Supplemente...#

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    • Ich habe zwei Wochen nach der OP ein paar Tage lang die WLS Dinger aus dem Probierpaket probiert, bin überhaupt nicht damit klar gekommen und habe es dann sein gelassen. Ekelhafter Nachgeschmack, Magenschmerzen, Unwohlsein.

      Mein Operateur war skeptisch aber einverstanden, als ich es ihm erzählt habe. Er sagte, ich soll das ruhig mal machen, aber regelmäßig Blutkontrollen machen. Meine letzte war unauffällig, lediglich ein leichter Vitamin D-Mangel (war aber auch im Februar), den ich mit gezielter Supplementierung beheben konnte. Und die Ursache des Mangels war wahrscheinlich eher das fehlende Sonnenlicht und hing eher nicht mit der Ernährung nach Sleeve zusammen.

      Ich bin der Meinung, dass man, wenn man sich gesund (bunt, abwechslungsreich, so wenig wie möglich verarbeitet) ernährt, keine Supplementierung braucht. Vielleicht in den ersten paar Monaten, wenn es mit der Ernährung nicht sofort klappen will. Aber keinesfalls dauerhaft.
      Bei einem Bypass sieht es wegen der Malabsorption selbstverständlich anders aus.

      Jasmin88 schrieb:

      @HakunaMatata mir wurde gesagt vor der Operation sollte man sich mal ausprobieren dies habe ich getan wo ist daran dann ein Fehler
      Da solltest Du dringend noch mal nachhören. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass das eine Vorgabe ist. Nach der OP ist doch alles anders, was bringt es, jetzt schon zu testen?
      Wie @Mellimaus21 schon sagte, weiß man ja vorher nicht, was man hinterher verträgt.

      Andererseits scheint es ja ohnehin in Mode zu sein - also auch unter Nicht-Operierten - vorsorglich mal alles mögliche an Supplementen einzuwerfen, nur damit kein Mangel entsteht. So funktionieren menschliche Körper aber nicht, das allermeiste von dem, was man sich an Vitaminen und Mineralstoffen zuführt, wird ohnehin wieder ausgeschieden. Und dieser Prozess kostet den Körper dann noch mal zusätzlich Energie, obwohl man sich eigentlich was Gutes tun wollte. Nicht selten führen Überdosierungen auch langfristig zu ernsteren Erkrankungen wie Nierensteinen oder Verdauungsstörungen. Der Mehrwert erschließt sich mir da nicht. Ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Es kostet nur Geld und Zeit und wenn man keinen nachgewiesenen Mangel hat, dann kann man auch gleich das Geld ausm Fenster werfen.

      Natürlich sollte man auf die Anweisungen seines AZ hören, hinterfragen darf man das eine oder andere aber schon, finde ich.
      Zeit, dass sich was ändert. :rosen:
    • @Frau_vonWegen bei Vitamin D3 macht es durchaus Sinn sich das zuzuführen. Zehn Minuten spazieren gehen am Tag in der Sonne reicht nunmal nicht. Und auch das zuführen von anderen gewissen Supps macht m.E Sinn. Nur weil man viel oder ausgewogen isst, heisst es nicht dass man sich alles für den Körper nötige Aminosäuren und Co zuführt.

      Ich tracke mein Essen und sehe, obwohl ich mich ausgewogen ernähre jeden Tag, dass ich einige wichtige Vitamine teilweise nichtmal zu 50% schaffe.



      Am Ende entscheidet das aber jeder für sich selbst ob er die Zeit und das Geld dafür investiert.
      Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können.
    • Frau_vonWegen schrieb:

      So funktionieren menschliche Körper aber nicht, das allermeiste von dem, was man sich an Vitaminen und Mineralstoffen zuführt, wird ohnehin wieder ausgeschieden.
      Nein, diese Aussage ist nicht korrekt. Das trifft auf einige Supps zu, aber nicht auf die allermeisten.

      Genauso deine Aussage mit der Überdosierung. Das trifft nur auf die Fettlöslichen Vitamine zu, nicht aber auf die Wasserlöslichen.
      Es macht durchaus Sinn gerade die Wasserlöslichen Vitamine nicht unnötig über zu dosieren, ja, weil alles was zu viel ist ausgeschieden wird. Allerdings ist es so dass das meiste hängen bleibt.

      Es gibt auch Vitamine wie z.B Biotin, wobei ich garnicht weiss ob die zu Vitaminen gehören, das macht nur teuren Urin.

