Die fetten Jahre sind vorbei - oder?

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    • Ich muss ehrlich gestehen, die gleichen Gedanken habe ich auch, liebe Frau _vonWegen.

      Ich habe auch das Gefühl, dass ich nie wieder etwas genießen darf und habe unheimlich Angst, dass ich, wenn ich operiert bin, sofort wieder zunehme, wenn ich etwas falsches esse. Ich habe auch vor, nochmals Essen zu gehen und das nochmal richtig zu zelebrieren, dass ich das wohl für lange Zeit wahrscheinlich nicht mehr kann. Es ist nicht so, dass ich nicht von der OP überzeugt wäre, oder nicht wüsste, dass sie notwendig und der letzte Strohhalm ist. Aber Kopf hat noch ein paar Probleme hinterher zu kommen.

      Ich bin ein Mensch, der vieles exzessiv macht, wenn dann ziehe ich es durch, habe aber Probleme bei der Ausdauer. Ich habe jetzt schon Angst, was ich mache, wenn ich nach der OP nicht genug abnehme. Nehme mir also jetzt schon vor, nur noch ein Löffelchen vom Essen zu essen und dann aufzuhören, obwohl ich vielleicht noch Hunger habe.

      Mein Kopf spinnt da leider ein wenig. ;(
    • Mit Hunger aufzuhören, das macht doch auch keinen Sinn...Und ich kann nur sagen, dass ich bis nach der OP gar nicht wusste, was genießen ist, obwohl ich es immer dachte. Denn Genuss hat nichts mit der Menge zu tun. Das ist wichtig zu realisieren.
    • Danke, dass ihr uns alle an euren Gedanken teilhaben lasst.
      In fünf Wochen bin ich operiert und auch ich hatte in der Vergangenheit dieselben Unsicherheiten und Ängste wie viele sie beschreiben. Ich habe eine tolle Familie, die mich stärkt und unterstützt und wenn ich wieder einmal von Versagensängsten geplagt war, hielt mein Mann mir immer vor Augen, was ich bis dahin schon alles geschafft hatte.
      Seit ich das OP Datum erhalten habe ist aber alles anders. Ich bin hoch motiviert, will unbedingt noch ein bestimmtes Abnahmeziel erreichen und bin voller Vorfreude. Natürlich habe ich mich ausgiebig mit dem Thema befasst und gehe nicht blauäugig in die OP. Trotzdem überwiegen für mich die positiven Aspekte und ich freue mich auf ein neues Lebensgefühl und vor allem eine neue Aktivität . Angst vor Verzicht habe ich kaum, denn ich gehe momentan davon aus, irgendwann wieder fast alles essen zu können - nur in viel kleineren Mengen und mit Sinn und Verstand. Ich freu mich drauf und es könnte gerne morgen schon losgehen
    • @happyroni hat da etwas Wichtiges gesagt: Genuss hat nichts mit der Menge zu tun.

      Ich bin jetzt eine Woche operiert und habe gestern eine viel zu große Menge gekocht & gegessen, einfach weil ich noch in alten Mustern hänge. Das wurde umgehend mit Magenschmerzen & Unwohlsein quittiert. Ich arbeite gerade daran, meinen Genuss nicht von der verzehrten Menge abhängig zu machen.

      Ich lerne gerade neu, meine Körpersignale richtig zu interpretieren. Das ist gar nicht so einfach und ich muss gestehen, dass ich das vor der OP noch nicht so richtig verstanden habe, wenn jemand den altbekannten Spruch 'Man wird nur am Magen, nicht am Kopf operiert' rausgehauen hat.

      Aber es ist jetzt so wie es ist. Abgesehen davon, dass mein Kreislauf etwas schwächelt (kein Wunder, ich komme, mit viel Mühe auf täglich 500 kcal.), haben sich meine Befürchtungen bisher nicht bestätigt.
      Zeit, dass sich was ändert. :rosen:
    • Oh je, Frau_vonWegen, das war sicher sehr unangenehm. Aber ein guter Hinweis auf die Zeit nach der OP. Was wiederum dazu führt, dass man da schon mal aufpassen kann nach Deiner Erfahrung. Ob der Kopf dann auch mitmacht steht natürlich auf einem anderen Blatt. Ich hoffe, das klappt bei mir.

      Dann weiterhin gute Genesungszeit und herzlichen Glückwunsch zu Deiner überstandenen OP.

