Aufgehört zu rauchen.

    • Aufgehört zu rauchen.

      Juhu, ich bin jetzt bald 7 Monate Nicht-Raucher und wollte euch mal Fragen, wie es war als ihr aufgehört habt zu rauchen.

      Jeder sagte, wenn du von selbst aufhörst, ohne Zwang, ohne verbot, dann hast du keine Suchtverlagerung oder Entzugserscheinungen. Ja Pille Palle, ich habe mit Freude aufgehört zu rauchen und mich aktiv dafür entschieden ich will Nicht-Raucher sein und mich total gefreut das ich aufgehört habe zu rauchen, aber ich hatte heftige Entzugserscheinungen und Suchtverlagerungen. Die erste Rauchfreie Zeit hat sich angefühlt wie ein extremer Fiebertraum und auch jetzt hab ich das Gefühl das meine Hormone und alles sich noch immer regulieren muss.

      Ich will nicht mehr rauchen, ganz klar, aber ich habe definitiv statt einer Mahlzeit geraucht, ich hatte ja täglich 30 Kippen, wenn es reicht

      Ich bin jetzt 5 Jahre PO und aktuell sehr unzufrieden. (Depressionen, Trennung, Lebensveränderung) Ja ich bin so ganz lustig und happy im außen aber ich geh schon ein wenig durch Flammen aktuell.

      Wie war der Rauch Entzug bei euch? Vor Op? nach Op? Gewichtszunahme?

      Viele Ex-Raucher sagen die Depris, das grasen etc geht nach einem Jahr weg… aber hm.. und wieder anfangen zu rauchen ist für mich keine Lösung, ich will nicht mehr rauchen..
    • Ich habe geraucht (1-2 Schachteln täglich) bis ich zum ersten mal schwanger wurde. Da habe ich von einem Tag auf den anderen komplett aufgehört. Das habe ich auch problemlos ausgehalten und hatte auch nach der Geburt kein Bedürfnis mehr danach. Ich hatte nur einen einzigen Rückfall 4 Jahre später, in der Nacht als meine Mutter starb. Irgendwie habe ich das nur mit Zigarette geschafft. Aber seitdem bin ich komplett rauchfrei und kann (klassischer Nichtraucher) auch den Geruch nicht mehr ertragen.
      Beginn MMK Dezember 2019 - 134,5 kg auf 1,69 m

      10. November 2020 - 99,9 kg endlich UHU :love:

      Ziel erreicht - Normalgewicht
    • @HerziNini, 7 Monate ist echt eine fantastisch lange Zeit. Zumindest dafür kannst du dich selbst beglückwünschen ^^ Ich habe 2008 aufgehört zu rauchen, es waren etwa 20 Zigaretten am Tag. Ich habe nur meinem Mann zuliebe aufgehört, er hat doppelt soviel wie ich geraucht. Aber ich habe es geliebt….ein eiskaltes Bier im Sommer und dazu schön quarzen. Ich war eigentlich noch gar nicht fertig mit Rauchen, denn ich hatte erst drei Jahre vorher damit angefangen (nach einer Trennung).
      Mein Mann und ich haben beide mehr genascht, sind allerdings auch mindestens jeden zweiten Tag walken gegangen. Ich weiß nicht, ob es so ganz ohne Suchtverlagerung oder einen guten Ersatz gehen kann, schließlich hat das Rauchen ja auch eine Funktion. Es beruhigt, es beschäftigt, es ist manchmal „gesellig“. Es tröstet und lenkt ab.
      Statt einer Mahlzeit hast du geraucht…hmmmm….da muss ich mal nachdenken. Habe ich wohl eher nicht. Aber zu jeder Gelegenheit zwischendurch. Mit Sicherheit wandern Zwischenduch-Snacks statt Zigarette in meinen Schlund.
      Wichtig ist wohl zu erkennen, wofür du geraucht hast. Und ob du entweder die Ursache ändern oder einen guten Ersatz finden kannst.
      Das ist schwer zu sagen. Wie sieht denn dein Alltag aus?
    • Grisu X schrieb:

      auch den Geruch nicht mehr ertragen.
      Das kann ich nachvollziehen! So ist es jetzt bei mir. Ich kann den Geruch nur schwer ertragen. Mein Papa raucht Pfeife, das fühlt sich wie ersticken für mich an.

