monate machen, deswegen 60€), Sport kostet zwischen 20 und 100€ monatlich, Supplemente 4 Wochen vor der Op haben mich gut 50€ gekostet, die Kosten für das Blutbild (ja manche müssen das selber Zahlen, weil der HA gar keine freien Kontingente über hat), ggfs Fahrtkosten, dann das Krankenhaustagegeld usw.

      Ich habe meine zu große Kleidung auch verschenkt, nur sehr wenig verkauft. Das mache ich genauso mit der Kleidung von meinem Sohn. Wir kennen viele Familien die es brauchen können und geben es ab. Ganz oft geben wir es auch in die Spendenkiste der Schule die geben die Kleidung direkt an die Tafel weiter.
    • Hy,

      @Waterbottle


      ich glaube man sollte die jeweiligen Lebenssituationen nicht miteinander vergleichen. Ich habe hier meine Sicht auf die Dinge geschrieben aber ich akzeptiere auch jede andere Sicht :-)

      Meine Erfahrung - und das ist nun einmal meine Erfahrung - ist, das es meistens mehr Ausreden gegen etwas gibt, wie für etwas gibt oder anders ausgedrückt - wenn ich etwas wirklich will, dann schaffe ich das auch. Die meisten von euch, sind doch DER Beweis für diese „Theorie“

      Wenn - in meiner Welt - die OP am Ende die besagten 1.000 Euro gekostet haben wird, dann ist das ein Preis, den ICH mehr wie gerne zahle.
      Die Aussage ist auch nicht, das 1.000 Euro nichts sind, die Aussage ist, das 1.000 Euro für die Gesundheit nichts sind ( Bitte den Kontext beachten ). Denn was ist die Alternative ? Jeder der hier im Forum ist, hat wahrscheinlich seine alternativen beleuchtet und jeder hat die OP vielleicht aus einem anderen Grund gemacht aber ich denke, für niemanden war das Geld ein Grund. Am Ende ist es dann nämlich doch so einfach - man investiert in seine Gesundheit und - auch dies ist meine Einstellung - wenn ich etwas erreichen möchte, dann muss ich dafür bereit sein zu kämpfen und auch evtl. Opfer zu bringen - in welcher Form auch immer. Wenn dies ein Kleinwagen ist und weniger Urlaub - dann ist das doch OK.

      Ich glaube auch nicht, das irgendwer hier sein Geld geschenkt bekommt - eine privilegierte Lage ist für mich, wenn ich auf das Geld verzichten kann, es mir nicht weh tut, es mich nicht stört. Dies ist aber nicht der Fall - bei mir. Ich muss wie jeder andere einen Job nachgehen, bin von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit dauerhaft bedroht

      Aber -ich möchte noch einmal zum Anfang kommen - mein BMI liegt über 40, Tendenz steigend, Alter 51 - den weg, den ich jetzt beschreite, führt mich zu Diabetes, zum Herzinfarkt, zu kaputten Knien, zu einer Ausgrenzung im gesellschaftlichen Alltag, zu einem Leben „ausserhalb“ von vielen Dingen, die für andere Menschen normal sind - dieses schaffe ich abzuwenden, durch ein „invest“ von 1.000 Euro - was sind in dieser Gleichung 1.000 Euro ?
      Die 1.000 Euro nur bezogen auf etwas was jeder sieht und weiß - aber ich rede dann auch - ganz besonders -von dem ( meinen ) Seelenheil.
      Jeder dämliche Blick auf der Strasse, jeder schnelles weggucken wenn man sich Mal spontan umdreht, jeden dämlichen Gedanken der Verkäuferin im Klamottenladen, jedes ausloten von Sitzgrößen im Flugzeug, jeden Joke über das Gewicht, jeden Besuch im Schwimmbad bzw. das verlassen des Beckens - unzählige Dinge, über Jahre, die mal mehr oder weniger hart treffen - ob man sich das eingesteht oder nicht. Was wäre ich bereit, dafür zu geben, um das alles zu ändern ? Die Summe schreibe ich hier nicht aber diese liegt signifikant über den fiktiven 1.000 Euro !

