Erfahrungsbericht & Fragen – Mann (40–45)##.

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    • unwahr ist deine Behauptung, dass ich die Punktion als schlimmste Komplikation bezeichnet habe. Bitte genau lesen, was ich und du schreibst.

      unwahr ist auch, dass breite Narben automatisch bei Zug auf die Narbe kommen. Das wird jeder Chirurg dementieren. Wenngleich natürlich trotzdem wenig Zug auf die Narbe kommen darf. Daher habe ich ja nach einer Einschätzung gefragt.

      Dass man hier gleich nach wenigen Beiträgen direkt als naiv, pampig, dumm bezeichnet wird, spricht nicht für die Leute hier.

      Ich bin damit hier raus. Macht ihr mal ruhig so weiter.
    • sanselas schrieb:

      Komplikationen: Bei Komplikationen mach ich mir keine großen Sorgen. Das Schlimmste, was passieren könnte, ist, dass eine Punktion notwendig ist. Infektionen muss ich natürlich berücksichtigen, aber das ist ja meistens kein Problem.
      Aufenthaltsdauer: Ich bin eine Woche im Ausland.
      Drainagen: Genau, mit den Drainagen - mir wurde gesagt, dass die nach drei oder vier Tagen raus müssen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass ich mir die erst in Deutschland wieder ziehen lasse.
      Du hast geschrieben das schlimmste was passieren könnte wäre eine notwendige Punktion. Und das Infektionen meist kein Problem seien.
      Das ist so nicht ganz richtig gerade geklammerte bzw lange Nähte entzünden sich gerne Mal.

      Mit der Drainage zu fliegen kann zu einem Problem werden - Airlines müssten früh genug informiert werden und es kann trotzdem passieren, dass du nicht mitfliegen darfst. Die Thrombosegefahr ist auch mit Spritzen durch das Fliegen deutlich erhöht und hält rund 4 Wochen an.
      Außerdem das sitzen, ich konnte 1 Woche nach der OP nicht aufrecht sitzen oder stehen, weil bei mir alles sehr straff genäht wurde - das wurde erst ab Woche 3 besser.
      Edit: Im Liegestuhl konnte ich aber dank Homeoffice nach 10 Tagen wieder stundenweise arbeiten.

      Bauchmuskeln müssen oft dann vernäht werden, wenn unter anderem viel Bauchfett vorhanden war. Eine Schwangerschaft ist nicht der einzige Grund.

      Deine Informationen zu dem ganzen sind leider sehr dürftig und nicht gut hinterfragt. Und ich verstehe, wenn die anderen Schreiberlinge hier ihre ungeschönte Meinung dazu äußern. Das es dir nicht gefällt, ist wohl dein Problem aber die meisten mit WHOs hatten hier - wenn auch nur klitzekleine - WHS.
    • Verstehe gerade nicht warum hier das bereits nach wenigen Beiträgen eskaliert.

      @sanselas Auch wenn Du für Dich ausführlich geschrieben hast, bedeutet das nicht sofort automatisch, dass die Anderen dass auch so verstehen wie Du es möchtest bzw. gedacht hast. Das ist doch normal dass es Missverständnisse gibt und das ist dann manchmal mühsam das Ganze aufzudröseln bis es für alle Beteiligten verständlich ist.

      Du bist neu hier im Forum und wir kennen Deine Eigenheiten nicht.

      Geduldiges erklären/erläutern statt Hinweis auf "lies bitte selber nochmal nach" bringt mehr. Jeder Mensch liest einen Text anders, versteht ihn anders.
    • Danke, dass ihr das wörtliche Zitat noch rausgesucht habt - ich hatte da keinen Nerv mehr.

      Btw. Mit Drainagen fliegen ist schwierig, das gehört zu den großen Problemen bei Auslandsrückholungen und ist oft der Grund, warum auf bodengebundenen Transport ausgewichen wird, auch wenns länger dauert. Und bevor die Frage wieder kommt, woher ich das weiß: das ist mein Job!
    • Danke für den Hinweis zu den Drainagen! Ich habe gelesen, dass Drainagen sowieso maximal sieben Tage im Körper verbleiben sollen. Das würde ja bei mir zeitlich passen. Falls es dann doch länger dauert, würde ich mir auf jeden Fall ein ärztliches Attest holen, dass diese notwendig sind.