      Liebe Grüße

      Lavender
    • Ihr müsst lernen auf euren Bauch zu hören und die kleinsten Signale wahrzunehmen. Wichtig ist langsam zu essen, nicht länger als 20 bis max 30 min, sehr gut zu kauen und beim kleinsten Mucks das Essen zu beenden. Räumt dann einfach den Tisch ab und fertig, oder euren Teller. Das hilft ungemein. Ich habe immer mein Essen abgewogen und tue dies nach fast 2 Jahren auch noch oft. Das gibt mir Sicherheit und verleitet nicht mehr zu essen. Obwohl ich auch nicht immer die 150 g schaffe. Dann weiß ich das aber auch.und lasse liegen.
    • Mit dem Abwiegen tue ich mich sehr schwer.

      100ml fasst der Restmagen. Bei 100ml Wasser kann man also sagen, okay, der Magen ist voll. Aber 100ml Joghurt sind nicht gleich 100g und von Käse kann ich natürlich keine 100g essen sondern maximal 40g (2x Babybel). Auch bei Cremesuppe kann man sich da echt mal vertun, weil das wieder arg von der Konsistenz abhängt. Von Klarer Brühe hingegen gehen ziemlich genau 100ml rein, mit Pause sogar 150ml.

      Und was die Signale angeht: Ich verstehe meinen Magen momentan noch nicht so richtig. Ich muss nach jedem Bissen aufstoßen und wenn ich nicht mehr aufstoßen muss bzw. kann, bin ich voll - so meine Schlussfolgerung.

      Manche hier beschreiben ihr Sättigungsgefühl als eine Art Magendrücken, aber auch damit kann ich nichts anfangen, da mein Magen operationsbedingt aktuell die ganze Zeit irgendwie drückt. Unabhängig davon, ob ich was gegessen habe oder eben nicht.

      Es ist also tatsächlich nicht so leicht, zu erkennen, wann es genug ist.
      Zeit, dass sich was ändert. :rosen:
    • Oh je, hört sich schwierig an! Da kann man sich ja nur sehr schlecht behelfen auf den Bauch zu hören, der immer drückt. Aber so wie ich das von anderen verstanden habe, ist das wohl auch sehr unterschiedlich.

      Das heißt man sollte immer abwiegen? Wie machst Du das dann wenn Du bspw. Essen gehst?
    • Zum Thema Signale direkt nach der OP: Bei mir war es so, das ich beim ersten Aufstoßen festgestellt habe, ich bin satt.
      Ansonsten hatte ich in der ersten Zeit ein ziehen unter dem rechten Schulterblatt. Wie auch immer das zusammenhängt, es war ein guter Indikator ;-).
      Was mir auch heute noch sehr hilft, fast 14 Monate Post OP ist folgender Satz: Satt bedeutet nicht voll zu sein, satt sein ist die Abwesenheit von Hunger.
      Damit bin ich in der ganzen Zeit wirklich gut gefahren. Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter?
    • Mir mir hat sich das eingependelt und jetzt verstehe ich meinen Magen auch besser.
      Aufstoßen muss ich immer noch, aber eher zum Ende der Mahlzeit. Konnte zB gerade ca 60 gr Melone essen, jetzt bin ich voll. Stand: 5 Monate post-op.

      Vergessen: Mein Magen macht bei Voll auch Geräusche, wie ein Ächzen und Stöhnen in der Speiseröhre.
    • Wenn ich essen gehe wiege ich nichts ab. Aber da hab ich mittlerweile ein sehr gutes Gefühl für die Menge. Ich esse meist auch nur eine Vorspeise.
      Den Magen zu verstehen und ihn richtig zu deuten ist ein Lernprozess, der auch Zeit benötigt. Aber lieber ein paar Mal früher aufhören, als zu voll zu sein.
    • Die ersten Wochen war mein Magen komisch.
      Aufstoßen ist bei mir ein Indikator für Satt egal wie viel ich gegessen habe. Das kann nach einem Löffel/Gabel passieren oder erst nach 80-90g aber es passen nur max. 100-120g rein und mein Magen soll laut AZ 200ml/g fassen. Flüssigkeit rauscht bei mir nur so durch auch wenn ich dann trotzdem gesättigt bin.

      Ich wiege nicht mehr jede Mahlzeit ab aber ich weiß auch so mittlerweile wie viel was in etwa wiegt.

      Nach 11 Monten pOp kann ich sagen, dass mein Magen zwar eine Diva ist aber mir - ab etwa 2 Wochen nach Op - eindeutige Signale gibt.

      Was ich jetzt erstmal lernen musste ist, dass Hunger richtig weh tun kann. Eigentlich kann man nach mir die Uhr stellen aber einmal vergessen und schon hatte ich Schmerzen als ob mein Magen sich selbst frisst.
    • Waterbottle schrieb:

      Was mir auch heute noch sehr hilft, fast 14 Monate Post OP ist folgender Satz: Satt bedeutet nicht voll zu sein, satt sein ist die Abwesenheit von Hunger.

