Scheiß Tag auf Arbeit - Einfach von der Seele reden

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    • Scheiß Tag auf Arbeit - Einfach von der Seele reden

      Huhu ihr alle,

      ich muss mir das mal von der Seele schreiben und nehme gerne auch Feedback diesbezüglich an.

      Ich bin ja selbstständig und bin als 2. Standbein ja auch Vollzeit in einer Spielothek beschäftigt. Seit nunmehr 11 1/2 Jahren arbeite ich schon dort, und mir ist auch bewusst dass jede Art von Klientel dort vorhanden ist, was auch manchmal zu dem ein oder anderem Problemchen führen kann. Das hat mich nie gestört denn ich bin mittem im Leben und habe auch ein dickes Fell und kann mich auch durchaus auch gegen unsere Gäste behaupten.

      ich bin stets servicebereit und freundlich und mir hat es nie was ausgemacht wenn mal ein Gast erst sein Getränk bestellt hat nachdem ich dem Gast nebendran etwas gebracht habe, obwohl ich deutlich gefragt habe und Gast 1 mich zuerst ignoriert hat... Mir ist vollends bewusst dass das mein Tätigkeitsfeld ist solange man mich als Servicekraft mit dem gewissen Respekt behandelt.

      Seit Corona habe ich allerdings das Gefühl dass die Menschen immer ekelhafter werden, dass sie es extra machen wenn ich sie nach Getränken frage und sie mich zuerst ignorieren um mich dann noch mal laufen zu lassen, dass sie immer fordernder werden was Service angeht.

      Heute war die Hütte wieder voll. Alle Plätze sind belegt, wir mussten sogar Kunden wegschicken weil wir sonst mit unseren Tabletts nicht durch die Menschenmassen kommen würden wenn alle auf freie PLätze warten würden.

      Heute bin ich 3 mal ausgerastet weil mir das Verhalten langsam aber sicher wirklich auf den Keks geht.

      1. Ich frage nach einem Getränk laut und deutlich, einer Bestellt der 2. sagt nein danke. Ich bringe Gast 1 das Getränk auf einmal will Gast 2 dann doch was... Ich frage ob das nun sein Ernst sei wo ich ihn grade eben doch gefragt habe und was das soll... dieses eklige Lächeln auf den Lippen des Gastes kann ich gar nciht beschreiben, ich hätte ihm am liebsten mein Tablett auf den Kopf gedonnert....

      2. Ich renne schon wie ein Kannickel auf Koks durch die Filiale und da kommt ein Gast an die Theke und wollte was bestellen, ich habe ihn zurück auf seinen Platz geschickt weil ich eh in die Richtung unterwegs war, ja ich war laut und bestimmend weil der vor 5 Minuten schon ein Getränk bekommen hat und ich auch noch andere Gäste bedienen muss, Dazu muss ich sagen dass die Getränke und auch das Essen bei uns kostenlos ist und nur für spielende Gäste Service angeboten wird. Meine Chefin sagt immer wir sind nicht die Heilsarmee, daher sollen wir auch drauf achten ob jemand nur zum schnorren kommt und gratis Getränke und Essen abstaubt oder ob es wirklich ein Gast ist der auch spielt und quasi Geld einbringt.

      3. habe ich wegen der nur für spielende Gäste eben Nase an Nase mit einem Gast gestanden weil er nicht einsehen wollte kein Getränk zu erhalten wenn er nur rumlungert und sein Kumpel am Gerät sitzt und 2 Euro von links nach rechts bucht und wieder entnimmt...

      Wie gesagt mir ist vollkommen bewusst dass man immer höflich und freundlich sein soll zu der Kundschaft, ich bin ja nicht dumm und bin schon immer im Dienstleistungsgewerbe tätig gewesen sei es durch Selbstständigkeit oder durch Kellnerjobs. Aber Die Menschen werden immer gieriger und ekelhafter was den Umgang mit Servicepersonal angeht.