      Frage zur Flugreise:
      Ich kann nicht genau einschätzen - vielleicht weiß jemand von euch, worauf ich bei der Flugwahl achten sollte? Gibt es Fluglinien, die kulanter sind, oder wie handhaben die Airlines das generell? Weiß das jemand von euch?

      Die Thrombosegefahr beim Fliegen ist mir auch bewusst und ich werde mir auf jeden Fall Stützstrümpfe holen. Die Thrombosespritzen werde ich vor und nachher auch lange nehmen und auch während des Fluges darauf achten, dass ich einmal den Gang hoch- und runtergehe - und sei es nur zur Toilette. Auf der anderen Seite habe ich als Nichtraucher schon mal ein deutlich niedrigeres Risiko für Thrombosen.

      Eine andere Gefahr ist übrigens auch - was hier noch gar nicht genannt wurde - die Fettembolie, die während der oder kurz nach der Operation entstehen kann. Davor habe ich durchaus auch Angst durch die Liposuktion.

      Körperposition mit Rundumschnitt:
      Der Hinweis mit dem Stehen und Sitzen ist für mich besonders interessant, da ich auch am Rücken eine Narbe haben werde. Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, welche Körperposition wenig Druck auf die Narbe ausübt - jede Position (ob nach vorne gebeugt oder gerade stehend) zieht ja an der Narbe. Das würde mich sehr interessieren: Wer von euch hatte auch einen Rundumschnitt und kann mir Tipps geben, wie man am besten damit umgeht?

      Zu meinen Ängsten:

      Es liest sich oben vielleicht so, als hätte ich nur vor Wundheilungsstörungen Angst. Natürlich habe ich sehr große Angst davor, gar nicht wieder aufzuwachen. Ich habe mehrere Kinder und möchte für sie da sein. Diese Entscheidung schiebe ich schon lange vor mir her, denn im Grunde mache ich die Bauchdeckenstraffung nur für mich - und das ist auch irgendwie egoistisch. Wenn ich dafür nicht wieder nach Hause komme, wäre das für meine Familie eine Katastrophe und unverzeihlich.

      Neben diesen schlimmen Komplikationen habe ich am meisten Sorge vor einer Infektion , weil das wohl relativ häufig vorkommt. Ich weiß, dass regelmäßige Kontrollen wichtig sind und man sensibel auf Temperatur, Rötungen und Schwellungen achten muss.

      Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
    • Ich muss hier mal ganz unqualifiziert erwähnen, dass ich persönlich glaube, dass die sich in der Türkei eher große Mühe geben, weil die ja auf gute Bewertungen und Empfehlungen angewiesen sind, weil sie gegen das Vorurteil, das wäre zweite Klasse Medizin, arbeiten müssen. In Deutschland haben wir Personalmangel, kaputtgesparte Krhs usw. Für mich wäre das im Ausland wegen der Entfernung nix, aber ich glaub schon, dass man da in guten Händen ist. Komplikationen sind ja hier wie dort möglich und kacke.
      @Rotschopf sag doch auch mal was. ;-)
    • Mingmen schrieb:

      Hattest Du Dich auch nach Möglichkeiten für die OP hier in Deutschland erkundigt?

      Eine OP in Deutschland ist keine 100% Sicherheit dass alles gut läuft, aber einige der Problembereiche wie Flug würde entfallen.


      Wenn Du so besorgt bist- auch wegen Deiner Kinder-, wäre eine teuere OP hier in D vielleicht sinnvoller?
      Ich bin besorgt wegen der allgemeinen OP-Risiken, aber die gibt es hier wie dort.
    • # Erfahrungsbericht: Bauchdeckenstraffung in Istanbul – Tag 2, unmittelbar vor der OP

      **Vorab: Ich würde niemandem empfehlen, so etwas alleine zu machen.** Ich war zwar schon vorher in Istanbul und hatte den Arzt kennengelernt, aber selbst jetzt beim zweiten Flug alleine ist die Belastung doch erheblich.

      ## Organisation und Ablauf

      Die Kommunikation per WhatsApp funktioniert sehr gut. Der Transfer vom Hotel hat problemlos geklappt, und das Hotel selbst ist super. Allerdings gab es zweimalige Hotelwechsel und einen Klinikwechsel – das sollte man im Hinterkopf behalten.