      Ich weiß was 1.000 Euro sind - wir hatten Jobs an der Tanke, im Sonnenstudio, im Call Center, mussten schon Möbel verkaufen, Auto verkaufen, 9 Monate Spagetti mit Tomatensauce von Aldi zu Essen, usw.
      Was ist man aber selber bereit, für ein „neues“ Leben zu machen, zu investieren ? Ich finde es toll, das es überhaupt die Option gibt, das die KK die Kosten übernimmt, denn auch hier sehe ich den Fehler bei mir, den aber jetzt die Gemeinschaft bezahlt. Das ist nun wirklich einfach geschrieben aber es trifft halt des Pudels kern.

      Ich möchte hier auch niemanden verletzen, das liegt mir wirklich fern aber wieso soll ich zu meiner Einstellung lügen oder mit der rosaroten Brille durch die Gegend rennen? Ich bekomme eine Op, weil ich am Ende mein Leben nicht mehr unter Kontrolle hatte.

      Es gibt Menschen, die wissen nicht, wie sie täglich die Familie satt bekommen und ich bin dann der lebende Beweis für das komplette Gegenteil davon. Dafür mache ich niemanden verantwortlich, nur mich selber aber man sollte nicht verletzt sein, wenn die Realität auch als Realität dargestellt wird.

      Ich bin mit allen meinen Problemen ein zufriedener Mensch - ich weiß, das es Menschen gibt, denen geht es finanziell und gesundheitlich besser und es gibt Menschen, denen geht es finanziell und gesundheitlich schlechter. Ich bin mir bewusst das es diese Menschen gibt aber ich stehe mit diesen nicht im Wettkampf und wenn Ribery nun sein goldenes Steak verputzt, bin ich nicht verletzt, nur weil dieser seine obszöne Dekadenz auslebt.

      Also bitte nicht falsch verstehen - es war nicht meine Absicht zu verletzten oder bagatellisieren - wahrlich nicht. Ich möchte aber auch nicht in eine Ecke gestellt werden, die ich nie so gemeint habe - denn das würde bedeuten, das ich Menschen nach Materiellen Dingen beurteile und es mir egal ist, wie Menschen bestimmte Dinge sehen - und das stimmt nicht !

      Viele Grüße

      Frank
    • Blutwaldfee schrieb:

      Das meine ich ja, nicht jeder kann das und das da dann eine EB so viel kostet finde ich unglaublich schade. Wie viele Leute gibt es, die den Kopf in den Sand stecken, weil das Geld eben nicht da ist?Wenn ich mir mal überlege das Psychologische Gutachten bei der empfohlenen Psychologin hätte 150€ gekostet. 6 Monate EB 120€ (ich musste ja ursprünglich nur 3 Monate machen, deswegen 60€), Sport kostet zwischen 20 und 100€ monatlich, Supplemente 4 Wochen vor der Op haben mich gut 50€ gekostet, die Kosten für das Blutbild (ja manche müssen das selber Zahlen, weil der HA gar keine freien Kontingente über hat), ggfs Fahrtkosten, dann das Krankenhaustagegeld usw.

      Ich habe meine zu große Kleidung auch verschenkt, nur sehr wenig verkauft. Das mache ich genauso mit der Kleidung von meinem Sohn. Wir kennen viele Familien die es brauchen können und geben es ab. Ganz oft geben wir es auch in die Spendenkiste der Schule die geben die Kleidung direkt an die Tafel weiter.
      Hy,

      bitte nicht böse verstehen aber wie gesagt, niemand ist gleich aber statt sich zu „grämen“ das bestimmte Leistungen Summe X kosten, sollte man doch froh sein, das die KK am Ende 10.000 Euro für die OP zahlt, evtl. Straffungen übernimmt, die EB in Teilen übernimmt, usw.
      Man bekommt doch schon so unglaublich viel „geschenkt“ - deshalb finde ich es OK, das man auch an den Geschenken beteiligt wird. Es ist vielleicht wie eine Vollkasko mit SB - den Unfallschaden von 10.000 Euro wird übernommen und 1.000 Euro muss man selber zahlen.
      Und ohne das ich es nun weiß aber sicher gibt es für echt bedürftige auch freie Mittel, die dem jeweilgen Bedürftigen unterstützen. Es gibt so viele soziale Töpfe, da will ich nicht glauben, das irgendwer eine notwendige !!! OP nicht machen kann, weil ihm Summe X fehlt.

