Zu hoher BMI für die WH-OPs - Was tun?

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    • Ich kenne es so, dass man Aktivitätskalorien eben nicht mit essen soll, wenn man erfolgreich abnehmen möchte.

      Sport soll maximal 20 bis 30 % des Abnahmeerfolges ausmachen, der Rest findet auf dem Teller statt.

      Nimm mir die Aussage bitte nicht übel, aber vielleicht sah der Arzt auch Dein junges Alter von 21 Jahren kritisch? In dem Alter kann noch so viel passieren, z. B. Schwangerschaften...dann wäre so ein OP-Erfolg wahrscheinlich für die Katz, man kann ja schlecht alle paar Jahre wieder neu operieren? Oder sehe ich das falsch?

      Ich würde entweder fasten, wie ich bereits schrieb, oder ein Hilfsmittel wie yazio, eingestellt auf 500 bis 1000 Gramm Wochenabnahme und ohne Mitessen der Aktivitätskalorien nutzen. Wollen wir wetten, dass da ganz andere Werte vorgegeben werden.
    • weniger ist nicht immer mehr. Siehe forum Teilnehmer die ihren Grundumsatz ins bodenlose fallen lassen haben.
      Erst messen lassen und dann handeln. Meine bia messung passt perfekt.
    • Ich möchte mich mal einschalten. @mimisjourney, ich bin genauso gross/ klein wie du. WIE um alles in der Welt kommt da irgendeine Berechnung auf einen Grundumsatz von von fast 3000kcal?? Das kann einfach nicht richtig sein. Ich bin jetzt fast 5 Jahre operiert und wiege etwa 61kg. Meine Bauchdeckenstraffung hatte ich mit etwa 59kg. Mir wurde ganz klar gesagt, dass Menschen mit zuviel Unterhautfettgewebe nicht operiert werden, weil das Risiko von Komplikationen (Wundheilungsstörungen, schlechte Narbenbildung usw.) zu groß sei. Dass der Hautschwabbel dich stört, verstehe ich. Aber die Frage ist für mich jetzt: Ist der Leidensdruck so groß, dass du es UNBEDINGT operiert haben willst? Wenn ja: mein Weg wäre die Abnehmspritze. Wenn du dich mit deinen 80kg arrangiert hast, dann denke ich, wirst du auch nicht weiter abnehmen.
    • tina0403 schrieb:

      Ich möchte mich mal einschalten. @mimisjourney, ich bin genauso gross/ klein wie du. WIE um alles in der Welt kommt da irgendeine Berechnung auf einen Grundumsatz von von fast 3000kcal?? Das kann einfach nicht richtig sein. Ich bin jetzt fast 5 Jahre operiert und wiege etwa 61kg. Meine Bauchdeckenstraffung hatte ich mit etwa 59kg. Mir wurde ganz klar gesagt, dass Menschen mit zuviel Unterhautfettgewebe nicht operiert werden, weil das Risiko von Komplikationen (Wundheilungsstörungen, schlechte Narbenbildung usw.) zu groß sei. Dass der Hautschwabbel dich stört, verstehe ich. Aber die Frage ist für mich jetzt: Ist der Leidensdruck so groß, dass du es UNBEDINGT operiert haben willst? Wenn ja: mein Weg wäre die Abnehmspritze. Wenn du dich mit deinen 80kg arrangiert hast, dann denke ich, wirst du auch nicht weiter abnehmen.
      Mich hat das auch ehrlicherweise gewundert, aber nachdem ich auf 1100kcal im Defizit gekommen bin, erschien das für mich plausibel.

