Gedanken der "alten Hasen" über die tollen Erfolge

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    • Gedanken der "alten Hasen" über die tollen Erfolge

      Mich würde interessieren, wie "die alten Hasen" über die tollen Erfolge der frisch Operierten denken. Wichtig wären für mich vor allem die Gedankengänge von dejenigen, die leider wieder mehr als die 10 % Toleranzgrenze zugenommen haben. Wie denkt Ihr darüber? Was könnt Ihr den frisch Operierten an die Hand geben? Ich möchte damit Niemanden an den Pranger stellen, sondern möchte vor allem den Austausch und die Gedankengänge von "jungen und alten Hasen" intensivieren, da er meines Erachtens so wichtig ist.
    • Wer gilt denn als alter Hase ? Ich bin glaub so in Mittelding. 2 Jahre ist der Schlauch jetzt her. Hatte nach einem Jahr Gewichtszunahme. Jetzt bin ich wieder in der Abnehmphase, daher gehöre ich wohl noch zwischerein.

      Aber vor der Gewichtszunahme hab ich Angst. 50kg nach OP (60kg von Anfang MMK) abgenommen gehabt und knapp 8 wieder zugenommen (juhu habs wieder weg).
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      Gewichtshöhepunkt Januar 2014 - 156kg ;( BMI 60,9

      Erstgespräch AC 17.02.2014 - 148,9kg BMI 58,2, Antragsabgabe 6.6.14, MDK Weiterleitung 11.6.14, Kostenzusage 18.6.14, OP Termin 15.7.14, OP Gewicht 143,9kg, Gewichtanstieg im KH auf 147,3kg :panik:, KH-Entlassung 24.07.14 - 139,3kg,
      10 Monate Post-OP 96kg (juhu Minus 60kg)
    • Meine Magenband-OP liegt nun 13 Jahre zurück, der Umbau zum Magen-Bypass fast 11 Jahre.

      Das ist mein Resümee für Euch:

      1. Achtet genau auf Euch und Euren Körper!
      Das Thema Nachkontrolle / Mangelerscheinungen sei hier ganz oben genannt; denn was bringt eine tolle Abnahme, wenn Ihr nach einer OP kränker seid als vorher?!

      Und schaut auch vor der OP bereits genau hin: viele Krankheiten liegen, weil wir ja "einfach nur dick sind", im Verborgenen. Dazu zählen z.B. psychische Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, andere hormonell bedingte Erkrankungen, Erkrankungen des Lymphsystems usw. Hier sind Ärzte oft noch viel zu wenig sensibilisiert, also müsst Ihr darauf drängen, dass Ihr mitsamt Eurer Probleme ernst genommen werdet.

      2. Genießt jedes verlorene Kilo!
      Aber habt auch ein waches Auge für die Gefahren / Veränderungen, die sich daraus ergeben. Die Sucht nach immer mehr Abnahme z.B., Persönlichkeitsveränderungen, Suchtverlagerung usw.

      3. Meint nicht, dass es ewig so bleiben wird!
      Die Kilos werden nämlich wieder kommen und dann seid Ihr wirklich gefragt. Gut sind die dran, die rechtzeitig Ihre Einstellung zu Ernährung und Bewegung optimiert haben.

      4. Arbeitet während der Abnahmephase auch an der Psyche!
      Das Motivationshoch verschwindet und es bleiben die Narben Eures dicken Lebens zurück.

      5. Gebt nicht auf, seht Euch nicht als Versager und sucht Euch Hilfe!
      Die SHGs und alle Leidensgenossen hier sind Gold wert.

      Alles Gute Euch auf Eurem Weg und macht das Beste aus Eurer Chance!

