Krebsvorsorge- achtet ihr auf euch?

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    • @Schnutzelchen, dein Bericht hat -wie andere vorher auch schon- gezeigt, wie wichtig Vorsorge ist. Irgendjemand nutzte den Begriff „ zwiegespalten“, was ich nicht wirklich verstehen kann. Es bedeutet ja, einerseits finde ich Vorsorge wichtig, andererseits möchte ich das nicht, weil der Krebs Mitmenschen TROTZ Vorsorgen dahingerafft hat. Aber was bedeutet das für einen selbst?
      Ich gehe zur Vorsorge, evtl. wird etwas festgestellt, es kann zu spät sein. Oder aber es rettet mir das Leben. Zweite Möglichkeit: ich gehe NICHT zur Vorsorge und erfahre nicht, wenn sich in meinem Körper etwas krankhaft verändert. Ich habe also gar keine Chance, mein Leben möglicherweise zu retten, weil ich erst davon wüsste, wenn es zu spät ist (z.B. weil ich Beschwerden habe).
      Da könnte ich nicht zwiegespalten sein. Krebsvorsorge verhindert nicht in jedem Fall, dass man überlebt. Aber die Chancen erhöhen sich, durch früh entdeckte Befunde das Leben zu retten.
    • Also hier bin ich wieder. Angeregt durch Tinas eindringliche Worte, sind mein Mann und ich einig geworden, dass wir auch zur Vorsorge gehen. Es ist bloss schwierig Termine zu kriegen oder überhaupt jemanden ans Telefon zu kriegen. Nur Darmspiegelung haben wir im Dezember einen Termin gekriegt. Gyn muss ich über diese Telefonnummer suchen. Vor der Darmspiegelung bzw. vor der Abführchoose habe ich echt Schiss
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze: :katze:
    • Die Darmspiegelung selbst ist ja nicht zu merken. Zwei Tage vorher darf man nur leichte Kost ohne schwerverdauliche Teile oder Kerne essen, am Tag vorher kommt der nicht so leckere Abführdrink in zwei Portionen. Aber wenn man es gewohnt ist, größere Mengen zu trinken, dann kriegt man das mit zugehaltener Nase irgendwie runter :D
    • *Heike* schrieb:

      Also hier bin ich wieder. Angeregt durch Tinas eindringliche Worte, sind mein Mann und ich einig geworden, dass wir auch zur Vorsorge gehen. Es ist bloss schwierig Termine zu kriegen oder überhaupt jemanden ans Telefon zu kriegen. Nur Darmspiegelung haben wir im Dezember einen Termin gekriegt. Gyn muss ich über diese Telefonnummer suchen. Vor der Darmspiegelung bzw. vor der Abführchoose habe ich echt Schiss
      Finde ich toll, du hast darüber nachgedacht, dich informiert und mit deinem Mann darüber geredet & dich unentschieden.
      Dennoch wäre es auch ok, wenn du weiterhin sagst du willst keine Vorsorgeuntersuchungen machen: denn es ist nicht verantwortungslos & keiner hat das Recht einem anderen so etwas vorzuwerfen.
      Du bist für dich verantwortlich, wenn du zu keiner Vorsorge gehst und an Krebs erkrankst ist es dein Problem, du bringst niemand anderen in Gefahr.
      Klar kann man eine Belastung für die Familie sein,darüber kann man nachdenken wenn es einem wichtig ist . Aber am Ende geht es um dich & wenn es dir psychisch besser geht dieses Thema nicht zu öffnen ist es auch völlig in Ordnung.
      Jeder darf für sich entscheiden was er möchte und verkraftet und was nicht.

      und im Endeffekt kannst du auch vom Auto angefahren werden und sabbernd jahrelang als Pflegefall ändern, da hilft auch keine Vorsorge.

      Trotzdem finde ich es einen mutigen und guten Schritt das du dich für die Vorsorge entschieden hast. ❤️


      Ich sehe es jeden Tag im Krankenhaus, manchmal wäre mir persönlich lieber einfach ins Krankenhaus zu kommen und der Krebs ist so schlimm das man nichts mehr machen kann als die Leute die sich Monate mit chemo und ops kaputt machen und trotzdem sterben,teilweise qualvoller als wenn man es einfach gelassen hätte. Auch das hat was mit: ich liebe mein Leben & habe keine Angst zutun.
    • @*Heike*, euren Sinneswandel finde ich gut. Und wenn ihr jetzt warten müsst, ist es trotzdem besser, als gar nicht zu gehen. Und ja, Darmspiegelung ist unschön (bei der gleichen Narkose kann bei Bedarf auch noch die Magenspiegelung gemacht werden), aber ohne Vorbelastung brauchst Du das nur alle 5 Jahre. Bei einer Gyn musst Du halt einmal als Patientin aufgenommen werden, dann bekommst Du auch regelmäßige Vorsorgetermine und beim Hautarzt ebenso. Für die Mammographie bekommst Du automatisch eine Einladung mit Terminvorschlag. Ist zumindest hier in Berlin so.
      Und damit hast Du es eigentlich auch schon:
      - jährliche Krebsvorsorge mit Abstrich und US - Gyn
      - jährliche Hautkrebsvorsorge beim Haus- oder Hautarzt
      - jährlicher Check Up beim Hausarzt
      - jährlicher Zahnarzttermin
      - alle zwei Jahre Mammographie
      - alle 5 Jahre Darmspiegelung
      Das gute daran ist, dass auch kleinere Zufallsbefunde abseits von Krebs oder Veränderungen besprochen werden können.
    • gerade per Zufall über folgendes gestolpert:

      Um ja zu sagen, muss man schwitzen und die Ärmel hochkrempeln und mit vollen Händen ins Leben hineingreifen bis zu den Ellbogen. Es ist so leicht, nein zu sagen, selbst wenn man sterben muss. Man hat nichts zu tun als sich nicht mehr zu rühren und zu warten.