      Ja, unbedingt. Mich stört es nicht nur psychisch, sondern auch physisch. Bücken? Bauch im Weg. Ich will mich am Rücken kratzen? Kann erstmal durchs ganze Haus nach meinem Freund brüllen, weil ich durch den Schwabbel an den Armen nicht an die Stelle am Rücken rankomme (Klingt absurd, aber das ist bei mir öfters der Fall).
      Operiert im März 2023
      Seitdem -50kg abgenommen (130kg --> 80kg)
      :freu:
    • Liebe @mimisjourney, wenn du eine Genehmigung der KK willst, zählen ausschließlich körperliche Probleme. Wenn du keine Entzündungen hast und keine körperlichen Einschränkungen, die über das schwierige Rückenkratzen hinausgehen, zahlen die das auch nicht bei Normalgewicht. Du könntest die Zeit, in der du weiter abnimmst, dazu nutzen, dir Atteste von Hautarzt, Orthopäde usw. einzuholen. Man muss schon Glück haben, wenn die Straffung nur aufgrund des Gutachtens des PC genehmigt wird.
      Ich weiß, wovon ich rede, ich hab 64 kg abgenommen, BMI 22, Atteste von 3 Fachärzten plus PC und bereite gerade eine Klage vor, weil die KK nicht zahlen will.
    • Von allen Seiten wird dir eine weitere Abnahme empfohlen. Mit Sicherheit gibt es noch einige Stellschrauben, an denen du drehen könntest:
      - Mahlzeiten akribisch abwiegen, niemals schätzen (bei Vielen der Fehler)
      - Mehr Wasser trinken
      - Kohlehydrate ganz stark reduzieren
      - Nicht snacken (auch nichts Gesundes) zwischen den Mahlzeiten, denn das lässt den Stoffwechsel nie runterfahren, du kommst nicht an den „Kernspeck“
      - Bewegung, Krafttraining, Muskeln verbrennen Fett und helfen, das Gewicht zu reduzieren und dauerhaft zu halten
      - Süßigkeiten meiden, auch Süßstoff löst bei manchen Menschen Heisshunger aus
      Du möchtest unbedingt die OP. Dann bleibt meines Erachtens nur eine weitere Abnahme. Zusätzlich -wie @JuleKleiber bereits sagte, ärztliche Gutachten.
      Es ist einfach so, dass viele Adipöse nach einer OP trotzdem wieder zunehmen. Das wirst du hier im Forum sicher schon gelesen haben. Man operiert nicht, wenn das Zielgewicht nicht erreicht ist. Die Gefahr eines Rückfalls soll natürlich auch so gering wie möglich sein, deshalb soll man auch sein Gewicht über einen bestimmten Zeitraum halten, bevor gestrafft wird. Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber wie hoch war denn dein Startgewicht, wenn überall soviel Haut übrig ist?
    • Ich schiebe nochmal etwas hinterher, was mir gerade eingefallen ist.
      Wir alle haben ja-egal ob vor, nach oder mitten in der Abnahme - die Diagnose Adipositas. Wir haben die Krankheit, die uns fettleibig werden ließ. Aus unterschiedlichen Gründen. Die Mechanismen sind aber sicher bei vielen Adipösen vor der Abnahme gleich gewesen: Essen zum Wohlfühlen, als Stressausgleich, zur Belohnung, gehen Traurigkeit usw. Der psychische Faktor sollte also auch nochmal betrachtet werden. Im Hinblick darauf, ob noch alte Muster da sind, die die Abnahme torpedieren. Hierzu ein Beispiel (das natürlich so bei dir nicht stimmen muss, bei mir war das früher definitiv so):
      „Ich hab heute nicht gefrühstückt, war in der Schwimmhalle und habe dann noch eine Stunde Krafttraining gemacht (ausreche, wieviele vermeintliche Kalorien ich heute gekillt habe)
      Boaaaah! Das Stück Nusstorte ist locker drin! Abends Pizza (ich habe so viel Sport gemacht), die Chips und ein winzigkleines Eis sind auch drin.“
      Ich wette, ich war nicht die Einzige mit diesem Selbstbetrugs-Schema. Ich merke auch 5 Jahre nach OP noch manchmal den Hang zum Belohnungsessen, Stress-Essen oder Erschöpfungsessen. Zum Glück viel weniger als früher und andere Umstände haben sich natürlich auch verändert, sonst wäre ich längst wieder schwer übergewichtig.
      Gibt’s da vielleicht Anlass nachzudenken?
    • Im Internet findet man an vielen Stellen völlig irre Angaben zum Kalorienverbrauch, auf die man sich keinesfalls verlassen darf. Es hängt von vielen verschiedenen Faktoren wie Körpergewicht, Geschlecht, Intensität usw. ab.
    • JuleKleiber schrieb:

      Liebe @mimisjourney, wenn du eine Genehmigung der KK willst, zählen ausschließlich körperliche Probleme. Wenn du keine Entzündungen hast und keine körperlichen Einschränkungen, die über das schwierige Rückenkratzen hinausgehen, zahlen die das auch nicht bei Normalgewicht. Du könntest die Zeit, in der du weiter abnimmst, dazu nutzen, dir Atteste von Hautarzt, Orthopäde usw. einzuholen. Man muss schon Glück haben, wenn die Straffung nur aufgrund des Gutachtens des PC genehmigt wird.
      Ich weiß, wovon ich rede, ich hab 64 kg abgenommen, BMI 22, Atteste von 3 Fachärzten plus PC und bereite gerade eine Klage vor, weil die KK nicht zahlen will.
      Ich habe Neurodermitis. Es scheuert, stinkt, die Haut pellt sich ab, etc...

