Fehler bei der OP - Klage

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    • Fehler bei der OP - Klage

      Hat hier im Forum schonmal jemand wegen "Pfusch" geklagt?

      Entweder wenn etwas schief gelaufen ist oder auch nur Darmschlingen zu kurz angelegt worden sind und es dadurch gesundheitliche Konsequenzen gab. Letzteres ist nämlich bei mir wahrscheinlich der Fall. Plus fast zehn Jahre lang ein Rattenschwanz an Problemen. Ganz genau weiß ich es hoffentlich morgen.
    • Ich habe mal über eine Klage nachgedacht. Aber da ich keine Rechtschutzversicherung habe/hatte und es schwierig ist an Atteste/Zweitmeinungen von anderen Kollegen/Ärzten ist zu bekommen (eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus), habe ich es leider gelassen.

      Ich wäre gerne mutiger gewesen. Aber mein Leid hätte mir die Klage auch nicht genommen. Und die Krankenkasse hat zumindest zugestimmt, dass ein anderer Chirurg retten durfte, was zu retten ist. Auf deren Kosten, da der erste Eingriff ebenfalls von denen genehmigt worden war.
      Start: 161,7 kg ~ Ziel: 80 kg ~ Aktuell: 97,x kg

      Start MMK * Juli 2018 - RouxY-Bypass * 04.02.2019
      Start WHO * Juni 2021
    • Meine Trauzeugin ist Fachanwältin für Medizinrecht. Wir hatten überlegt, die Rettungsleitstelle zu verklagen - der Fall wäre theoretisch wesentlich einfacher gewesen. Aber: auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand. Wir haben uns letztendlich doch dagegen entschieden - weil wir außer vielleicht irgendwie Genugtuung nichts davon gehabt hätten.
      Ich denke, da ist bei dir der Unterschied - es würde tatsächlich um Schadenersatz gehen, den du für die Folgen vielleicht auch benötigst.
      Hattest du mit der Rechtsabteilung deiner Versicherung mal Kontakt? die tragen ja auch die Folgen des potentiellen (weil ja noch nicht gerichtlich festgestellten) Behandlungsfehlers.
      Und hattest du ein Beratungsgespräch bei einem Fachanwalt?
    • Verdrehte/vernarbte Darmschlingen stehen als uebliche Komplikationen bereits im Aufklaerungsbogen, dem.du vor der Op ausdruecklich zugestimmt hast.
      Dies verschlechtert mit zunehmender Abnahme, was oft zu einer oder mehreren weiteren Op's fuehrt( sollte auch im Aufklaerungsbogen stehen)

      Grundsaetzlich kann man opjektive aerztliche Fehler der Schlichtungskomission vorlegen ( kostenfrei); gerichtlich vorgehen kann man immer noch.

      Bei Klagen die Krankenkasse mit ins Boot nehmen.
      Die sind auch interessiert nicht unnoetige Kosten zu vergueten und holen die sich gern wieder zurueck.
      Vorteil, dass die KK ggf die Gutachten in Auftrag gibt, die man fuer gerichtliche Verfahren braucht.
      Gerichtliche Gutachter sind neutral.
      Ob nach 8 Jahren noch etwas zu machen ist, haengt ab, ob die Probleme ursaechlich sind und deutlich dokumentiert.

      Gr Rosi
    • Bei mir war das damals der Umbau zum omega loop wegen reflux. Dann gab es gallenreflux und ich musste definitiv umgebaut werden.
      Soviel Aufklärung war dazu nicht. Es war einfach nicht anders möglich.

      Ich hab rechtlich noch gar nichts konkretes gemacht. Ich hab erstmal nur drüber nachgedacht.

      Ich finde die Ärzte der Magenspiegelung hätten das alle schon sehen und anregen müssen.
      Ich war ja zweimal schon im normalen Krankenhaus wegen inneren Blutungen und unfassbaren Schmerzen. Danach bin ich EXTRA zur Adipositaschirugie damit auch die zweimal dort spiegeln. Aber da kam nie was. Und das macht mich wirklich wütend.
    • Die Aufklärungsbögen sind standardisiert und auch die Gespräche dazu - völlig egal, warum operiert wird. Du musst das also quasi unterschrieben haben, sonst hätten sie gar nicht angefangen.

      Bei der Magenspiegelung sieht man nicht zu Darmschlingen, das wäre eher was, was bei einem CT mit Kontrastmittel auffallen sollte oder eben bei einer Bauchspiegelung...
    • Ja natürlich hab ich das unterschrieben, aber es hätte sowieso kein Weg dran vorbei geführt.
      Und inwieweit da mögliche Vernarbungen das wirkliche Problem sind weiß man noch nicht.

      Was die anderen Ärzte hätten sehen und ansprechen müssen ist, dass ich nun zwei Baustellen habe. Einmal die immer wieder kehrenden Geschwüre an der Nahtstelle/Pouch. Und dass nichtmal an ein CT gedacht worden ist macht mich fuchsig.

      Dass eine Darmschlinge von einigen Adipositaschirurgen öfter mal zu kurz abgelegt worden ist und das dann auch zu Komplikationen führt ist auch so ein Ding. Das wurde mir vom Gastreologen erklärt der mit der AC nichts zu tun hat. Und der mir endlich mal erklärt hat, dass eine reop der nächste Schritt ist. Das wäre in Anführungszeichen der einzige Pfusch gewesen. Bei dem Rest bin ich einfach von der Behandlung sehr enttäuscht.

      Aber ich meinte mit all dem ja nichtmal, dass ich irgendwas konkret in der Hand habe. Mich hätte das bei anderen vor allem einfach mal interessiert.
      Freue mich auch bisher über alle abgegebenen Antworten/Reaktionen.
    • Entstehen die Geschwüre aufgrund eines Gallenrefluxes? Du hast doch den Omega Loop?

      Daa ist eine bekannte Komplikation, die aber durch eine andere Vernähung vermieden werden kann. Ich habe keine Probleme.

      Zitat: Der Nachteil dieses Verfahrens ist der potenzielle Gallereflux. Das Risiko von ulzerösen Komplikationen (Geschwürbildung) einschließlich Blutungen und Stenosen (Engstellung) im Bereich der Anastomose zwischen Magen und Dünndarm ist relativ hoch.

      klinikum-fulda.de/medizinische…l/omega-loop-magenbypass/


      Und wo hast Du immer Schmerzen? Das habe ich noch nicht verstanden.

      Evtl. kannst Du versuchen, in einem neuen AZ eine Zweitmeinung einzuholen. Es gibt einige AZs, die sich mit komplexen Fällen gut auskennen und Dir vielleicht helfen können.