      Wenn man mal ein Danke oder Bitte zurückbekommt ist das schon ein Highlight .... der Großteil kommt einfach und schmettert einem sein Verlangen an den Kopf, von Wunsch kann da schon keine Rede mehr sein, unhöflich ohne Ende ...

      Was passiert hier mit der Gesellschaft im Moment? Ich habe früher Nackenfangschläge bekommen wenn ich unhöflich war oder mich nciht bedankt habe oder abwertend gegenüber Servicekräften war. Was soll das? Wo ist der Respekt hin der jedem Menschen entgegengebracht werden sollte ?

      Wenn das so weitergeht, dann müssen uns wirklich bald Roboter bedienen denen es egal ist wie er behandelt wird, denn wenn sich nciht wieder der Respekt und die Höflichkeit einfindet, ist bald niemand mehr bereit im Servicebereich zu arbeiten..

      Wir haben eh schon richtig Probleme neues Personal zu finden, was in anderen Servicebereichen auch der Fall ist weil man teilweise wirklich räudig behandelt wird.

      Es sind nicht die einzelnen krassen Fälle sondern von jedem ein bissl was das Fass zum überlaufen bringt, so wie heute bei mir.

      Gibt es hier auch Foris die im Dienstleistungssektor tätig sind und anfangen ähnlich zu denken? Oder liegt es vllt an mir dass meine Zeit gekommen ist mir einen anderen Job zu suchen? Auf dem Mond ohne Menschen? Die einem zur Weißglut bringen ?

      Danke dass Ihr bis hier hin gelesen habt^^

      LG Mukusch :danke1:
      :tulpe: Only God can judge me :tulpe:
    • Mukusch schrieb:



      Seit Corona habe ich allerdings das Gefühl dass die Menschen immer ekelhafter werden
      ...


      Was passiert hier mit der Gesellschaft im Moment?
      ...



      Wo ist der Respekt hin der jedem Menschen entgegengebracht werden sollte ?
      ...
      Ich kann dich total gut verstehen, das sind Gedankengänge die ich, als angestellte MFA in einer psychiatrischen Praxis, auch seit Monaten habe. Es ist so anstrengend, ständige Diskussionen mit den Menschen zu führen. Momentan ist es hauptsächlich die Tatsache, dass in Arztpraxen gesetzliche Maskenpflicht herrscht und wirklich jeder zweite
      - entweder ohne Maske hereinkommt ("aber ich will doch nur was abholen")
      - ohne Maske hereinkommt und erstmal in der Tasche nestelt, um diese zu suchen.
      - im offenen Wartebereich sitzt und die Maske unter der Nase hängt.
      Es macht mich irre, echt. Wir arbeiten den ganzen Tag mit FFP2-Masken und ich finde dieses Benehmen und diese "Nichtwertschätzung" zum Kotzen. Kürzlich bat ich eine Patientin bei strahlendem Sonnenschein, die 30 min, die sie zu früh da war, doch nochmal draußen zu verbringen (unsere Praxis liegt sehr zentral in der Innenstadt mit Fußgängerzone). Wörtlich sagte ich zu ihr: "ich könnte dann jetzt 25 min ohne Maske arbeiten, weil sonst gerade niemand in der Planung ist" und sie antwortete mir: "das ist mir doch egal". :rolleyes: . Ich wurde dann unfreundlich und warf sie quasi raus. In solchen Momenten frage ich mich auch: Was ist los mit der Menschheit??? Wo ist der Respekt, den Menschen gegenüber, die einfach versuchen, ihren Job bestmöglichst zu machen???

      Mir macht mein Job zur Zeit immer weniger Spaß und ich lese regelmäßig Stellenanzeigen (hauptsächlich welche, ohne Kontakt mit Menschen :D )

      @Mukusch
      Fühl dich gedrückt und verstanden. Wenn du eine Lösung hast, bzw. einen tollen Job ohne Menschen gefunden hast, der auch gut bezahlt wird - gib Bescheid. :friends: :knuddel:
      Viele Grüße aus dem Süden, das Schäfle.

