Was erwartet mich bei Ernährungsberatung?

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    • Was erwartet mich bei Ernährungsberatung?

      Hallo zusammen. Ich habe mich für eine Magenbypass-OP entschieden und bin gerade dabei die ganzen Voruntersuchungen abzuklappern. Was noch ausständig ist, ist das Gutachten der Ernährungsberaterin.

      Was erwartet mich dort? Ich habe im Vorfeld einen sehr langen Fragebogen zum ausfüllen bekommen, bezüglich bisher versuchter Diäten, ein Essensplan zum eintragen, etc.

      Mich interessiert einfach, worauf die Entscheidung der Ernährungsberaterin ob ich für die OP geeignet bin oder nicht, beruht? Wie wird das entschieden?

      Wollen die sehen, dass man aktiv versucht abzunehmen, es aber nicht funktioniert? Oder erwarten die, dass man angibt, jeden Tag fast food zu essen.

      Ich habe es mit den Diäten immer mal wieder geschafft abzunehmen, aber es war nichts von dauer. Durch verschiedene Lebenseinschnitte ist mein Gewicht einfach an einem Punkt, an dem ich professionelle Hilfe benötige und will. Mir ist bewusst, dass solch eine OP lediglich eine Hilfestellung ist.

      Es wird auch gefragt, was das Meiste war, dass man jemals abgenommen hat. Mit 14/15 hab ich 60 Kilo abgenommen, aber mittlerweile hab ich mehr als 100 Kilo zugenommen.

      Es war so ein langer Kampf sich für die OP zu entscheiden, alle Untersuchungen vornehmen zu lassen, etc. Ich habe einfach Angst, dass dieses Gutachten gegen die OP ausfällt.
    • Kläre mal ab, was die EB lesen möchte, Märchenstunde oder Wahrheit. Da gibt es Unterschiede bei den verschiedenen AZ. Bei mir war Märchenstunde gefordert. Keine zuckerhaltigen Getränke, keine Weißmehlprodukte, keine Süßigkeiten, kein Alkohol usw. Ich brauchte das ETB erst zum Ende vom MMK für die letzten 4 Wochen.
      Der mit dem Schlauch und nach 5,5 Monate Abnahme Stillstand :/ . Das 1. Jahr ist um. :tuedel:
    • Warum nicht einfach ehrlich sein? Eine gute EB kann dann ganz persönlich beraten was an deiner Ernährung du verbessern kannst.
      Meine hat dann am Ende bescheinigt, ob ich über die Dauer der Beratung mitgearbeitet habe, meine Ernährungsweise sich verbessert hat und ich ihre Tipps umsetzen konnte.
      Ein Gutachten ausgestellt hat sie nicht, nur einen Bericht über den Verlauf der EB geschrieben.
      Abnahme vor OP: - 32 kg
      24. Monat Post-OP- 102 kg
      Abnahme nach WHO: - 4 kg
      Gesamt: -138 kg
    • Breffi schrieb:

      Kläre mal ab, was die EB lesen möchte, Märchenstunde oder Wahrheit. Da gibt es Unterschiede bei den verschiedenen AZ. Bei mir war Märchenstunde gefordert. Keine zuckerhaltigen Getränke, keine Weißmehlprodukte, keine Süßigkeiten, kein Alkohol usw. Ich brauchte das ETB erst zum Ende vom MMK für die letzten 4 Wochen.
      Ja das denke ich mir eben auch. Aber wenn man "Märchenstunde" macht, spiegelt sich die Wahrheit nicht in den Blutwerten wieder?
    • Und bringt Märchenstunde dich wirklich weiter? Es geht doch darum zu lernen, etwas besser zu machen, was bisher nicht funktioniert hat.
      Abnahme vor OP: - 32 kg
      24. Monat Post-OP- 102 kg
      Abnahme nach WHO: - 4 kg
      Gesamt: -138 kg
    • Sahnestueck schrieb:

      Und bringt Märchenstunde dich wirklich weiter? Es geht doch darum zu lernen, etwas besser zu machen, was bisher nicht funktioniert hat.
      Ja natürlich. Ich muss dazu sagen, ich bin in Österreich. Wenn ich mir die anderen Themen ansehe, scheint es so, als wäre der ganze Prozess in Deutschland anders. Hier muss ich vor der OP ein mal zu einer Ernährungsberaterin gehen und die erstellt ein Gutachten - das sich entweder positiv oder negativ der OP gegenüber auswirkt.