      Denise

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Niserle ()

    • Hallo,
      ich freue mich mit jedem, der über seine Erfolge berichtet.
      Manchmal denke ich, wird er oder sie es langfristig schaffen?
      Gerade wenn ich so Formulierungen lese wie "ich habe so viel geschafft zu essen..." warum schreiben viele so etwas?
      Es geht doch darum stolz zu sein mit wie wenig wir auskommen?
      Wenn schon kurz nach der OP gefragt wird, darf ich Lakritze oder pürierte Bratwurst essen und Currywurst Pommes muss auch mal sein ...

      Da wird mir Angst und Bange um, dass sie/er es langfristig nicht schafft.

      Es ist so wichtig seine Gewohnheiten komplett umzustellen. Wenn dieses im ersten Jahr nach der OP nicht gelingt wann denn sonst?

      Um bei mir zu bleiben, ich habe im 4. Jahr nach meinem Bypass jeden Tag zu kämpfen. Von alleine geht da gar nichts. Wie sieht es bei mir in weiteren 4 Jahren aus?

      Gestern habe ich zu meinem Partner gesagt, wenn ich wieder stark zu nehme dann weiß ich nicht was ich noch machen soll. Denn die OP war Ultima Ratio.

      Ich drücke uns allen die Daumen!
    • das was Niserle geschrieben hat unterschreibe ich sofort und stimme ohne wenn und aber zu
      3 1/2 Jahre nach OP fühle ich mich in unseren SHGs wie ein uralter Hase zwischen den ganzen Frischoperierten
      ich finde es schade das so wenig "Alte" noch kommen,denn auch mich würde es interessieren,ob sie leicht ihr Gewicht halten oder wie ich auch,ziemlich kämpfen müssen.
      Dauli :fahrrad:


      Das Leben ist schön :tanzen: ,
      obwohl praktisch alles dagegen spricht !
    • ich finde es manchmal ein bisschen schwierig, auf einer gewissen Plattform mit "Newbees" zu kommunizieren. Ich habe das Gefühl, wenn Du mal etwas nicht so geil findest oder sonstige Kritik äusserst, dann will das eingentlich keiner hören oder lesen.

      Vorsichtsmassnahmen, Vorsorge, MMK? Waaaas, brauchen die alle nicht!

      ok, ich übertreibe da vielleicht auch ein wenig, aber die meisten wollen schnell schnell abnehmen und machen sich keine Gedanken darüber, dass das auch unangenehme Folgen haben könnte. Dank Facebook und Co. werden Patienten entweder himmelhoch katapulitert und sind die Tollsten, oder aber sie sind Looser. Abgestempelt und Feierabend.

      In einem Forum wie hier findet viel besserer Austausch und meiner Meinung nach auch genau deshalb bessere Vorbereitung statt.

      lg, eine schon wieder fast frisch operierte *grins*
      Sanne
      Startgewicht: 126 kg, Magenband im September 2003, Abnahme auf 74 kg, dann stetige Zunahme auf rund 95 kg mit gleichzeitigem Auftreten von Reflux. Nach 2 Jahren extremster Begleiterscheinungen Umbau auf Bypass im März 2014. Gewicht aktuell: 80 kg mit Hoffnung auf noch ein paar weniger ;)
    • Ich bin ein alter Hase, bin ich doch im 13. Jahr mit meinem Magenband.

      Ich kann die Euphorie gut verstehen, die man in den ersten Monaten, Jahren hat. Wird man doch befreit von unendlichem Ballast, kann endlich frei werden und das Leben leben, wovon man immer geträumt hat.
      Ich war auch drei Jahre im Rausch, besoffen von mir selbst. Und irgendwann wurde schlank sein normal....

      Genießt es, holt alles nach, was ihr aufgeschoben habt.... Das Glück nutzt sich irgendwann ab, und wird gewöhnlich.

      Und irgendwann greifen esssüchtige wieder zu ihrem trostmittel....
    • Ich bezeichne mich durchaus auch als ein "alter Hase" und finde es durchweg schade, dass soviele "alten Hasen" nicht mehr im Forum vertreten sind. Für mich ist es schon nachvollziehbar, dass das "Schlanksein" irgendwann zur Normalität wurde und das Thema Adipositas kein Thema mehr ist und andere Themen neue Herausforderungen bedürfen.

