Ich möchte euch über meine Odyssee zur Diagnose Früh - und Spätdumping berichten. In der Hoffnung für ein wenig Aufklärung / unnötige Wege ein zu sparen.
Angefangen hat es schleichend. Was ich sehr früh immer wieder hatte waren übelste Durchfälle. Oft habe ich in der Ernährung versucht an Schräubchen zu drehen ( keine Milchprodukte, fettreduzierte Milchprodukte, kein Zucker in jeglicher Form, keine Süßstoffe). Manchmal gab es für ein paar Tage Ruhe, manchmal hat sich gar nichts verändert.
Dazu kam immer mal wieder eine extreme Erschöpfung ( schob ich auf den Durchfall). Dann gab’s mal Herzrasen, Schweißausbrüche, das Gefühl dass mir gleich schwarz vor Augen wird.
Ich schob es meist auf die Durchfälle. Denn ein Dumping konnte es nach Aussage im AZ nicht sein.
Bei einer Magen und Darmspiegelung kam nur raus, dass der Restmagen entzündet ist
Dann kam ein Tag im letzten Sommer. Wir waren mit unserem Besuch und den Hunden wandern.
Irgendwann hatte ich wieder das Gefühl, gleich um zu kippen. Ich atmete schwer, konnte mich nicht konzentrieren, war unruhig, zittrig, hatte Herzrasen.
Wir schafften es in eine Gaststätte und ich konnte mich erholen.
Aber das gab mir sehr zu denken.
Zu Hause habe ich meinen BZ gemessen. Der war normal. Ich beschloss ein Tagesprofil zu machen.
Am nächsten Morgen lag mein BZ bei 99 nüchtern. War mir zu hoch und ich beschloss zum HA zu gehen.
Dort hat man mir einen Glukosetest an gedeihen lassen…. Dieser Test in dem man nüchtern eine Zuckerlösung trinkt und dann den Zucker immer wieder misst… nun.. ich war skeptisch. Zu Recht.
Der Zucker schoss innerhalb weniger Minuten auf 398mg/dl.
Mir ging es richtig Sch…
Die Diagnose meines HA: Diabetes wahrscheinlich Typ 2.
Ich dachte: das kann nicht sein!
Mit etwas Druck meinerseits landete ich kurz ( 2 h) in einer Klinik für Diabetes. Ich bekam einen Sensor ( BZ)und Metformin. Und wurde wieder nach Hause geschickt.
Dann war ich bei einem Diabetologe. Und der sprach es endlich aus! „ Sie haben das Dumpingsyndrom!“
Metformin abgesetzt. Antrag für Acarbose ging an die KK.
Zwischen Diabetes Klinik und Diabetologe habe ich mir noch einen Termin in einem anderen AZ gemacht.
Dort angekommen blieb mein Blick an einem Flyer hängen. Alle Symptome die da standen kannte ich nur zu gut! Ich fühlte mich gleich gut aufgehoben.
Und so wurde ich angehört und weiter geschickt. Endokrinologie, Ernährungsberatung, Endoskopie. UND: ein Rezept für Arcabose. ( keine Abnung warum es die Klinik verordnen darf, der Diabetologe aber nicht)
In der Endo. bekam ich einen Mixed Meal Test. Lecker Fresubin, stündliche Blutentnahme und Blutdruck Kontrolle.
Damit gab es dann die Diagnose Früh - und Spätdumping.
Mit dem Arcabose ging es mir aber nicht wirklich besser und die Nebenwirkungen habe ich deutlich gemerkt. So bekam ich ein anderes Medikament aus der Diabetikerabteilung verordnet. Aber auch das wirkt nicht so gut, dass ich Dumpingfrei oder wenigstens „milder“
durch den Tag komme.
Bei der EB kam nichts sonderliches heraus: Zu wenig Balaststoffe, evtl. zu viel Protein.
Mittlerweile hat sich das AZ und die Endo zusammen getan und sie haben mich bei der Endoskopie angemeldet. Denn es wird davon aus gegangen dass die Engstelle zwischen Restmagen und Darm nicht mehr eng ist. Und so soll ich Mitte Mörz eine Magenspiegelung bekommen, bei der die Engstelle neu verengt wird. Per Naht .
Ich bin gespannt.
Um die Wartezeit zu verkürzen habe ich von der Endo noch einen Antrag für Kostenübernahme auf Ozempic für die KK bekommen. Ich weiß nicht so recht ob es das Ozempic raus haut, denn die Wirkung von Acarbose und dem Mittel was ich jetzt bekomme sollen das Gleiche machen: die Nahrung soll länger im Magen liegen bleiben. Das tut sie trotz der Medikation nicht. Aber gut. Es wird alles ausprobiert. Ich vermute aber, dass die KK die Kostenübernahme ablehnt. Und bis dann wiederspruch eingereicht ist usw…. ist dann der OP Termin.
Wenn ihr an Dumpings leidet, dann quält euch nicht! Sucht euch Hilfe!!!
Das ist kein Spaß! Wäre das örtlich KH nicht so bescheiden wäre ich schon einige Male dort gelandet weil der Bz so übelst abgerauscht ist und ich ihn dann fast nicht mehr dauerhaft in einen Adäquaten Bereich bekomme.
Es fehlen Studien z. B. Gerade auch durch die Gabe von Ozempic bei Dumpingsyndrom. Oder Spätfolgen von Jahrelangen Dumpings.