      Ich habe es wie gesagt durch Diäten immer mal wieder geschafft abzunehmen aber nie dauerhaft und jetzt habe ich 1,94cm 185 Kilo und brauche einfach diese Hilfestellung in Form der OP.
    • Ist bei dir jetzt nur Bestandsaufnahme über die Ernährung oder für den Antrag an die KK? Ich habe mich auch gefragt, wenn ich nur das esse was aufgeschrieben wurde, warum ich dann fett bin. Das AZ wollte es so für die KK. Lügen kann auch weiterhelfen wo es sinnvoll ist. Die Ehrlichkeit beim Psycho brachte mir 3 Monate Warteschleife.
      Der mit dem Schlauch und nach 5,5 Monate Abnahme Stillstand :/ . Das 1. Jahr ist um. :tuedel:
    • Ich bin auch immer für die Wahrheit, denn was bringt es dir sonst? Arbeiten kannst du nur an dir, wenn du genau deine Probleme kennst. Und manchmal ist die Wahrheit zu ertragen nicht der einfachste Weg. Wenn man nämlich ehrlich reflektiert und immer mitschreibt, merkt man unter Umständen was nebenbei noch so reinwandert oder wo der ein oder andere versteckte Punkt ist.

      Sprich mit deiner EB. Im Zweifel will sie dir einfach nur helfen und dir keine Steine in den Weg legen.
    • Breffi schrieb:

      Ist bei dir jetzt nur Bestandsaufnahme über die Ernährung oder für den Antrag an die KK? Ich habe mich auch gefragt, wenn ich nur das esse was aufgeschrieben wurde, warum ich dann fett bin. Das AZ wollte es so für die KK. Lügen kann auch weiterhelfen wo es sinnvoll ist. Die Ehrlichkeit beim Psycho brachte mir 3 Monate Warteschleife.
      Für den Antrag bei der KK wird ein Gutachten von einer Ernährungsberaterin benötigt.

      Das ist eben mein Dilemma. Soll ich es so verkaufen, als würde ich mich nur gesund ernähren und es funktioniert einfach nicht oder nur ungesund aufschreiben? Dann denke ich mir, dass die sagen könnte "ja kein Wunder, dass Sie so fett sind." Aber bei meinem Gewicht, benötige diese Hilfestellung einfach.
    • Die Frage ist, was in Österreich mit dem Gutachten bezweckt werden soll. In D muss man ein mal im Monat eine EB besuchen im Rahmen des MMKs. Aber ein Gutachten nach ein Termin?! Das klingt eher nach Bestandsaufnahme. Wenn du aufschreibst, wie es Idealzustand wäre, ist es fraglich, warum du Übergewicht hast, vielleicht benötigen sie dann weitere Aufklärung, wenn es nicht erklärbar ist....
      Weißt du denn, wo das Problem bei dir liegt? Ist es denn grundsätzlich die falsche Ernährung oder einfach nur zu viel, aber sonst ausgewogen und gesund? Das könnte in einem Protokoll ja auch rauskommen und sehr für eine Magenverkleinerung sprechen.
      Wahrscheinlich macht ein offenes Gespräch mit der EB Sinn.
    • @johnny9ss

      ich würde ihr ein 2-Wöchiges, ehrliches Ernährungstagebuch mitbringen.
      Nicht grammgenau, sondern einfach was auf dem Teller war und was so in den Mund gewandert ist, zwischendurch.
      Des weiteren würde ich dahinter eine Spalte machen mit: wie war dein Sattgefühl danach, damit sie das einschätzen kann. Den jeder hat ein unterschiedliches Sattgefühl oder auf Grund des Magens überhaupt kein Sattgefühl mehr.

      Dann würde ich noch eine Spalte machen mit dem Stichpunkt wo du gegessen hast: im stehen, bei Tisch, alleine, in Gesellschaft


      Wichtig wäre mir persönlich auch noch, ihr einen stichpunktartigen Zu- und Abnahmelebenslauf mitzugeben. Dort steht mit welcher Ernährung du wie abgenommen hast und ob du dazu Sport gemacht hast.

      Ehrlich gesagt, schon alleine das ich die EB vorher anrufen sollte um zu fragen, ob sie ein ehrliches Tagebuch oder ein gefaktes möchte ..... puh, wäre ich eine EB wäre das Ding für mich gegessen und ich würde an der Ernsthaftigekeit des Unterfanges zweifeln. So eine OP ist ja nicht wie bei Gelb noch kurz über die Ampel fahren, sondern ein Eingriff in die Körperfunktion.
      Da würde ich, wenn ich eine EB wäre, schon gerne annehmen können, das der Antragssteller sich ernsthaft und wahrhaftig mit der Sache auseinander gesetzt hat.