      Uneingeschränkt gestehe ich, dass ich seinerzeit von den Erfahrungen der Langzeitoperierten profitiert habe, negative Äußerungen habe ich einfach bei Seite geschoben, denn "sowas passiert immer nur den Anderen, aber mir doch nicht......"

      Wie ich in so manchen Postings feststelle, stehe oder stand ich mit meiner Meinung nie allein da. Gut gemeinte Hinweise werden oft in den Wind geschrieben oder als Angriff angewertet und das wiederum finde ich sehr schade.

      Das Forum lebt vom Erfahrungsaustausch mit der Erkenntnis, dass jeder Mensch ein Individuum ist - was bei dem Einen ist - muss bei dem Anderen nicht sein. Allerdings bringt es niemanden weiter, nur die Vorteile herauszulesen, denn wie im richtigen Leben hat jede Medaille zwei Seiten
      Wer der Herde hinterher rennt sieht nur die Ärsche



      Lebensweisheit: Euripides
    • Ich als uralter Hase mache mir auch oft Gedanken drüber,wie es wohl vielen in ein paar Jahren gehen wird...
      Wie viele sich wieder zurück ziehen,weil das Gewicht wieder nach oben geht und man sich als Versager fühlt und sich schämt dafür.
      Die Quote ist glaube ich doch relativ hoch,leider nicht ganz genau nachvollziehbar wie hoch genau.
      Bei manchen ,die ich als Übereuphorisch empfinde,und die hier auch teilweise schon mal kurze Zeit nach OP klar stellen.daß sie niemals wieder zunehmen werden,denke ich mir dann...warte erst mal 5,6,7,8,9 oder 10 Jahre ab ....dann darfste gerne wieder berichten.
      Ich wünsche jedem,daß der Durchbruch geschafft wird und dann auch das Halten einigermaßen geschafft wird.
      Aber leider schafft es nicht jeder.
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      Pouchrevision,Neuanlage Gastroenterostomie,sowie Minimizer Gr.2 am 26.1.16 Uni Freiburg Prof.Dr.Marjanovic
    • Vor 13 Jahren bekam ich ein Magenband, weils nie funktionierte gabs ein paar Jahre später ein Schlauchmagen. Vor einem Jahr hatte ich mich wegen Reflux zum Bypass durchgerungen.

      Ich finde es schade, dass nur wenige die OP dazu nutzen ihre Lebensgewohnheiten zu ändern.
      Ohne ausreichende Bewegung ist das Halten des Gewichts ein sehr schwieriges Unterfangen.
      Natürlich muss die Gesundheit es zulassen. Jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten mehr Bewegung ins normale Leben einbauen.
      Auch dünne müssen sich anstrengen, um dünn zu bleiben.
      Wer nur auf die OP baut, der hat verloren.

      Gruß
      Hans
    • Ich schleich mich hier als Frischling mal rein und kopiere meinen Eintrag aus dem "Frischlings-Fred"



      Durch die Zunahmen von einigen / vielen "alten Hasen" hier im Forum, habe ich persönlich mich eher in eine Ess-Störung treiben lassen. Wie schon gesagt: mir persönlich ist das passiert und ich bin nicht die Allgemeinheit.

      Meine Psyche ist also nicht gefestigt und dafür habe ich mir seit Januar diesen Jahres auch Hilfe geholt.

      Ehrlich gesagt will ich nicht wirklich hören, das ich übereuphorisch bin. Und ich will den "alten Hasen" die zugenommen haben auch nicht unterschieben, das sie alle zuviel essen, wir mir unterstellt wurde!