      Der einzige Grund, warum man zurückschauen sollte, ist, zu sehen, wie weit man gekommen ist.
    • Ich war im Rettungsdienst bin aus verschiedenen Gründen raus aber da wurde ich schon bespuckt beschimpft und was sonst nicht noch alles. Das übelste war ein brillenbuegel im Auge. Der fast zur Erblindung geführt haette. Ich kann dich gut verstehen wobei ich manchmal auch nicht so recht weiß wie ich mich verhalten soll. In der Praxis meiner Hausärztin heißt es wer erkältet ist bitte klingeln. Ich hatte einen Termin zur wund Kontrolle war erkältet und habe geklingelt. Das erste was ich zuhören bekam war es ist offen warum ich geklingelt haette und es keinen grund gibt. Nächstes mal immer noch erkältet wider geklingelt diesmal hieß es gut mitgemacht.
      Ich versuche den Menschen im Dienstleistungsektor den nötigen Respekt entgegen zu bringen auch wenn es heißt ich muss etwas warten.
      :held: :troest:
    • Ach Mukusch, ich verstehe dich. Ich finde Menschen auch scheisse. Und die, die so ekelhaft sind, haben meistens selbst nicht das Leben, das sie sich wünschen. Es begegnet dir nicht nur als Servicekraft. Es ist überall. Für die Mutter eines unserer Jugendhilfekinder bin ich die Putz- und Waschfrau Wenn ihre Tochter 2 Wochen bei ihr war, kommt das Kind mit Dreckwäsche zurück- selbst wenn sie zu Hause auch Wäsche wäscht. In der Hilfeplanung macht sie sich lustig über Therapien. Dass meine Arbeit wertgeschätzt wird, erwarte ich gar nicht. Mich beschimpfen zu lassen von Menschen, deren Kindern ich ein bestmögliches Leben zu ermöglichen versuche, ertrage ich nur manchmal. Es ist wohl generell so, dass Wertschätzung bei vielen unserer Mitmenschen weit hinter der eigenen Bedürftigkeit steht. Wenn du die Möglichkeit zum Wechseln hast, dann tu das bitte.
    • vielen dank für eure anteilnahme. wechsel war bisher nicht möglich 1. wegen geld 2. weil ich es dort endlich geschafft habe nur tagschichten zu bekommen da meine eltern sehr pflegeintensiv sind, leider mittlerweile auch mein lieber mann. er hatte 8 schulterops auf der rechten seite arm nur noch bedingt beweglich da ein ärztefehler gemacht wurde, dann noch eine schulter op auf der rechten seite und nun ist er" t-rex hasst liegestütze"^^.

      ich will ja wenn ich wechsele auch eine verbesserung also kein mc donalds oder tankstelle, keine schichtarbeit mehr das selbe geld und ohne menschen... ja ich weiss bin ja nicht bei wünsch dir was... ^^ ich hoffe ihr versteht aber was ich meine.

      naja morgen ist wieder ein anderer tag und jemand anderes treibt mich zur weißglut^^ ich war immer stark für meine lieben. das einzige was ich vor der op immer als ausgleich hatte war gutes zünftiges essen, das habe ich nun gott sei dank nicht mehr bzw es ist nicht mehr möglich. ist auch gut so denn ich merke jetzt nach einer gewissen abnahme erst wie schlecht ich meinen eigenen körper behandelt habe.

      allerdings habe ich bisher noch keinen ausgleich für mich gefunden was mir nun diese hilfe bringt wie damals das essen.

      und ich muss ernsthaft gestehen ich hasse sport seit ich denken kann. ja ich schäme mich auch dafür ( nicht ) ^^ vllt sollte ich mal wieder zeichnen anfangen oder auch mal an die frische luft bissl den kopf frei spatzieren, ich muss es noch für mich finden den neuen ausgleich statt 2 balisto quer in den rachen zu schieben und die welt zu vergessen^^

      sorry dass ich euch heute so zutexte und nerve aber das hilft mir schon von unabhängigen menschen nciht meinen freunden mal ein feedback zu erhalten.

