Langsam und langfristig Abnehmen ohne OP

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    • Hallo und willkommen.

      Wie viele hier bin ich Meisterin im abnehmen und 50 kg habe ich immer locker geschafft. Aber ich habe nie den JoJo-Effekt besiegt. Der hat mich jetzt nach 2 Operationen auch wieder in den Klauen und es ist hart. Also ein Selbstläufer ist eine OP nicht.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:

      Mein Youtube-Kanal: Mit dem Omega Loop von 170 kg auf 60 kg


    • Willkommen, Silja ^^
      Ich bin trotzdem der Meinung, dass man ab einem BMI von über 40 nicht einfach so und ohne Jojo abnehmen kann. Dazu gibt es ja diverse Studien, die das belegen. Ein BMI über 50 ist schon richtig schwer adipös. Natürlich ist eine OP kein Selbstläufer, aber man nimmt eben nicht mehr sofort wieder zu, wie es ohne OP bei oft der Fall ist. Bei vielen ist zum einen der Magen so groß, dass keine Sättigung mehr erfolgt, zum anderen ist der Stoffwechsel durch ständiges auf und ab so kaputt, dass auch Diäten langfristig nicht helfen.
      Ich kann für mich sprechen. Ohne OP wäre ich jetzt noch schwerer als je zuvor. Für mich war es die Rettung und ich habe ein völlig neues Lebensgefühl. Ich würde es immer wieder tun. Und da einzige , was ich bereue ist die Tatsache, dass ich es erst mit 52 habe machen lassen.
    • Meine OP's sind jetzt 6 und 3 Jahre her und ich stehe wie am Anfang. Zwar 110 kg leichter, aber 8ch habe schon 5 Kilo zugenommen. Ich bin aber trotzdem ein Befürworter von OP's, denn mein abgetrennter Magen hatte ein Fassungsvermögen von 1,5 Litern :panik:

      Lass Dich von mir also nicht beeindrucken. Der doofe Spruch: "man wird nicht am Kopf operiert" stimmt jedenfalls. Wenn man eine Diät-Karriere hinter sich hat, die geglückt wäre, wäre man jetzt nicht fett. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas wie Bypass und Schlauchmagen gibt. Ich hagtte ein Forum und da kam jemand mit dem Schlauchmagen um die Ecke und da sagte ich mir: das isses: Und schwupps war ich im AZ und habe einen Antrag gestellt und die OP auch ohne MMK bewilligt bekommen.

      Ich war sofort Feuer und Flamme und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, es nochmal ohne OP zu versuchen. Das scheitern wäre für mich vorprogammiert
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:

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    • Die Entscheidung für oder gegen eine OP kann Dir leider keiner abnehmen. Aber ich kann Dir von meinen Erfahrungen berichtetn.
      Ich wollte mich auch nicht operieren lassen. Der Entscheidungsprozess hat drei Jahre gedauert.
      Ich habe vor Angst noch auf dem OP Tisch geweint...
      Aber ich habe diese Entscheidung bisher, 16 Monate später, nie bereut. Ich habe Normalgewicht, fühle mich fit, bin belastbar....und gesund!!!!
      Du schreibst, Du bist noch ein Jahr in Elternzeit und hast Stress reduziert. Wunderbar! In diesem Jahr kannst Du dir Zeit für Dich nehmen und Dein neues Leben trainieren. Alle neuen Regeln verinnerlichen, an deinem Eßverhalten arbeiten....wenn Du das wirklich willst und dran arbeitest, bin ich davon überzeugt, das sich vieles so fest in Dir verankert haben wird, das wenn es nach dem Jahr wieder stressiger wird, die Gefahr deutlich kleiner ist, vom Weg abzukommen.
      Mein Mann ist mir mir gemeinsam operiert worden. Jetzt, 16 Monate post OP, ist unser neues Leben für uns ganz normal und Alltag geworden. Wir sind für fast alle Eventualitäten gut gerüstet und gut aufgestellt. Das gibt enorme Sicherheit!
      Geht beim kochen los, da haben wir eh so unsere Standardgerichte. Die meisten sind gesund, aber sehr fix und ohne großen Aufwand fertig. Kochstress hatte ich vor der OP definitv mehr als heute ;-). Und so ist das eigentlich mit allen Mahlzeiten, dem Einkauf...das verselbstständigt sich irgendwann.
      Die Trinkpausen gehen einem in Fleisch und Blut über....
      Die Medikamenteneinahme lässt sich auch prima lösen: Ich mache für jeden von uns beiden einmal die Woche die Medikamentenration für eine komplette Woche fertig. Da gibt es spezielle Medikamentendosen.
      Und ich habe bei mir schlicht und ergreifend Erinnerungen im Handy gespeichert, so kann ich keine Einnahme vergessen. Diese Meldungen werden sogar an meine Smartwatch weitergeleitet, die dann vibriert. Das heißt, niemand muß mitbekommen, das mein Timer gerade losbrüllt ;-)

      Ja, das Leben ist anders, vieles muß man neu lernen, aber das Leben ist so viel aktiver und für mich auch schöner. Und es ist irgendwie spannend, sich mit Lebensmitteln auseinanderzusetzen, auszuprobieren...
    • Werte @Silja, hier eine verspätete Antwort. Ich habe mich seit den späten 1990er Jahren, also seit bariatrische OP s hier in meiner Bananenrepublik salonfähig wurden, damit befasst. Erst dieses Jahr konnte ich mich dafür entscheiden, da ich unter anderem die selben Bedenken wie Du hatte.
      Ja, mein Leben hat sich verändert, aber nicht verschlechtert. Im Gegenteil, das meiste wurde viel besser.
      Und meine OP Komplikationen sind kein Vergleich, zu dem, was mir ohne OP bevorgestanden hätte.
      Niemand kann Dir sagen was gut für Dich ist, aber stell Dir doch mal ein Leben ohne massiven Übergewicht vor und geh von schweren Nebenwirkungen der OP aus (abgesehen von nem qualvollen Tod oder sonstigen Zeichen Gottes wie sehr er uns liebt.)
      Ganz ehrlich : zum ersten müssen keine OP Nebenwirkungen auftreten und zum zweiten, ich nehms in Kauf, weil sie nicht so schlimm sind wie mit über 170kg durch die Gegend zu wabbeln. Das war für mich meine persönliche Hölle.
    • Ich schmeiße mal zum Ausgleich meine Erfahrung in den Ring.