      Wir sind von Kindheit darauf trainiert worden, die Fehler zu entdecken. Geht schon in der Schule los. Da streicht der Lehrer an, wieviele Aufgaben du in Mathe falsche gemacht hast und NICHT, das du eigentlich mehrheitlich alles richtig gemacht hast. Fehlersuche!

      Und das zieht sich durchs ganze Leben. Wir können nichts dafür, den es wurde uns über Generationen so eindoktriniert. Anstatt uns auf die tollen Sachen zu konzentrieren, suchen und finden wir die Fehler im System. Und dann haben wir Angst die gleichen Fehler zu machen und konzentrieren uns unterbewusst noch viel mehr auf die Fehler.

      Mich würde viel eher interessieren, was die "alten Hasen" die Ihr Gewicht schon seit vielen Jahren erfolgreich halten (und dazu zählt für mich persönlich auch die 10 % Zunahme) in ihrem neuen Leben umstrukturiert haben. Hier wirds richtig interessant für mich.

      Ich will mich auf das Positive konzentrieren, den Fehler im System hab ich von alleine schon genug. Was nützt mir der erhobene Zeigefinger mit dem Worten: wart erst mal ab ob du in 5, 6, 7, 8, 9 oder sogar 10 Jahren immer noch schon schlank bist oder ob du dich dann schamvoll hier verzogen hast.

      Also, was machen die erfolgreichen Hasen eigentlich?

      Hier einige Fragen von mir an euch, die wiederum beliebig erweiterbar sind:

      • treibt ihr Sport und wenn ja, wieviel Zeit pro Woche investiert ihr in Sport?
      • zählt ihr Kalorien?
      • wenn ihr mal zuviel gegessen habt an einen der Ausnahmetage, reduziert ihr dann die Tage danach automatisch euer Essen?
      • oder zählt ihr nach Ausnahmetagen Kalorien?
      • könnt ihr auf euer Hungergefühl hören, wenn ihr den eines habt?
      • Was machen die unter euch, die keinen Hunger mehr kennen? Wie habt ihr Kontrolle über euer Essen? (so das ihr weder zuviel, noch zuwenig esst)
      • geht ihr regelmässig zur Nachsorge, auch 3 Jahre Post-OP oder noch viel mehr Jahre Post-OP?
      • geht ihr auch nach vielen Jahren immer noch zur SHG und wenn ja, wie oft seit ihr dort?
      • habt ihr danach eine WHO machen lassen, damit man unter den ganzen Hautlappen auch den schlanken Körper sehen kann oder hatten die Hautlappen keinen Einfluss auf das Halten eures neuen Gewichtes?
      • habt ihr eine Verhaltenstherapie gemacht?
      • habt ihr eure alten, dickmachenden Muster komplett oder zum größten Teil durchbrechen können?
      • wenn ja, wie seit ihr es angegangen eure alten Muster zu durchbrechen?
      • wie motiviert ihr euch, bei einem evlt. Tief wo eine Zunahme droht?


      Ich denke, das sind Antworten dir mir viel mehr weiterhelfen würden, als so Aussagen wie: mal gucken was in einigen Jahren aus deinem Elan geworden ist. Ich will wissen, was ich aktiv tun kann, damit ich erfolgreich schlank bleibe. Ob ich das dann auch bleibe - ich wünsche es mir zumindest!

      Übrigens, mein Operateur hat bei einem Vortrag auf die Frage, warum der Schlauchmagen so am Anfang so eng kalibriert wird gesagt: "Die Erfahrung der ersten Jahre hat leider ergeben, das wir den Schlauchmagen zu groß gelassen haben. So hatten die Patienten am Anfang zwar oft große Erfolge vorzuweisen. Aber haben einige Jahre später leider auch wieder zugenommen. Inzwischen machen wir daher von Anfang an den Schlauchmagen mit einem kleineren Kalibrierungsrohr, weil hier die langfristigen Erfolge besser gewährleistet sind.