      (aus: "Antigone" von Jean Anouilh)

      ganz schön hart, aber es ist auch was dran.
    • Da gibt es sicher viel passendes. Das hier z.B.
      Was ist nicht höre oder sehe und wovon ich nicht spreche, ist nicht da.
      Bilder
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    • Hallo zusammen

      Wichtig ist zu wissen, dass eine Mammografie nach einem Brustlift, ggf auch noch mit Implantaten nicht so aussagekraeftig ist...und meist sehr schwierig zu interpretierenes .; vor allem in den Fruehstadien.

      Ich hatte selber mit 28 Jahren Brustkrebs mit DeepFlap Rekonstruktion etc

      Gr Rosi
    • Mein Papa: 2 x Blasenkrebs, Magenkrebs. Leberkrebs.
      Ich: Gebärmutterhalskrebs.

      Alles durch Vorsorgeuntersuchungen rechtzeitig entdeckt und erfolgreich behandelt.

      Bei meinem Mann wurden während seiner Darmspiegelung mehrere große Polypen entfernt - der Arzt gratulierte ihm hinterher zur Entscheidung zur Vorsorgeuntersuchung denn "sonst hätten wir uns in ein paar Jahren unter ganz anderen Umständen kennengelernt".

      Meine Oma + ihre Schwester: aus Scham nie an Vorsorgen teilgenommen. Beide sind an Brustkrebs elend gestorben.

      Ich bin Team Vorsorge :D
    • Ich persönlich bin auch für Vorsorge. Ich kann aber verstehen, wenn viele die Fristen verpassen, weil das Leben einem dazwischenfunkt. Durch meine Bestrahlung habe ich auch Vorsorgen schleifen lassen. Es ging mir einfach nicht gut genug. Meinen Tumor hätte man früher erkennen können, wenn die Ärzte mir geglaubt hätten, dass etwas nicht stimmt. Aber bei den Standart Vorsorgeuntersuchungen waren sie nicht dabei. Und niemand hat mir gesagt, dass ein MRT aufschluss bringen könnte, wenn ich es selbst bezahle. Aber das ist ein anderes Thema. Den Grundgedanken, auf das Thema zu sensibilisieren finde ich gut und es ist toll, wenn man dadurch Personen zum Umdenken bekommt. Mein Stiefvater und meine Oma sind an Krebs gestorben. (Bei meiner Oma trotz frühzeitiger Erkenntnis, aber vor fast 40 Jahren war die Medizin noch nicht so weit). Ich mag allerdings den Ton aus dem Verlauf nicht. Ich persönlich finde ihn als teilweise angreifend. Ich denke, dass man mehr Personen erreicht, wenn man Erfahrungen teilt und auf Besonderheiten hinweist, als wenn man alle anders denkenden kritisiert. Ich persönlich würde durch sowas eher in einen Verteidigungsmodus gehen oder den Chat einfach nicht weiter verfolgen als tatsächlich über das Thema nachzudenken.
    • @Zaubernuss, es ist sicher von Mensch zu Mensch verschieden, wie so etwas aufgenommen wird. Ich persönlich gehöre nicht zu den soften Vertretern und bringe Dinge eher auf den Punkt. Sonst wäre es mir zuviel Geschwafel. Man wird nie alle erreichen. Aber jeder, den man erreicht, ist möglicherweise ein gerettetes Leben.
    • Ich finde deine Antwort beschreibt ganz gut, was ich an diesem Chat nicht mag. Man kann direkt sein, ohne andere anzugreifen. Nur weil ich den Ton nicht mag, wird gleich unterstellt, dass ich oder andere 'rumschwafeln'. Ich bin bei dem Thema auch sehr direkt, aber ich greife anders denkenden Menschen nicht an. Ich denke, die meisten Menschen tun etwas um der eigenen Gesundheit zu schaden. Einige Rauchen, trinken Alkohol, schlafen zu wenig, machen zu wenig Sport, fahren Fahrrad ohne Helm, trinken ein Alsterwasser und fahren dann noch Auto. Es gibt tausende Dinge, die man falsch machen kann und mindestens eins, dass man selber macht. Einem selber ist es vielleicht nicht so wichtig, anderen schon. Man sollte seinen Standpunkt vertreten können ohne dass der andere sich angegriffen fühlt. Das ist sehr schwer, weil es ein sehr emotionales Thema ist. Meine Mutter hat meinen Stiefvater Zuhause gepflegt, weil er nicht ins Krankenhaus wollte. Ich habe es also direkt erlebt, wie jemand langsam verfällt. Das wünscht man keinem. Das gibt mir aber nicht das Recht, anderen meine Meinung aufzuzwingen. Ich fahre z.b. gern zum Bahnhof mit dem Rad. Sind nur 5 Min und ich nutze keinen Helm, auch wenn ich weiß, dass es besser wäre einen zu tragen. Für Jemanden der einen geliebten Menschen durch einen Unfall verloren hat, wäre das wahrscheinlich ein viel wichtigeres Thema.
    • Ich frage mich grade, wie man jemandem "die Meinung aufzwingt" oder "reinredet" indem man in einem Forum seine Meinung sagt. Wenn ich im Forum posten würde, dass ich mir Torte püriere, ausschließlich Bier trinke und Supplemente ablehne, würden wahrscheinlich (hoffentlich!!) viele schreiben, dass sie das nicht gut finden. Dann zwingen die mir aber weder was auf, noch reden mir rein. Die reagieren halt auf meinen Post.