      Man geht von einem gesunden Menschenverstand aus und dass sich die Leute die Supps zu sich nehmen ausreichend informieren. Dann steht einer Zuführung gewisser nicht gerade unwichtiger Vitamine und Co nichts im Weg.
      Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können.
    • Das ist doch genauso wie mit meinen 1200-1500mg Magnesium die ich gegen die Krampfanfälle nehmen muss, als ich das dem Vertretungsarzt erzählt habe (brauchte ein neues Rezept) dachte der ernsthaft der Diabetologe und Neurologe oder ich spinnen.

      Ich nehme jeden 2. Tag Dekristol 20.000 und jeden Tag 4.000i.E. Vitamin D, da der Wert bei mir sehr Zickig ist.

      Andere Vitamine werden nach Blutbild angepasst aber außer Eisen und Vitamin B12 (da soll ich nun alle 2 Wochen spritzen) ist alles gut und ich benutze absolut nichts von den Bariartrischen Produkten.
    • Vitamin D3 vorsorglich einzunehmen macht genauso wenig Sinn wie andere Vitamine vorsorglich einzunehmen, wenn man nicht zu einer Risikogruppe gehört (z.B. Menschen mit Magenbypass wegen der Malabsorption). Nimmt man zuviel D3 zu sich, kann man sich unmittelbar, wahrscheinlicher aber schleichend überdosieren, weshalb von Medizinern unbedingt davon abgeraten wird. Oder um es anders zu sagen: ein Mangel lässt sich immer beheben. Eine Überdosierung kann jedoch schwere gesundheitliche Probleme hervorrufen, die nicht mehr so einfach zu beheben sind (Hyperkalzämie und daraus resultierende Nieren- und Herzerkrankungen).

      Und doch, 10-15 Minuten spazierengehen in der Sonne kann schon einen Unterschied machen, vorallem wenn das - im Sommer - regelmäßig passiert. Der Körper kann Vitamin D3 hervorragend speichern und wenn man seine Speicher einmal aufgefüllt hat, kommt man im Normalfall gut über den Winter, wenn man auch dann ab und zu nach draußen geht und zudem regelmäßig fetten Fisch isst.

      Dunkle Hauttypen wie ich neigen übrigens eher zu einem Mangel, deshalb überrascht es mich nicht, dass ich anscheinend jetzt jeden Winter supplementieren muss, wenn ich nicht wieder Schlaf- und Konzentrationsstörungen nebst Depressionen kriegen will (von der Knochendichte mal ganz abgesehen, da ist - toitoitoi- noch alles in Ordnung).

      Zu den wasserlöslichen Vitaminen kann ich nur sagen, ja, da hast du teilweise recht. Biotin (Vitamin H) zählt da tatsächlich nicht zu, es sind keine Effekte einer Überdosierung bekannt.

      Aber bei anderen wasserlöslichen Vitaminen sieht es anders aus:
      Vitamin B6 (bei Überdosierung: Nerven- und Muskelschäden),
      Vitamin C (Verdauungsbeschwerden, Nierensteine),
      Folsäure (Magen-Darm-Beschwerden, langfristiger B12-Mängel) und
      Niacin (Juckreiz, Leberschäden).

      Aber hier kommt wieder die Problematik mit der OP zum Tragen - viele Leute kommen in den ersten Monaten nicht auf ihre Trinkmenge (ich habe jetzt 11 Monate nach der OP immer noch Probleme auf min. 2 Liter täglich zu kommen, meistens ist es weniger). Daher kann ich mir vorstellen, dass es da aufgrund der erschwerten Ausschwemmung auch zu einer unerwünschten Anreicherung kommen kann, vorallem da viele Präparate "vorsichtshalber" hochdosiert sind.
      Auch viele Nichtoperierte trinken übrigens zu wenig, also ist das gar nicht mal so unwahrscheinlich.

      Zudem sind die Symptome einer Vitaminüberdosierung häufig so diffus, dass man sie nicht den Präparaten zuordnet und munter mit der Einnahme weitermacht, wodurch die schleichende Anreicherung nur weiter fortschreitet, bis es dann zu spät und der Schaden angerichtet ist.

      Also: Besser nicht prophylaktisch draufballern - es sei denn, man ist Risikogruppe - und nur was nehmen, wenn man einen nachgewiesenen Mangel hat.
      Zeit, dass sich was ändert. :rosen: