Lymphödem nach Brustkrebs - wie kann man helfen?

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    • Lymphödem nach Brustkrebs - wie kann man helfen?

      Hallo,

      eine Freundin von mir ist schwerstbehindert (bettlägerig, quasi bewegungsunfähig aufgrund MS).
      Als ich sie heute besuchte, zeigte sie mir ihren linken Arm: Er ist sehr hart, prall und total angeschwollen.

      Vor einiger Zeit hatte man bei ihr Brustkrebs festgestellt und im Rahmen der Behandlung die Brüste abgenommen.
      Alles deutet darauf hin, dass sie dadurch nun ein Lymphödem entwickelt hat, was wohl nicht unüblich ist.

      Ihr Physiotherapeut, der ins Haus kommt, hat heute morgen wohl schon eine Lymphdrainage gemacht. Wie lange dauert es, bis sowas anschlägt?
      Sie wird noch versuchen, bei ihrem Arzt wegen eines Hausbesuchs anzufragen.
      Da sie kaum mobil ist, fällt die Fahrt in eine Praxis weg.

      Gymnastik ist auch nicht möglich, sie kann die Arme kaum noch bewegen.


      Hat jemand zufällig Erfahrung damit? Kann man unterstützend etwas tun?
      Ich würde so gerne helfen, weiß aber nicht, wie :-(
    • Ich kann nur sagen , dass meine Mutter vor 20 Jahren Brustkrebs hatte und sie hat dadurch eine Brust verloren. Seit dieser Zeit bekommt sie 2x wöchentlich Lymphdrainage, da ansonsten der Arm extrem anschwillt.
      Auf jeden Fall gute Besserung und alles Liebe für deine Freundin
      Gewicht vor OP 1.September 2017
      148 kg / BMI 55 super Adipositas

      :laola:
      Aktuelles Gewicht 63 kg / BMI 23,5 Normalgewicht

      23.08.2019 Bauchdeckenplastik EV Gießen
      06.01.2020 Oberschenkelstraffung
      02.08.2021 Bruststraffung
      04.11.2021 Gesäßstraffung geplant

      :blumen: Es ist nie falsch das Richtige zu tun!! :up:
    • Lymphdrainage alleine wird nicht reichen da bei einer Solchen Erkrankung auch die Lymphknoten mit entfernt werden. So muss direkt nach der Behandlung sofort eine Art Kompressionsstrumpf für den Arm angelegt werden oder gewickelt. Je nach dem. Die Kompression muss auf jeden Fall dran auch an den Tagen wo keine KG kommt vielleicht kann ein ambulanter Pflegedienst helfen. Liebe Grüße und gute Besserung für deine Freundin
    • Meine Mutter hatte auch Brustkrebs und beide Brüste wurden entfernt. Kompression hatte sie keine, aber 2 mal die Woche Lymphdrainage. Damit kam sie gut zurecht.

      Sie bekam dafür problemlos eine Verordnung durch den Hausarzt.
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m

      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:
    • Bekommt deine Freundin keine Unterstützung durch das Krankenhaus? War/ist sie in keinem Kompetenzzentrum? Kompression und Lymphdrainage und Gute Hautpflege wäre das übliche Vorgehen und sollte auch verordnet und nicht mühsam in Selbstrecherche organisiert werden. Ich würde bei der behandelnden Stelle anrufen, denn dass da dringender Handlungsbedarf besteht, liegt auf der Hand. Es gibt übrigens spezielle Armkissen für Patientinnen nach Mammaamputation und Lymphödem.
    • @Monastiraki

      Nein, sie war in keinem Kompetenzzentrum, sondern im örtlichen Krankenhaus.
      Behandlung abgeschlossen und tschüss.

      Da sie wirklich gar nichts mehr kann (nichtmal alleine sitzen, da null Körperspannung), ist es mit ihrer Behandlung schon recht schwierig.
      Sie wiegt außerdem an die 100kg, kann nicht „mithelfen“ beim Umlagern und dergleichen.
      Also echt überhaupt nichts.

      Ich habe den Eindruck, da wird sich manchmal auch nicht die Mühe gemacht, sondern direkt gesagt „Tja, geht nicht“.
      Außer der Selbstrecherche bleibt leider nicht viel…
    • Da muss der HA mal zum Hausbesuch kommen, da dann Verordnung
      MLD-60 Minuten (Ganzbehandlung) bei schwergradigen Lymphödemen zur Behandlung von zwei Körperteilen
      oder besser noch MLD 60+LKV (das wäre die Kompression) 2-3 die Woche mit Indikationsschlüssel LY
      ICD-10-GM-2021: C50.9
      Die Kompressionsmaterialien müssen gesondert verordnet werden, da mal mit dem Physio sprechen der die Lymphe machen soll, was er haben will. Kompressionsstrümpfe für die Arme lohnen sich erst, wenn man einen halbwegs stabilen Ödem-Status hat. Dann sollte eine Fachfrau aus dem Sanitätshaus morgens zum Anmessen in die Häuslichkeit kommen.
      Alle Lymphödeme nach Krebserkrankungen erfüllen die Kriterien für den langfristigen Heilmittelbedarf. Also nix mit mal 6 Lymphe und gut ist es.
      Gute Besserung für die Freundin.
      P.S.: Entwässerung und Lymphödem ist nur eingeschränkt sinnvoll. Da das Ödem bei der Freundin ja anscheinend durch die bds. Brustamputation und krankheitsbedingter Inaktivität kommt. Man könnte sogar noch Bewegungsübungen verordnen, um den Lymphfluss nach der ersten Entlastung zu verbessern.
    • Rauhfusskauz schrieb:

      Ich habe den Eindruck, da wird sich manchmal auch nicht die Mühe gemacht, sondern direkt gesagt „Tja, geht nicht“.
      Außer der Selbstrecherche bleibt leider nicht viel…
      Das ist wirklich furchtbar.

      Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn man sich an einen Selbsthilfeverband wendet hier z. B. Ich bin mir sicher, dass dort kompetente Beratung angeboten wird und vielleicht Wege aufgezeigt werden, die man gehen kann. Es kann ja nicht sein, dass man in einer solchen Situation so im Stich gelassen wird.