Eingriff steht bevor, habe einige Fragen dazu...#

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    • Bei mir weiß es bis heute kaum jemand und das gute 2,5 Jahre nach der OP. Man kann mit diesem Geheimnis sehr gut leben. Von der Einstellung her bin ich entspannter geworden, aber ich entscheide wem ich es wann erzähle.

      Ich hab auf Arbeit gesagt, dass ich kurzfristig eine Magen OP haben werde. Dann kamen schon die ersten Mutmaßungen Geschwür oder so? Hab dann ja gesagt, es war ja auch oder so.

      Nachdem ich wieder arbeiten war und klar anders gegessen habe, habe ich auf Nachfrage gesagt, dass ich die OP auch als Chance gesehen habe und so lange wie möglich davon profitieren möchte, deshalb die aus ihrer Sicht radikale Änderung der Ernährung.
      War nie ein Problem.

      Wenn much später jemand auf die Abnahme angesprochen hat, dann hab uch gesagt, dass ich über ein halbes Jahr Ernährungsberatung gemacht habe und die Bewegung gesteigert. Dann hab ich gemerkt, wer oberflächlich ist oder nicht. Denn die meisten haben dann schon angefangen mit ihren eigenen Tipps zun Essen oder ihren Problemen mit dem Gewicht. So kam ich dann bei meinen Erzählungen gar nicht bistum Punkt der OP.

      Bis heute wissen es mein Mann und zwei Freundinnen von Anfang an, mir der Zeit ist neulich meine Schwiegermutter Satz gekommen und eine Freundin von Fußball der Kinder sowie eine sehr stark übergewichtige Bekannte vom Fußball.

      Es lebt sich sehr gut damit. Selbst meine 4 Kinder sowie meine Eltern und Schwester wissen nichts davon.

      Es hat mich frei gemacht in meinen Erwartungen und ich konnte mich auf mich konzentrieren.
    • Meine Familie weiss dass ich 2009 operiert wurde und nun habe ich nur erzählt dass mein Ring raus muss. Mehr nicht. Ausser meine Mama, Tante und Mann wisden mehr.

      Meinem Arbeitgeber habe ich gesagt es muss ein Geschwür entfernt werden. Das hätte ich nicht machen müssen. Ich möchte es nicht an die große Glocke hängen. Man kann sich da echt gut was ausdenken.
      Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können.
    • Ich bin da eher für Offenheit. Jedesmal wenn man ein Märchen erzählt, wie man mit „mehr Sport und gesunder Ernährung“ abgenommen hat, fällt man allen anderen Betroffenen (die sich diesen hilfreichen Rat schon tausendfach anhören durften) in den Rücken.

      Ich erzähl es jedem der fragt, bislang (immerhin 2 Jahre) nur mit positiver Resonanz.

      Aus meiner Sicht bedeutet das auch, das man für sich einsteht. Mir wäre Märchen erzählen zu anstrengend und schlecht fürs Karma.

      Aber es ist natürlich eine sehr persönliche Entscheidung die jeder für sich selbst treffen muss.
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m

      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:

      Ziel erreicht - Normalgewicht
    • Ich bin auch den offenen Weg gegangen. Wenn jemand mich anspricht und fragt, dann sage ich die Wahrheit. In der Firma habe ich auch ganz offen kommuniziert und bin damit auf sehr viel positive Resonanz gestoßen.
      Wie @Grisu X schon schrieb, ist das auf jeden Fall eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung.
      Ich hatte dadurch in den vergangenen Monaten auch einige Gespräche mit Betroffenen, die vielleicht durch meine Erfahrungen auch den Mut fassen konnten, etwas zu verändern. Aber natürlich gibt es auch diejenigen, die hintenrum über mich reden nach dem Motto: „Da hat sie es sich ja einfach gemacht…“ Die sind mir aber auch total egal.
    • Ich bin auch offen da rangegangen. So haben auch die Übergewichtigen in meinem Bekanntenkreis die Chance, sich für sich selbst Gedanken zu machen, ob sie etwas ändern möchten.
      Mit meinem Arbeitgeber habe ich auch offen darüber gesprochen und war drei Wochen krank geschrieben. Da ich eine Wohngruppe leite, war ihm eine gesunde Mitarbeiterin wichtig. Generell habe ich einen sehr fürsorglichen Arbeitgeber.
    • Ich hatte auch grosse Mühe mit der Kommunikation im Vorfeld. Das Thema belastete sehr und ich hatte grosse Angst vor gut gemeinten aber ahnungslosen Ratschlägen im Vorfeld.

      Am einfachsten ging es mit meinem Partner und meiner besten Freundin. Die kennen mich aber auch gut genug. Schwiegereltern, Arbeit, etc war viel viel schwieriger. Ich habe mehrere psychische Baustellen, eine Traumafolgestörung und bin autistisch. Meine Arbeit ist dafür sehr untypisch und ich muss zumindest meinem eigenen Team, meinen engsten MA relativ offen darüber sein, das macht das Leben einfacher. Es wäre also vollkommen undenkbar wegen des Bypasses Märchen zu erzählen.
      Schwierig war, dass ich lange auf den Termin wartete. Meine VG wusste als erstes davon. Meinem Team habe ich schlussendlich ein Mail geschrieben. Das war gut, damit war das Thema gegessen. Schriftlich kann ich besser als mündlich.
      Meinen Schwiegereltern hab ich es am Vorabend gesagt. Wir wohnen so nah und helfen viel auf dem Betrieb, es war schlicht nötig, dass sie wissen weshalb ich im Spital bin auf einmal.
      Nach der OP hat es geholfen, dass meine unmittelbaren Kollegen Bescheid wussten. Ich konnte als ich langsam wieder einsteigen und musste diesen zentralen Teil nicht von mir abspalten und verbergen.
      Gemeinsam essen ist mit Menschen die es wissen gar kein Problem. Mit Menschen die es nicht wissen, mich aber eigentlich lange kennen schon.
      Auch sonst bin ich inzwischen sehr offen damit. Wie @Grisu X schreibt...jedes Mal wo man ein Märchen erzählt soegt man mit dafür, dass es ein Tabuthema bleibt. Und viele adipöse von sich ein Selbstbild des Versagens haben. Da will ich nicht zu beitragen. Adipositas ist eine Krankheit und keine mutwillige Selbstzerstörung.
    • Neu

      Oh man.
      Da habe ich gestern doch tatsächlich einen Anruf vom Krankenhaus bekommen, ob ich am kommenden Dienstag operiert werden will, da ist n Platz frei geworden.

      Einfach mal der 16.08. statt der geplante 25.10.

      Da ich aber ketzte Woche Corona hätte fällt das flach. Ich könnt mir in den Ar*** beißen sag ich euch.

      Wollte Euch an dieser Erfahrung teilhaben lassen. ^^