      ich danke euch allen dafür dass ihr mir ein offenes ohr schenkt! das hat mir sehr geholfen
      :tulpe: Only God can judge me :tulpe:
    • Verehrte Mukusch, ich kann Dich gut verstehen. Ich selbst rauche seit der OP nicht mehr, trinke keinen Alkohol und esse... naja. Esse, wie eben jeder bariatrisch Operierte.
      Sport ist ekelhaft und scheisse, muss ihn aber machen, sonst werde ich wieder fett. Der Job ist langweilig und nervtötend, Mitmenschen sind größtenteils ignorante, saudumme kleine Scheisser und das Weltgeschehen einfach nur strotzend vor Idiotie und schrecklich.
      Leider kann ich Dich nicht trösten mit diesen Zeilen, aber dafür sind sie nicht oberflächlich, sondern ehrlich.

      Die Welt schönsaufen und oder erträglich fressen oder mit Pharmazie nachhelfen, st vorbei. Diese Süchte sind anderen gewichen die zwar auch nicht OK sind aber nicht so fatal.
      ABER jetzt kommt meine Warnung : Vorsicht vor Suchtverlagerung. Sowas kann schneller und vor allem unbemerkter gehen, als gedacht.
      Pass auf Dich auf und lass Dich nicht unterkriegen.
    • danke isac!

      ja vor der suchtverlagerung habe ich schon grossen respekt, ich bin aber zuversichtlich dass ich meinen persönlichen ausgleich finden werde damit ich weiterhin stark sein kann für die menschen die mich brauchen.

      vielen dank für deine lieben worte und pass ebenso gut auf dich auf
      :tulpe: Only God can judge me :tulpe:
    • Also ich kann die Zunahme vom rücksichtslosen Benehmen nach Corona nur bestätigen, es grassiert ein neuer Virus: narzissmusund es geht durch alle Schichten, vielerlei sind ältere Menschen schlimmer als jüngere
      Essen und Trinken im Zug, genüsslich , obwohl Maskenpflicht
      Wenn Zug anhält sich an den in den Türe stehen aussteigenden zwängen oder den Einstieg komplett blockieren
      Am Ende der Rollbahn einfach stehen bleiben uns sich erstmal orientieren, kann man ja, da kommt ja keiner hinterher
      Sein Handy mit Musik laut anmachen, da evt im Zug leute sind, die diesen Song noch nicht kennen etc

      Am besten funktioniert, die gleiche Medizin verabreichen und sofort anprangern
      Paar Mal als ich am Zielbahnhof ankam, stand immer eine Nonne unter den wartenden und hat, obwohl wir ausstiegten rabbiat und sofort zwischen uns durchgepresst, andere Passagiere warteten, eine Nonne? Eines Tages, die Türen gingen gerade auf, da stand sie schon bereit reinzudrücken mit einem
      eingegipsten Bein!?? Das hat ihren Zielstrebigkeit kein Abbruch getan, obwohl sie schwer auf die Stufe kam, wegen dem Bein und der Größe eines Hobbits, an dem Tag hat es mir gereicht, ich sah ihr direkt in die Augen uns sagte " ernsthaft jetzt?" Seltsamerweise have ich sie nie wieder gesehen
      Mein Rat, sich wehren, nicht damit durchkommen lassen
    • Sich gegen Ignoranz zu wehren, bringt vielleicht etwas. Gepaart mit Dummheit wirklich schwierig, weil der Fette wohl bemerkt, dass er fett ist. Der Dumme jedoch bemerkt seine eigene Blödheit nicht (sonst wäre er ja schlau) .
      Ach was rede ich da überhaupt ? :D
      Ich bewundere alle, die es überhaupt schaffen, im Service, Kundendienst und ähnlichen Bereichen zu arbeiten, ohne zu töten. Menschen sind einfach kacke.
      vielleicht hilft es, den innerlichen Zeigefinger anzuspitzen und in sich hinein zu sagen: du bist kacke, du auch und du da hinten erst recht! Aber ihr alle sorgt für mein Aus-und Einkommen, somit lasse ich euch alle leben und begnüge mich lediglich mit Mordgedanken.
    • Isac schrieb:

      Mitmenschen sind größtenteils ignorante, saudumme kleine Scheisser
      Und was auch noch dazu kommt.................Die eigenen stinken nicht. Nie!

      Sind es wirklich die anderen, die sich geändert haben, die schlimmer geworden sind? Oder die eigene Empfindlichkeit? Die man abends nicht mehr "wegfressen" kann?

      Ich kann durchaus verstehen, dass man man Jammerphasen haben muss, aber dann bitte auch mal wieder die Sonne aus dem A......, ähm Elfenpopöchen, scheinen lassen. :tatschel: Auch Jammereien haben schnell etwas augenverdrehend inflationäres. :kotz:
      Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
      Wer sagt´s? Der Albert sagt´s.
      In diesem Sinne Mädels und Jungs.............Go for it and keep it up.
    • @Mukusch
      vielleicht ist es wirklich an der Zeit für einen beruflichen Wechsel. Ich zum Beispiel habe 23 Jahre in der Hotellerie gearbeitet und es irgendwann nicht mehr ertragen.
      Keine Ahnung warum Gäste vergessen haben, das sie "Gast" in dem Hause sind.
      Auch Hotels haben teilweise Stammtische, die ich während meiner Lehrzeit als ich noch Service gemacht habe, bedienen durfte.
      Das "einzeln" bestellen am vollen Tisch kenne ich nur zu Gut. Und ja, ich weiß noch, das sie sich damals schon teilweise einen Spass darauf gemacht haben,
      wenn sie mich zig Mal für einzelne Getränke ins Nebenzimmer laufen ließen. Mein Lieblingsverein war der Schützenverein. Je besoffener sie waren umso dreister wurden sie.
      Die Krönung: als mir ein besoffener alter Sack anzüglich auf den Hintern geklatscht hat. Bei ihm hat´s auch geklatscht und zwar mitten ins Gesicht. Ich war von mir selbst erschrocken, weil
      im Affekt. Bin dann zur Chefin, aber aufgeregt gestanden und die hatte einen Arsch in der Hose. Der Gast wurde vor allen anderen Saufkumpanen ermahnt und hätte bei Wiederholung Hausverbot bekommen.

      Ich hatte auch Gäste die haben die Dusche mit dem WC verwechselt, ich gehe nicht näher drauf ein. Einer hat mich offen auf meine großen Brüste angesprochen und wurde dabei ziemlich vulgär.
      Das einer meiner Chefs auch Nachts um 22.00 Uhr privat bei mir anrief, weil er eine Lampe für seinen Sohn gesucht hat .... ich einen offizielle 45-Std.Woche hatte und trotzdem noch jede Menge
      Überstunden für einen Mickerlohn zusammengebracht habe ..... Makulatur.

      Das Beste was ich tun konnte, war auch dem Dienstleistungsgewerbe auszutreten. Das ich Jahre später von den neuen AGs immer wieder in den Vertrieb abgeschoben wurde ....
      da war ich dann irgendwann so desillusioniert und Suizidgefährdet, das ich dann regelmässig über viele Wochen Krankgeschrieben wurde. Anfangs habe ich mich noch
      gegen meine Krankschreibungen gesperrt und irgendwann (es hat 3 Jahre Dauerkrankschreibung und 2 Jahre Erwerbsminderungsrente gebraucht) habe ich bemerkt: ich bin auch
      dann noch ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft, wenn ich vom Staat die Erwerbsminderungsrente beziehe. Den ich habe meinen Obulus anstatt in 45 Jahre in gestraffe 35 Jahre gepackt.