      @tina0403 Geraucht habe ich immer, bei Freude, Trauer, Wut, Warten, Langweile… immer.. Vorallem während der Arbeit (HomeOffice) habe ich ein Kopf-Ess verlangen. Ich weiß nicht was das ist, Hauptsache der Bauch wird voll, wenn es nicht essen ist; trink ich 5 L Wasser richtig krank.
    • Ich habe 2018 nach der Omega Loop OP aufgehört. Von jetzt auf gleich und ohne jeden Entzug. Zugenommen habe ich schon aber durch die Omega OP ist das verwischt. Ich habe gerne geraucht und wenn jemand unterwegs raucht, suche ich seine Nähe. Schmachtphasen kriege ich auch zeitweise, da fällt es Scher mich zu beherrschen. Wenn es nicht schädlich wäre würde ich sofort los latschen und mir ne Stange Prince kaufen. ( Und vermutlich umkippen bei den Preisen - habe keine Ahnung was das kostet. )
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze: :katze:
    • Ich habe nachgeguckt: im Schnitt 8 Euro pro Schachtel 8|
      Wenn dich Depris erwischen, wäre dann vielleicht ein ans gesparte Geld gekoppelte Ziel ein Highlight? Wenn man pro Tag 10 Euro fürs Rauchen spart, sind das im Jahr 3650 Euro! Eine richtig fette Reise, neue Möbel, Schmuck, Tattoos, eine Sprachreise……, mir würden da viele Dinge einfallen. Wohl am ehesten Reisen. Etwas, das dich für die schwierigen Zeiten entschädigt, du hast es verdient. Sei gut zu dir und belohne dich dafür, dass du die Glimmstängel weglässt ^^
      Ich glaube aber, man muss wirklich jeden Tag das gesparte Geld in ein Sparschwein werfen, um den Erfolg zu sichern
    • Also was ich so beim Einkaufen sehe, kaufen viele Leute Tabak und Hülsen, das scheint preiswerter zu sein. Wobei ich jetzt wieder nicht verstehe wie man das mit Bürgergeld bewerkstelligt. Ich habe so 30 - 35 Prince am Tag geraucht, aber sparen tue ich das Geld jetzt nicht gesondert.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze: :katze:
    • HerziNini schrieb:

      @*Heike* Ich weiß nicht ob du es warst, aber hattest du nicht früher mal Binge eating und das ging dann weg? Kann es eventuell an deiner Medi Einstellung liegen? Ich lese mich gerade dazu ein. LG
      Die Medis nehme ich seit 30 Jahren und Bingeeating hatte ich vor ca. 13 Jahren. Ich hatte noch nie Gewichtszunahmen durch meine Psychopharmaka
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze: :katze:
    • Ich hab auch einige Jahre nicht geraucht und bin dann vor einer Weile rückfällig geworden und zu den Vapes gekommen. Da es mit Bypass aber absolut keine Option ist, weiter zu dampfen, egal ob mit oder ohne Nikotin, stehe ich auch wieder im Entzug. Was mir damals geholfen hat, war Sport. Gerade laufen geht als Nichtraucher doch um einiges leichter. Ich will doch bei einer Zombie-Apokalypse entkommen :D (Oder etwas realistischer: bei irgendeinem anderen Unglück fliehen und anderen helfen können - geht nicht mit Schnappatmung durch Raucherlunge). Das man weniger Suchtdruck hat, wenn man sich selbst dafür entscheidet, würde ich definitiv nicht unterschreiben. Es verlagert sich vielleicht nur zeitlich etwas. Damals war es bei mir nach den ersten 3 Monaten ein riesiger Kampf, nicht wieder anzufangen. Hatte sich aber auch wieder gelegt. Jetzt, wo es so halb freiwillig ist, ist es schwieriger auch schon am Anfang.


      Ich kenne mich zudem etwas mit Essstörungen und Psychopharmaka aus, vielleicht kann ich dir da auch weiterhelfen? @HerziNini
    • @FranzyNiemalsNicht

      huhu! Also ich bin mittlerweile schon 2 Jahre rauchfrei. Nachdem ich aufgehört habe zu rauchen, habe ich massives Binge Eating entwickelt. Trotz ByPass.

      also gut… bin wieder zu Therapie, sogar Reha, Karriere gewechselt, Achtsamkeit, Leben einmal komplett an allen Ecken versucht hinzukriegen, aber das Bingen ging nicht weg. Egal wie gut ich meal prepe, skills nutze, ich kann den Binge Impuls nicht unterbrechen. Und ich Binge sogar Salat, egal was...

