@tina0403
Hier ein kurzer Exkurs weg vom direkten Thema Abnehmspritze, sondern hin zu den Ursachen, die zu bestimmten Essverhalten führt, aber diese Sätze haben mir so sehr weitergeholfen, dass ich das jetzt hier festhalten möchte.
Vielen, vielen Dank für diese Formulierung, das hat für mich das Verhalten auf einen Punkt gebracht, den ich soo gut nachvollziehen kann, auch wenn es bei mir andere "Stoffe" waren/sind, ich aber nie begriffen habe, warum das so ist.
Beim Essen kenne ich dieses Verhalten ebenso von früher, wobei es bei mir eher die Auswahl von Nudelsorten war – ich hatte immer bestimmt 6 bis 7 verschiedene Nudelformen da – oder dass ich immer Bulgur, Couscous, Grünkern, Perlgraupen, verschiedene Sorten Reis – von Risotto, Parboiled Reis über Jasminreis, Basmati- oder Sushireis da. Es hat mich einfach «beruhigt»/zufriedengestellt, obwohl ich in einer Nachbarschaft wohne, in der es 2 Supermärkte innerhalb von 100 bis 150 Meter Reichweite gibt und ich sozusagen fast immer alles sofort hätte kaufen können.
Inzwischen sind die Themen – Dank Mounjaro – ad acta gelegt, ich habe kein Interesse mehr daran, dafür sammle ich jetzt verschiedene Shakesorten, damit ich da genügend Auswahl vorrätig habe
. Oder ich habe inzwischen so viele verschiedene Sorten an Garn zuhause, dass ich mindestens 2 Jahre durchhäkeln könnte, aber trotzdem kauf ich immer wieder neues Garn dazu. Ich würde gern wissen, was hinter diesem Verhalten steckt, ich begreif es nicht. Was für Ursachen könnten da dahinter liegen.
Ich hab mich daher mit Gemini darüber "unterhalten" und das war sehr aufschlussreich. Mir wurden auf diese Frage mögliche Erklärungsmuster gegeben und eines passt für mich und meine Verhältnisse einfach wie Ar... auf Eimer.
Gemini meinte dazu:
Für das emotionale Gehirn bedeutet eine begrenzte Auswahl oft "Einschränkung" oder "Fremdbestimmung".
Mangel an Autonomie und Wahlfreiheit - vor allem die Angst vor der Ohnmacht, war - aufgrund der PTBS - schon lange Thema in meinem Leben und begegnet mir immer wieder. Und wenn mich heute jemand versucht in eine Situation zu bringen, bei der ich das Gefühl habe, dem eventuell ohnmächtig gegenüberstehen zu können, dann weiß ich das zu verhindern. Was ich früher, als Kind, nicht konnte.
Und es ist so gut, das so in Worte fassen zu können, denn so versteh ich meine teilweise überbordenden Garneinkäufe und kann das akzeptieren. Denn das ist nur ein kleiner Preis dafür, wenn mir diese Vorräte emotionale Stabilität geben.
Es gibt noch einige andere möglichen Erklärungsansätze, aber das würde hier dann doch vermutlich zu weit führen.
Aber hier dann nochmal Danke für diesen Austausch, denn damit kann ich was anfangen und hat mich sofort zu einem weiteren Punkt geführt, den ich jetzt gerade am aufdröseln bin
.
Hier ein kurzer Exkurs weg vom direkten Thema Abnehmspritze, sondern hin zu den Ursachen, die zu bestimmten Essverhalten führt, aber diese Sätze haben mir so sehr weitergeholfen, dass ich das jetzt hier festhalten möchte.
tina0403 schrieb:
Es liegt tütenweise Haribo und so ein Zeug herum. Ich muss das gar nicht alles essen- aber ich muss es HABEN. Damit ich es snacken KÖNNTE.Süsses wider besseren Wissens zu kaufen, das ist ja das Kranke….
