Hattet ihr Angst vor der Op?

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    • Hattet ihr Angst vor der Op?

      Hey ihr Lieben,

      ich hab ein bisschen was gelesen von euch unter verschiedenen Themen und habe das Gefühl dass sich die meisten von euch sehr auf die Op gefreut haben?

      War das von Anfang an so?

      Hab jetzt öfter gelesen dass man ja früher oder später krank werden würde mit dem Übergewicht usw. aber das lässt meine Angst vor der Op nicht weniger werden, ehrlich gesagt.

      Wäre echt dankbar für Tipps, ich hab total Angst. Ich les sehr viel nach und informier mich, kann aber gar nicht einschätzen ob das gut ist oder meine Angst noch schürt...

      Grüßle :love:
    • Ich habe dieses Forum erst nach der OP noch im Krankenhaus entdeckt. So hatte ich keine Möglichkeit mich vor der OP verrückt zu machen. Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen. Und nach der OP hilft mur ausprobieren was geht und was nicht.
      Der mit dem Schlauch und nach 5,5 Monate Abnahme Stillstand :/ . Das 1. Jahr ist um. :tuedel:
    • Mein Angstniveau war nicht spürbar.
      Ich war einfach so voller Vorfreude, dass JETZT endlich ein neues Leben beginnt. Es war sogar sehr witzig, weil die OP an meinem Geburtstag war und alle Happy Birthday gesungen haben :thumbsup: . Der Narkosearzt hat gesagt, ich soll mir ne fette Torte vorstellen, wenn ich ins Land der Träume segel, er hätte so gern Luftballons mitgebracht, wenn er das vorher gewusst hätte.
      Ich habe dann zur Chirurgin gesagt, sie könnte das anlässlich meines Geburtstags ja besonders hübsch machen und irgendwo am Darm eine kleine Schleife einnähen :D . Aber ich habe eh einen speziellen Humor und außerdem die abartige Veranlagung, den Zustand des Wegschlafens bei der Narkose zu genießen.
      Alle Folgen von Fettleibigkeit können beängstigender sein als so eine OP.
    • Um ehrlich zu sein - todesangst. Aber dann betrachtete ich das Ganze objektiv:
      1.) Lasse ich mich operieren und es geht gewaltig was schief, verkürze ich um etwa zwei Jahre meinen Todeskampf.
      2.) Überlebe ich und gibt es hinterher Komplikationen, können die nicht wirklich schlimmer sein als die chronischen Schmerzen, Depressionen und das Leid, welches ich als Superadipöser habe.
      Und 3.) - Wovor habe ich Angst? Vor dem Tod? Während der Op aus der Narkose zu erwachen? Schmerzen danach? Diverse ungute Spätfolgen und Nebenwirkungen, die einen gewissen Prozentanteil der Operierten geschehen? Nie wieder fressen und saufen bis zur Ekstase?
      Habe ich wirklich vor all diesen Dingen mehr Angst als SO wie bisher weiterzuvegetieren?
      Nein. Habe ich nicht.

      Et voilà - So ward es vollbracht.
      Sofern Du dich für eine Op entschieden hast, ausreichend Infos gesammelt, Nutzen und Risiken FÜR DICH abgewogen hast, Augen zu und durch.
    • Breffi schrieb:

      Ich habe dieses Forum erst nach der OP noch im Krankenhaus entdeckt. So hatte ich keine Möglichkeit mich vor der OP verrückt zu machen. Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen. Und nach der OP hilft mur ausprobieren was geht und was nicht.
      Wär bei mir wahrscheinlich auch besser gewesen :sagnix:

      Mellimaus21 schrieb:

      Bei der ersten Magen op nicht, bei der fitten ist mir der Hintern schon auf Grundeis gegangen
      Ich fühl mich genauso 8|

      Anette85 schrieb:

      Bei der ersten noch mehr wie bei der letzten. Ich denke ein gewisses Niveau an Angst gehört dazu.
      Ich dachte schon es geht nur mir so :thumbsup:

      tina0403 schrieb:

      Mein Angstniveau war nicht spürbar.
      Ich war einfach so voller Vorfreude, dass JETZT endlich ein neues Leben beginnt. Es war sogar sehr witzig, weil die OP an meinem Geburtstag war und alle Happy Birthday gesungen haben :thumbsup: . Der Narkosearzt hat gesagt, ich soll mir ne fette Torte vorstellen, wenn ich ins Land der Träume segel, er hätte so gern Luftballons mitgebracht, wenn er das vorher gewusst hätte.
      Ich habe dann zur Chirurgin gesagt, sie könnte das anlässlich meines Geburtstags ja besonders hübsch machen und irgendwo am Darm eine kleine Schleife einnähen :D . Aber ich habe eh einen speziellen Humor und außerdem die abartige Veranlagung, den Zustand des Wegschlafens bei der Narkose zu genießen.
      Alle Folgen von Fettleibigkeit können beängstigender sein als so eine OP.
      also ich hab manchmal auch echt Galgenhumor, schadet in solchen Situationen aber auch echt nicht. Ist alles ernst genug :D
    • *Heike* schrieb:

