Welche pflanzliche Mittel bei Nervosität und Unausgeglichenheit#

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    • Welche pflanzliche Mittel bei Nervosität und Unausgeglichenheit#

      Ich mache mir schon seit vor den Feiertagen ziemliche Sorgen um meine Schwester, in ihrem Fall, weil sie im Moment mit Nervosität und innerer Unruhe kämpft. Es ist bei ihr derzeit dieses dauernde Angespannt-Sein, aber sie ist nun mal schnell gereizt, kann damit einher schlecht abschalten, was vor allem abends ein Supergau ist.

      Schlafen kann sie einigermaßen, aber der Kopf hört nicht auf zu arbeiten. Ich versuche irh nachzulegen, dass sie dagegen etwas unternehmen sollte, aber wimmelt bewusst noch starke Medikamente ab und hält auch nichts von Verschreibungspflichtigem.

      Die gegenseitige Unterstützung hier stimmt mich zuversichtlich und daher wollte ich mal fragen, welche pflanzliche Mittel aus der Apotheke sie bei Nervosität und Unausgeglichenheit einnehmen könnte und was ihr für den ersten Schritt empfehlen könnt. Schon mal vielen Dank vorab fürs Teilen.
    • Ich fürchte, das willst du / sie nicht hören: wirklich helfen wird nur Ursachenforschung und der Ansatz da. Dabei ists erstmal gleich, ob physisch oder psychisch. Physisch kann es z.B. die Schilddrüse sein, die Nebennieren usw. Psychisch gibts auch zig Gründe, angefangen von Burnout über Depressionen…
    • Passionsblume ist pflanzlich und freiverkäuflich, z.B. Lioran. Das wirkt wohl schnell gegen Gedankenkreisen und Unruhe. Gegen Ängste hilft nachgewiesen Lavendelöl, z.B. Lasea.
      Äußere Anwendung: Moor-Lavendelöl, z.B. von Weleda, kann schön beruhigen, wenn man sich beim Zu-Bett-Gehen damit einreibt. (Das ist aber anthroposophisch, also nicht wissenschaftlich belegt. Aber es steht drauf "beruhigendes Körperöl, verleiht umhüllenden Schutz". ;-) Und es umhüllt einen mit dem schönen Duft.)
    • Atemübungen! Möglichst auf einer Akkupressurmatte. Hilft mir ungemein. Ich bin auch ein sehr unruhiger Mensch, meine Amygdala arbeitetvimmer, die Wchseljahre haben es nicht besser gemacht.
      Aber Atemübungen helfen mir sehr.
      Da bin ich über unseren Hund drauf gekommen. Der hat auch ein sehr fragiles Nervenkostüm.
      Auf der Suche wie ich ihm helfen kann bin ich auf sogenannte Coregulation gestoßen.
      Ich atme, bin ruhig, fasse ihn an und kann diese Ruhe übertragen. Ich schwöre, hier funktioniert es !
      Vielleicht kann deine Schwester Atemübungen mal probieren, wenn sie es alleine nicht schafft, kannst du ihr vielleicht dabei helfen.
      Macht man bei gebärenden Frauen ja auch, mit ihnen atmen, voratmen.
    • Moin,

      ich kann da Laif900 wärmstens empfehlen (Johanniskraut). Bitte auf den Beipackzettel achten in Sachen Sonnenlicht und Wechselwirkung mit Medikamenten. Ansonsten kann ich mich von Herzen dem Thema Meditation und Atementspannung anschließen. BodyScan z. B. kann man bei der TK runterladen, MindDrops Meditationen auf Youtube. Sollte aber regelmäßig praktiziert werden. Es reicht aber, wenn man anfangs mit kurzen Übungen startet um in das Thema reinzukommen.
    • Tatsächlich ist es so, dass pflanzliches durchaus wirkt aber man sollte es mit anderen Sachen kombinieren.

      Mein Sohn macht jeden Tag Shaktimat Meditation.
      Tagsüber hilft Tee aus Marokkanischer Minze - heiß und kalt - (kein Beutelzeug, sondern lose Blätter) und ein Roll-On gefüllt mit Jojobaöl (Trägeröl), Lavendel und Melisse (ätherische Bio-Öle)

      Um ohne arbeitenden Kopf ein- und durchzuschlafen nimmt er L-Thryptophan, Ashwagandha und Melatonin. Er schläft ohne eingeschaltete Elektrogeräte, dafür aber mit rosa rauschen und Schlafmaske.
    • Wenn man unausgeglichen ist, muss man sich einen Ausgleich suchen. Ein Hobby, welches einem Freude bereitet und man sich schon den ganzen Tag freut.
      Das kann vieles sein, oft ist es Sport, das ist aber ganz individuell und kann auch Lesen, Stricken, spazieren, musizieren,... sein. Da ist es wichtig etwas zu finden, was einen gut tut. Da können andere nur Tipps geben, ausprobieren wird man es aber selbst müssen sofern man nicht weiß was es ist. Vielleicht hatte man ja schon einmal etwas, was einen gut getan hat und hat es jetzt eingestellt/ einstellen müssen.
      Bei mir war das über Jahre hinweg der Sport, als das nicht mehr ging, ging es auch bergab. Und gleichzeitig das Körpergewicht bergauf:)
      habe da lange gebraucht bis ich etwas neues gefunden habe, was mir ähnlich viel Freude bereitet und mir auch mental etwas bringt.

