Hallo meine Frage wäre einfach ob es jemandem hier gelungen ist nur mit Selbsthilfe vom ganz extremen Binge Eating weg zu kommen bitte meldet euch was ihr gemacht habt Danke!!!!
hat jemand Binge Eating alleine in den Griff bekommen???
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Hallo und herzlich willkommen
Ich habe mit Binge eating auf 170 kg zugenommen. Ich hatte es ungefähr 5 Jahre und nach der OP war es weg. Ich weiss nicht wieso
Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag
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@*Heike*aber Du musstest doch nach der OP noch nachts die Küche abschließen, oder komme ich da zeitlich durhceinander?
@why00why Psychotherapie zur Ursachenerforschung, als medikamentöse Hilfe (im off-label-use): Elvanse (eigentlich ein ADHS Medikament, das aber einen positiven Nebeneffekt auf Binge Eating haben kann) oder Mounjaro (stelld den Foodnoise im Kopf ab und kann Dir dadurch die emotionale Entlastung bringen. Elvanse mit BTM Rezept, Mounjaro nur auf Privatrezept.
Wäre mal einen Versuch wert vielleicht? -
Bei mir wurde auch BingeEating festgestellt. Hatte Psychotherapie über mehrere Jahre und war 2x für jeweils 8 Wochen in einer psychosomatischen Klinik wegen der Essstörung. Bekam es einfach nicht in den Griff.
Vor genau einem Jahr habe ich einen Schlauchmagen bekommen (mit 171 kg). Seitdem ist das BingeEating komplett weg (fühle/habe aber auch gar kein Bedürfnis mehr zum Bingeeaten).
Hoffe, dass dies sehr lange anhält.Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von RitaW ()
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Zum Thema Foodnoise mag ich nochmal Hormone anmerken. Wie heftig die uns, oder in diesem Falle mich, beeinflussen, hab ich unlängst gesehen.
Mein Leben lang hatte ich immer wieder Phasen von unfassbar heftigen "Gelüsten", denen ich mit dem Verstand echt nicht beikommen konnte. Dann waren diese Gelüste nach der OP weg, für ca. ein Jahr. Dann war er wieder da, dieser heftige, nicht zu zähmenden Gelüstekrach.
Dann blieb Wechseljahresbedingt die Mens aus und siehe da: der Krach ließ nach. Ganz weg nicht, aber deutlich anders, auch mein Hunger wurde besser.
Dann hab ich angefangen, Hormone zu nehmen und zack, Foodnoise, Stimmungsschwankungen wie in den schlimmsten Zeiten meiner Mensgeschichte. Richtig, richtig böse. Samt 3kg Zunahme, trotz gleicher Kalorienzahl und Bewegung wie immer.
Ich hab mich mein Leben lang verurteilt, für meine Gelüste, die ich mir nicht erklären konnte, gegen die ich so manches mal nicht ankam, so sehr ich auch gekämpft habe....ich hab mich gehasst dafür.
Jetzt hab ich vor einigen Tagen eines der Hormone wieder abgesetzt. Und zumindest aus dem totalen Loch bin ich wieder rausgekrabbelt...mal sehen, wie es weitergeht und was dieser fiese Gelüstekrach jetzt künftig macht.
Ich sag nicht, gebt diesen Gelüsten nach, ihr könnt nichts dafür, die sind unbezwingbar. Aber behaltet sie im Hinterkopf und verurteilt euch nicht, wenn ihr dagegen mal nicht ankommt. -
@Schnutzelchen
Das ist korrekt, aber das war ein Night eating Syndrome. Das ging weg, nachem ich 6 Wochen die Küche abgeschlossen habe. Solange dauert das, bis sich das Gehirn umprogrammiertLiebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag
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@Waterbottle, schade, dass es bei Dir nicht so gut funktioniert, aber gerade heute habe ich eine (im Nachhinein betrachtet) lustige Situation erlebt. Ich war mit einer Freundin frühstücken. Diese erzählte mir, dass sie Progesteron abgesetzt, weil sie austesten will, ob sie mit allem durch ist. Das erste Ergebnis wäre eine Blutung gewesen und irgendwie würde sie sich anders fühlen. Ich bin dann zur Toilette und als ich wiederkomme, war sie gerade dabei, die Bedienung wie Chuck Norris rund zu machen. Sie fängt jetzt wieder an mit Progesteron :)
Und sie war so geladen, dass sie ganz uneinsichtig war und ich mich bei der Bedienung in ihrem Namen entschuldigt habe. Die Ärmste, vielleicht hatte die gerade PMS?