      Mit der Narkose geht's mir genauso. Und ich liebe Magenspiegelungen wegen dem Propofol. DabEi habe ich mit Drogen oder so gar nichts am Hut. Tina, wir haben ne Macke :D
      Also mit Narkosen hab ich auch nur minimal Probleme, nicht der Rede wert. Und Propofol kann ich echt gut ab, ich bin nicht mal müde danach, nichts, einfach n schönes Schläfchen gehalten :freu:

      Isac schrieb:

      Um ehrlich zu sein - todesangst. Aber dann betrachtete ich das Ganze objektiv:
      1.) Lasse ich mich operieren und es geht gewaltig was schief, verkürze ich um etwa zwei Jahre meinen Todeskampf.
      2.) Überlebe ich und gibt es hinterher Komplikationen, können die nicht wirklich schlimmer sein als die chronischen Schmerzen, Depressionen und das Leid, welches ich als Superadipöser habe.
      Und 3.) - Wovor habe ich Angst? Vor dem Tod? Während der Op aus der Narkose zu erwachen? Schmerzen danach? Diverse ungute Spätfolgen und Nebenwirkungen, die einen gewissen Prozentanteil der Operierten geschehen? Nie wieder fressen und saufen bis zur Ekstase?
      Habe ich wirklich vor all diesen Dingen mehr Angst als SO wie bisher weiterzuvegetieren?
      Nein. Habe ich nicht.

      Et voilà - So ward es vollbracht.
      Sofern Du dich für eine Op entschieden hast, ausreichend Infos gesammelt, Nutzen und Risiken FÜR DICH abgewogen hast, Augen zu und durch.
      Ich versteh die Gedankengänge zwar total, aber ich denk die ganze Zeit so: wenn da was schief geht hab ich noch viel mehr Probleme wie jetzt schon.. Das ist meine Angst, momentan hab ich keine Krankheiten in Folge von meinem Gewicht, eher andersrum.

      Fühl mich wie in ner Zwickmühle, ich sollte echt Angst haben in ner Narkose aufzuwachen, ist mir nämlich schon passiert, hab fleißig versucht den Beatmungsschlauch rauszuziehen.

      Angst davor danach wenig essen zu müssen oder anders hab ich tatsächlich gar nicht, zum Glück, reicht auch so schön mit den blöden Gedanken X-(

      Ich weiß ich müsste nur noch einen Termin vereinbaren, anschließend würd ich den Op Termin kriegen, aber die Angst lähmt mich im Moment noch…
    • @MiniMe
      Ich, 1,93 großer Mann, 233kg schwer - ein Schrank - hab aber sowas von Angst gehabt!

      Eigentlich sollte ich morgens ins KH und gegen morgen operiert werden. Bin auch rein. Doch dann wurde es immer weiter am Tag nach hinten verschoben wegen Notfällen. Später am Tag hieß es dann heute wird es nicht mehr sondern direkt am nächsten Tag. Das war dann zu viel....

      Ich hab dann darum gebeten gehen zu dürfen - meine Angst war zu groß. Ich hab sogar geweint.

      Knapp 2 Wochen später habe ich mich dann doch getraut. Es wurde sogar extra so geplant dass es mehr oder weniger eine Aktion à la "einchecken, ausziehen, hinlegen und los gehts" war.

      Hatte es nicht bereut danach.
    • Ich hatte sehr große Angst. Natürlich. Auch mit dem Hintergrund, dass jemand aus meiner SHG nicht überlebt hat.
      Daher habe ich lange gehadert, ob ich mich überhaupt operieren lassen soll. Aber mein "point of no return" war schon sehr lange überschritten und mir war klar, dass das Nicht-Überleben bei meinem hohen Gewicht tatsächlich nicht mal mehr ein mittelfristiges Projekt ist. Dann die Folgeerkrankungen.............Ich hatte keine Wahl.
      Und ich bin noch nicht fertig damit. Irgendwann wurde mir klar, dass mein lapidares "eisener Willen und gute Hautcreme" nicht ausreichen wird und mir noch einige WHOs bevorstehen würden.