Ich wünsche mir, dass ich mit diesem Post einige erreichen und dadurch helfen kann.
Seid lieb gegrüßt
Tanja
Angefangen hat es schleichend. Was ich sehr früh immer wieder hatte waren übelste Durchfälle. Oft habe ich in der Ernährung versucht an Schräubchen zu drehen ( keine Milchprodukte, fettreduzierte Milchprodukte, kein Zucker in jeglicher Form, keine Süßstoffe). Manchmal gab es für ein paar Tage Ruhe, manchmal hat sich gar nichts verändert.
Dazu kam immer mal wieder eine extreme Erschöpfung ( schob ich auf den Durchfall). Dann gab’s mal Herzrasen, Schweißausbrüche, das Gefühl dass mir gleich schwarz vor Augen wird.
Ich schob es meist auf die Durchfälle. Denn ein Dumping konnte es nach Aussage im AZ nicht sein.
Bei einer Magen und Darmspiegelung kam nur raus, dass der Restmagen entzündet ist
Dann kam ein Tag im letzten Sommer. Wir waren mit unserem Besuch und den Hunden wandern.
Irgendwann hatte ich wieder das Gefühl, gleich um zu kippen. Ich atmete schwer, konnte mich nicht konzentrieren, war unruhig, zittrig, hatte Herzrasen.
Wir schafften es in eine Gaststätte und ich konnte mich erholen.
Aber das gab mir sehr zu denken.
Zu Hause habe ich meinen BZ gemessen. Der war normal. Ich beschloss ein Tagesprofil zu machen.
Am nächsten Morgen lag mein BZ bei 99 nüchtern. War mir zu hoch und ich beschloss zum HA zu gehen.
Dort hat man mir einen Glukosetest an gedeihen lassen…. Dieser Test in dem man nüchtern eine Zuckerlösung trinkt und dann den Zucker immer wieder misst… nun.. ich war skeptisch. Zu Recht.
Der Zucker schoss innerhalb weniger Minuten auf 398mg/dl.
Mir ging es richtig Sch…
Die Diagnose meines HA: Diabetes wahrscheinlich Typ 2.
Ich dachte: das kann nicht sein!
Mit etwas Druck meinerseits landete ich kurz ( 2 h) in einer Klinik für Diabetes. Ich bekam einen Sensor ( BZ)und Metformin. Und wurde wieder nach Hause geschickt.
Dann war ich bei einem Diabetologe. Und der sprach es endlich aus! „ Sie haben das Dumpingsyndrom!“
Metformin abgesetzt. Antrag für Acarbose ging an die KK.
Zwischen Diabetes Klinik und Diabetologe habe ich mir noch einen Termin in einem anderen AZ gemacht.
Dort angekommen blieb mein Blick an einem Flyer hängen. Alle Symptome die da standen kannte ich nur zu gut! Ich fühlte mich gleich gut aufgehoben.
Und so wurde ich angehört und weiter geschickt. Endokrinologie, Ernährungsberatung, Endoskopie. UND: ein Rezept für Arcabose. ( keine Abnung warum es die Klinik verordnen darf, der Diabetologe aber nicht)
In der Endo. bekam ich einen Mixed Meal Test. Lecker Fresubin, stündliche Blutentnahme und Blutdruck Kontrolle.
Damit gab es dann die Diagnose Früh - und Spätdumping.
Mit dem Arcabose ging es mir aber nicht wirklich besser und die Nebenwirkungen habe ich deutlich gemerkt. So bekam ich ein anderes Medikament aus der Diabetikerabteilung verordnet. Aber auch das wirkt nicht so gut, dass ich Dumpingfrei oder wenigstens „milder“
durch den Tag komme.
Bei der EB kam nichts sonderliches heraus: Zu wenig Balaststoffe, evtl. zu viel Protein.
Mittlerweile hat sich das AZ und die Endo zusammen getan und sie haben mich bei der Endoskopie angemeldet. Denn es wird davon aus gegangen dass die Engstelle zwischen Restmagen und Darm nicht mehr eng ist. Und so soll ich Mitte Mörz eine Magenspiegelung bekommen, bei der die Engstelle neu verengt wird. Per Naht .
Ich bin gespannt.
Um die Wartezeit zu verkürzen habe ich von der Endo noch einen Antrag für Kostenübernahme auf Ozempic für die KK bekommen. Ich weiß nicht so recht ob es das Ozempic raus haut, denn die Wirkung von Acarbose und dem Mittel was ich jetzt bekomme sollen das Gleiche machen: die Nahrung soll länger im Magen liegen bleiben. Das tut sie trotz der Medikation nicht. Aber gut. Es wird alles ausprobiert. Ich vermute aber, dass die KK die Kostenübernahme ablehnt. Und bis dann wiederspruch eingereicht ist usw…. ist dann der OP Termin.
Wenn ihr an Dumpings leidet, dann quält euch nicht! Sucht euch Hilfe!!!
Das ist kein Spaß! Wäre das örtlich KH nicht so bescheiden wäre ich schon einige Male dort gelandet weil der Bz so übelst abgerauscht ist und ich ihn dann fast nicht mehr dauerhaft in einen Adäquaten Bereich bekomme.
Es fehlen Studien z. B. Gerade auch durch die Gabe von Ozempic bei Dumpingsyndrom. Oder Spätfolgen von Jahrelangen Dumpings.
Ich wünsche mir, dass ich mit diesem Post einige erreichen und dadurch helfen kann.
Seid lieb gegrüßt
Tanja