      Zusätzlich dazu kann man weitere Maßnahmen versuchen: Entspannungstees, natürliche Mittel wie Baldrian oder Passedan, Entspannungsbäder, Duftöle, Yoga, Atemübungen, autogenes Training, gesunde Ernährung. Gleichzeitig sollte man das Rauchen einstellen und weitgehend auf Alkohol verzichten.

      Langfristig wird man mit Stress besser umgehen lernen müssen. Das kann man und dafür gibts auch mehrere Vorgehensweisen. Würde mal sagen zuerst sollte man da aus dem Loch herauskommen und sich dann darum kümmern nicht in absehbarer Zeit wieder in das Loch zu fallen.
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      Womba84 schrieb:

      Ich fürchte, das willst du / sie nicht hören: wirklich helfen wird nur Ursachenforschung und der Ansatz da. Dabei ists erstmal gleich, ob physisch oder psychisch. Physisch kann es z.B. die Schilddrüse sein, die Nebennieren usw. Psychisch gibts auch zig Gründe, angefangen von Burnout über Depressionen…
      Ja, das tut weh zu lesen, aber ganz falsch ist es halt auch nicht. Hinschauen lohnt sich, wenn die Anspannung dauerhaft ist, auch wenn Pflanzliches sanft stützen und ein bisschen den Druck rausnehmen kann. Sollte sie es vielleicht als erster Schritt beides mit etwas Mildes aus der Apotheke angehen – und parallel abklären, woher das Ganze kommt?
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      JuleKleiber schrieb:

      Passionsblume ist pflanzlich und freiverkäuflich, z.B. Lioran. Das wirkt wohl schnell gegen Gedankenkreisen und Unruhe. Gegen Ängste hilft nachgewiesen Lavendelöl, z.B. Lasea.
      Äußere Anwendung: Moor-Lavendelöl, z.B. von Weleda, kann schön beruhigen, wenn man sich beim Zu-Bett-Gehen damit einreibt. (Das ist aber anthroposophisch, also nicht wissenschaftlich belegt. Aber es steht drauf "beruhigendes Körperöl, verleiht umhüllenden Schutz". ;-) Und es umhüllt einen mit dem schönen Duft.)
      Passionsblume und Lavendel klingen nach einem Einstieg, ohne gleich mit der großen Keule zu kommen. Das mit dem Öl gefällt mir auch, schon allein wegen des Rituals am Abend. Auch mit rotierendem klingt die 4-7-8-Atmung machbar – insofern werden wir uns das anschauen.
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      Waterbottle schrieb:

      Atemübungen! Möglichst auf einer Akkupressurmatte. Hilft mir ungemein. Ich bin auch ein sehr unruhiger Mensch, meine Amygdala arbeitetvimmer, die Wchseljahre haben es nicht besser gemacht.
      Aber Atemübungen helfen mir sehr.
      Da bin ich über unseren Hund drauf gekommen. Der hat auch ein sehr fragiles Nervenkostüm.
      Auf der Suche wie ich ihm helfen kann bin ich auf sogenannte Coregulation gestoßen.
      Ich atme, bin ruhig, fasse ihn an und kann diese Ruhe übertragen. Ich schwöre, hier funktioniert es !
      Vielleicht kann deine Schwester Atemübungen mal probieren, wenn sie es alleine nicht schafft, kannst du ihr vielleicht dabei helfen.
      Macht man bei gebärenden Frauen ja auch, mit ihnen atmen, voratmen.
      Das mit den Atemübungen nehm ich mir echt mit. Gerade dieser Gedanke der Co-Regulation hat was, weil es nach einem gemeinsamen runterfahren, und nicht nach einem Aufruf zum zusammenreißen klingt. Vielleicht ist genau das der Einstieg, bevor man über Mittel nachdenkt. Hast du bestimmte Übungen, die sich bewährt haben?
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      Velaris schrieb:

      ich kann da Laif900 wärmstens empfehlen (Johanniskraut). Bitte auf den Beipackzettel achten in Sachen Sonnenlicht und Wechselwirkung mit Medikamenten. Ansonsten kann ich mich von Herzen dem Thema Meditation und Atementspannung anschließen. BodyScan z. B. kann man bei der TK runterladen, MindDrops Meditationen auf Youtube. Sollte aber regelmäßig praktiziert werden.
      Danke für den Hinweis. Gerade wegen der Wechselwirkungen – gut, das klar zu benennen – hatte ich Johanniskraut ehrlich gesagt nicht so am Radar. Meditation und kurze Atemübungen scheinen sich hier wirklich durchzuziehen. Also vielleicht ist das eine geeignete Mischung aus sanftem Mittel und Übung.
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      Blutwaldfee schrieb:


      Mein Sohn macht jeden Tag Shaktimat Meditation.
      Tagsüber hilft Tee aus Marokkanischer Minze - heiß und kalt - (kein Beutelzeug, sondern lose Blätter) und ein Roll-On gefüllt mit Jojobaöl (Trägeröl), Lavendel und Melisse (ätherische Bio-Öle)

      Um ohne arbeitenden Kopf ein- und durchzuschlafen nimmt er L-Thryptophan, Ashwagandha und Melatonin. Er schläft ohne eingeschaltete Elektrogeräte, dafür aber mit rosa rauschen und Schlafmaske.
      Das klingt nach einem sehr ganzheitlichen Ansatz, danke fürs Teilen. Mich spricht etwa dieses Kombinieren aus Tee, kleinen Ritualen und Schlafumgebung an, weil es ums Runterfahren insgesamt geht. Shaktimat und Minze kannte ich so noch nicht. Was davon hat bei euch den größten Unterschied gemacht?
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      Stezi schrieb:

      Wenn man unausgeglichen ist, muss man sich einen Ausgleich suchen. Ein Hobby, welches einem Freude bereitet und man sich schon den ganzen Tag freut.
      Das kann vieles sein, oft ist es Sport, das ist aber ganz individuell und kann auch Lesen, Stricken, spazieren, musizieren,... sein.


      Zusätzlich dazu kann man weitere Maßnahmen versuchen: Entspannungstees, natürliche Mittel wie Baldrian oder Passedan, Entspannungsbäder, Duftöle, Yoga, Atemübungen, autogenes Training, gesunde Ernährung. Gleichzeitig sollte man das Rauchen einstellen und weitgehend auf Alkohol verzichten.
      Danke dir, das trifft einen wunden Punkt. Gerade, wenn man eh schon am Limit ist dieser Gedanke mit dem Ausgleich doch das Schwierigste, auch wenn er so simpel klingt.

      Wenn etwas wegbricht, das früher getragen hat, merk ich selbst auch, wie sehr das fehlt. Vielleicht ist der erste Schritt wirklich nicht das perfekte Mittel, sondern wieder etwas zu finden, das leise gut tut. Wie lange hat es bei dir gedauert, bis sich das Neue wirklich wie ein Anker angefühlt hat?
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      @blanchy

      Einfaches in den Bauch atmen ist hier der Schlüssel. Zeigefingerkuppe an Daumenkuppe und dann tief und ruhig in den Bauch atmen. Ich mach das 1-2 Minuten , dann lege ich dem Hund diecHand ganz ruhig auf die Brust und atme genauso ruhig weiter in den Bauch. Zack, fährt die Wildsau runter. Ok, nicht wenn er seinen Erzfeind gerade schreddern möchte, aber in anderen Situationen schon.
      Autofahren war immer ein großes Aufregungsding, auf dem Hinweg hat er sich nie hingelegt, auch nicht wenn wir eine Stunde unterwegs waren.
      Er hat dann wirklich richtig nach Hilfe gesucht, das war deutlich sichtbar. Wir wussten aber nie wie.
      Letzte Hollandtour, 5 min atmen und der Hund lag. Klar kam er irgendwann wieder hoch, dann wieder 5 min atmen und er lag wieder.
      Was auch hilft ist atmen und stupides Laufen. Ich laufe mit dem Hund stoisch im Kreis oder laufe achten.
      Darauf kam ich, weilnich selber bei Anspannung laufen muss. Probiert esxeinfach aus, mehr als klappt nicht kann nicht passieren.
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      blanchy schrieb:

      Wenn etwas wegbricht, das früher getragen hat, merk ich selbst auch, wie sehr das fehlt. Vielleicht ist der erste Schritt wirklich nicht das perfekte Mittel, sondern wieder etwas zu finden, das leise gut tut. Wie lange hat es bei dir gedauert, bis sich das Neue wirklich wie ein Anker angefühlt hat?
      Habe da leider lange gebraucht weil der Sport einen guten Teil meines Lebens bestimmt hat. Das dann nicht mehr zu haben war schwer.
      Ja, du solltest einige Dinge ausprobieren und dann deinen neuen Ausgleich finden. Kann dauern, bei mir hat es mehrere Jahre gedauert weil ich dem Sport noch lange nachgerannt bin aber dann ist es etwas ganz anderes geworden.
      Naja ich wollte es zuerst nicht wahrhaben aber dann mit der Zeit hat es immer mehr Platz in meinem Leben eingenommen und ein wenig hat es eh immer noch mit Sport zu tun aber eben eher was die Organisation betrifft. Vielleicht hilft hier auch, dass ich nicht ganz weg bin.
      Am schwersten war es sicher zu akzeptieren, dass es jetzt nicht mehr so geht wie früher. Das hat lange gedauert. Denke da ist aber jeder anders also schwer zu sagen wie lange das genau dauert.

      Ich würde aber allem eine gewisse Zeit geben. Alleine schon um alles genau zu sehen und auch erfahren zu können, ob es hilft oder nicht. Von einem Spaziergang im Wald wird man nicht plötzlich wieder zu einem neuen Menschen. Egal was, das sollte dann schon regelmäßig und für eine gewisse Dauer sein. Finde das bei allen Maßnahmen wichtig.