Beim Essen kenne ich dieses Verhalten ebenso von früher, wobei es bei mir eher die Auswahl von Nudelsorten war – ich hatte immer bestimmt 6 bis 7 verschiedene Nudelformen da – oder dass ich immer Bulgur, Couscous, Grünkern, Perlgraupen, verschiedene Sorten Reis – von Risotto, Parboiled Reis über Jasminreis, Basmati- oder Sushireis da. Es hat mich einfach «beruhigt»/zufriedengestellt, obwohl ich in einer Nachbarschaft wohne, in der es 2 Supermärkte innerhalb von 100 bis 150 Meter Reichweite gibt und ich sozusagen fast immer alles sofort hätte kaufen können.
Inzwischen sind die Themen – Dank Mounjaro – ad acta gelegt, ich habe kein Interesse mehr daran, dafür sammle ich jetzt verschiedene Shakesorten, damit ich da genügend Auswahl vorrätig habe
. Oder ich habe inzwischen so viele verschiedene Sorten an Garn zuhause, dass ich mindestens 2 Jahre durchhäkeln könnte, aber trotzdem kauf ich immer wieder neues Garn dazu. Ich würde gern wissen, was hinter diesem Verhalten steckt, ich begreif es nicht. Was für Ursachen könnten da dahinter liegen.Ich hab mich daher mit Gemini darüber "unterhalten" und das war sehr aufschlussreich. Mir wurden auf diese Frage mögliche Erklärungsmuster gegeben und eines passt für mich und meine Verhältnisse einfach wie Ar... auf Eimer.
Gemini meinte dazu:
Für das emotionale Gehirn bedeutet eine begrenzte Auswahl oft "Einschränkung" oder "Fremdbestimmung".
- Die Dynamik: Wenn Sie nur eine Sorte Reis oder eine Farbe Garn zu Hause haben, diktiert Ihnen dieser Umstand, was Sie als Nächstes tun [i]müssen
- . Haben Sie jedoch die Auswahl aus sieben Sorten oder zig Garnknäueln, bleibt die Entscheidung zu 100 % bei Ihnen.
- Hintergrund: Die Angst vor diesem Mangel ist oft die Angst vor dem Gefühl, eingeengt zu sein oder keine Optionen zu haben. Der Vorrat garantiert Ihnen sekundenschnelle Freiheit. Sie kaufen sich quasi das Recht, jederzeit spontan umentscheiden zu können.[/i]
Mangel an Autonomie und Wahlfreiheit - vor allem die Angst vor der Ohnmacht, war - aufgrund der PTBS - schon lange Thema in meinem Leben und begegnet mir immer wieder. Und wenn mich heute jemand versucht in eine Situation zu bringen, bei der ich das Gefühl habe, dem eventuell ohnmächtig gegenüberstehen zu können, dann weiß ich das zu verhindern. Was ich früher, als Kind, nicht konnte.
Und es ist so gut, das so in Worte fassen zu können, denn so versteh ich meine teilweise überbordenden Garneinkäufe und kann das akzeptieren. Denn das ist nur ein kleiner Preis dafür, wenn mir diese Vorräte emotionale Stabilität geben.
Es gibt noch einige andere möglichen Erklärungsansätze, aber das würde hier dann doch vermutlich zu weit führen.
Aber hier dann nochmal Danke für diesen Austausch, denn damit kann ich was anfangen und hat mich sofort zu einem weiteren Punkt geführt, den ich jetzt gerade am aufdröseln bin
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. Im Großen und Ganzen haben wir alle eine Verhaltensstörung (gehabt?), die zum Über-Essen, Naschen, Hamsterkäufen führt oder geführt hat. Viele behaupten, es würde einfach zu gut schmecken und sie seien deshalb dick. Das zu sagen, ist legitim. Denn die ganze Wahrheit offenbart oft viel mehr, als man selbst ertragen kann.
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! Als würde mein Gehirn brennen. Und zwar trotz Diclo und IBU.
. Da würde ich ja fast lieber wach im Bett liegend die Nacht durchmachen, das wäre weniger stressig. Ich hoffe, ich gewöhne mich bald daran.