Liebes Forum,
ich hab vor kurzem diese Proteinpuddings auch mal ausprobiert und finde sie echt lecker. Grade habe ich eine Eismasse damit hergestellt, die im Kühlschrank wartet.
Leider hab mich dann aber mal etwas tiefer damit beschäftigt, was da eigentlich so drin ist – vor allem die Zusatzstoffe. Dabei bin ich immer wieder auf zwei Emulgatoren gestoßen, die in vielen Produkten drin sind: Carrageen (E407) und Natrium-Carboxymethylcellulose (E466).
Hier das Ergebnis:
1) Natrium-Carboxymethylcellulose (E466)
Quelle (Originalstudie):
Zur Studie (Gastroenterology, 2022)
(ScienceDirect)
Scoping Review zu Emulgatoren und Darm
(vkm.no)
Für mich entscheidend: Es gibt Human-Daten + mechanistische Hinweise.
2) Carrageen (E407)
Lancet-Studie zu Emulgatoren & Diabetesrisiko (2024)
(The Lancet)
Review zu Carrageen & Darmentzündung
(Wikipedia)
Die Daten sind nicht so eindeutig wie bei E466, aber es gibt genug Signale, dass es nicht komplett neutral ist.
Wichtiger Punkt:
„Zugelassen“ bedeutet: kein klarer Nachweis für akute Gefährlichkeit bei üblichen Mengen.
Es bedeutet nicht, dass ein Stoff langfristig optimal für Darm oder Stoffwechsel ist.
Mein persönliches Fazit:
Ich werde Protein-Puddings mit diesen Zusatzstoffen wohl wieder von meinem Speisezettel streichen – auch wenn ich sie echt gern mag.
Gerade wir (nach Magen-OP, oft empfindlicher Darm, häufige Nutzung solcher Produkte) haben vermutlich mehr Exposition und mehr Sensibilität, deshalb gehe ich da lieber auf Nummer sicher.
Schade. Kein Genuss ohne Reue.
ich hab vor kurzem diese Proteinpuddings auch mal ausprobiert und finde sie echt lecker. Grade habe ich eine Eismasse damit hergestellt, die im Kühlschrank wartet.
Leider hab mich dann aber mal etwas tiefer damit beschäftigt, was da eigentlich so drin ist – vor allem die Zusatzstoffe. Dabei bin ich immer wieder auf zwei Emulgatoren gestoßen, die in vielen Produkten drin sind: Carrageen (E407) und Natrium-Carboxymethylcellulose (E466).
Hier das Ergebnis:
1) Natrium-Carboxymethylcellulose (E466)
- In einer randomisierten kontrollierten Humanstudie (also eine der besten Studiendesigns) zeigte sich:
- veränderte Darmmikrobiota (geringere Diversität)
- verändertes Stoffwechselprofil im Darm
- mehr Bauchbeschwerden nach dem Essen
- bei einzelnen Personen Hinweise auf bakterielle Annäherung an die Darmwand
- veränderte Darmmikrobiota (geringere Diversität)
Quelle (Originalstudie):
Zur Studie (Gastroenterology, 2022)
(ScienceDirect)
- Zusätzlich zeigen Übersichtsarbeiten und Bewertungen, dass E466 mit
- Veränderungen der Darmflora
- Entzündungsprozessen
in Verbindung gebracht wird (auch wenn Behörden es aktuell noch als „sicher“ einstufen).
- Veränderungen der Darmflora
Scoping Review zu Emulgatoren und Darm
(vkm.no)
Für mich entscheidend: Es gibt Human-Daten + mechanistische Hinweise.
2) Carrageen (E407)
- Große Beobachtungsstudien zeigen Zusammenhänge zwischen Emulgator-Aufnahme und Stoffwechselerkrankungen:
- Zusammenhang mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes
- Hinweise auf metabolische Effekte über Darmmikrobiom und Entzündung
- Zusammenhang mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes
Lancet-Studie zu Emulgatoren & Diabetesrisiko (2024)
(The Lancet)
- Zusätzlich gibt es Hinweise aus klinischen und experimentellen Studien, dass Carrageen:
- die Darmbarriere beeinflussen kann
- entzündliche Prozesse fördern könnte
- die Darmbarriere beeinflussen kann
Review zu Carrageen & Darmentzündung
(Wikipedia)
Die Daten sind nicht so eindeutig wie bei E466, aber es gibt genug Signale, dass es nicht komplett neutral ist.
Wichtiger Punkt:
„Zugelassen“ bedeutet: kein klarer Nachweis für akute Gefährlichkeit bei üblichen Mengen.
Es bedeutet nicht, dass ein Stoff langfristig optimal für Darm oder Stoffwechsel ist.
Mein persönliches Fazit:
Ich werde Protein-Puddings mit diesen Zusatzstoffen wohl wieder von meinem Speisezettel streichen – auch wenn ich sie echt gern mag.
Gerade wir (nach Magen-OP, oft empfindlicher Darm, häufige Nutzung solcher Produkte) haben vermutlich mehr Exposition und mehr Sensibilität, deshalb gehe ich da lieber auf Nummer sicher.
Schade. Kein Genuss ohne Reue.