      Vielleicht ist das bei denen, die evlt. wieder zugenommen haben ja auch ein Grund. Aber auch hier, ICH kann immer nur mutmaßen, ich bin Laie. Das halte man mir bitte zu Gute, danke!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nichtmehrhier2 ()

    • Hallo,
      ich bin auch ein Mittelding aber habe vielleicht doch das ein oder andere auf dem Herzen für die "Newbies".

      1. Habt Vertrauen! Glaubt an Euch und sagt Euch immer wieder: ich kann und will das.
      2. Macht langsam! Seid behutsam mit Euch. Die Zeit nach der OP ist kräftezehrend. Teilt Euch Eure Ressourcen gut ein.
      3. Messt Euch nicht mit anderen! Jeder hat einen anderen Stoffwechsel. Dieses Vergleichen wird Euch nur unnötig stressen und Stress blockiert die Abnahme.
      4. Hört auf Euren Körper! Wenn er nach etwas giert, dann könnt ihr euch jetzt ernsthaft damit auseinandersetzen und euch fragen: woher kommt dieser Hunger? Ist der wirklich weil ich Energie brauche oder kommt der vom Kopf?
      5. Lasst den Zucker weg!! Ernsthaft. Lasst oder zumindest reduziert den Zucker. Und ich rede nicht nur von offensichtlichem Zucker. Schaut genau nach wo der überall versteckt ist.
      6. Überdenkt Eure Ernährung: macht Euch frei von Mythen wie: Fett macht Fett...es gibt in der Ernährung so vieles, dass wir neu überdenken müssen. Was tut Euch so richtig gut?
      Ihr habt etwas ganz tolles gemacht: Hilfe geholt und den Mut gehabt etwas zu verändern. So eine OP ist mit Risiken verbunden aber ihr wolltet gesund werden, deswegen habt ihr das riskiert. Jetzt ist die Zeit für den ganzheitlichen Umbruch und der beinhaltet auch die Psyche. Ich drück Euch ganz feste die Daumen. Das war/ist der spannendste Teil meines Lebens gewesen.
    • Hallo
      genau das was Margarita schreibt möchte ich auch wissen.

      Es wird immer geschrieben das die OP nur eine Krücke ist.
      Ihr die schon länger operiert seit und euer Gewicht +10% haltet, seit ihr
      zu sportbegeisterten, kalorienzählenden, gesund essenden super disziplinierten
      Ex-Adipösen mutiert?
    • carsilu schrieb:

      Hallo
      genau das was Margarita schreibt möchte ich auch wissen.

      Es wird immer geschrieben das die OP nur eine Krücke ist.
      Ihr die schon länger operiert seit und euer Gewicht +10% haltet, seit ihr
      zu sportbegeisterten, kalorienzählenden, gesund essenden super disziplinierten
      Ex-Adipösen mutiert?
      Ne, ich esse absolut gerne und voller Freude und wenn ich Bock hab dann auch mal total losgelöst Schokolade & Co. Aber niemals ohne Verstand und Selbstreflexion. Bei Zucker etc. muss ich mir im klaren sein, dass ich da ein Suchtpotential habe und das ich die Tage dann vermehrt darauf achten muss mich zurück zu halten aber mein Selbstbewusstseinskonto ist mittlerweile so positiv..ich habe das schon oft gemeistert und weiß, dass ich das kann.
      Kalorien? hab ich zwei Jahre gezählt und dann verstanden: Kalorien sind nicht gleich Kalorien, es ist wichtig woher diese Kalorien stammen.
      Ich habe immer Nüsse dabei. Wenn ich Hunger bekomme mal so zwei, drei Handvoll..dann bin ich wieder satt und kann bis Abends warten oder je nachdem wann ich "richtig" essen will.
      Mit den Nüssen komme ich (wenn ich das mal so umschlagen sollte) locker auf 2000-2500 Kcal pro Tag. Ich hab viel Energie und bin sehr ausgeglichen. Sport mache ich aber definitiv NICHT wegen dem Gewicht, denn es tut der Psyche nur gut, wenn es nicht leistungsorientiert stattfindet. Ich hab lange gebraucht um mich von dem Essensdruck & Körperfrust loszulösen. Es wäre undenkbar für mich gewesen, mich mal einen Tag nicht zu wiegen. Heute spüre ich einfach nur, dass mein Körper sich gut anfühlt..also ist das Gewicht (das ich extrem stabil halte) auch in Ordnung.
    • Nüsse (ungesalzen) sind eine prima Sache.