      Der Transfer ins Krankenhaus verlief in Ordnung. Das Krankenhaus ist anders strukturiert als man es aus Deutschland kennt: Es handelt sich nicht um eine einzelne Klinik, sondern um ein Gebäude mit verschiedensten Privatpraxen und Ärzt*innen unter einem Dach.

      ## Standard und Ausstattung

      Insgesamt ist der medizinische Standard sicherlich hoch, aber nicht so hoch wie in Deutschland. Mir persönlich fiel einiges auf, was nicht ganz sauber war oder kleine Mängel aufwies. Auch die Räumlichkeiten sind nicht so modern und ansprechend, wie man das aus Deutschland gewohnt ist.

      Da der Eingriff jedoch nur oberhalb der Faszien stattfindet – also nur unter der Haut – und nicht in den Körper eindringt, mache ich mir darüber nicht so große Sorgen. Meine Hauptsorge gilt dem Anästhesierisiko.

      ## Vorbereitung und Untersuchungen

      Am Abend vor der OP wurden folgende Untersuchungen durchgeführt:

      - Bluttest
      - EKG (übrigens analog!)
      - Röntgenbild (digital)

      Am heutigen OP-Tag wurde ich ins Krankenhaus gebracht und in ein Einzelzimmer untergebracht. Dann bekam ich sehr viel Papier zum Unterschreiben – teilweise nicht einmal auf Englisch, sodass ich selbst übersetzen musste. Im Grunde gibt man damit jegliche Haftung ab und übernimmt alle Risiken. Das war mir zwar vorher klar, aber durch das Unterschreiben wird einem das noch einmal sehr bewusst.

      ## Medizinische Voruntersuchungen

      Es gab eine kurze körperliche Untersuchung mit Abhören, Blutdruckmessung, Medikamentenabfrage, Fragen zu Rauchen und Alkohol sowie Größen- und Gewichtsmessung. Anschließend bekam ich Kompressionsstrümpfe, die meiner Meinung nach eher locker sitzen.

      Der Arzt kam dann und hat mich von oben bis unten angezeichnet. Spontan nahm ich noch ein Angebot für 500 Euro an, auch meine Brust etwas straffen zu lassen – eine kurzfristige Entscheidung, die aber passt.

      ## Zahlung und Kosten

      Am ersten Abend zahlte ich die Hälfte als Anzahlung, heute im Krankenhaus dann die andere Hälfte plus die zusätzlichen 500 Euro. Da ich nicht mehr genug Bargeld dabei hatte, konnte ich netterweise ohne zusätzliche Gebühren mit Karte zahlen.

      ## Anästhesiegespräch

      Ich bestand darauf, persönlich mit dem Anästhesisten zu sprechen – so kenne ich das aus Deutschland. Obwohl ich alle Fragen bereits vorher beantwortet hatte, wollte ich noch wissen, ob er die ganze Zeit dabei sein würde. Ich hatte auch Sorge vor einer Embolie, aber er versicherte mir, dass dies extrem selten sei und keine Gefahr bestehe.

      Zur Vorbereitung hatte ich mir für den Hinflug selbst Kompressionsstrümpfe besorgt.

      ## Jetzt: Warten auf die Operation

      Jetzt sitze ich hier und warte auf die Operation. Ich habe bereits darum gebeten, vorab etwas zur Beruhigung zu bekommen. Die größte Sorge ist natürlich, ob ich nachher wieder aufwache – aber es wird alles gut gehen.

      Nach der Operation bleibe ich zwei Nächte im Krankenhaus, komme dann zurück ins Hotel und bekomme noch Massagen zur Unterstützung der Wundheilung. Aber das ist alles sekundär – jetzt ist die Operation das Wichtigste.

      ## Sprachliche Herausforderungen

      Mit Englisch kommt man hier nur teilweise weiter. Gerade im Krankenhaus sprechen viele kein oder nur sehr schlechtes Englisch. Mittlerweile gibt es zwar gute Übersetzungs-Apps, aber generell ist eine türkischsprachige Begleitung sehr hilfreich.

      **Zwischenfazit: Die Entscheidung, diesen Eingriff alleine durchzuführen, war mutig – aber ich würde es niemandem zur Nachahmung empfehlen.**

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      *Weitere Informationen zum Verlauf der Operation und der Nachsorge folgen in den nächsten Tagen.*