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@Waterbottle ich bin voll bei dir. Dieser ganze Selbsthass, Druck, persönliches Versagen... Verhaltenstherapie... und am Ende wird so deutlich, dass es im Wesentlichen ein hormonbedingtes Problem ist.
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@Schnutzelchen
Och, das Schlafen ist ja besser, das ist für mich auch das Wichtigste. Ich hab übrigens das Östrogen abgesetzt. Das Progesteron nehme ich weiter.
Aber mein Zustand war echt schlimm. Wirklich tageweise sowas wie tiefste Depressionen, das war nicht mehr witzig. Es gab da wirklich einen Moment wo ich lapidar gedacht hab: eigentlich kannste ja gehen, ob du da bist oder nicht , ist auch egal. Übel!
Was auch lustig war: ich hatte keine Wut mehr in mir. Auch in berechtigen Situationen wo Wut völlig normal gewesen wäre und die anderen beteiligten auch wütend waren. Ich nicht, ich war nur tieftraurig hinterher das Menschen so sind. Irgendwie als hätte das Östrogen das Testosteron verdrängt.
Auch körperlich war es nicht mehr gut. Ich hab ständig wieder Wasser eingelagert, schmerzende Brüste wie in der Schwangerschaft, Zunahme aus dem Nichts, Gelüste der Hölle, Menstruation wieder eingesetzt, die ich jetzt gerade nach zwei Wochen schon wieder habe.
Die Östrogendosis war für mich definitiv zu hoch. Ich dachte ja, ich hab die geringste Größe beim Pflaster, war aber nicht so.
Die andere Gynäkologin war auch ein wenig überrascht und meint wir versuchen es jetzt nur mit Progesteron. Wenn die Hitzewallungen so heftig wiederkommen, müssen wir weitersehen.
Ich würde die ja in Kauf nehmen, aber die stören halt auch wieder massiv den Schlaf. Aber vielleicht finde ich dafür andere Wege.
@JuleKleiber
Ja, du sagst es. Was die aus uns machen, die lieben Hormone ist unglaublich. Ich hab es bei mir ja sehen können die letzten Wochen. Mein Gott, ging es meiner Seele schlecht. Lachen? Nicht mit mir. Meinen Körper mögen? IHHHHHH, neee, der ist schwabbelig, aufgedunsen, ich fühl mich fett...
Ja, meine Haut hängt überall, aber damit bin ich klar gekommen. Vorher hab ich mich wirklich echt gut gefühlt, ich mochte mich und meinen Körper. Das ist gerade echt weg. Also ich mag mich gerade wieder ein wenig mehr, gestern hab ich endlich mal wieder sowas wie Gelöstheit gespürt und viel mit dem Gatten gelacht. Aber mein Körpergefühl ist immer noch ein ganz mieses.
Töchterchen hat vor einem Jahr mit einer speziellen Minipille angefangen. Auch die hat über Monate eine Gefühlsachterbahn vom Feinsten hinter sich. Samt ständiger Blutungen, Zwischenblutungen, Schmierblutungen.
Ich möchte nicht wissen, wie viele Mißverständnisse, Verletzungen und Auseinandersetzungen auf das Konto meiner Hormone gehen....
Ich konzentriere mich jetzt darauf, mich wieder lieb zu haben, selbst wenn ich die verbliebenen 2 kg nicht wieder runter bekomme. -
@Waterbottle
Uffz, wenn das alles hormonabhängig war, ist der Zauber schnell verschwunden, wenn du es abgesetzt hast. Gute Besserung!
Erstaunlich ist, dass nicht insgesamt vorsichtiger dosiert wurde, wenn eine solche Hormonsensitivität bekannt ist.
Leider ist es so, wenn man schon immer Probleme mit Hormonempfindlichkeit hatte ( PMS, Regelbeschwerden, Pillenprobleme, Schwangerschaftsprobleme), dann hat man eben meist auch mit Wechseljahrssymptome zu tun. Am meisten in der Perimenopause, wenn die Hormone stark schwanken und weiterhin in der Postmenopause. Manche Körper sind da sehr empfindlich.
Hoffe, das es dir schnell besser geht. -
ja genau so geht es mir, ich schreie mich da im Kopf selbst an wieso hast du keine Willensstärke und Disziplin!!!! WIESO das frag ich mich 1000 Mal am Tag!!!
JuleKleiber schrieb:
@Waterbottle ich bin voll bei dir. Dieser ganze Selbsthass, Druck, persönliches Versagen... Verhaltenstherapie... und am Ende wird so deutlich, dass es im Wesentlichen ein hormonbedingtes Problem ist.