      Ich denke, dass ich mich persönlich sicher nicht mit U140 (mein persönlicher point of no return) unters Messer gelegt hätte und schon gar nicht mit U100 oder vielleicht knapp darüber, nur um eine Hosengröße weniger zu erreichen.

      Man muss immer selbst auch sein Risiko abschätzen und verantwortungsvoll mit dem Thema OP umgehen und das ernst nehmen.
      Und wenn man selbst feststellt (nachdem man gut darüber nachgedacht hat)..........Ultima ratio..........Und ein verantwortungsvolles AZ hat, das feststellt.............Ultima ratio............Sollte man wählen. Das Leben.
      Höchstgewicht: 204,0 kg (BMI 69)
      OP-Gewicht: 172,0 kg
      aktuelles Gewicht: 66,6 kg (BMI 22,6)
    • Ich hatte keine Angst, ich hatte die nackte Panik!!! Wirklich richtig echte Panik. Ich habe sogar auf dem OP-Tisch noch geweint.
      Vermutlich hat eine Not OP vor über 30 Jahren ein Trauma verursacht. OP`s, Schmerzen und dergleichen machen mich wirklich fertig.
      Meine OP ist erst Coronabedingt verschoben worden, und am OP Tag ging es mir wie Markus, meine OP musste wegen Notfällen auf den nächsten Tag verschoben werden.

      Auch die Angst, zu versagen, es nicht zu schaffen, ausreichend abzunehmen und dann zu halten, vielleicht depressiv zu werden, wenn ich nicht mehr mit Essen kompensieren kann...Angst vor Komplikationen während und nach der OP...
      Ich habe hier nächtelang gesessen und sämtliche OP Berichte hier im Forum gelesen...das sind viele ;-).

      Ich hätte mich garantiert nicht operieren lassen, wenn mein Mann sich nicht zeitgleich hätte operieren lassen. Das wollte ich dann ja auch nicht, er wird schlank und ich bleibe dick zurück.

      Bei uns beiden ist alles gut gegangen, OP`s sind superglatt verlaufen, keine Komplikationen nach der OP, keine Schwierigkeiten bis heute was Dumpings, Unverträglichkeiten, Depressionen oder Suchtverlagerungen anbelangt. Wir haben beide über 100 % unseres Übergewichts verloren und fühlen uns fit.

      So seltsam das klingen mag, meine Angst und Panik haben mir nach der OP oft geholfen. Ich habe immer wieder gesagt: Ich habe mich so durch diese Panik gequält, da setze ich das Ergebnis doch nicht für ein Stück Schoki, oder Pizza, oder Pommes etc. aufs Spiel.
      Ich war so dankbar für den glatten Verlauf und wollte, wenn ich schon vor Panik nicht mehr ein und aus wußte, nicht den langfristigen "Erfolg" gefährden. Nicht falsch verstehen, weil es nur um mich geht und nicht um andere, aber durch die Panik hat die OP irgendwie einen höheren Wert bekommen. Ich kann das gerade sehr schlecht ausdrücken, was ich damit meine.
      Ich habe mich durch die Angst unglaublich intensiv auf die OP und das Leben danach vorbereitet, mich unglaublich hart mit mir und meinen Schwächen auseinandergesetzt und habe vor der OP Strategien für nach der OP entwickelt, das daraus ein stabiles, tragendes Gerüst geworden ist. Zumindest bis heute. 15 Monate sind es jetzt und ich bin guter HOffnung, das es gut weiterläuft.
    • Hallo,

      Ich denke Angst hat jeder, man legt sein Leben in die Hände anderer Menschen und Maschinen. Es geht halt jeder anders damit um.

      Meine Ärztin hat mir 2016 das erste Mal zur OP geraten. Da war ich bei 130kg und hatte noch keine Erkrankungen. Ich war entsetzt, ich hatte immer Panik vor Spritzen und OPs. Vor meinem Kaiserschnitt 2013 hatte ich einen Nervenzusammenbruch, war bei der OP aber wach und habe so gemerkt dass es nicht so schlimm ist wie ich es mir vorgestellt habe.

      Als ich 2019 mit 147kg dann nicht mehr laufen konnte ohne Schmerzmittel zu nehmen habe ich beschlossen die OP machen zu lassen. Ich konnte nur noch im Garten sitzen und meiner Tochter beim toben zugucken, Ausflüge waren nicht mehr möglich. Der gesamte Alltag war eine Qual.
      Vor der OP an sich hatte ich gar keine Angst, mein einziger Gedanke war, wenn ich nicht mehr aufwache hat meine Kleine keine Mama mehr. Wenn der Gedanke aufkam habe ich mir vorgestellt wie ich dickes Walross irgendwann Nachts einen Herzinfarkt bekomme und mein Kind findet mich morgens tot im Bett. Will ich ihr das wirklich antun? Nein, auf keinen Fall, aber klar war, das wird bald passieren wenn ich nichts dagegen tu.