      Das die Ernährung nicht unbedingt korrekt sein kann, wenn man Dick ist, das weiß die EB doch von ganz alleine. Die sind doch nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen.

      Ich meine, du sprichst da auch mit ihr. Erkläre ihr, das dein Problem das Halten ist, weil .... du evlt. kein Sattgefühl mehr hast .... oder was immer DEINE ehrlichen Gründe für die jeweiligen Wiederzunahmen sind.

      Ich wünsche dir alles Gute!
      Ich :urlaub: und geh jetzt erst mal ein paar Runden :schwimm: , wir sehen uns :gugus: !



      Bauchbilder POST-OP Hautstraffungen
    • Breffi schrieb:

      Lügen kann auch weiterhelfen wo es sinnvoll ist.
      Das AZ, die Krankenkasse, die Ernährungsberaterin und wahrscheinlich auch sich selbst anlügen, um schneller an einen OP-Termin zu kommen?
      Ernsthaft?
      Ich bin nicht sonderlich sicher, dass man dann verstanden hat, worum es geht. Der Weg ist das eigentliche Ziel.....
      Abnahme vor OP: - 32 kg
      24. Monat Post-OP- 102 kg
      Abnahme nach WHO: - 4 kg
      Gesamt: -138 kg
    • Sahnestueck schrieb:

      Das AZ, die Krankenkasse, die Ernährungsberaterin und wahrscheinlich auch sich selbst anlügen, um schneller an einen OP-Termin zu kommen?Ernsthaft?
      Ja ernsthaft, das ist der Weg zum Ziel und die Lügerei ist gewünscht. In der SHG hatte ich auch erfahren, dass der Psycho auch gerne Märchen hört, nachdem ich wegen Ehrlichkeit 3 Monate Warteschleife hatte. Im Antrag an die KK war auch Märchenstunde, den hatte ich aber nicht geschrieben.
      Der mit dem Schlauch und nach 5,5 Monate Abnahme Stillstand :/ . Das 1. Jahr ist um. :tuedel:
    • Zum einen kann man die Verfahren in Österreich und in Deutschland ja nicht verallgemeinern, zum anderen macht jeder seine eigenen Erfahrungen.

      Ich musste keinen Antrag stellen, aber mein abschließendes Ernährungsprotokoll enthielt an einem Tag eine Laugenbrezn und schwupp wurde ich gerügt, das man damit niemals die Genehmigung erhalten hätte. Mein Hinweis das es eben ein ehrliches Protokoll sei und ich es an diesem einen Tag (mit den Kindern im Zoo) mittags ohne Gastronomie (Corona) für OK befände, ließ sie nicht gelten.

      Warum man zum Frühstück Brot essen darf, aber nicht mal ausnahmsweise auch am Mittag habe ich immer noch nicht verstanden. Heute esse ich gar kein Brot mehr, freiwillig.
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m

      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:
    • Breffi schrieb:

      Sahnestueck schrieb:

      Das AZ, die Krankenkasse, die Ernährungsberaterin und wahrscheinlich auch sich selbst anlügen, um schneller an einen OP-Termin zu kommen?Ernsthaft?
      Ja ernsthaft, das ist der Weg zum Ziel und die Lügerei ist gewünscht. In der SHG hatte ich auch erfahren, dass der Psycho auch gerne Märchen hört, nachdem ich wegen Ehrlichkeit 3 Monate Warteschleife hatte. Im Antrag an die KK war auch Märchenstunde, den hatte ich aber nicht geschrieben.
      Da kann ich dir teilweise zustimme@'Breffi'.
      Mein BMI war ja „nur“ bei 41. Die Ernährungsberaterin hat mir gesagt, dass tatsächlich manche nicht operiert werden, wenn der BMI im MMK unter 40 sinkt. Also solle ich versuchen, mein Gewicht zu halten. Wir haben dann in jeder Beratungsstunde richtig gut gearbeitet, ich habe viele wertvolle Ratschläge bekommen und es hat sich gelohnt für mich. Abgeben musste ich ja sowieso nur die letzten 2 Wochen Tagespläne NACH der Beratung. Die habe ich in der Klinik abgegeben und das wurde so abgesegnet. Fazit war, dass ich innerhalb von 6 Monaten trotz Ernährungsberatung nicht abgenommen habe.
      So stand der OP nichts im Wege.
    • Hy ich hatte nach den ersten beiden Monaten derEB 7,6 Kilo abgenommen worauf die Beraterin mir zu verstehen gab ich soll nicht so weitermachen sonst wäre die OP in Gefahr. Also habe ich wieder mehr Kalorienhaltiges gegessen. Mein BMI war damals bei knapp 41