      Unter der Fettschürze fängt es 1 Tag nach dem Duschen an zu stinken. Ich muss das Ding anheben, um es zu säubern. Es fühlt sich mit 21 so degradierend an.
      Operiert im März 2023
      Seitdem -50kg abgenommen (130kg --> 80kg)
      :freu:
    • tina0403 schrieb:

      Ich merke auch 5 Jahre nach OP noch manchmal den Hang zum Belohnungsessen, Stress-Essen oder Erschöpfungsessen. Zum Glück viel weniger als früher und andere Umstände haben sich natürlich auch verändert, sonst wäre ich längst wieder schwer übergewichtig.
      Gibt’s da vielleicht Anlass nachzudenken?
      Da habe ich grad unangenehme Flashbacks bekommen. Ich wurde JEDES MAL beim Kinderarzt gefragt, ob ich mir ab und zu mal was als Belohnung reinhaue.

      Nein, nein, nein! Bei uns gab es sowas im Haus nicht. Es gab feste Mahlzeiten, Süßigkeiten nur IM MAßE. Ich habe als Kind / Jugendliche wirklich nicht viel gegessen, geschweige denn mir "Belohnungen" gekauft und gegessen.

      Die Ursache meines Übergewichts konnte bis heute nicht ermittelt werden. Verdacht war PCO, erwies sich aber als falsch. Ich war in einer Endo-Klinik, Endo-Praxis, Praxis so und so, und dann wurde ich zu mehreren Fachärzten überwiesen: Nix! Alle Ergebnisse waren in Ordnung. Stoffwechselanalyse war anscheinend auch top, obwohl das mit dem PCO-Verdacht widersprüchlich ist.
      Operiert im März 2023
      Seitdem -50kg abgenommen (130kg --> 80kg)
      :freu:
    • Ich denke immer noch, dass ein Schätzen der Kalorien kein Tracken ist. Ich denke, dass das ein Punkt ist, an dem du anknüpfen könntest. Dann hast du Klarheit auf diesem Gebiet. Dann eine Messung deines Grundumsatzes per Atemgas und dann kannst du direkt vergleichen woran es letztlich liegt. Alles andere ist srockern im Nebel. Leider zahlen nur die harten Fakten.
    • Wenn eine Atemgasanalyse zu teuer oder in der Nähe nicht möglich ist, mach wenigstens eine inbody bia messung. Nur dann hast zu zahlen auf dem Tisch mit denen du arbeiten kannst .
    • Und die Angaben von Geräten sind auch nur ganze grobe Orientierung. Lass das 300 zu viel geschätzt sein, kombiniert mit 300 mehr gegessen als geschätzt, hast schon 600 kcal am Tag weniger Differenz als gedacht - das wäre in der Woche ein gutes halbes kg Fett…
    • @mimisjourney dann lass dir die Probleme vom Dermatologen bescheinigen. Scheuern und stinken ist der KK egal. Du musst Entzündungen, Ekzeme, Wunden nachweisen und dass eine Salbentherapie über mind 6 Monate wirkungslos war und eine OP die einzige sinnvolle Therapie darstellt.

      Und ja, das ist richtig blöd. Und zwar in jedem Alter.
    • Manche klemmen auch etwas dazwischen. Ein Shirt z.B. oder ein Top oder diese Bauchbinden für Schwangere, damit nicht Haut auf Haut liegt. Lässt sich ja alles unter den Schwabbel klemmen. Puder benutzen auch manche, gibts auch für Neurodermitiker. Du gehst doch auch mehrmals wöchentlich zum Sport, danach duscht man ja sowieso (denke ich jedenfalls :whistling: ). Der Sommer kommt erst noch. Das wäre doch ein Anreiz, die letzten Kilos -wie auch immer- zu knacken. Dann wäre nur noch wabbelige Haut ohne Unterhautfettgewebe da, es würde mit Sicherheit weniger miefen und DANN wird dir bestimmt die OP bewilligt.
      Ich hatte - bei gleicher Größe wie du- übrigens „nur“ 108kg als Startgewicht. Aber: ich bin fast 57, da ist die Elastizität (gerade nach 2,5 Monaten Sportpause) nicht so der Knaller. Mein Hintern ist quasi nicht mehr vorhanden, die Oberschenkel schlagen Falten, die Oberarme sind Chicken Wings. Aber ich weiß, dass man mit konsequentem Krafttraining eine Menge erreichen kann. Du hast wahrscheinlich mehr Haut, Aber du kannst bestimmt noch mehr für den „Unterbau“ tun. Ich hatte nur eine BDS und meine Muskeln unter der Haut wurden gebührend :thumbsup: bewundert