      Viele Grüße

      Frank
    • Hallo Frank,

      mh, ein Stück weit scheinen wir an einander vorbei geredet zu haben. Das mit dem Kontext stimmt, Du hast geschrieben 1000 Euro für die Gesundheit. Aber ich sehe das halt so: 1000 Euro sind 1000 Euro, egal wofür.

      Wenn Du Dich in eine Ecke gestellt gefühlt hast, dann möchte ich aufrichtig sagen, das mir das leid tut, denn das war nicht im Entferntesten meine Absicht.
      Ich wollte einfach darauf hinaus, das es eben nicht so simpel ist, wo ein Wille da z.B. 1000 Euro.
      Vielleicht ist da auch mein Herz mit mir durchgegangen.
      Liegt vielleicht daran, das ich unsere gute Situation als wirklich priveligiert empfinde! Alles eine Frage der Sicht auf die Dinge.
      Ich empfinde es als priveligiert in Deutschland leben zu dürfen, ein Dach über dem Kopf zu haben, immer satt zu essen zu haben, eine wirklich gute Versorgung im Krankheitsfall in Anspruch nehmen zu können....sauberes, klares, trinkbares Wasser zu jeder Zeit einfach aus der Leitung zu ziehen.
      Obendrein darf ich abends ins Bett gehen, ohne mir Sorgen darum zu machen, wie wir unsere Rechnungen zahlen...

      Womit ich absolut einverstanden bin, ist die Sache mit dem unbezahlbaren Seelenheil! Wenn das einer versteht, dann ich!!! Gerade heute durfte ich wieder das unglaubliche Glück in jeder Faser meines Körpers spüren zu dürfen, Dinge zu tun, die ich in der Form, lange nicht mehr konnte.
      Auch wenn es vielleicht komisch klingt, das Glück meiner Abnahme liegt für mich gar nicht so sehr in der Optik für mich, in Klamotten, in Größen...Klar freut mich das auch.
      Aber LEBEN und nicht VEGETIEREN zu dürfen ist wirklich unbezahlbar!

      Mir ging es nur darum einfach auch mal aufzuzeigen, das es für manche unglaublich hart ist, diese Summen aufzubringen. Und das mir dann wo ein Wille da ein Weg zu einfach ist....und es mich eben berührt oder mitfühlen lässt, das dieser Weg, der zumindest in dieser Hinsicht für einige Menschen ungleich schwerer ist als für uns vielleicht. Und dieser Weg, den wir alle gehen wollen und zum Teil auch schon gegangen sind, ist eh schon nicht unbedingt ein leichter. Und ich finde es halt einfach sch.... das es für manche Menschen dann nochmal ne Schippe an Schwierigkeiten obendrauf gibt!

      Also, nochmal, ich wollte Dich in keine Ecke stellen, Dich nicht kränken oder dergleichen. Aber ich wollte auch klar machen, so simpel ist es eben nicht.
      'Würde ich rauchen, könnte ich Dir ne Friedenspfeife anbieten, aber ich dampfe nur!
    • Ein kleiner Nachtrag, auch Blutwaldfee hat sehr gut zum Ausdruck gebracht, was ich meine. Nicht jeder ist so unglaublich stark, sich durch alles durchboxen zu können. Und ja, dann ist manchmal Kopf in den Sand stecken auch eine Version.
      Und ich weiß aus internen Gesprächen aus meiner Selbsthilfegruppe, diese Töpfe gibt es wohl nicht....