      Und nach meiner Erfahrung kann man die Nusskalorien ruhig um 25 Prozent kürzen, da der Körper nicht in der Lage ist, sämtliche Kalorien aus den Nüssen zu verstoffwechseln. (Es sei denn, jemand kaut sie bis wirklich nur noch Nussstaub übrig bleibt).
    • Mahlzeit..
      Habe mir nicht alles durchgelesen, da ich auch nur noch sehr selten hier bin, aber dachte, ich schreibe mal in Kurzform wie es bei mir war.
      Meine Magenbypass OP ist nun ca 5.5 Jahre her. Habe 60 Kg abgenommen innerhalb von 1,5 Jahren, was auch nicht wirklich schwer war. Erstmal war der Effekt da und 2. machte die Bewegung wieder immer mehr Spaß (Fahrrad, Schwimmen, Laufen, Fußball, etc.)..
      Nun war ich bei 103 Kg (von 163Kg) angekommen und es passierte nichts mehr (Der Körper braucht ja auch ne Verschnaufpause). Nur leider habe ich dann einen Meniskusschaden erlitten und der wurde schlecht operiert, so dass ich damit fast 3 Jahre zugesessen habe (auch heute noch). Daher habe ich mich bremsen lassen und da ich nie die Ernährungsumstellung geschafft habe habe ich wieder auf 116 Kg zugenommen und da stehe ich nun seit 1 Jahr.
      Die Krankenkasse hat meine Fettschürzen OP schon bewilligt. Nun stand ich da im Februar, war schon angezeichnet und Zimmer bezogen, da sagten mir die Ärzte das mein Gewicht zu hoch sei und Wundheilstörungen vorpogramiert sind :-( Daher wurde die OP 2 Std. vorher abgesagt und ich solle nochmal 10-15 KG abnehmen.
      Ich lasse mich dadurch auch immer gleich runterziehen. ABER ich habe meinen Sport wieder angezogen, nur leider auch das Naschen als Belohnung wieder gefunden :-(
      Zu meinem "Glück"? "Leid"? kann ich alles essen. Es gibt nur 1-2 Sachen wo ich einen leichten Dumping bekomme.
      Nun starte ich meinen letzten Versuch nochmal 10 KG weg zu bekommen und meine Fettschürze los zu bekommen.

      Fazit: Ich würde die OP sofort wieder machen lassen und wünschte mir, ich hätte sie schon 10 Jahre früher machen lassen. ABER wie schon alle sagten, man wird nicht am Kopf operiert. Die ersten 1-2 Jahre läuft es von selbst mit bisschen Sport vielleicht auch 2-3 Jahre, aber dann muß man die Kurve zum gesünderen Essen gefunden haben.
      Sicher kann man auch mal sündigen und dafür eben nächsten Tag wieder normal essen und mit etwas mehr Sport ausgleichen und gut.
      Hört sich leicht an, aber ich habe es nicht geschafft und muß nun die Kurve auch nach 5,5 Jahren noch bekommen.
      01.01.11 Höchstgewicht: 163 kg