      Damit bin ich in der ganzen Zeit wirklich gut gefahren. Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter?

      Blutwaldfee schrieb:

      Die ersten Wochen war mein Magen komisch.
      Aufstoßen ist bei mir ein Indikator für Satt egal wie viel ich gegessen habe.


      Nach 11 Monten pOp kann ich sagen, dass mein Magen zwar eine Diva ist aber mir - ab etwa 2 Wochen nach Op - eindeutige Signale gibt.

      Was ich jetzt erstmal lernen musste ist, dass Hunger richtig weh tun kann. Eigentlich kann man nach mir die Uhr stellen aber einmal vergessen und schon hatte ich Schmerzen als ob mein Magen sich selbst frisst.
      @Waterbottle:

      Ja, da möchte ich auch gern hin. Ich glaube, das wird aber noch ein paar Wochen dauern, da es bei mir aktuell permanent gluckert und grummelt.

      Denn dass ich früher immer gegessen habe, bis wirklich nix mehr reinging, ist der Grund, wieso diese Operation überhaupt nötig war. Das sollte ich mir also schleunigst abgewöhnen. Aber irgendwas muss ich ja essen...

      @Blutwaldfee: Aufstoßen muss ich leider momentan sogar von Wasser. Daran eine Sättigung festzumachen, ist daher nicht möglich. Aber sicher stellen sich mit der Zeit andere Signale ein. Ich darf nur den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen.

      Das mit dem Hunger habe ich auch. Wenn ich Hunger bekomme, wirds wirklich schmerzhaft, deshalb esse ich aktuell 4-5 winzige Mahlzeiten/Tag und trinke dazwischen, damit mein Magen zu keinem Zeitpunkt richtig leer ist.

      Hoffentlich werden die Signale mit der Zeit eindeutiger!
      Zeit, dass sich was ändert. :rosen:
    • happyroni schrieb:

      Wenn ich essen gehe wiege ich nichts ab. Aber da hab ich mittlerweile ein sehr gutes Gefühl für die Menge. Ich esse meist auch nur eine Vorspeise.
      Den Magen zu verstehen und ihn richtig zu deuten ist ein Lernprozess, der auch Zeit benötigt. Aber lieber ein paar Mal früher aufhören, als zu voll zu sein.
      Ah, danke. Das hört sich auf jeden Fall gesund an. Ich hätte jetzt auch nicht vor Vor-, Haupt- und Nachspeise zu essen. Wann war denn eigentlich der erste Zeitpunkt nach der OP wann Du Essen gegangen bist? Nur so als Richtwert, da dann einige Feiern anstehen und ich nicht unbedingt was falsch machen möchte.
    • Ja, Du hast recht, Heike. Ich bin jemand, der schon alles im vorhinein geplant haben möchte, damit ich ja nichts falsch mache. Wahrscheinlich sollte ich erstmal warten, wann ich überhaupt meinen OP Termin habe. Angeblich noch dieses Jahr, aber das dauert ja auch noch ein bisschen. :D
    • *Lavender* schrieb:

      happyroni schrieb:

      Wenn ich essen gehe wiege ich nichts ab. Aber da hab ich mittlerweile ein sehr gutes Gefühl für die Menge. Ich esse meist auch nur eine Vorspeise.
      Den Magen zu verstehen und ihn richtig zu deuten ist ein Lernprozess, der auch Zeit benötigt. Aber lieber ein paar Mal früher aufhören, als zu voll zu sein.
      Ah, danke. Das hört sich auf jeden Fall gesund an. Ich hätte jetzt auch nicht vor Vor-, Haupt- und Nachspeise zu essen. Wann war denn eigentlich der erste Zeitpunkt nach der OP wann Du Essen gegangen bist? Nur so als Richtwert, da dann einige Feiern anstehen und ich nicht unbedingt was falsch machen möchte.
      Ich war nach ca. 7 Wochen mit meinen Freundinnen das 1. Mal Essen. Da gab es Rindercarpaccio und das Brot habe ich liegen lassen. Die Portion war dann etwas 80 g, völlig ausreichend.

      Ich wiege heute noch oft ab, weil ich auf keinen Fall will, dass mein Magen sich wieder weitet. Ich traue meinen Augen einfach nicht, denn die sind oft größer als der Magen. Und wenn ich dann gegessen habe, dass bin ich auch zufrieden und nicht mehr hungrig. Für satt habe ich immer noch kein richtiges Gefühl für mich definiert. Deshalb esse ich, wenn ich nicht abgewogen habe nur so lange bis ich keinen Hunger mehr habe. Morgen gehe ich nach 16 Tagen wieder mal auf die Waage und bin sehr gespannt, wie es so im Urlaub lief. Sonst gehe ich nahezu täglich. Es wird also spannend.