      Für mich war auch mit einem BMI von 50 eine OP nie eine Option. Mir war klar, dass nicht mein Magen das Problem ist. Nur der Kopf. Ein operierter Magen hätte mein Problem mit Essen auch nicht behoben. Als ich 32 war, kaum noch Klamotten gefunden habe und jeder Schritt einfach nur eine Anstrengung war, habe ich die Notbremse gezogen. In einer psychosomatischen Reha habe ich mich behandeln lassen und das ganze als Startpunkt für einen neuen Lebensabschnitt gesehen. Das war 2013.

      In mehreren Schritten habe ich mittlerweile einen BMI von 21 erreicht. Klar schwankt das Gewicht auch mal. Die psychischen Belastungen beeinflussen schon immer wieder mein Essverhalten. Nur: in den ganzen Jahren bin ich nicht mehr zum Ausgangspunkt zurück gefallen und bin lange im Normalgewicht. Ich muss immer wieder mein Essverhalten überprüfen. Manchmal nachjustieren. Und ich muss weiter in Bewegung bleiben. Mehr ist es am Ende nicht. Normal essen, Bewegung, für psychisches Gleichgewicht sorgen.

      Ich selbst bin froh, dass ich mich nie für eine OP entschieden habe. Entgegen der oft vertretenen Meinung, dass es ohne OP kaum möglich ist langfristig von so einem Ausgangspunkt abzunehmen, hat es zumindest bei mir funktioniert. Was nicht heißt, dass das für alle möglich und machbar ist. Daher haben bariatrische OP's ganz sicher ihre Daseinsberechtigung. Wie schon erwähnt hätte eine solche bei mir nichts wirklich verändert. Alleine die Ursachenforschung nach den Gründen für mein übermäßiges Essen war hilfreich. Und eben auch Wille, Durchhaltevermögen und ein wenig Disziplin. Keine OP hätte mir das liefern können...
    • Die Punkte die Du benennst, muss man aber auch bei einer OP berücksichtigen, denn der Kopf wurde ja nicht mit operiert. Aber Glüclwunsch !! Ich konnte wohl mehrmals 50 kg abnehmen, aber das Problem war der JoJo. Ich denke mal, es ist ja völlig wurscht, womit man sich jetzt anstrengt.

      Mit OP oder ohne OP. Wenn der Honeymoon-Effekt weg fällt und sich das Operationsgeschehen meist wieder weitet, steht man auch am Anfang und man kann schauen, was man gelernt hat. Ich will Deine Leistung auf keinen Fall abwerten, aber ein Selbstläufer ist eine OP auch nicht und ein Garnat für lebenslanges Gewicht halten auch nicht. Anstrengend ist jedenfalls beides.
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:

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    • Ja @*Heike*, ich denke das meinte @jodeldiplom sichet auch. Bei mir ist es ja auch so, ich hab seit 2018 abgenommen und schwanke auch immer so 5 kg plus/ minus hoch und runter. Ich muss da immer, mein Leben lang dran bleiben, sonst geht das schneller wieder hoch als schauen kann und gerade in schweren Zeiten hab ich daran ganz schön zu knapperen.
      Die Entscheidung welchen Weg er geht muss halt jeder für sich treffen, es wird beides nicht einfach und eine ewige Herausforderung sein.

      Ich wünsche dir @Silja, dass du die für dich richtige Entscheidung treffen kannst.
    • Paulinchen1213 schrieb:

      Bei mir ist es ja auch so, ich hab seit 2018 abgenommen und schwanke auch immer so 5 kg plus/ minus hoch und runter.
      Ich kriege es im Moment gar nicht richtig runter. Aber die 70 kg bei 1,75 m statt 65 kg, gehen noch und Klamotten passen auch noch.

      Paulinchen1213 schrieb:

      Ich muss da immer, mein Leben lang dran bleiben, sonst geht das schneller wieder hoch als schauen kann und gerade in schweren Zeiten hab ich daran ganz schön zu knapperen.
      Also ich habe ja insoweit einen Vorteil, dass mein Hunger kommt, wenn er dran ist und nicht wenn es mir schlecht oder gut geht. Das habe ich in einer Therapie ja verlernt. Fett geworden bin ich einst, weil ich schlechte Gefühle mit Essen komensiert habe und gute Gefühle mit Essen gepusht habe.

      Da hatte ich mit oder ohne OP keine Chance. OP habe ich dann machen lassen, als ich mit mir im Reinen war, aber mein Magen eben zu gross. Ohne OP wäre vermutlich mein GU nicht unter 800 kcal. gerutscht. Man weiss es vorher nicht. Jedenfalls habe ich heute einen Mechanismus der das schlanke Gewicht behalten will, also auch schon mal ein Vorteil. Schönes Wochenende :)
      Liebe Grüsse Heike ...... und @llseits einen schönen Tag :katze:

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