      Vor dem danach hatte ich keine Angst. Am Abend vor der OP habe ich ein Kuscheltier von meiner Kleinen genommen und die alberne Traumreise gehört die sie zum Einschlafen hört, das hat mich so beruhigt dass ich sogar richtig gut geschlafen habe.

      Heute, 7 Monate später kann ich sagen, es hat sich gelohnt. Ich könnte jetzt aufzählen was wir die letzten Monate alles unternommen haben, das wäre aber zu viel :saint:

      Ich muss aber sagen, ohne den Leidensdruck durch die Schmerzen hätte ich die OP nicht machen lassen. Ich musste erst an einen gewissen Punkt kommen.

      Alles Gute
      Sunny0

      :sonnenblumen:
      15.06.2020 Erstgespräch AZ Mannheim
      16.06.2020 Start MMK mit EB Startgewicht: 140kg BMI 47,9
      22.02.2021 Start Eiweißphase Gewicht: 147 kg BMI 50,4
      08.03.2021 Roux-Y-Bypass UMM
    • Ich hatte überhaupt keine Angst. Ich hab mich einfach nur gefreut, dass nun mein neues Leben beginnt.

      Mir ging’s auch von Anfang an gut nach der OP, Ich war 24 Stunden auf Intensiv zur Überwachung. Es hat alles ein paar Tage etwas gezwickt, ansonsten war alles gut.

      Meine OP ist nun 8 Jahre her und ich hab die beste Zeit meines Lebens :thumbsup:
      Liebe Grüße

      Sabse

      22.10.2013 Magenbypass-OP mit 142 kg

      WHO´s:
      10/2015 -> 1. Bauchstraffung (Nachstraffung erforderlich)
      08.10.2018 -> Bruststraffung und Liposuktion beider Oberschenkel
      12.03.2019 -> Oberschenkel- und Oberarmstraffung
      13.09.2021 -> 2. Bauchstraffung
    • Angst hatte ich auch nicht, aber einen heiden Respekt.
      Das schlimmste war für mich, als mein Partner sich von mir Verabschiedet hat bevor ich abgeholt wurde.

      Mir ging es wie @Sunny0.
      Als mein Arzt mir das erste mal die OP vorgeschlagen hat, habe ich ihm fast die Augen ausgekratzt.
      War ich doch der Überzeugung, ich würde das selber schafen.

      Zwei oder drei Jahre und nochmals etliche Diätversuche später habe ich bei ihm wieder die Zelte aufgeschlagen.
      Und trotz "nur" 112kg auf 165cm war es für mich die aller letzte Option Gesund Älter zu werden.

      Heute, fast Sieben Jahre später, kann ich Rückblickend sagen, es war die beste Entscheidung.
      manchmal frage ich mich, wieso ich die Gelegenheit nicht schon beim ersten Mal gepackt habe.
      Aber wahrscheinlich war zu diesem Zeitpunkt der Leidensdruck noch zu wenig gross.

      Herzliche Grüsse
      Pinky
    • Also Angst vor der OP selbst hatte ich nie. Ich hab da irgendwie schon immer Vertrauen, dass die Leute schon wissen was sie tun und wenn es schief geht, dann kann man sich Sorgen machen.
      Aber ich hatte unglaubliche Angst, mich falsch zu entscheiden und dass mir das Leben nach der OP mit den nötigen Veränderungen keine Freude macht. Das hat bei mir wirklich lang gedauert. Und auch bei mir waren erst Schmerzen und Unbeweglichkeit und totale Unzufriedenheit mit meiner Situation nötig um die Entscheidung zutreffen. Und (manche wissen das) ich hab dann sogar nochmal kurzfristig die OP Methode geändert, weil die Ängste eben so groß waren.

      Im Nachgang: ja, die Sorge war unnötig. ich komme super klar und wäre sicher auch mit der anderen OP Methode klar gekommen. aber das muss man eben selbst durchleben und die Entscheidung nimmt einem keiner ab.

      Ach ja, auch ich bin inzwischen Propofol Fan... mir geht's damit immer blendend.
      Start Eiweißphase 30.11.2020 - 129,5 kg
      OP Termin 9.3.21 - 131,5 kg
      9.10.21 - 108,5 kg