      Ich würde mir den Frust nur ein paar Monate antun und mich spätestens dann gedanklich damit beschäftigen ob ich das noch Jahre lang machen will.
      Nach Alternativen und Lösungen suchen und der Spielothek irgendwann den Rücken kehren. Es gibt genügend andere interessante Jobs, mit denen man auch seinen
      Unterhalt verdienen kann und die nebenbei weniger seelischen Stress bedeuten. Körperlich Stress ist vollkommen in Ordnung, aber ständiger Psychostress zermnürbt nicht nur den Geist, sondern zieht
      unweigerlich auch körperlichen Schaden mit sich.
      Meine Erfahrung: Fertigprodukte - Frisch gekocht

      Mutig sein bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es trotzdem zu tun.
    • huhu^^

      vielen lieben dank an alle nochmals die mir mut zugesprochen haben und mir ihre sicht der dinge erzählt haben^^

      ich halte die augen offen und sofern es mein weg sein sollte wird ich bestimmt ein ausweg oder eine besserung der dinge einstellen. sei es durch neuen job den ich finde oder durch eine anderweitige verbesserung auf meinem jetzigen job.

      fühlt euch allesamt gedrückt und verstanden und habt noch einen wunderbaren tag^^
      :tulpe: Only God can judge me :tulpe:
    • Dass Menschen unhöflicher geworden sind, könnte schon an den Coronaregeln liegen, die alle nerven.
      Es würde uns allen besser gehen, wenn wir die Coronaregeln endlich ad acta legen würden. Die braucht jetzt keiner mehr, und es gibt sie auch nur noch in Dtl., (und vielleicht in China und Nordkorea).


      Schäfle schrieb:

      Es ist so anstrengend, ständige Diskussionen mit den Menschen zu führen. Momentan ist es hauptsächlich die Tatsache, dass in Arztpraxen gesetzliche Maskenpflicht herrscht und wirklich jeder zweite
      - entweder ohne Maske hereinkommt ("aber ich will doch nur was abholen")
      - ohne Maske hereinkommt und erstmal in der Tasche nestelt, um diese zu suchen.
      - im offenen Wartebereich sitzt und die Maske unter der Nase hängt.
      Ich bin seit Mai 2020 von der Maskenpflicht wegen einer Behinderung befreit, ich habe ein gültiges Attest und einen Schwerbehindertenausweis. Vor jedem Arztbesuch in einer neuen Praxis frage ich per Mail nach, ob es in Ordnung ist, wenn ich ohne Maske komme und schicke mein Attest im Anhang mit. Von schätzungsweise 50% der Praxen wird meine Anfrage einfach ignoriert (vermutlich in der Hoffnung, dass man mich so los wird), 30% schreiben mir, ich dürfe ohne Maske nicht kommen, 10% schreiben, ich dürfe kommen, sind dabei aber reichlich unfreundlich, und beim Arztbesuch muss ich mir dann dumme Sprüche anhören.
      10% sind nett, schreiben höflich, dass ich kommen darf und behandeln mich auch anständig.

      Für mich ist dieses Verhalten auch ziemlich schwierig, denn ich kann nichts dafür. Ich kann weder etwas dafür, dass frustrierte Ärzte und Arzthelferinnen ständig Maske tragen müssen, noch kann ich etwas dafür, dass ich keine Maske tragen kann. Wenn ich in so einem Beruf wäre, dann wäre ich seit 2,5 Jahren arbeitslos.


      Ich mache keinem, der ohne Maske in Arztpraxen geht oder im Zug fährt, einen Vorwurf. Ich komme mit der Maske nicht klar, und ich glaube, dass auch viele andere damit nicht klarkommen, aber keine explizite Diagnose haben, mit der sie ein Attest bekommen könnten. Trotzdem leiden sie. Die Toleranz dafür, ständig einen Lappen im Gesicht zu haben und um Luft zu kämpfen, ist eben unterschiedlich.