Ich glaube nicht dass es Hormone sind aber ehrlicherweise hab ich da keine Ahnung das isst nichts was ich mit jemandem irl besprechen möchte
ich bin mir sicher ich bin noch nicht übergewichtig bzw ungesund "genug" für ozempic oder sowas hört sich auch vollkommen schlimm an!! Ich möchte eigentlich auch gar nicht irgendwas nehmen etc ich denk mir schon bei einem Hustensaft dass ich der 1 von 100000 bin der davon einen Herzanfall bekommt ich hab da voll Paranoia wegen Gesundheit etc deswegen suche ich nach Selbsthilfe egentlich -
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@annke
Ich kenne diese "Schwierigkeiten" von mir. Früher sehr stark PMS, die letzten Jahre dann seltsamerweise NACH der Mens so seltsame Abstürze, wo für mich die Welt, meine Ehe, meine Kinder mein ganzes Leben irgendwie schwarz war.
So ähnlich wie es jetzt war, hatte ich das nach der Geburt unserer Tochter mit einer bestimmten Pille. Ging gar nicht.
Jetzt gerade geht es der Seele echt wieder gut, ich hoffe das bleibt so und sind jetzt nicht "normale" Zyklusschwankungen, hervorgerufen durch den künstlich erzeugten Zyklus.
Das halbe Jahr ohne meine Mens war mit die glücklichste Zeit meines Lebens, ernsthaft. Ich war ausgeglichen, hab mich wohlgefühlt, bin mit meinem Körper zufrieden und spürte in mir eine sehr tiefe Dankbarkeit für das Leben, was ich führen darf.
Das war jetzt komplett weg. Gatte meinte eben, die Frechheit wäre allerdings schon wieder zurück....Gott sei Dank auch die Fröhlichkeit. Vor ca. einer Woche sagte er auch zu mir, er würde seine fröhliche Frau vermissen.
Worüber ich unfassbar dankbar bin ist das ich so etwas inzwischen artikulieren kann, das ich drüber sprechen kann und nicht krampfhaft nach Gründen suche. Sondern einfach sagen kann: mir geht es beschissen, aber ich weiß nicht warum, ich kann das alles gar nicht einordnen, greifen....
Das hilft schon sehr.
Mal sehen wie es jetzt weitergeht. Ob die Blutungen wieder wegbleiben, wovon die Gynäkologin ausgeht, ob sich das Seelenleben wieder stabilisiert...und ob diese verdammten 2 kg wieder runtergehen. Auch davon ist sie überzeugt, wehe wenn nicht, dann verklag ich sie, ach was, ich verklage gleich alle
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Oh jesus ich beneide jeden der so eine OP gemacht hat würd ich mich nie trauen
…ich will nur irgendwie vom Zucker los kommen und nicht andauernd ganz ganz heftig Mengen davon Essen!!!! -
Huhu :-) bin Borderline Binge Eater und seit Jahren in Therapie, vorallem die letzten zwei sehr intensiv.
Also, bin 6 Jahre operiert und das Binge Eating kam erst zum Vorschein so richtig massiv als ich aufgehört habe zu rauchen im Januar 2024. Ich hab gebinget wie eine verrückte, Tagelang, monatelang, sogar schon mit TW Su!z!d Gedanken.
Seit dem ich nicht mehr rauche, auch jetzt nach 1 1/2 Jahren, ist es da, aber es wurde leichter. Ich war ebenso in einer Reha und habe mich beruflich auch neu orientiert. Dadurch habe ich weniger Zeit zu essen und habe mehr Bewegung.
Ich versuche mein bestes zu geben und habe auch länger nicht gebinget aber oft, gerade vor der Periode ist es wie „besessen“ ich kann nicht anders, Herzrasend stehe ich da, esse dann! Ich hab jetzt auch statt Süßigkeiten Linsenwaffeln, die haben Proteine und keinen zucker, die kicken mein Gehirn ebenso.
Also: Die OP ist kein Versprechen das es weggeht. Oft hilft es mir, einfach nichts zu kaufen, aber wie andere bzgl Hormone schilderten, ja vor der Periode knallt es richtig durch. Auch wenn mir Langweilig ist und ich wegen Unterforderung frustriert bin.
Wäre die Spritze kostenlos, würde ich sie nehmen um zu testen, ob es mich langfristig davon befreit. Ich würde sogar einen Arm dafür tauschen, ein normales Appetit / Ess Verhalten zu haben, wie normal schlanke Menschen.
Aber diese Momente, von selbst das liegen lassen, weil irgendwie mag ich’s grade nicht mehr, die gibt es durchaus schon, ja, nur selten eben.
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