      07.02.11 Anfang Eiweisphase: 158,4 kg

      09.03.11 OP-Gewicht: 148,6 kg


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    • ich esse jetzt normale Portionen von normalgewichtigen würde ich sagen.. wo früher 2 Döner und ne Cola passten, passt heute Grad und Grad so einer.. wo wir ja beim Thema sind.. esse beides zuviel.. fettiges und süßes.. wenn ich meine kinderriegel nicht bekomme, oder ersatzweise Kekse oder so dreh ich durch..
      fettiges gibt's dann 1-2x die Woche (Döner, pommes oder ähnliches). Im Nachhinein tut es einem dann auch leid und sagt sich dann "ab morgen", aber wer kennt es nicht
      01.01.11 Höchstgewicht: 163 kg

      07.02.11 Anfang Eiweisphase: 158,4 kg

      09.03.11 OP-Gewicht: 148,6 kg


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    • Ich halte seit 12 Jahren mein Gewicht und habe in den letzten 2 Jahren die 10 Prozent wieder zugenommen.

      Was habe ich geändert? Sport habe ich gemacht, weil alle sagen es wäre sooo entscheidend. Leider entspricht es nicht meiner Persönlichkeit, und ich habe ihn in den letzten 3-4 Jahren wieder sein gelassen.

      Ich habe das Band, und da flutscht halt alles weiche und süße durch. Deshalb habe ich alle Puddings, Cremes Torten und auch Eis komplett aus meinem Speiseplan gestrichen. Ersatzlos, bis heute.

      Ich nehme nach wie vor nur drei Mahlzeiten zu mir, vegetarisch und vollwert. Ich trinke nur Getränke ohne Zucker und Süßstoff.

      Mein Band hilft mir auch heute noch kleine Mahlzeiten in der Menge eines Desserttellers einzunehmen.
      Ich achte sehr auf hochwertige Lebensmittel wie Bio und vollwert und nehme hochwertiges superfood wie Gogi Beeren , weizengras, quinoa, Moringa usw zu mir.
      Ich bin top gesund, keine mangelzustände und bin nach wie vor normalgewichtig.
      Durch meinen. Bodylift habe ich einen perfekten flachen Bauch. Ich werde von vielen Frauen meiner Altersklasse deshalb beneidet. Wer ist schon über 50 und hat keinerlei Bauch?
      Ich mache aber seit Jahrn eine Therapie wegen meiner Esssucht.
    • Danke Sunnyday, deine Antwort hilft mir sehr gut weiter.
      Zum Glück liebe ich Sport in gemässigter Form, schon früher. Ich habe es auf Grund meines Übergewichts komplett sein gelassen. Und jetzt kommt er wieder zum Vorschein und kann das wirklich sehr geniessen.

      Mit dem Süßstoff habe ich auf alle Fälle Potential. Ich habe nun schon ganz oft und über Wochen hinweg versucht von Pepsi Max loszukommen. Aber sobald ich auf Wasser umsteige, sinkt meine Trinkmenge drastisch. ;( Und hochverdünnte Fruchtsaftschorlen sind keine Alternative für mich persönlich - mehrfach und auch über Wochen getestet. Meine Ernährungsberaterin hat gemeint, ich muss das Pepsi Light ja nicht komplett weglassen, wenn es keinen Süßhunger auslöst, sondern versuchen zumindest zu reduzieren.

      Aber danke nochmal, deine Antwort zeigt mir, das ich hier auf alle Fälle noch an mir arbeiten werde.

      Meine Minimengen versuche ich auch beizubehalten, dafür muss ich allerdings 5mal am Tag essen. Ansonsten würde ich trotz meist normaler Nahrung (also keine Light oder fettreduzierten Nahrungsmittel) nicht über 1.000 Kalorien kommen. Zumindest jetzt noch nicht, und das ist ja viel zu wenig. Daher lieber öfters essen und meinen Magen nicht dehnen - so mein derzeitiger Plan.

      Um deinen Bauch beneide ich dich. Hat dir die OP geholfen, dich als "Schlank" wahrzunehmen und daher evlt. noch mehr auf gesunde Ernährung und Bewegung zu achten?