      Dann kam meine Therapeutin auf die Idee ADHS testen zu lassen, weil ich ja vorher immer nur „Trauma, Depressionen“ eingestuft war. Alte Zeugnisse rausgesucht, Kindheit Therapie Berichte und siehe da… seit der Grundschule schreien die Lehrer und Therapeuten danach meine „enorme Konzentrationsstörung und Impulsivität“ testen zu lassen. Aber das war wohl Anfang 2000 noch nicht so ein Ding. Und meine Eltern kann ich dafür jetzt auch nicht fertig machen

      Beim Testen sagten die Ärzte ich bin ein waschechter adhsler und die haben wirklich sich für das Ergebnis mehrere Stunden zeitgenommen, IQ, Kindheit, ALLE erdenklichen Tests mit mir gemacht…

      scheinbar soll auch durch richtige Medis das Bingen weg gehen und ich habe mich mit dem Kettenrauchen selbst medikamentös versorgt.



      Hab bald den Termin beim Psychiater und lese mich aktuell ein.

      Therapie habe ich jetzt seit dem ich jugendlich bin, einiges durch.
    • Glückwunsch, dass du trotzdem weiter rauchfrei geblieben bist! @HerziNini
      Ja das leidige ADHS-Thema.. immerhin wird es inzwischen im Studium gelehrt. Wenn es allerdings so weiter geht mit den Psychotherapie-Plätzen und der Finanzierung schlittern wir in einen riesigen Alptraum.
      Und ja, problematisches Essverhalten hängt oft mit ADHS zusammen, weil es zu Dopamin-Ausschüttungen kommt auf der hormonellen Seite und in Kombi mit Kalorien (egal wie hoch) und dem reinen Vorgehen an sich, die Anspannung halt reguliert wird.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du endlich auf dem richtigen Weg mit den richtigen Ärzten und Therapeuten bist und dir die Medis helfen können.
    • Absolut! Danke. Ja Therapie ist so ein Ding. Meine Trauma Therapie habe ich selbst finanziert. Eine ächte Ärztin mit Therapie Ausbildung, die aber keinen Kassensitz hat, weil ihre Praxis in ihrem Haus aufm Dorf ist EMDR .. Ich kann es jedem empfehlen.

      Ich bleibe gespannt, aber Kettenraucher haben häufig adhs wurde mir erklärt… hab ja 30/40 Kippen täglich geraucht … selbstgedrehte, alleine das drehen fand ich ja toll
    • HerziNini schrieb:




      Ich bleibe gespannt, aber Kettenraucher haben häufig adhs wurde mir erklärt… hab ja 30/40 Kippen täglich geraucht … selbstgedrehte, alleine das drehen fand ich ja toll
      Dem würde ich etwas widersprechen. Viele ADHS´ler sind Kettenraucher aber der Großteil der Kettenraucher hat kein ADHS.
      Kippen drehen oder auch stopfen hat auch was meditatives irgendwie. Noch mit guter Musik dazu.. Egal, machen wir ja nicht mehr ;)
      Was hat dir denn sonst so geholfen, nicht rückfällig zu werden? Abgesehen vom Binge-Eating.


      Super, dass das mit deiner Trauma-Therapie dann trotzdem geklappt hat. Wobei selbst die Krankenkassen inzwischen auch private Therapien übernehmen, wenn man genug Absagen gesammelt hat.
    • Hyperfokus um rauchfrei zu werden. Hab fast ein Jahr lang nur recherchiert und Foren gelesen zu nicht Rauchern. Wahrscheinlich auch vorher der Trauma Therapie und der Gedanke das ich schon viel zu weit jetzt gegangen bin um wieder zurückzufallen.

      Das aufhören war wirklich leicht. Aber was schlimm ist, ist das ich durch die fehlende Nikotin Peitsche eben Binge, vergesslicher bin, Antriebsloser … Ich hab ja jetzt 2 Jahre intensiv versucht es zu regeln, jetzt hoffe ich die meds werden mir helfen
    • Da hast du ganz gute Chancen, denn grade die Problematik mit dem Antrieb, etc. kann man damit ganz gut in den Griff kriegen.

      Ich fokussiere mich jetzt wohl auch noch mehr wieder auf die finanzielle Seite um durchzuhalten, solange Sport noch nicht wieder geht. Irgendwie müssen ja die ganzen Supplements bezahlt werden :sparen: